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Blechreparatur- wie am besten?
Verfasst: Sa 19. Dez 2009, 21:22
von lumich
Hallo,
Mein Vorderrad-Schutzblech und das hintere Klappstück sind im Bereich der Nieten durchgegammelt (gerissen, rostig, ...).
Ich würde gerne fragen was für Erfahrungen Ihr mit der Reparatur solcher Stellen gemacht habt? Welche Möglichkeiten gibt es da und was hält am besten?
Danke und Gruss,
Stephan
Re: Blechreparatur- wie am besten?
Verfasst: Sa 19. Dez 2009, 22:53
von FRANK L.
tach
gib den koti in eine fachfirma,wenn du sowas nicht kannst bzw. noch nie gemacht hast.....
wenn du dafür kein geld hast,vielleicht findet sich ja jemand hier im forum..........
wenn du es unbedingt selber machen willst,wegen dem geld sparen : ein originaler nicht nachgeschweisster bzw. nicht versauter koti geht in der bucht bestimmt für fast 200 eus weg........
also überleg dir,was du kannst,es gibt noch zu wenig nachbaukotis.......
(ich hab leider keine zeit)
mfg frank
Re: Blechreparatur- wie am besten?
Verfasst: Sa 19. Dez 2009, 23:21
von lumich
Hi Frank,
schweissen ist nicht das Problem- wollte halt nur mal horchen und evtl. dazulernen (man muss ja das Rad nicht 2x erfinden). Es geht halt um die Frage ob "Flicken" mit Absetzzange und punkten oder "Flicken" passend und ringsherum einschweißen hier im Bereich der Streben + Nieten sinnvoller ist. Beides hab ich schon gesehen und man kann nicht immer pauschal sagen ob das Eine oder das Andere besser ist...Ein kleiner Erfahrungsaustausch eben...
Gruss,
Stephan
Re: Blechreparatur- wie am besten?
Verfasst: Sa 19. Dez 2009, 23:34
von FRANK L.
achso............ ;)
habe koti ohne strebe in form gebracht und danach vernietet....
bei meinen blechen war die mittige niete komplett weggegammelt (mit dem blech)
rausgeflext (war interessanterweise ein ca. 20 cm schnitt nach unten),neues blech angepasst und nieten besorgt)
strebe war nach dem strahlen noch i.o................
(blech ohne absetzzange eingesetzt)
mfg frank
Re: Blechreparatur- wie am besten?
Verfasst: So 20. Dez 2009, 00:25
von Denis
Hi Stephan,
vermutlich sieht das unter den anderen Nieten auch nicht viel besser aus, ist aber noch nicht durchgedrungen.
Ich würde es folgendermaßen machen :
Wenn die Blechpatie um die drei mittleren Nietenbohrungen ausgebessert werden muss als erstes ne Markierung , z.B. exakt 10 cm unter der mittleren Niete von deren Mitte aus.
Damit kannst Du die Position der Nietenbohrung später schnell exakt bestimmen.
Für die Anfertigung von Reparaturblechen in der Art benutze ich einen Treibhammer mit flach gewölbter Bahn, mit dem ich auf einem mit der Stirnfläche nach oben in den Schraubstock und gespannten Holzbalken eher vorsichtig eine Wölbung in meinen Blechrohling schlage. Die Stelle um die mittlere Niete ist ja nicht so stark gewölbt und Handteller groß, geht also fix.
Danach wird das Blech auf einer sogg. Faust, einer je nach Bedarf unterschiedlich gestalteten Unterlage als Einsteckamboss mit einem Planierhammer glatt geschlagen. Die Faust hat immer eine etwas stärker gewölbte Fläche wie das Werkstück, dadurch wird es nicht wieder platt aber auch nicht bauchiger geschlagen.
Zwischendurch auflegen und checken, die anderen Stellen oberhalb des Schutzbleches halten gut als Schablone her.
Man kann sagen, daß bei derartigen Blechnachbildungen der Schwierigkeitsgrad steigt, je großer der Bereich ist, den man mit nur einem Stück Blech ausbessern will.
Sollten also die Radien zu den Flanken des Schutzbleches auch ausgebessert werden kommt es auf Deine Erfahrung im Treiben und Aufziehen von Blech an, es entweder als Komplettstück oder in Etappen anzufertigen.
Mit wenig Erfahrung empfielt sich vermutlich, erst das Mittelstück auszutauschen, einzuschweißen und es somit zur Stabilisierung und Fixierung zu nutzen für die anschließend angesetzten Stücke.
Mach nicht zuviel auf einmal, alles was nicht mehr da ist verhindert auch nicht das Verziehen beim Schweißen.
Zum Thema schweißen : stumpf schweißen von 1mm Blech solltest Du beherrschen, egal ob mit WIG oder MAG oder Autogen, Pflaster dransetzen an der Awo ist ne Sünde, oder etwa nicht ?
Mach Dir ein paar Schablonen von den Quer- und Längsschnitten, Pappe reicht zu Anfang, später kannste immer noch nach Tastsinn arbeiten, mit Zinn ausbessern oder notfalls spachteln, in jedem Fall sind sie hilfreich, wenn Du Stufen/Kanten verhindern willst.
Schweißnähte verputzen auf exakt (!) Blechdicke und auf passender Faust einebnen, wenn zuviel Material da ist, musst Du mit nem schnöden Lötbrenner den Buckel auf Rotglut bringen und mit dem Hammer stauchen, ausser Du hast so'n tollen Stauchhammer, damit gehts auch..umgekehrt , wenn zu gerade, Material mit nem schwach balligen Hammer auf der Faust gezielt strecken
Die Feinarbeit machste mit nem Planierhammer, immer schön sachte, sonst gibts ne Beule.
Das ist mit Sicherheit nicht die schnellste Methode, aber gut gemacht sieht man hinterher nix mehr von Innen und von Aussen, macht Laune und überhaupt...
Gruß,
Denis
Re: Blechreparatur- wie am besten?
Verfasst: So 20. Dez 2009, 10:59
von Lutz'e
Hallo !
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Ich habe so etwas bei meinen Bekannten an seiner EMW gemacht , da war das Blech durch .
Bei dir sieht man schön , das der Gammel zwischen Blech und Strebe ganze Arbeit geleistet hat (Nieten) .
Laut meinem derzeitigen Erkenntnisstand : alle Nieten entfernen , entrosten , Schadstelle entfernen , Reperaturblech anfertigen , Streben und Blech anpassen und fixsieren , Rep.Blech einschweißen
und anformen , Schweißstellen säubern , verzinnen und feinschleifen , Nieten setzen .
Fertig für den Lack .
Hört sich auf dem ersten Blick leichter an als es wirklich ist .
Wer nicht probiert , verliert .
Schöne Weihnachten von Lutz'e
Re: Blechreparatur- wie am besten?
Verfasst: Mo 4. Jan 2010, 20:53
von lumich
Hallo,
sorry für die verspätete Antwort

ich war über Weihnachten in Deutschland bei den Eltern/Schwiegereltern/Verwandten und die haben alle nur "Einwahlnetz" mit irren Seitenladenzeiten

da macht Internet kein Spass...auserdem war ich die Hälfte des Urlaubs krank mit Grippe oder mit Essen beschäftigt (direkte Übergänge von Frühstück zu Mittag, Kaffe und Abendbrot und alles fettes, altmärkisches Essen

)
Prima! Was Ihr hier schildert hört sich so an wie ich es mir schon fast gedacht habe. Vielen Dank für die Hinweise- wenn ich wieder daheim bin mache ich mich da mal an die Arbeit zusammen mit meinem Vater (der hat eine Metallbauschlosserei mit allem was dazugehört: Drehbank, 60t Presse

, Schweissgräte, ordentliche Ständerbohrmachine u.s.w. allerdings arbeitet Er eher im Landmaschinenschlossereistil

und da muss ich bei "gefühlvoller" Oldtimer-Blechrestauration immer Überzeugungsarbeit leisten damit daraus keine "das-singt-kein-Paster-lose" Reparatur wird

).
Gruss,
Stephan