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Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Do 14. Mai 2026, 11:04
von Tobias_
Hallo,
ich baue gerade eine AWO-Sport Gabel zusammen und habe jetzt die Hartgewebebuchsen eingepresst.
Der Außendurchmesser wurde auf der Drehbank angepasst. Dann habe ich die Buchsen in Motoröl eingelegt. Dann bis 65°
erwärmt und auch in einem Exsikkator evakuiert. Innen hatte ich auch erst versucht auszudrehen. Das Material ist aber
ein bischen zu weich. Das verformt sich beim spannen zu schnell (für eine Spannhülse war ich zu faul). Die Buchsen ohne Schlag
zentrisch zu spannen ist auch ein ziemliches gefrickel. Also die Buchsen in das Tragrohr gepresst und mit einer Reibahle vorsichtig,
stückweise aufgerieben.
Nun zu meiner Frage:
Wie "lose" soll die Passung sein? Trocken ohne Feder und Fett muss das Tragrohr von alleine durchs Eigengewicht herunterrutschen?
Ab wann ist es "zu lose"?
Das Tauchrohr ist original. Der AD lässt sich ja so nicht messen. Es gibt Bereiche wo es leichter und welche wo es schwerer läuft.
Das Rohr wird sicherlich Stellen haben wo es eingelaufen ist.
Die Gabel soll im Betrieb natürlich nicht festklemmen. Aber ab wann wird "zu lose" beim Fahren ein Problem?

Gruß
Tobias

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Re: Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Do 14. Mai 2026, 15:42
von Edeltuning
Diese Prozedur gleicht einer Bastelarbeit Bild und das macht jeder anders. Bild Welche Maßangabe an einem welligen Rohr erwartest du zwischen durchrutschen und festklemmen :?:


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Re: Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Do 14. Mai 2026, 16:16
von Tobias_
Eine Zahl nützt ja auch nichts. Das Tauchrohr ist ja eh nicht zu messen.
Aber nochmal vielleicht so: Muss das Tragrohr so ohne weiteres zutun alleine nach unten rutschen?
Gibt es ein maßliches Spiel ab wann die Buchsen als verschlissen gelten?
Evtl. im zusammengebauten, ausgefahrenen Zustand. Tragrohr einspannen und an der Achsklemmung sind
dann 1, 2, oder 3 mm Spiel zuviel.
Sowas in der Art.

Gruß
Tobias

Re: Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Do 14. Mai 2026, 18:11
von Maxwell98
1mm Spiel? Da lohnt sich das regenerieren ja garnicht und die Funktion ist damit wohl auch nicht gegeben. Bei der Hirafe habe ich soweit aufgerieben bis sie sich bei montierter Achse mit dem kleinen Finger verschieben lässt. Klemmen tun „Doppelführungen“ wie telegabeln eher bei zu viel Spiel. Nennt sich dann tatsächlich „Schubladeneffekt“.

Edit: und weg isse wieder der Kommentar vom lieben Uwe….

Re: Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Do 14. Mai 2026, 22:29
von Uwe2001
Maxwell98 hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 18:11 Edit: und weg isse wieder der Kommentar vom lieben Uwe….
.
:D genau aus diesem Grund,
ich hatte das nach dem "Absenden" selbst gemerkt und ihn gleich gelöscht. Da war deine Antwort noch nicht fertig geschrieben und abgesendet.

Re: Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Fr 15. Mai 2026, 06:47
von LarsDD
Ich habe das bei meiner Gabel ebenfalls bereits durch. Leider sind bei mir auch die Gleitrohre eingelaufen.

Ich habe mir dafür extra eine verstellbare Reibahle gekauft. Ich habe die Buchsen montiert und diese in mühsamer Handarbeit Stück für Stück aufgerieben, dabei immer wieder mit dem Gleitrohr ohne Feder geprüft ob es über die gesamte Länge klemmfrei und spielfrei passt.

Bei mir klemmt nichts und die Gabel federt im Stand auch wieder vollständig aus. Im eingefederten Bereich an der Position wo sie im Fahrbetrieb steht hat sie allerdings noch minimales Spiel. Deshalb habe ich mir vorgenommen, die Gleitrohre im kommenden Winter aufarbeiten zu lassen. So ist es halt ein funktionierender Kompromiss.

Re: Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Sa 16. Mai 2026, 00:57
von Uwe2001
LarsDD hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 06:47 Im eingefederten Bereich an der Position wo sie im Fahrbetrieb steht hat sie allerdings noch minimales Spiel
.
wie hast du das geprüft ?

Re: Sport Gabel Buchsen ausreiben

Verfasst: Sa 16. Mai 2026, 07:23
von LarsDD
Uwe2001 hat geschrieben: Sa 16. Mai 2026, 00:57 .
wie hast du das geprüft ?

Ich habe die Gabel ohne Staubschutzrohre vollständig montiert. Anschließend habe ich mich auf die AWO gesetzt, während ein Freund markiert hat, wie weit die Gabel dabei eingefedert war.

Um das Kippeln in Fahrtrichtung prüfen zu können, haben wir zusätzlich etwas Gewicht auf den Lenker gelegt. Ich benötige dafür ja die Füße am Boden, wollte aber trotzdem die gleiche Einfederposition erreichen.

Mit gezogener Vorderradbremse und festgestellter Flatterbremse kann man dann durch Vor- und Zurückschieben das Spiel zwischen Stand- und Gleitrohr überprüfen.

Sicherlich ist das keine hochpräzise Messmethode, für mich jedoch vollkommen ausreichend. Die Kollegen vom TÜV haben bisher – zumindest wenn ich dabei war – auch nichts anderes gemacht.