Jikov Vergaser (Jawa CZ ) für AWO Touren – Ein Erfahrungsbericht
Verfasst: Fr 4. Okt 2024, 19:45
Unabhängig davon, dass die Thematik „Vergaser“ aktuell im Forum diskutiert wird, möchte ich einen kleinen Erfahrungsbericht zum Nachbau-Vergaser Jikov für meine AWO hier einstellen. Vielleicht als Ergänzung zu den bereits vorhandenen (kritischen) Themenbeiträgen.
Der eigentliche Auslöser für diesen Bericht ist der Umstand, dass vor kurzem den Jikov-Vergaser ausbauen musste. Bei der Gelegenheit habe ich mir den Vergaser etwas genauer angesehen. Dazu aber später mehr.
Nun aber der Reihe nach bei diesem Erfahrungsbericht:
Der Vergaser wurde bei einem Händler als Alternative für die AWO T angeboten, also mit korrigiertem Lochabstand am Flansch, kleineren Tupfer und entsprechender Bedüsung sowie passenden Bowdenzug.
Da ich Anfang 2021 auf die Schnelle einen zweiten (günstigeren) Vergaser zu Testzwecken brauchte viel meine Wahl auf den Jikov.
Verbaut habe ich den Vergaser dann im Mai 2021. Das war durchaus etwas fummelig, weil der Gas-Bowdenzug am Übergang in den Gehäusedeckel sehr wenig Platz unter dem Rahmen hat. Den Benzinhahn musste ich ebenfalls anpassen. Das Einstellen des Vergasers hat einige Testfahrten erfordert. Soweit ich das noch aus dem Gedächtnis herleiten kann, habe ich bei einer Probefahrt festgestellt, dass die höchste Motordrehzahl durch Drehen der Leerlaufluftschraube an zwei Positionen möglich war. Es kann aber auch an fehlender Erfahrung meinerseits gelegen haben. Jedenfalls habe ich nach mehreren Versuchen dann die richtige Einstellung gefunden. Die Bedüsung habe ich aber nicht verändert.
Auf regelmäßige Grundreinigungen des Vergasers habe ich bisher verzichtet. Zu Beginn der Winterpause habe ich lediglich die untere Schraube am Vergaser gelöst und den Sprit rausgelassen. Nach nun fast 4 Saisons und ziemlich genau 10.000 km störungsfreies Fahren hatte ich nun mit dem Jikov-Vergaser erstmalig ein Problem. Beim Fahren unter Volllast (Bergfahrt) blieb der Gasschieber in der obersten Position „stecken“. Wenn ich dann kurz die Kupplung betätigt habe, war der Gasschieber wieder frei. Bei kaltem Vergasergehäuse blieb der Gasschieber dann endgültig in der oberen Position. Aufgrund des Platzmangels unter dem Rahmen musste ich den Vergaser komplett ausbauen.
Tatsächlich sind deutliche Arbeitsspuren am Gasschieber und dem Gehäuse erkennbar. Im eigentlichen Arbeitsbereich läuft der Schieber locker im Gehäuse. Erst weiter oben klemmte er, sodass die Federkraft nicht mehr ausreichte, um ihn nach unten zu drücken.
Vielleicht haben sich durch meine unterlassenen Reinigungen einige Verschmutzungen im oberen Bereich des Vergasergehäuses angesammelt? Eine einfache Reinigung mit Benzin hat jedenfalls nicht zum Erfolg geführt. Schließlich habe ich dann mit einem Schleifvlies den Schieber und das Gehäuseinnere bearbeitet, bis die notwendige Gängigkeit wieder gegeben war.
Leider habe ich keine so genauen Messinstrumente mit denen ich die Veränderungen hätte zuverlässig messen können.
Ob meine Reinigungsarbeiten irgendwelche Auswirkungen auf die Fahreigenschaften und Zuverlässigkeit haben, werde ich nicht ermitteln können, denn der Jikov-Vergaser ist (vorerst) im Regal "geparkt" worden. Ich hatte ja noch einen fast unbenutzten Dellorto, der durch diesen „Testvergaser“ damals ersetzt wurde. Den habe ich jetzt verbaut. Mal sehen was der kann.
Zusammengefasst für AWO Touren mit Standard 250 ccm:
Jikov Vergaser mit folgender Bedüsung / Einstellung:
Vielleicht wäre er jetzt noch verbaut, wenn ich ihn regelmäßig gereinigt hätte? Aber wer weiß das schon? Jetzt bekommt erstmal der DEllorto eine zweite Chance.
Der eigentliche Auslöser für diesen Bericht ist der Umstand, dass vor kurzem den Jikov-Vergaser ausbauen musste. Bei der Gelegenheit habe ich mir den Vergaser etwas genauer angesehen. Dazu aber später mehr.
Nun aber der Reihe nach bei diesem Erfahrungsbericht:
Der Vergaser wurde bei einem Händler als Alternative für die AWO T angeboten, also mit korrigiertem Lochabstand am Flansch, kleineren Tupfer und entsprechender Bedüsung sowie passenden Bowdenzug.
Da ich Anfang 2021 auf die Schnelle einen zweiten (günstigeren) Vergaser zu Testzwecken brauchte viel meine Wahl auf den Jikov.
Verbaut habe ich den Vergaser dann im Mai 2021. Das war durchaus etwas fummelig, weil der Gas-Bowdenzug am Übergang in den Gehäusedeckel sehr wenig Platz unter dem Rahmen hat. Den Benzinhahn musste ich ebenfalls anpassen. Das Einstellen des Vergasers hat einige Testfahrten erfordert. Soweit ich das noch aus dem Gedächtnis herleiten kann, habe ich bei einer Probefahrt festgestellt, dass die höchste Motordrehzahl durch Drehen der Leerlaufluftschraube an zwei Positionen möglich war. Es kann aber auch an fehlender Erfahrung meinerseits gelegen haben. Jedenfalls habe ich nach mehreren Versuchen dann die richtige Einstellung gefunden. Die Bedüsung habe ich aber nicht verändert.
Auf regelmäßige Grundreinigungen des Vergasers habe ich bisher verzichtet. Zu Beginn der Winterpause habe ich lediglich die untere Schraube am Vergaser gelöst und den Sprit rausgelassen. Nach nun fast 4 Saisons und ziemlich genau 10.000 km störungsfreies Fahren hatte ich nun mit dem Jikov-Vergaser erstmalig ein Problem. Beim Fahren unter Volllast (Bergfahrt) blieb der Gasschieber in der obersten Position „stecken“. Wenn ich dann kurz die Kupplung betätigt habe, war der Gasschieber wieder frei. Bei kaltem Vergasergehäuse blieb der Gasschieber dann endgültig in der oberen Position. Aufgrund des Platzmangels unter dem Rahmen musste ich den Vergaser komplett ausbauen.
Tatsächlich sind deutliche Arbeitsspuren am Gasschieber und dem Gehäuse erkennbar. Im eigentlichen Arbeitsbereich läuft der Schieber locker im Gehäuse. Erst weiter oben klemmte er, sodass die Federkraft nicht mehr ausreichte, um ihn nach unten zu drücken.
Vielleicht haben sich durch meine unterlassenen Reinigungen einige Verschmutzungen im oberen Bereich des Vergasergehäuses angesammelt? Eine einfache Reinigung mit Benzin hat jedenfalls nicht zum Erfolg geführt. Schließlich habe ich dann mit einem Schleifvlies den Schieber und das Gehäuseinnere bearbeitet, bis die notwendige Gängigkeit wieder gegeben war.
Leider habe ich keine so genauen Messinstrumente mit denen ich die Veränderungen hätte zuverlässig messen können.
Ob meine Reinigungsarbeiten irgendwelche Auswirkungen auf die Fahreigenschaften und Zuverlässigkeit haben, werde ich nicht ermitteln können, denn der Jikov-Vergaser ist (vorerst) im Regal "geparkt" worden. Ich hatte ja noch einen fast unbenutzten Dellorto, der durch diesen „Testvergaser“ damals ersetzt wurde. Den habe ich jetzt verbaut. Mal sehen was der kann.
Zusammengefasst für AWO Touren mit Standard 250 ccm:
Jikov Vergaser mit folgender Bedüsung / Einstellung:
- Leerlaufdüse: Größe unbekannt, Düse ist leider nicht beschriftet
- Hauptdüse: 85
- Nadelstellung: 3 Kerbe von oben
- AWO Luftfilter
- Startverhalten: Gut bis sehr gut, meist beim 1. bis 3. Antritt
- Standgas: gut einstellbar, Standgas hält, Motor geht nicht aus und läuft recht gleichmäßig
- Spritverbrauch: 3,2 Liter / 100 km
Vielleicht wäre er jetzt noch verbaut, wenn ich ihn regelmäßig gereinigt hätte? Aber wer weiß das schon? Jetzt bekommt erstmal der DEllorto eine zweite Chance.