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Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 00:15
von huj
Hallo Leute,
Um meine Awo mal testweise laufen zu lassen, habe ich versucht eine "Batteriezündung" aufzubauen, da der Zündmagnet platt ist..
Als Stromquelle habe ich ein altes Ladegerät zweckentfremdet.
Als Zündspule ein 12V Exemplar von den U-Zündungen (SLPZ).
Die Schaltung sieht folgendermaßen aus:
Masse - Kondensator - Plus vom Ladegerät. Von da zum Unterbrecher und auf Masse.
Dann noch eine zweite Leitung auch vom Plus des Ladegerätes zur Zündspule Klemme 1.
Von Klemme 15 der Zündspule an Masse.
Wenn ich nun das Ladegerät annmache, dann kann ich durch vorbeiziehen der Zündkerze an Masse kleine blaue FUnke sehen. Ein
richtiger Zündfunken wie man es gewohnt ist zwischen den Elektroden nicht..
Woran liegt das? Kann es sein, dass das Ladefix zu wenig Strom oder Spannung liefert? Oder hab ich nen grundlegenden Fehler im Aufbau?
Viele Grüße
huj
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 08:00
von plessloui
Moin,
les dir das mal durch.
Umbau auf BATTERIEZÜNDUNG
Der Umbau ist ganz einfach. Man kauft sich eine Zündspule 6 V, 15 W mit Halterung und Zündkabel, am besten die von der EMW. Nachdem der Tank abgenommen ist, wird die Zündspule am oberen Rahmenrohr befestigt. Sie wird dicht hinter der Hupe angeordnet, so daß sie bei aufgesetztem Tank völlig im Tunnel des Tanks verschwindet. Vorher wird um die Zündspule noch etwas Schaumgummi gelegt, um zu verhindern, daß sie infolge von Vibrationen am Tanktunnel anschlägt. Wird auf leichte Zuggänglichkeit Wert gelegt, kann sie auch an einen der beiden vorderen Rahmenrohre angebracht werden. Bei der TOUREN ist man aus Platzgründen sowieso zu dieser Anordnung gezwungen. Stets ist auf gute Masseverbindung der Zündspule zu achten. Daher vorm Anbringen der Halteschelle die Lackierung entfernen.
Der Magnet wird geöffnet, die Wicklung abgeklemmt und das Feld herausgenommen. Die Verbindung von der Anschlussklemme des Magneten zu Unterbrecher und Kondensator bleiben erhalten. Nun wird der Magnet, allerdings ohne Feld und Wicklung, wieder zusammengesetzt und eingebaut. Dabei ist auf richtige Einstellung der Zündung 10 Grad vor oberen Totpunkt bei Spätzündung zu achten. Das Zündkabel vom Magneten wird entfernt. Auch die Kurzschlussleitung2 zum Zündschloss wird nicht wieder angeschlossen. Der ursprüngliche Magnet läuft jetzt nur noch als Unterbrecher.
Die Schaltung wird wie folgt vorgenommen:
1. von Klemme 15/54 des Zündschlosses an Klemme 15 der Zündspule
2. von Klemme 1 der Zündspule an die Klemme des Magneten
Das Zündkabel der Zündspule kommt an die Kerze. Für die Leitungen verwendet man Kupferlitze von 0,75 mm². Selbstverständlich werden die Leitungen in Isolierschlauch verlegt. Die neue Leitung 1 führt man an der Stelle des Magnetzündkabels in das Elektrikgehäuse ein. Damit ist die Arbeit abgeschlossen. Auf eines muß der AWO-Fahrer jetzt aber achten: die Batterie darf nie entladen sein. Sollte es doch einmal vorkommen, dann muß man für diese Nachlässigkeit schon die Mühe in Kauf nehmen und am Zündschloss die Leitung 15 von der Klemme 15/54 lösen und dann an die Klemme DF legen. Dann erhält die Zündspule direkt von der Lichtmaschine Spannung, und der Motor kann durch Anschieben in Gang gebracht werden. (61/34)
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 10:14
von Mecke
so wie @plessloui es schon schreibt.
Im übrigen wird es mit den Ladegerät nicht funktionieren. Zum einen, je nachdem wie es aufgebaut ist, bricht die Spannung zusammen weil die Elektronik abschaltet oder aber die Stromkurve sinkt ab weil das Ladegerät nicht erkennt was die "nicht vorhandene" Batterie für eine Kapazität hat.
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 11:11
von huj
Hallo!
Erstmal danke für die Antworten ;)
Warum wird denn der Magnet als Unterbrecher verwendet und nicht der Unterbrecherhebel?
Viele Grüße
huj
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 11:50
von CERVEZAwo
Hallo,
"Der ursprüngliche Magnet läuft jetzt nur noch als Unterbrecher."
Damit ist gemeint, das der Magnetzünder, auf dem ja auch die Umterbrecherplatte montiert ist, nicht mehr die Funktion der Zündfunkenbereitstellung übernimmt, sondern nur noch den Impuls dazu gibt, da ja der Unterbrecher drauf bleibt. Ist einfacher, das Gehäuse mit der Platte zu nehmen, man könnte sich sicherlich auch was bauen, aber mit einem leergeräumten Magnetzünder hast du auch gleich die fast perfekte Voreinstellung. Zündzeitpunkt wird dann genau so eingestellt, wie mit Magnetzündung
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 12:05
von Roadrunner
Hallo Huj ,Ich denke Dich interessiert ein provisorischer Umbau auf Batteriezündung zu Testzwecken. Der Umbau von plessloui ist dafür recht umfangreich.
Zu Testzwecken reicht es die Kabel vom Unterbrecher und vom Kondensator abzuschrauben und diese über ein neues Kabel miteinander zu verbinden . Damit brauchst Du am Magneten nichts weiter zu verändern. Vom Kondensator aus legst Du ein Kabel zur Zündspule Anschluß 1 . Vom Anschluß 15 der Zündspule zum + Anschluß einer 12 Volt Batterie ( insofern Deine Zündspule 12V hat) . Den Minuspol mit dem Motorgehäuse ( Masse ) verbinden.
Das wars !
Nach dem Test die Batterie abklemmen !!!
Ein Ladegerät ist aus schon erwähnten und anderen Gründen ungeeignet.
Gruß Ralf
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 14:17
von huj
Hey roadrunner!
Danke! Genau so hab ich es mir vorgestellt ;)
Werd ich gleich mal probieren..
Viele Grüße
huj
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 16:02
von huj
Jawoll! Hab sie so zum laufen bekommen ;)
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 16:17
von Edeltuning
Ein DDR-Ladegerät (unelektronisch) kann zum Starten an den (entladenen) Akku angeschlossen werden.
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: So 27. Dez 2009, 17:19
von huj
Dasa alte Ladefix hat seinen Dienst auch ohne Batterie getan ;)