Reise AWO
Verfasst: Mo 13. Mai 2019, 22:24
Moin zusammen.
Wie schon angedroht möchte ich nun auch mal meine neue Touren AWO vorstellen. Ich hab nach langem Suchen eine komplette Maschine ganz bei uns in der Nähe gefunden. 1958er Baujahr mit Papieren. Leider technisch und optisch in einem schlechten Zustand. Pflege hat die AWO viele Jahre nicht mehr erlebt- dafür wurde sie großzügig mit schwarzem Spraydosenlack übersprüht. Nach dem Zerlegen hab ich alles mit Abbeitzer und Sprit abgewaschen. Zum Vorschein kam ein schlechter aber nicht angeschliffener Originallack.
Der Tank wurde gereinigt und beschichtet und die Schutzbleche von innen gestrahlt und mit 2K Epoxy beschichtet.
Da ich die AWO als Reisemotorrad verwenden möchte hab ich noch ein paar Extras angebaut. Vorn angebrachte Stützfussrasten, Navihalter und Kofferhalter. Zum Verstauen hab ich mir ein System von Hepco und Becker besorgt.
Zum Motor:
Es sollte ein zuverlässiger Antrieb mit ausreichend Leistung in jeder Lebenslage sein- allerdings keinen Rennmotor. Ich hab mich für eine 80er Welle mir 76er Bohrung entschieden- 363ccm.
Erleichterte Schwungscheibe, Ölfilter, VAPE Lima und elektronische Zündung mit konventioneller Zündspule waren meine Randbedingungen. Da ich von außen nichts sehen wollte hab ich die Ölführung nach innen gelegt- jedoch ohne Kopfdichtung! Als Zylinder kommt ein 14PS Sport Zylinder mit eingezogener Buchse zum Einsatz.
Was besonderes gibt es natürlich aber auch hier- ich wollte schon lange mal einen Motor mit Rollenstösseln aufbauen. Irgendwann bin ich durch Zufall mal bei einem Russischen Sternmotor fündig geworden- klein, leicht und grundsätzlich für die AWO geeignet. Die Stößel müssten natürlich noch umgebaut,optimiert und eine passende Nockenwellen geschnitzt werden. Dabei hat mir ein Kumpel geholfen - dies Welle selbst hab ich dann bei Campro schleifen lassen. In Summe ein irrer Aufwand und wahnsinnig teuer.
Der Vorteil liegt in der größeren Laufruhe und in den höheren Ventilbeschleunigen welche mit einem Flachstössel nicht erreicht werden können.
Als Vergaser verwende ich einen PHF32.
Kardan und Getriebe wurden selbstverständlich auch komplett regeneriert.
Das Fahrwerk ist mit einer Duplexbremse vorn, geführt von einer Hybridgabel und komplette Neuteile am Hinterrad für mich das Optimum in Originaloptik.
Mittlerweile hab ich über 1500km mit der AWO abgespult- dabei unsere 1.Mai Ausfahrt ins Riesengebirge über 4Tage sowie ein Fahrsicherheitstraining mit ansonsten nur modernen Motorrädern. Bis jetzt funktioniert alles bestens und die AWO ist erstaunlich agil.
Jetzt genug geschrieben- hier noch ein paar Bilder.
Grüße,
Matthias
Wie schon angedroht möchte ich nun auch mal meine neue Touren AWO vorstellen. Ich hab nach langem Suchen eine komplette Maschine ganz bei uns in der Nähe gefunden. 1958er Baujahr mit Papieren. Leider technisch und optisch in einem schlechten Zustand. Pflege hat die AWO viele Jahre nicht mehr erlebt- dafür wurde sie großzügig mit schwarzem Spraydosenlack übersprüht. Nach dem Zerlegen hab ich alles mit Abbeitzer und Sprit abgewaschen. Zum Vorschein kam ein schlechter aber nicht angeschliffener Originallack.
Der Tank wurde gereinigt und beschichtet und die Schutzbleche von innen gestrahlt und mit 2K Epoxy beschichtet.
Da ich die AWO als Reisemotorrad verwenden möchte hab ich noch ein paar Extras angebaut. Vorn angebrachte Stützfussrasten, Navihalter und Kofferhalter. Zum Verstauen hab ich mir ein System von Hepco und Becker besorgt.
Zum Motor:
Es sollte ein zuverlässiger Antrieb mit ausreichend Leistung in jeder Lebenslage sein- allerdings keinen Rennmotor. Ich hab mich für eine 80er Welle mir 76er Bohrung entschieden- 363ccm.
Erleichterte Schwungscheibe, Ölfilter, VAPE Lima und elektronische Zündung mit konventioneller Zündspule waren meine Randbedingungen. Da ich von außen nichts sehen wollte hab ich die Ölführung nach innen gelegt- jedoch ohne Kopfdichtung! Als Zylinder kommt ein 14PS Sport Zylinder mit eingezogener Buchse zum Einsatz.
Was besonderes gibt es natürlich aber auch hier- ich wollte schon lange mal einen Motor mit Rollenstösseln aufbauen. Irgendwann bin ich durch Zufall mal bei einem Russischen Sternmotor fündig geworden- klein, leicht und grundsätzlich für die AWO geeignet. Die Stößel müssten natürlich noch umgebaut,optimiert und eine passende Nockenwellen geschnitzt werden. Dabei hat mir ein Kumpel geholfen - dies Welle selbst hab ich dann bei Campro schleifen lassen. In Summe ein irrer Aufwand und wahnsinnig teuer.
Der Vorteil liegt in der größeren Laufruhe und in den höheren Ventilbeschleunigen welche mit einem Flachstössel nicht erreicht werden können.
Als Vergaser verwende ich einen PHF32.
Kardan und Getriebe wurden selbstverständlich auch komplett regeneriert.
Das Fahrwerk ist mit einer Duplexbremse vorn, geführt von einer Hybridgabel und komplette Neuteile am Hinterrad für mich das Optimum in Originaloptik.
Mittlerweile hab ich über 1500km mit der AWO abgespult- dabei unsere 1.Mai Ausfahrt ins Riesengebirge über 4Tage sowie ein Fahrsicherheitstraining mit ansonsten nur modernen Motorrädern. Bis jetzt funktioniert alles bestens und die AWO ist erstaunlich agil.
Jetzt genug geschrieben- hier noch ein paar Bilder.
Grüße,
Matthias