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Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 12:29
von frank1980
Hallo AWOristen,
ich möchte meine Alu Teile (z.B. Brems- und Kupplungshebel, Elektrikgehäusedeckel, ect.) von alten Dreck befreien. Nun ist es sehr mühselig dies alles mit der Drahtbürste oder ähnlichen Gerätschaften zu machen. Die Frage die sich nun stellt ist gibt eine chemische Variante dies zu tun, z.B. schwache Säuren.
Wer dazu einen netten Kommentar abgeben könnte sollte dies bitte tun.
P.S.: Strahlen wäre auch eine Variante
Gruß
Frank der Pittiplatsch

Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 13:23
von braendel
Ultraschall geht auch gut.Ansonsten wirst Du Dich wohl mit der Drahtbürste bewaffnen und genau so saubermachen
wie wir alle zum ersten mal. ;) ;) ;)
Gruß - Willi
Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 14:36
von mannkar
Hallo zusammen,
ich hab mal bei einem Vespamotor den Alureiniger von Ammon (
http://www.ammon-technik.de) ausprobiert. Unverdünnt in einer Schüssel in der Badewanne...

Ist 'ne absolute Chemiekeule, aber das Ergebnis war zufrieden stellend (natürlich war da auch die Bürste mit im Einsatz). Und als nächstes kanns du dir dann überlegen wie das Zeugs entsorgtst, vorausgesetzt in der Wanne geschieht kein Unglück
Ich machs nicht mehr.
Was auch geht, ist natürlich Glasperlstrahlen. Die Oberfläche wird dadurch sehr gleichmäßig, aber auch verdichtet und leicht rauh, wodurch sich der Schmutz dann um so besser festsetzt. Die original Optik ist damit dann auch im Eimer.
Ich hab in meinem Bekanntenkreis jemanden mit einem 10l Ultraschallbad mit Heizung. Nach einer gründlichen Vorreinigung (Bürste, Kaltreiniger) die Teile so weit es geht rein (unter Umständen mehrmals wenden), und das Ergebnis ist bisher immer Top. Der Wasser im Bad erhält auch noch einen Zusatz für das jeweilige Material (Alu, Stahl, Buntmetall, Zinkdruckguss, etc.) das gereinigt werden soll. Aber auch hier ist bei Einsatz von Reinigern undbedingt das Teil vorher vorzureinigen (wenns geht abdampfen, Kaltreiniger mit (Zah-)bürste), da das Bad gerne häufiger verwendet werden soll, da die chemischen Zusätze auch Ihr Geld kosten und irgendwann entsorgt werden müssen. Das Ergebnis ist häufig mit einem Neuteil vergleichbar.
Insgesamt in jedem Fall meine erste Wahl, da Porentief rein, original Oberfläche und kein Problem mit Dichtflächen die geschützt werden müssen.
Ich schau mal, ob ich irgendwo ein Vorher/Nachher Bild finde,
aber..... ... die Bürste ist immer mit von der Partie
Beste Grüße
Frank
Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 15:12
von frank1980
Na dann werde ich mich mal mit der Bürste bewaffnen und dem Dreck und würdiger Gegner sein.
Danke
Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 15:28
von Kay425Touren
Hallo!
ich habe mit Sidolin( für Herd und ceranfeld) und elsterglanz die besten erfahrungen gemacht . schöner schleifschlamm,stahlwolle und kaltes wasser. Ruhig einreiben und wirken lassen . Oxydschicht löst sich erst nach ner weile.
rikja
Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 18:00
von frank1980
Habe mir mal einen Tip von einem alten Schrauben geben lassen.
Er meinte das man mit Oxalsäure recht gut Ergebnisse erzielen kann was das Entrosten von Tanks und Blechteilen angeht. Mann müsse nur die Sachen mit dem Verhältniss 1:5 mit Wasser zusammenmischen und dann das entsprechende Teil 24 h einziehen lassen.
Definition aus Meyers Online Lexikon:
Oxalsäure [zu griechisch oxýs »scharf«, »sauer«], Äthandisäure, Kleesäure, die einfachste Dicarbonsäure, im Pflanzenreich in Form ihrer Salze (Oxalate) sehr verbreitet, z. B. als saures Kaliumsalz im Sauerklee (Kleesalz), als Calciumsalz in vielen Pflanzen und im Harn. Technisch wird sie durch Alkalischmelze von Natriumformiat oder durch Oxidation von Kohlenhydraten (z. B. Rohrzucker) in Gegenwart von Katalysatoren hergestellt. Oxalsäure wird in der Analytik als Urtitersubstanz für die Alkali- und Manganometrie, zur quantitativen Bestimmung von Calcium und zur Trennung der seltenen Erden verwendet. In der Färberei dient Oxalsäure als Beiz- und Bleichmittel.
Werde es mal ausprobieren... auch für meinen Tank. ;)
Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 19:56
von braendel
Kann man das auch trinken ?? Klingt so
gruß - Willi
Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 20:11
von frank1980
Wenn du danach ein kühles Blondes (Dresdner Felsenkeller oder Feldschlößchen) genießen möchtest dann würde ich dir abraten, da es nicht rückgängig zu machen ist.
Und was wäre ein Schrauber Tag ohne ein schönes Pilsner, oder!

Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 21:40
von Edeltuning
Ne saure Säure ist Gift für Alu

Die greift an und zerstört die Oberfläche.
Felgenreiniger- muß und ist- deshalb immer säurefrei.Dieser ist so mit das "stärkste" Reinigungsmittel welches für KFZ angeboten wird.
Letztens hatte ich das mit einer Messingbürste gemacht,die hatte keinerlei Kratzspuren hinterlassen,vielleicht gibt es da auch unterschiedlich hartes
Messing
Für unzugängliche Stellen wie Kühlrippen und so,schneide ich die Borsten von einem Straßenbesen ab,etwa 10cm lang,und stopfe diese in ein 3cm langes Stück Benzinschlauch,welcher in die Bohrmaschine gespannt wird.Als Spülmittel geht der Felgenreiniger oder Petroleum,Heizöl...
Für ganz schwierige Fälle,ein 10cm Stück Bouwdenzug in die Bohrmaschine spannen.-Wirkt Wunder.
Gruß
Schelle
Re: Chemische Reinigung von ALU-Teile
Verfasst: Di 9. Sep 2008, 21:50
von frank1980
Wenn es um Bürstenaufsätze für die Bohrmaschine geht dann muß man sich nicht die Mühe machen und einen Straßenbesen zu zerteilen. Bei OBI gibt günstige Bürstenaufsätze jeglicher härte Grade.
Bist du dir sicher mit der Aussage,
"Ne saure Säure ist Gift für Alu Die greift an und zerstört die Oberfläche."
Oxalsäure ist zwar schädlich für die menschliche Haut aber zum Gerben von Leder wird es ja auch verwand und dabei zerstört es ja die Oberfläche auch nicht oder irre ich mich?
Zudem wird die Säure ja auch nicht konzentriert aufgetragen sondern im Verhältnis.
