Totalschaden Touren Motor nach Komplettrestauration
Verfasst: Mi 17. Okt 2018, 11:47
Hallo liebe AWO Gemeinde.
Ich möchte gerne mit euch folgendes Problem sachlich erörtern:
Mein Motor hatte nach ca. 400km einen kapitalen Totalschaden. Die Stösselführung hatte sich Auslassventilseitig in das Motorgehäuse "gewaschen".
Hier ein Video dazu -->
So, nun schildere ich euch den komplette Werdegang, ich versuche es so neutral und ehrlich darzustellen wie es mir möglich ist. Ich werde auch kleinere Details berichten, um ein rundes Lagebild zu schildern. Mir ist es wichtig was eure Erfahrung und Meinung dazu ist!
Also beginnen wir von vorne. Ich hatte eine AWO gekauft, die einen Sport Rumpf und Touren Kopf hatte.
Ich habe den Motor und einen leeren Touren-Rumpf zu einem Motoren Instandsetzer geschickt. Das sah vor der Instandsetzung ersteinmal so aus -->

Es hat relativ lange gedauert mit der Fertigstellung des Motors. Da es dann deutlich länger wurde als abgemacht, habe ich öfters "genervt" wo denn der Motor bleibt bzw. der Status ist.
Da der Instandsetzer die Motore gerne persönlich ausliefert und er einen Kunden, der in meiner Nähe wohnte, einen Motor lieferte rief mich der Instandsetzer an und meinte ich habe Glück und er kann meinen Motor noch zwischen seinen anderen Aufträgen schieben so dass es nur eine Fahrt nach Berlin ist. (Kosten senken)
Gesagt getan, mein Motor hat wurde dann innerhalb weniger Tage fertig. Durch mein generve und der glückliche Umstand das er nur einmal fahren musste (Zeit/Sprit) war nicht mehr die nötige Zeit vorhanden, um sich um etwaige Ersatzteile zu kümmern. Das führte dann dazu das alte Teile wieder eingebaut wurden, was an und für sich ja okay ist. Nun zeige ich euch was unter anderem verbaut wurde:



Nachdem ich meinen Motor erhalten habe, habe ich ihn zum Glasstrahlen gebracht
Der Kopf wurde dabei NICHT gestrahlt. Ich habe peinlichst versucht alles genau abzudichten und dem Strahler auch gesagt was er bestrahlen soll und nicht.
Ich muss jetzt anmerken das der die Lauffläche 100%ig i.O. ist. Es ist also kein Granulat bis dorthin gelangt.
Der Motor hat auch ein Ölfiltersystem verbaut.

Der Motorinstandsetzer hat mir auch gezeigt das tatsächlich etwas Granulat in der Ölwanne ist.

Ich hatte eingangs erwähnt das ich einen Zwittermotor hatte (Touren Kopf -- Sport Rumpf). Das die Stösselstangen da nicht gepasst haben, wusste auch der Vorbesitzer. Der hat die Stangen gekürzt und die Köpfe mit einem Hammer wieder drauf gedroschen und die Stösselstangen auch sonst irgendwie vergewaltigt.
Der Umstand, das mein Motor ja zügig zu mir kommen sollte und keine Ersatzteile vorrätig waren, wurde eben das alte Zeugs verbaut.
Im Juli bin ich dann die ersten Runden gedreht und es kam nach einigen KM zu diesen Geräuschen die im Video zu hören sind. Der Motorinstandsetzer wurde schnell kontaktiert und das Video was ihr gesehen habt per WhatsApp geschickt.
Antwort: "Du schaffst das schon und findest den Fehler."
Nach nochmaliegem Anruf, lag es erst am heißen Sommer dann doch an meiner möglichen Einfahrweise und letztendlich an dem Strahlen des Motors.
Er hatte Recht behalten und ich hatte tatsächlich den Fehler gefunden. Der Pilz der Stösselstange war lose. Dem Umstand geschuldet das der Vorbesitzer nach Kürzen der Stangen die Köpfe nicht Sachgemäß draufgemacht hat, hat sich bei warmen Motor und hoher Drehzahl der Pilz in der Stange frei bewegen können.
Hier das Resultat. Schaut auf die Stösselführung vom Auslassventil und nebenbei auf die vergewaltigten Stehbolzen
die auch drinnen gelassen wurden.


Ich habe nochmal viel Geld in die Hand genommen und es reparieren lassen.
Was ist eure Meinung dazu? Ich bin für Kritik offen!
VG Marco
Ich möchte gerne mit euch folgendes Problem sachlich erörtern:
Mein Motor hatte nach ca. 400km einen kapitalen Totalschaden. Die Stösselführung hatte sich Auslassventilseitig in das Motorgehäuse "gewaschen".
Hier ein Video dazu -->
So, nun schildere ich euch den komplette Werdegang, ich versuche es so neutral und ehrlich darzustellen wie es mir möglich ist. Ich werde auch kleinere Details berichten, um ein rundes Lagebild zu schildern. Mir ist es wichtig was eure Erfahrung und Meinung dazu ist!
Also beginnen wir von vorne. Ich hatte eine AWO gekauft, die einen Sport Rumpf und Touren Kopf hatte.
Ich habe den Motor und einen leeren Touren-Rumpf zu einem Motoren Instandsetzer geschickt. Das sah vor der Instandsetzung ersteinmal so aus -->

Es hat relativ lange gedauert mit der Fertigstellung des Motors. Da es dann deutlich länger wurde als abgemacht, habe ich öfters "genervt" wo denn der Motor bleibt bzw. der Status ist.
Da der Instandsetzer die Motore gerne persönlich ausliefert und er einen Kunden, der in meiner Nähe wohnte, einen Motor lieferte rief mich der Instandsetzer an und meinte ich habe Glück und er kann meinen Motor noch zwischen seinen anderen Aufträgen schieben so dass es nur eine Fahrt nach Berlin ist. (Kosten senken)
Gesagt getan, mein Motor hat wurde dann innerhalb weniger Tage fertig. Durch mein generve und der glückliche Umstand das er nur einmal fahren musste (Zeit/Sprit) war nicht mehr die nötige Zeit vorhanden, um sich um etwaige Ersatzteile zu kümmern. Das führte dann dazu das alte Teile wieder eingebaut wurden, was an und für sich ja okay ist. Nun zeige ich euch was unter anderem verbaut wurde:



Nachdem ich meinen Motor erhalten habe, habe ich ihn zum Glasstrahlen gebracht
Ich muss jetzt anmerken das der die Lauffläche 100%ig i.O. ist. Es ist also kein Granulat bis dorthin gelangt.
Der Motor hat auch ein Ölfiltersystem verbaut.

Der Motorinstandsetzer hat mir auch gezeigt das tatsächlich etwas Granulat in der Ölwanne ist.

Ich hatte eingangs erwähnt das ich einen Zwittermotor hatte (Touren Kopf -- Sport Rumpf). Das die Stösselstangen da nicht gepasst haben, wusste auch der Vorbesitzer. Der hat die Stangen gekürzt und die Köpfe mit einem Hammer wieder drauf gedroschen und die Stösselstangen auch sonst irgendwie vergewaltigt.
Der Umstand, das mein Motor ja zügig zu mir kommen sollte und keine Ersatzteile vorrätig waren, wurde eben das alte Zeugs verbaut.
Im Juli bin ich dann die ersten Runden gedreht und es kam nach einigen KM zu diesen Geräuschen die im Video zu hören sind. Der Motorinstandsetzer wurde schnell kontaktiert und das Video was ihr gesehen habt per WhatsApp geschickt.
Antwort: "Du schaffst das schon und findest den Fehler."
Nach nochmaliegem Anruf, lag es erst am heißen Sommer dann doch an meiner möglichen Einfahrweise und letztendlich an dem Strahlen des Motors.
Er hatte Recht behalten und ich hatte tatsächlich den Fehler gefunden. Der Pilz der Stösselstange war lose. Dem Umstand geschuldet das der Vorbesitzer nach Kürzen der Stangen die Köpfe nicht Sachgemäß draufgemacht hat, hat sich bei warmen Motor und hoher Drehzahl der Pilz in der Stange frei bewegen können.
Hier das Resultat. Schaut auf die Stösselführung vom Auslassventil und nebenbei auf die vergewaltigten Stehbolzen


Ich habe nochmal viel Geld in die Hand genommen und es reparieren lassen.
Was ist eure Meinung dazu? Ich bin für Kritik offen!
VG Marco
