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Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: Do 21. Mär 2019, 22:44
von Edelherb
Hallo!

Meinen Tank hatte ich voriges Jahr selbst lackiert, das ist mir sehr gut gelungen, (schwarz matt, ist ja einfach zu spritzen). Das war schon 2K-Farbe, aber wohl zu billige. Die hat sich als nicht kratzfest erwiesen, da waren nach kurzer Zeit schon Gebrauchsspuren zu sehen.

Nun habe ich den Tank schwarz matt pulverbeschichten lassen.
Heute die Anschlüsse angebaut, war nicht gleich alles dicht, noch etwas mit Benzin herumgekleckert, und schon sind die ersten Flecken drauf. Offenbar vom Benzin. Sieht aus wie leichte Fettflecke. Geht mit feuchtem Lappen nicht weg.
Kann mir dazu jemand was schreiben?

Oder anders:
Früher , in der DDR waren ja die Tanks ja auch mit völlig benzinfester Farbe lackiert.
Ist das heute auch noch so möglich?
Bekommt man das selbst hin?
Unbedingt schwarz matt muss er nicht sein, es wäre auch glänzend schwarz ok.

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: Do 21. Mär 2019, 23:10
von essifreak
Früher das war Einbrennlack. Gibt's bestimmt nicht mehr.
Warum lackierst du nicht schwarz in 2k und dann nochmal 2k klarlack drüber? Dann isses benzinfest und widerstandsfähig.
Bloß das pulver musst du jetzt chemisch entlacken lassen oder halt schleifen, da is mit strahlen nix mehr 😉

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: Fr 22. Mär 2019, 12:08
von ulli wl
Einbrennlack ? Tempern oder über 120 Grad mindest. Alter Lack war Nitro Basis beständiger gegen Benzin und Öl.Heute wird viel bei Gemischt (Alkohol Nicht zum trinken ) Ich beschichte 4T Tanks immer um den Rand das der Gummi vom Tankdeckel auf der Beschichtung ist und nicht auf dem Lack der erst darunter beginnt,mehrmals hat sich der Lack durch auf und zu gelöst (2K Lack)wenn bis oben lackiert war.

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: Fr 22. Mär 2019, 20:42
von Tourenrob
Hi,
woraus schöpfst Du Dein Wissen, dass die AWOs mit Nitrozelluloselack beschichtet wurden?
Meines Wissens ist es ein spezieller Alkydharzlack für Pkw Lackierungen. Und ja, tatsächlich gab es zur Beschleunigung der oxydativen Trocknung Tunnel mit Infraotstrahlern, durch die auch Pkws geschickt wurden!

T-Rob

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: Fr 22. Mär 2019, 22:38
von ulli wl
Hi
Genau das ist das Problem ,Einbrennlack oder Trocknung,in denn 50-60 Jahren war Nitro (Nitrozelluloselack häufig eingesetzt )welcher Lack genommen wurde ist nicht mehr genau zu erfahren ,Einbrennlack brauch höhere Temperatur und ich glaube nicht das T Karossen mit so hohen Temperaturen behandelt wurden ,obwohl das Material es aushält.
Damals wurden Lacke Eingesetzt mit hohen Lösungsmitteln ,Brand oder Explosion war schon bekannt . Leider finde ich nicht die Aufzeichnugen mit welchen Temperaturen welche Lackschicht wie getrocknet wurde,Stahl und Plastik wurde anders behandelt ,heute noch so,Trocknen mit 60-80 Grad ok,für jeden im guten staub feien Raum machbar,Infraotlampen benutze ich auch zum schnelleren TROCKNEN.Temperatur im Trocknugsraum ca 40-45 Grad

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: Fr 22. Mär 2019, 23:09
von essifreak
Also die SR 's wurden auf alle Fälle mit Einbrennlack lackiert, warum dann die AWOs nicht?
Ist ja eigentlich auch egal, so nen guten Lack bekommt man heute auf alle Fälle nicht mehr hin wegen den ganzen Auflagen, was alles nicht mehr im Lack drin sein darf, soviel steht fest.

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: Sa 23. Mär 2019, 22:13
von Bin Dabei
So ein Käse. Da wurde sticknormaler Nitrolack verwendet ohne einbrennen und so nen Quark. Bissel warme Luft und das wars. Ohne Grundierung, Haftvermittler (Washprimer, Spotprimer und wie das heute alles heißt).

Grüßle

Darum ging es aber nicht. Matte Geschichten ob lackiert oder gepulvert sind halt anfälliger gegen Kratzer usw. Ich würde aber mal zu dem Kollegen Pulverer gehen und fragen warum kein lösungsmittelfestes Grundmaterial verwendet wurde. Das gibt es nämlich auch.

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: So 24. Mär 2019, 01:47
von feuereisen
Bin Dabei hat geschrieben: Sa 23. Mär 2019, 22:13 So ein Käse. Da wurde sticknormaler Nitrolack verwendet ohne einbrennen und so nen Quark. Bissel warme Luft und das wars. Ohne Grundierung, Haftvermittler (Washprimer, Spotprimer und wie das heute alles heißt).
;;;;;;;

Re: Tank pulverbeschichten, Probleme?

Verfasst: So 24. Mär 2019, 20:40
von Edelherb
Hallo!

Des Anstandes halber will ich mich auch nochmal dazu melden.

Also, die Pulverbeschichtung hat hier eine Behindertenwerkstatt gemacht. Das ist eigentlich die erste Adresse hier in der Region.
Ich habe da über viele Jahre mal hin und wieder etwas strahlen oder pulvern lassen. Die Leute dort kenne ich inzwischen recht gut. Dort in den Regalen sieht man eigentlich fast nur Simson-und MZ-Teile.

Natürlich habe ich vorher mit denen gesprochen, über die Benzinfestigkeit. Man sagte mir, längere Einwirkung von Benzin könnte das Pulver anlösen. Wenn ich was verkleckere, zeitnah abwischen. Wenn ich das beachte, ist es ok.
Naja, bei der Montage der Tankanschlüsse hab ich etwas gepennt, der Tank lag auf Luftpolsterfolie, und das war etwas Benzin drauf, etwas war nicht auf Anhieb dicht.

Heute gesehen, haben die Flecke auch schon etwas nachgelassen.

So grundsätzlich haben die aber eine ganz saubere Arbeit geleistet, die Beschichtung ist wirklich komplett fehlerfrei und gleichmässig.
Vielleicht versuche ich mal an einer nicht sichtbaren Stelle, was passiert, wenn ich ein Kunststoffpflegemittel auftrage.

Danke für die Antworten,
viele Grüße, Steffen!