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Gewinde abdichten
Verfasst: So 24. Feb 2019, 21:53
von Edelherb
Hallo!
Bei meinen Fahrzeugen neige ich leider etwas zum Perfektionismus,
und versuche, die Fahrzeuge völlig öldicht zu bekommen.
Was mir auch mehr oder weniger durch saubere Arbeit gelingt.
Aktuell hab ich ja den AWO-Motor zerlegt.
Mir ist da bisher aufgefallen, dass trotz neuer Dichtungen und sauberer Arbeit, peinlich ölfreie Montage usw. ich das trotzdem nicht 100% dicht bekomme. Das ärgert mich immer.
Sieht so aus, als wenn z.B. an der Ölwanne etwas Öl durch die Gewinde der Schrauben kriecht.
Auch am Getriebe hinten, an dem 3-Loch-Deckel scheint es mir so zu sein.
Am Kardan hab ich ebenfalls den Verdacht.
Gibt es da einen Trick, wie man das dicht bekommt?
Von Locklite bin ich in diesen Fällen eigentlich kein Fan, weil man nach meiner Meinung da mehr Schaden anrichtet, also bei der nächsten Reparatur ehr das Gewinde versaut.
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: So 24. Feb 2019, 22:50
von flar
sicher das diese Ölspuren nicht vom Entlüfterröhrchen kommen?
und aus dem Kardan kann immer mal ein Tropfen kommen, denn der hat auch eine Entlüftung.
ralf
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 02:38
von Edeltuning
Seit 25 Jahren verwende ich "Loctite 5920 Copper". Die letzte Tube war 20 Jahre gebrauchsfähig.
Alle kritischen Dichtungen (auch Kopfdichtungen und nicht nur AWO) bestreiche ich hauchdünn damit, die Gegenseite wird mit Silikonspray oder Schweißspray behandelt, um eine mögliche Demontage zu erleichtern - bei Schrauben natürlich nicht. >>>
https://www.ebay.de/itm/Loctite-5920-Fl ... :rk:1:pf:0
https://www.ebay.de/itm/Loctite-37466-R ... :rk:4:pf:0
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 08:47
von Zweitaktkombinat
Das wirst du nicht alles 100% dicht bekommen. Wir sind in der 50/60 Jahren.
Spätestens ein harter Winter mit unter -10 Grad und es supptwieder irgendwo.
Soweit meine Erfahrung mit den ollen Kisten.
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 09:04
von tano-srb
Zweitaktkombinat hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 08:47
Das wirst du nicht alles 100% dicht bekommen. Wir sind in der 50/60 Jahren.
Alte Erfahrung: So lange es tropfte, war auch noch Öl drin!
Ja ich kann mich da noch daran erinnern - die Straßen wurden früher häufiger geölt.
Nein, natürlich nicht.
Aber zuweilen gefährliche Ölspuren gabs schon öffter und heute sieht man gar keine mehr.
Im Umgang mit Fetten und Ölen hat auch keiner Handschuhe getragen - ich auch nicht.
Muss mal schauen ... moment.
Nein, Schaden habe ich dabei nicht genommen.
Die Undichtigkeiten wurden erst bewußt wargenommen, als die dünnflüssigen Leichtlauföle aufkamen. Da mussten sich die Konstrukteure etwas mehr Mühe machen, um alles dicht zu bekommen.
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 10:28
von rallye311
Hallo!
Ein Gewinde ist leider nie ohne Hilfsmittel nie öldicht. Ich verwende eigentlich immer Loctite 248, das läßt sich ohne Probleme hinterher lösen. Alternativ kann man an der Ölwanne "Wellscheiben" statt der Federringe unterlegen, die waren zum Beispiel beim 311er Getriebe original. Kupferringe gehen auch. An dem 3 Lochdeckel sollte der Konus eigentlich ausreichend dichten, hier würde ich persönlich auf Inbussenkkopfschrauben umbauen und einen Tropfen Loctite nehmen.
Grüße: rallye311
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 19:24
von Edelherb
Hallo!
Dankeschön für die Antworten.
Ich werde es irgendwie machen, mit einem der Vorschläge, oder kombiniert.
Problem ist bei mir, dass ich mit der AWO zur Arbeit fahren will, und da ist man nicht erfreut, wenn ich auf dem Betonpflaster Ölflecke hinterlasse.
Daher will ich das schon so dicht wie irgend möglich bekommen.
Mein Getriebe hatte ich ja schon auf, das ist aktuell bis auf den 3-Lochdeckel 100% dicht.
Der Motor war das letzte mal vor über 30 Jahren auf, da ist mir schon klar, dass es vorn zwischen Gehäuse und Lima-Gehäuse rauskommt.
Jetzt sehe ich auch, dass die Dichtflächen teilweise vermurkst sind. Das bekomme ich aber hin, das ist kein Problem.
Problem ist bei mir halt noch der Kardan:
Wäre nett, wenn ihr nochmal darauf eingehen könntet:
Der Kardan ist also auch steinalt. Funktioniert aber zumindest mechanisch gut.
Ölverlust ist irgendwie unregelmässig. Wenn ich gefahren bin, tropft der, und nach sehr langer Standzeit auch.
Ich hab da eine richtige Pfütze auf dem Reifen. Das kann nicht so bleiben.
Hab aber bisher noch nichts eindeutiges gefunden...
Das Öl tropft unten, im Bereich der Ölablasschraube ab.
Ob es aus der Bohrung davor kommt, kann ich nicht sagen.
Der Wellendichtring, der zur Bremse abdichtet, ist aber dicht. In der Bremse ist auch nichts.
Die Ölfang-Nut da im Gehäuse ist auch trocken.
Ich hab den Kardan jetzt schon paar Tage im Schraubstock, ich kann nichts richtiges finden.
Einzig, was ich definitiv sehe, eine der Verbindungsbolzen mit 6er Mutter, die den Deckel vom Kardan hält, (da müsste eine grosse runde Dichtung drunter sein), da sifft es estwas an einer der Muttern raus. Aber eben nicht viel.
Auch in der Bremstrommel ist nichts.
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 19:54
von ex yamaha
Zum abdichten nehme ich gerne das

Funktioniert bei allen Schrauben und auch beim Zylinderkopfdeckel,da hab ich nur eine Aludichtung und das Zeuchs dichtet astrein.
Ist in Deinem Kardan der Spritzring 340362 verbaut?Warscheinlich schon sonst hättest Du bestimmt Öl in der Bremstrommel.Stell doch mal Bilder ein vom Kardan,evtl können die Spezis was sehen.
Markus
Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 20:48
von Zweitaktkombinat
Vergiss nicht die Verformungen bei heiß gefahrenem Motor.
Was da tropft muss nicht tropfen wenn er kalt ist und umgedreht

Re: Gewinde abdichten
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 21:34
von Edelherb
ex yamaha hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 19:54
Ist in Deinem Kardan der Spritzring 340362 verbaut?Warscheinlich schon sonst hättest Du bestimmt Öl in der Bremstrommel.Stell doch mal Bilder ein vom Kardan,evtl können die Spezis was sehen.
Markus
Hallo!
Ja, Spritzring, den hab ich montiert, aber falschrum.
War mir damals nicht klar, wozu der gut ist,
hab es aber inzwischen kapiert.
Ich hatte damals ja sogar so eine Wellenschutzhülse auf den Antriebsflansch der Hinterradnabe aufgesetzt.
Also das ist dicht, das ist das einzige, was ich sicher behaupten kann.
So einen neuen Spritzring hab ich heute nachmittag mit bestellt,
leider brauch ich dann auch nochmal eine neue Wellenschutzhülse.
Bilder mach ich die nächsten Tage mal. Ist schon richtig, auf Foto´s sieht man manchmal mehr, als wenn man davor steht.