AWO Sport 435K - Kompressor
Verfasst: Mo 23. Jul 2018, 10:40
Hallo Zusammen
Nachdem vor einigen Wochen ja her schon mal ein YouTube Link (unberechtigterweise) aufgetaucht war möchte ich das Rätsel nun auflösen
Den Motor und das dazugehörige Motorrad hab ich gebaut. Die Idee dazu hatte ich schon vor vielen Jahren und auch der Kompressor liegt seit einer Ewigkeit im Regal.
Den Anstoß zum Anfangen hat mir im letzten Jahr ein Bild gegeben welches bei Facebook gepostet wurde – ein AWO Gespann mit Kompressor- schei…. da war einer schneller L
Ob und wie das Teil läuft konnte ich jedoch nicht in Erfahrung bringen- es soll wohl in Norwegen gebaut worden sein. Aber so bleibt es nur ein Bild und ich hab angefangen.
Als Basis hab ich die hässliche Sport genommen mir der ich die Letzten Jahre gefahren bin und grundsätzlich sollte es optisch eine Sport bleiben – mit allem Drum und Dran. Das machte die Sache aber nicht leichter da alles in den Bauraum passen musste.
Wie ich das alles gemacht hab werd ich hier nicht rein schreiben- dazu hab ich zu viel Hirnschmalz reingesteckt und sprengt wahrscheinlich auch den Rahmen. Die groben Eckdaten geb ich euch jedoch gern weiter
Der Motor hat geometrisch knapp 350ccm und ist als Quadrathuber ausgelegt. Die Kurbelwelle ist extra in verstärkter Ausführung angefertigt worden und läuft in massiven Lagern. Kolben natürlich vom Herrn Wahl und auch entsprechend ausgelegt.
Den Zylinder hab ich aus einem Gussrohling mit eingesetzter Buchse gearbeitet. Im Kopf arbeiten wesentlich größere Ventile – um diese unter zu bekommen musste der Ventilwinkel geändert werden- Bohrungen für eine Doppelzündung gab es gleich dazu.
Die Nockenwelle hat ein spezielles Profil bekommen und der Ventiltrieb wurde erleichtert.
Der Kompressor selbst sitzt hinter dem Motor und wird mit 2 Zahnrieben über einen selbst gebauten Winkeltrieb angetrieben. Der Vergaser hat seinen neuen Platz im Seitenkasten der Sport gefunden- der hat gerade so da rein gepasst und misst 40mm.
Größenmäßig hab ich wie immer davor alles berechnet – der Kompressor soll bei Volllast 1,0 Bar Ladedruck bringen und darauf wurden alle Komponenten ausgelegt. Sämtliche Arbeiten (bis auf das Alu Schweissen- das kann mein Schweissgerät nicht) hab ich bei mir selbst auf meinen konventionellen Maschinen durchgeführt!
Um die Kraft auf die Straße zu bringen hab ich den Kardan verstärkt – eine Momentenstütze um den Kardanhals sowie ein Drucklager hinter dem Tellerrad wurden gefertigt. Die Schwinge wurde zusätzlich noch verstärkt. Die QB17 Lager wurden durch Schrägrollenlager ersetzt.
Hinten Federn jetzt anstelle der ausgeleierten Sport Stoßdämpfer jetzt speziell angefertigte der Firma Hagon. Vorn übernimmt diese Aufgabe eine regenerierte Hybridgabel mit Wilbers Federn. Verzögert wird mit einer Honda Duplex Bremse in Sport-Nabe.
Felgen hab ich welche von Morad verbaut – mit 5mm Edelstahlspeichen. Reifen sind Classic Sportreifen von Continental verbaut.
Grundsätzlich wurde jedes Einzelteil der AWO überarbeitet oder neu angefertigt. In Summe komme ich mit dem Aufbau auf fast 800 Stunden welche ich in 7 Monaten abgerissen hab.
Diese Woche werde ich fertig und es geht in die Fahrerprobung – ich bin gespannt wie der Motor so läuft und ob alles hält und funktioniert – ein paar Unbekannte gibt es ja immer…
Ich werde natürlich darüber berichten.
Live könnt ihr die Sport beim AWO Treffen in Löbnitz vom 17-19.08.2018 sehen. Wenn alles läuft werd ich auch mal den 1/8 Meile Sprint versuchen
Grüße
Matthias
Nachdem vor einigen Wochen ja her schon mal ein YouTube Link (unberechtigterweise) aufgetaucht war möchte ich das Rätsel nun auflösen
Den Motor und das dazugehörige Motorrad hab ich gebaut. Die Idee dazu hatte ich schon vor vielen Jahren und auch der Kompressor liegt seit einer Ewigkeit im Regal.
Den Anstoß zum Anfangen hat mir im letzten Jahr ein Bild gegeben welches bei Facebook gepostet wurde – ein AWO Gespann mit Kompressor- schei…. da war einer schneller L
Ob und wie das Teil läuft konnte ich jedoch nicht in Erfahrung bringen- es soll wohl in Norwegen gebaut worden sein. Aber so bleibt es nur ein Bild und ich hab angefangen.
Als Basis hab ich die hässliche Sport genommen mir der ich die Letzten Jahre gefahren bin und grundsätzlich sollte es optisch eine Sport bleiben – mit allem Drum und Dran. Das machte die Sache aber nicht leichter da alles in den Bauraum passen musste.
Wie ich das alles gemacht hab werd ich hier nicht rein schreiben- dazu hab ich zu viel Hirnschmalz reingesteckt und sprengt wahrscheinlich auch den Rahmen. Die groben Eckdaten geb ich euch jedoch gern weiter
Der Motor hat geometrisch knapp 350ccm und ist als Quadrathuber ausgelegt. Die Kurbelwelle ist extra in verstärkter Ausführung angefertigt worden und läuft in massiven Lagern. Kolben natürlich vom Herrn Wahl und auch entsprechend ausgelegt.
Den Zylinder hab ich aus einem Gussrohling mit eingesetzter Buchse gearbeitet. Im Kopf arbeiten wesentlich größere Ventile – um diese unter zu bekommen musste der Ventilwinkel geändert werden- Bohrungen für eine Doppelzündung gab es gleich dazu.
Die Nockenwelle hat ein spezielles Profil bekommen und der Ventiltrieb wurde erleichtert.
Der Kompressor selbst sitzt hinter dem Motor und wird mit 2 Zahnrieben über einen selbst gebauten Winkeltrieb angetrieben. Der Vergaser hat seinen neuen Platz im Seitenkasten der Sport gefunden- der hat gerade so da rein gepasst und misst 40mm.
Größenmäßig hab ich wie immer davor alles berechnet – der Kompressor soll bei Volllast 1,0 Bar Ladedruck bringen und darauf wurden alle Komponenten ausgelegt. Sämtliche Arbeiten (bis auf das Alu Schweissen- das kann mein Schweissgerät nicht) hab ich bei mir selbst auf meinen konventionellen Maschinen durchgeführt!
Um die Kraft auf die Straße zu bringen hab ich den Kardan verstärkt – eine Momentenstütze um den Kardanhals sowie ein Drucklager hinter dem Tellerrad wurden gefertigt. Die Schwinge wurde zusätzlich noch verstärkt. Die QB17 Lager wurden durch Schrägrollenlager ersetzt.
Hinten Federn jetzt anstelle der ausgeleierten Sport Stoßdämpfer jetzt speziell angefertigte der Firma Hagon. Vorn übernimmt diese Aufgabe eine regenerierte Hybridgabel mit Wilbers Federn. Verzögert wird mit einer Honda Duplex Bremse in Sport-Nabe.
Felgen hab ich welche von Morad verbaut – mit 5mm Edelstahlspeichen. Reifen sind Classic Sportreifen von Continental verbaut.
Grundsätzlich wurde jedes Einzelteil der AWO überarbeitet oder neu angefertigt. In Summe komme ich mit dem Aufbau auf fast 800 Stunden welche ich in 7 Monaten abgerissen hab.
Diese Woche werde ich fertig und es geht in die Fahrerprobung – ich bin gespannt wie der Motor so läuft und ob alles hält und funktioniert – ein paar Unbekannte gibt es ja immer…
Ich werde natürlich darüber berichten.
Live könnt ihr die Sport beim AWO Treffen in Löbnitz vom 17-19.08.2018 sehen. Wenn alles läuft werd ich auch mal den 1/8 Meile Sprint versuchen
Grüße
Matthias