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Gasdrehgriff

Verfasst: So 3. Mai 2020, 10:07
von Rudi
Ich habe ein paar Fragen zum Gasdrehgriff an die Community.

Die Situation: Der Griff lässt sich etwa 120 Grad drehen, dann geht er auf Anschlag. Dabei holt er den Bowdenzug um ca. 20 mm ein. In Folge dessen öffnet der Schieber am Vergaser (AWO Sport, Dmr. 26 mm) nicht vollständig. Die freie Länge des Bowdenzugs auf der Vergaserseite beträgt 51 mm bzw. 31 mm im eingeholten Zustand. Die Einstellschraube am Vergaserkopf musste ich fast vollständig rausschrauben, um genügend Spannung auf den Bowdenzug zu bekommen.
In einer anderen Montagesituation des Griffs betrug die freie Länge des Bowdenzugs nur 40 mm und er konnte ohne Anschlag gedreht werden, bis die Seele vollständig eingeholt war.
Der Schieber ist original AWO und die Steigung passt (siehe älterer Beitrag im Forum). Der Drehgriff ist ein Nachbau.

Nun meine Fragen:
1. Ist der maximale Drehwinkel von ca. 120 Grad korrekt ?
2. Ist die freie Länge des Bowdenzugs von 51 mm korrekt ?
3. Sitzt ein Anschlagbegrenzer im Griff oder müsste ohne Anschlag so weit gedreht werden, bis die Feder im Vergaser auf Block geht?
4. (die Entscheidende) Wie kann der Einholweg des Bowdenzugs vergrößert werden, damit der Vergaser vollständig öffnet?

Danke und viele Grüße
Rudi

Re: Gasdrehgriff

Verfasst: So 3. Mai 2020, 13:25
von feuereisen
Lässt sich der Vergaserschieber am Gaszug händisch bis zur vollen Öffnung hochziehen ?
Wenn ja Gasgriff abschrauben und der Sache auf den Grund gehen.
3 Möglichkeiten:
Bowdenzug zu lang, Lenkererschlitz verengt oder Nachbaudrehgriff fehlerhaft.
Entscheidende Frage hierbei: In welcher Position steht der Lenkerschieber bei geschlossenem Vergaserschieber mit gestrafftem Zug im Lenkerschlitz und reicht der nutzbare/gangbare Schubweg aus um den Verg.Schieber vollständig zu öffnen
Mit logischer Überlegung und eingehender Betrachtung der Situation findet man die Ursache für den Fehler auch ohne die Maßangaben. Anschlagbegrenzer gibt es keinen im Drehgriff.

Re: Gasdrehgriff

Verfasst: Mo 4. Mai 2020, 14:45
von Obereichsfelder
Hätte man nicht besser erklären können,feuereisen.

Re: Gasdrehgriff

Verfasst: Mo 4. Mai 2020, 16:34
von speedvogt
Hallo ,

nimm die 2 Montageposition , das ist so ähnlich wie beim MZ Reißgasgriff da muss auch die richtige ( nach der Nase) genommen werden.

Gruß Micha

Re: Gasdrehgriff

Verfasst: So 10. Mai 2020, 18:16
von Rudi
Herzlichen Dank für eure Hinweise.
Mit etwas Detektivarbeit konnte ich zwei Ursachen ausfindig machen. Aber genau das ist ja der Reiz am Oldtimerbasteln.
1. Die Aufnahmeschlitze im Lenker (Nachbauteil :cry: ) befinden sich 3 mm zu weit außen.
2. Es war ein falsches Widerlager (Typ 1 - mit Aufnahme für die Bowdenzughülle und Nasen auf der gleichen Seite) verbaut.
Beides führte dazu, dass der Schieber schon einige mm tief im Griff sitzt und der verbleibende Hub bis zum Anschlag, jawoll, den gibt es, nur die gemessenen 20 mm beträgt.
Mit dem neuen Widerlager (Typ 2) sollte das Problem hoffentlich gelöst sein. Auf ein Versetzen der Aufnahmeschlitze will ich erst einmal verzichten, um den Lenker nicht unnötig zu schwächen.
Sobald ich das Teil habe, werde ich dann die Länge und Einholweg des Zugs noch einmal messen.

Re: Gasdrehgriff

Verfasst: Di 12. Mai 2020, 00:19
von feuereisen
Zeige er mal bitte den Anschlag .

Re: Gasdrehgriff

Verfasst: So 17. Mai 2020, 20:04
von Rudi
Hier die Bilder von zwei originalen Griffen, Blick jeweils aus Richtung Lenkerende.
Kurz vor dem Ende der Wendel gibt es eine Verbreiterung, die den Weg des Schiebers begrenzen.
Grüße Rudi

Bild
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Re: Gasdrehgriff

Verfasst: So 17. Mai 2020, 20:29
von braendel
Rudi hat geschrieben: So 10. Mai 2020, 18:16der Reiz am Oldtimerbasteln.

Re: Gasdrehgriff

Verfasst: So 17. Mai 2020, 21:42
von feuereisen
Danke für die Bilder. Wenn ich wiedermal im Lande /Lager bin schaue ich mal in meinen Beständen ob das alle Griffrohre haben. Meine mich erinnern zu können das ich das Griffrohr bei eingebautem Schieber und gelöster/verschobener Armatur komplett über den Schieber drehen konnte.