Einmal Wasser und zurück- die 2. von EBBE
Verfasst: Fr 11. Sep 2009, 12:04
Hallo zusammen,
ermutigt von Uwe´s Bericht hab ich mir am Mittwoch gedacht, dass man so etwas auch einmal machen sollte. Den ganzen Tag im Sattel sitzen und Die Awo unter sich zu haben.
Irgendwie befand ich mich dann direkt gestern morgens auf dem Weg nach Bad Hersfeld, wollte mich dort sowieso schon länger mal mit jemand auf nen Kaffee treffen
Laut karte sind es zwar "bloß" ca. 320 km, aber durch diverse Wegabänderungen, Falschfahrten, und ähnliches sinds dann doch 350 km pro Strecke geworden.
Bin morgens um halb neun losgefahren und dachte mit doch beträchtlicher Blauäuigkeit, dass ich bis 15 Uhr oben sein sollte. Letztendlich kam ich um 17.15 Uhr an, und hab ne weitere Stunde damit verbraten, das Kaff besagter Kaffeetrinkerin wiederzufinden.
Die Hinfahrt war wunderschön, ging ausschliesslich übers Land, viele richtig geile Streckenabschnitte dabei, die einem ein Grinsen in Helmvisier-größe auf das Gesîcht zauberten
Zu mehr als einem Kaffee und zwei Zigarettchen hat es mir dann in Bad hersfeld allerdings nicht mehr gerreicht, weil ich eigentlich schon auch noch wieder heimfahren wollte. Auf dem Heimweg bin ich fast ausschliesslich über Bundesstrassen und Autobahnen unterwegs gewesen, da ich den Weg über die Dörfer Hessens und Frankens vermutlich nie wieder ohne Hilfe von Passanten und Ureinwohnern gefunden hätte. (Danke an dieser Stelle an alle, die mir auf der Hinfahrt geholfen haben, und mir verraten haben wo ich als nächstes abbiegen muss.) Das schöne am Autobahnfahren ist, dass man sich einfach an einen Lkw dranhängen kann, der mit ca. 90 km/h unterwegs ist, und fährt ohne viel Wind um Ohren spritsparend einen km nach dem anderen.
Schliesslich kam ich dann nachts um halb drei wieder daheim an, dank geschätzen anderthalb Litern Kaffee immer noch mit offenen Augen.
Schmerzensmäßig war die Tour eigentlich ohne größere Probleme. Klar, das Hinterteil wird irgendwann taub, die Hände kribbeln ein wenig usw., aber das hielt sich alles noch im Rahmen. Die größten Schmerzen kamen zweifelsohne aus dem Nacken, da ich Ersatzzylinder, Kolben, Wekrzeug, Öl, Kleidung, Trinken, usw.in einen Rucksack gepackt hatte, der dann mit ca. 13 kg über die gesamte Zeit am Rücken hing.
ich hab die Awo schon vor dieser Tour geliebt, jetzt ist sie meine Heldin.
Vorallem auf der Heimfahrt als es kälter wurde, hat sie sowas von übermäßig Dampf unterm Sattel erzeugt, dass ich über die Instatalltion von einem Ladeluftkühler nachdenken sollte
Mit strammen 90-95 km/h Steigungen hochgefahren, die normalerweise mit nicht mehr als 80 km/h möglich gewesen wären. Ölverbrauch lag irgendwo im Bereich eines Schnapsglases, also absolut erträglich. Zur Info: Ich fahr nen überarbeiteten Hgm-Kolben vom jo..isch.
Von daher, nochmal ganz klar: Die Awo ist immer noch dazu fähig, wofur sie ursprünglich gebaut wurde. Und auch Awos die nicht perfekt sind, können so etwas schaffen. Meine hat eine feste Telegabel, die nicht mehr als 4 cm Federweg zulässt und jeden Schlag durchgibt, absurd zentrierte Räder, die für beständiges auf und ab sorgen, eine Unwucht, die einem bei 50 km/h und bei 70km/h kurz das Gefühl gibt, dass man sich selbst in wenigen Sekunden inmitten von 140 kg Metallschrott auf der Strasse wiederfinden wird, und wenn man bei Tempo >95 vom gas geht, schlingert sie wie ein Block Seife im Waschbecken. Ausserdem ist mein Gasgriff fest, Licht hab ich bloß wenn ich Gas gebe, und die Bremsen wären 1953 in dem zustand wohl auch nicht durch den Tüv gekommen
Trotz allem würde ichs wiedertun. Nicht gerade nächste woche, aber früher oder später wird sie ihre Langstreckentauglihckeit wieder unter Beweis stellen müssen.
Gruß Ebbe
P.S.: Sorry Inge für die Sms mitten in der Nacht, aber ich wusste einfach kurz nichts besseres, als dir meine freude kundzutun....
ermutigt von Uwe´s Bericht hab ich mir am Mittwoch gedacht, dass man so etwas auch einmal machen sollte. Den ganzen Tag im Sattel sitzen und Die Awo unter sich zu haben.
Irgendwie befand ich mich dann direkt gestern morgens auf dem Weg nach Bad Hersfeld, wollte mich dort sowieso schon länger mal mit jemand auf nen Kaffee treffen
Bin morgens um halb neun losgefahren und dachte mit doch beträchtlicher Blauäuigkeit, dass ich bis 15 Uhr oben sein sollte. Letztendlich kam ich um 17.15 Uhr an, und hab ne weitere Stunde damit verbraten, das Kaff besagter Kaffeetrinkerin wiederzufinden.
Schmerzensmäßig war die Tour eigentlich ohne größere Probleme. Klar, das Hinterteil wird irgendwann taub, die Hände kribbeln ein wenig usw., aber das hielt sich alles noch im Rahmen. Die größten Schmerzen kamen zweifelsohne aus dem Nacken, da ich Ersatzzylinder, Kolben, Wekrzeug, Öl, Kleidung, Trinken, usw.in einen Rucksack gepackt hatte, der dann mit ca. 13 kg über die gesamte Zeit am Rücken hing.
ich hab die Awo schon vor dieser Tour geliebt, jetzt ist sie meine Heldin.
Von daher, nochmal ganz klar: Die Awo ist immer noch dazu fähig, wofur sie ursprünglich gebaut wurde. Und auch Awos die nicht perfekt sind, können so etwas schaffen. Meine hat eine feste Telegabel, die nicht mehr als 4 cm Federweg zulässt und jeden Schlag durchgibt, absurd zentrierte Räder, die für beständiges auf und ab sorgen, eine Unwucht, die einem bei 50 km/h und bei 70km/h kurz das Gefühl gibt, dass man sich selbst in wenigen Sekunden inmitten von 140 kg Metallschrott auf der Strasse wiederfinden wird, und wenn man bei Tempo >95 vom gas geht, schlingert sie wie ein Block Seife im Waschbecken. Ausserdem ist mein Gasgriff fest, Licht hab ich bloß wenn ich Gas gebe, und die Bremsen wären 1953 in dem zustand wohl auch nicht durch den Tüv gekommen
Trotz allem würde ichs wiedertun. Nicht gerade nächste woche, aber früher oder später wird sie ihre Langstreckentauglihckeit wieder unter Beweis stellen müssen.
Gruß Ebbe
P.S.: Sorry Inge für die Sms mitten in der Nacht, aber ich wusste einfach kurz nichts besseres, als dir meine freude kundzutun....