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Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 12:57
von spednaz
Hallo,

da ich ja nicht so alt bin (30 Jahre) und das bis jetzt auch nicht wußte bzw. wissen konnte. Nun meine Frage. War bei Bremsbacken bei Simsonmopeds, AWO, EMW, MZ RT (BJ 1961) immer teilweise Aspest mit drinne??? Wenn ja dann habe ich bestimmt schon einiges unwissend eingeatmet, da ich das nicht wußte Scheiße.
Woran erkenne ich das (ich vermute die grauen sind betroffen). Oder ist das nicht ganz so schlimm?

mfg spednaz

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 13:00
von chris425sport
Hi, ich glaube Bremsstaub sollte man nie Einatmen. Egal ob alt oder neu. Gruß

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 13:12
von killex
Einatmen sollte man den wirklich nicht unbedingt. Soweit ich weiß, war Aspest in den DDR-Bremsbacken für alle Maschinen üblich.
Solange man aber nicht tagtäglich ohne einen Mundschutz in einer Bremsenwerkstatt arbeitet, ist es denke mal nicht so schlimm.
Der Bremsstaub neuartiger Bremsen drüfte nur unwestentlich "verträglicher" sein.
Wie viel Hattest Du denn damit Kontakt?

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 13:23
von axel
Nach dem einatmen von lungengängigen Asbestfasern hast Du min. noch 30 Jahre Zeit zum AWO fahren. Danach hast Du ungefähr eine Möglichkeit von 1: 1000000 Lungenkrebs zu bekommen.
Must Du dir vorstellen wie eine Stecknadel in einer Seifenblase ( Lungenbläschen ), die kann da nicht mehr raus und bei jedem Atemzug sticht die Spitze in die Seitenwand der Lungenblase. Dort an dieser Stelle entsteht im Laufe der Zeit eine kleine Wunde - der Lungenkrebs.

Fahre noch soviel AWO wie möglich, A.

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 13:49
von spednaz
Naja wieviel ich eingeatmet habe weiß ich nicht, aber ich habe letztens erst 2 Radnaben + Abdeckungen und Bremsbackenhalter von der MZ Rt poliert (mittels Luftdruck!). Hätte ich das vorher gewußt, dann hätte ich die sachen ersmal abgewaschen (mittels Bremsenreiniger oder Benzin). Gestaubt hat das schon aber das war auch der Abrieb vom trockenen Dreck und Alu.... Naja das nächste Mal halt auch mit Maske...
;;;;

mfg spednaz

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 13:57
von dressel07407
hallo,

ich bin auch noch sehr jung (19) und würde sagen als Hobbybastler sollte man sich deshalb nicht so verrückt machen!
Schließlich schätze ich auch, dass du den Staub nicht mit nem gerollte Geldschein durch die Nase gezogen hast (blöder Kommentar) :D
Achja die Reibbeläge der Kupplung sind doch auch bestimmt mit Aspest? Dasrüber habe ich mir bei der Awo noch keine Gedanken gemacht. Lediglich beim Moped S51 & Co. aber da werden ja die Fasern vom Getriebeöl gebunden somit meiner Meinung nach ungefährlich.

lg dressel

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 14:43
von Deleted User 141
Asbest ist ein Teufelszeug, was wie die Pest (Aspest ist daher garnicht so übel ;-) ) viele Menschenleben auf dem Gewissen hat. Ich habe bis vor wenige Jahren daheim noch fleißig mit Asbesthandschuhen gearbeitet, wenns heiß wurde. Das Zeug will ja auch niemand entsorgen!!!

Was unser Hobby angeht: grundsätzlich sollte man alle Stäube absaugen und nicht mit Preßluft "gleichmäßig verteilen" :o . Da hat man schon mal den gröbsten Dreck weg, Staubsaugerbeutel inne Tüte und ab in den Müll!
Was die Belastung angeht, so möchte ich laienhaft sagen, ist für den Reststaub die Belastung nicht höher, als wenn man durch eine alte DDR Garagen oder Bungalowansiedlung geht. Jede 2. Bude ist mit Asbestzement-Wellplatten gedeckt. Nach 20- 35 Jahren Alter lösen die sich nämlich auch allmählich aber ständig auf.
Ich denke keine Panik, vorsorgen kann jeder, und Bescheid weiß eigendlich auch jeder, oder :?: :!:
Matthes

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 15:25
von braendel
Ich hab zu DDR-Zeiten als KFZler jeden Tag mit Asbest zu tun gehabt.Kupplung,Bremse überall
war das Zeug drin.Und da wir nen Stundenlohn von 1.56 OM(Mark der DDR)hatten,der Rest war
Mehrleistung,war gar nicht die Zeit da,irgeneinen Sauger(gabs ja eh nicht) oder so was zu holen.
Pinsel und raus das Zeug.Und ich leb immer noch.Und natürlich noch lang lang lang !! Mach Dir
mal keinen Kopp deswegen.Raus gehen die Fasern sowieso nicht mehr.Und so lang Du das Zeug
nich in Mengen Dir reinziehst,passiert auch nichts.

Gruß - Willi

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 15:32
von Deleted User 141
braendel hat geschrieben:Raus gehen die Fasern sowieso nicht mehr.
Stimmt leider... und die Vergangenheit ist vorbei
braendel hat geschrieben:... so lang Du das Zeug nich in Mengen Dir reinziehst,passiert auch nichts.
Willi mach ich ungern, aber da widerspreche ich! Hab mal u.a. in einer (Lungen-) Klinik gearbeitet... und mich da schlau gemacht, /machen müssen. Das Zeig hat ein gehässiges "Langzeitgedächtnis"!!!
Daher lasse ich ein wenig Vorsicht und ab und zu den Staubsauger (in der werkstatt ;-) )walten.
Da ich beruflich viel mit Glas-, Kevlar- und Carbonfasern zu tun habe (und kein Schwein weiß wie das Gelumpe in -zig Jahren sich austobt) ist die Absauganlage mein Hauptarbeitsmittel!

Matthes

Re: Aspest in alten Fahrzeugen

Verfasst: Di 13. Jul 2010, 15:35
von braendel
Da wär ich ja schon dod eigentlich. Ich weiß das das Zeug ungesund ist.Aber das Bissl was er eingeatmet
hat,halt ich für ungefährlich.

gruß - Willi