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Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 22:58
von Gauli
Hallo Gemeinde!
Am letzten Wochenende machten wir eine schöne Tour von Saarbrücken aus durch den Pfälzer Wald nach Bad Dürkheim. Das Material wurde den ganzen Weg über nicht geschont. ;) Der Dank dafür kam ca 4 km vor dem Ziel

Bei etwa 100 km/h fing meine Kuh plötzlich an nur noch aus dem Auspuff zu schiessen und stotterte. Habe gleich eine neue Kerze reingedreht (war Rehbraun), ohne Erfolg

, war ja das einzige Ersatzteil das ich bei mir hatte

.
Musste nun mit 60 Sachen nach Hause tuckern.
Wenn ich jetzt schneller als 60 fahre sofort gestotter und geballer. Ich kann von unten raus Vollgas geben und sie zieht super weg. Aber ab einer bestimmten Drehzahl -> peng und stotter, egal wieviel Gas man gibt.
Weil ich noch keine Zeit gefunden habe nachzuschauen, wollte ich dies morgen Abend machen und hoffe auf ein paar hilfreiche Tips...
Erstmal kommt eine neuer Kondensator rein und dann schauen.
Jetzt zur eigendlichen Frage.
Habe hier gelesen, das dieses Sympton oft an einem schlecht eingestellten Abriss des Zündmagneten liegt.
Wenn ich nun den Zündzeitpunkt überprüfe und dieser noch stimmt, kann der Abriss sich ja nicht verstellt haben

oder doch

Und nehmen wir mal an er stimmte von vorne herein nicht, kann sich das auch erst viel später bemerkbar machen
Und wie kann der Abriss überprüft bzw. eingestellt werden?
Oder habt ihr noch weitere Ideen?
Gruß
Jörn
Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 07:29
von Sylvio Auerbach
Hallo!!!
Hast schon deinen Unterebrecher mal sauber gemacht? Meine Vermutung ein Tropfen oel. kontakte müssen Sauber und dürfen nicht verbrannt sein, kannst auch mit WASSER Schleifpapier abziehen. Wenn das OK dann schauen ob es beim laufenden Motor an den Kontakten recht sehr Funkt, dann liegt es am kondensator. Wechseln und er darf auch nicht zu locker in der Schelle(ZS3) sitzen, er muß richtig fest mit Masse verbunden sein.
M.f.Gruß der Sylvio
Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 08:38
von Roadrunner
Zum Abriss des Magneten siehe hier :
http://www.simson-awo.de/abriss.pdf
Ich will Sylvio nicht zu nahe treten aber zur Reinigung des Unterbrecherkontaktes ist Sandpapier , in welcher Art auch immer, vollkommen ungeeignet. Beim Schleifen mit Schleifpapier dringen Schleifkörper ( Sand) in das Material ein und verbleiben dort. Diese Sandkörner wirken als Isolator und es kommt nicht selten kein oder nur ungenügender elektrischer Kontakt zu stande. Benutzt eine Kontaktfeile , wer keine hat ,kann auch die Nagelfeile seiner Frau benutzen. Heimlich geht dabei leider nicht ,da Ihr die Spitze der Nagelfeile entfernen müsst.
Die Symthome die Du beschreibst können auch vom Fliehkraftversteller kommen.Überprüfe auch mal diesen. Normaler Weise ist der Versteller etwas oberhalb der Leerlaufdrehzahl schon weit geöffnet , so dass die geschilderten Symthome schon früher auftreten müssten ,aber mann weis ja nie. Oft werden diese Lose auf der Welle und verschleißen an diversen Stellen.Da der Versteller die Zündung in Richtung früh verstellt kann das im ungünstigsten Falle dazu führen ,dass der Zündzeitpunkt vor den Abriss des Magneten verstellt wird = kein Funke. Sprich bei höheren Drehzahlen Stottern und Patschen.
Viel Glück Ralf
Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 12:40
von andrebiker
Ich tippe auch auf den Fliehkraftversteller. Ich hatte vor wenigen Wochen genau diesen Fall an der Sport eines Kumpels. Da war der Fliehkraftversteller festgedreckt. Jetzt rennt sie wieder, besser als je zuvor.
Gruß, André
Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 14:00
von wroebe
@ roadrunner sehe ich genauso, es gibt schließlich unterbrecherfeilen
wahrscheinlich hat awo1 welche zu verkaufen

Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 17:05
von braendel
Für Unterbrecher empfehle ich einen ´Ölschleifstein´.Geht absolut super und korrekt.
Gruß - Willi
Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 21:31
von Gauli
Hallo Gemeinde!
So, komme gerade aus der Garage.
Vorerst mal danke euch allen für die guten Tips.
Habe als erstes mal den vorderen Deckel abgebaut und den Motor laufen lassen. Bei höherer Drehzahl war ein starker Funke am Unterbrecher zu sehen

Also neuer Kondensator eingebaut und siehe da kein Funke mehr, und sie rennt

Ich habe bei der gelegenheit gleich mal die Fliehgewichte in Augenschein genommen, die noch sehr gut aussehen. Aber der Unterbrecher ist nicht mehr zu retten, der ist bis auf die Grundmauer abgebrannt. Daran ist vieleicht die 90km Heimreise schuld
Ab heute hab ich immer einen Kondensator mit im Gepäck

.
Ist es eigendlich sinnvoll eine 6V Zündspule mitzunehmen? Damit man mal schnell auf Batteriezündung umbauen kann, wenn der Zündmagnet mal ganz versagen sollte. Oder lieber bei weiteren Strecken einen zweiten mitnehmen?
Gruß
Jörn
Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 22:07
von Sylvio Auerbach
Hallo!!!
Bei weiteren Strecken bietet sich es an. Ein Magnet hat gegenüber der Batteriezündung einen Größeren Vorteil.
M.f.gruß der Sylvio
Re: Frage zum Abriss des Zündmagneten
Verfasst: Mo 1. Jun 2009, 22:07
von Gauli
Hallo,
dann weiß ich ja jetzt was ich mitzunehmen habe
danke für eure Hilfe!
Gruß
Jörn