Валентина Козловская
Verfasst: Mo 22. Mai 2017, 18:50
Wie es begann - eine Retrospektive
Wie schon in meiner Vorstellung geschrieben, hatte Steppe mächtig mit meinem AWO-Ziegenbock zu kämpfen. An Land gezogen zu einem mehr als fairen Preis im Dezember 2015, in der Hoffnung, vielleicht das ein oder andere doch verwenden zu können und wir nicht alle Innereien wechseln müssen. Die Hoffnung wurde uns schnell genommen. Wo genau mein Exportmodell zwischen 1961 und 2015 rumdümpelte, lässt sich nicht herausfinden, der, von dem wir es haben, hatte es wohl auch von jemandem, der jemanden kannte. Die Teile, die verbaut waren, trugen manchmal kyrillische Buchstaben. Die Maschine wurde, woauchimmer, auf Biegen und Brechen am Laufen gehalten. Papiere gabs keine. Jedenfalls fingen wir an, sie ab Januar 2016 Wochenende für Wochenende auseinanderzufetzen und Stück für Stück neu zusammen zu bauen. So langsam kannte ich mich mit den Abziehern aus, wenn mal irgendwas nicht richtig saß beim erneuten Verbauen von Kugellagern und Nadellagern. Einiges hat Steppe ohne mich machen müssen/dürfen, da bei uns die Zeit knapp wurde, ich endlich drauf musste, um die ersten großen Runden (Danewitz und Rügen) zu drehen, bevor es dann in den Urlaub geht. Natürlich mit Frau Козловская. Also hat Steppe auch noch unter der Woche Schichten in der Werkstatt eingelegt. Kabelbaum, Tachowelle, damit auch die Elektrik. Mitte Mai war es soweit. Die Zulassung war da und ein hübsches Kennzeichen. In meiner Naivität glaubte ich, jetzt geht’s los mit den Fahrten. Aber jetzt gingen die Probleme erst richtig los. (Vergaser…Zündmagnet) Auf keiner der ersten Fahrten lief es stressfrei. Die Kinderkrankheiten raubten mir den Nerv. Ich wollte doch einfach nur fahren. (Achso, den Motorrad-Schein hatte ich auch erst frisch erstanden, Ende April 2016 war praktische Prüfung.) Natürlich habe nicht ich persönlich die Kinderkrankheiten ausgemerzt, sondern mein allwissender Spezialist. Soviel Geduld hatte und habe ich nicht. Ich war drauf und dran, den „Haufen“ aufzugeben und mir stattdessen etwas Neumodisches zuzulegen. So eine Virago hätte ich nicht schlecht gefunden. Aber als ich meine Gedanken Steppe mitteilte, musste ich mir anhören, dass ER schon zu weit wäre und dieses Projekt nicht aufgeben will. Ich glaube, er war in dem Moment sehr enttäuscht von mir... Na gut, gedanklich habe ich dem Projekt noch eine Gnadenfrist eingeräumt. Diese Zeit hatte wohl aber ausgereicht, um mich mit Валентина anzufreunden. Ich weiß ja, dass sie will, sie muss nur entsprechend instand gesetzt sein. Zündmagnet und Vergaser machten noch Schwierigkeiten, den Rest haben wir gut aufeinander abgestimmt. Schiebegas, Drehgas. Und einen Choke hatse auch, da der Vergaser es hergibt und wir nicht so unbedingt auf Original stehen. Ich krieg gar nicht mehr alles zusammen, was alles gemacht wurde und es wird ja ständig was dran gemacht. Das musste auch erstmal in mein Hirn rein gehen, dass es NIEMALS fertig sein wird, dass immerwieder was ausfällt, erneuert oder improvisiert werden muss. Laufen muss es. Auch wenn es kalt ist. Mit dem neuen Vergaser klappt die Spritversorgung auch und wenn die ersten großen Fahrten im neuen Jahr hinter uns sind, kann ich sagen, wie der Neodym-Magnet arbeitet. Unseren AWO-Urlaub 2016 hatten wir teilweise mit geborgten Zündmagneten abgesichert (Danke an Lutz und Bernde). Das ist schon ein richtig tolles Gefühl, wenn man endlich auf geschmeidiges Fahren umsteigen kann und das Vertrauen wächst und wächst, du irgendwann nicht mehr mit einer Sammlung von Zündkerzen losfährst, sondern weißt, die Einstellungen stimmen, es rollt auch wieder nach Hause. Ich bin weit weg von 20 Jahren Erfahrung, ich fange gerade erst an, aber wenn mich was packt, lässt es mich so schnell auch nicht mehr los. Ich werde sicher auch kein Schrauber-Meister werden, aber mein Anspruch ist, ohne Netz und doppelten Boden auch allein Touren zu machen und dazu muss ich mir selbst helfen können. Ich möchte nicht als Beiwerk gelten, sondern als eigenständiges Individuum. Wie soll ich sagen, das Ganze ist für mich mehr als nur als Hobby, schon fast als Lebenseinstellung. So dufte und knorke Menschen, die ich kennlernen durfte…. Diejenigen, mit denen ich auf manchen Treffen ein Wort gewechselt habe, gaben mir das Gefühl, ohne Wenn und Aber angenommen zu werden. Ich dachte schon, ich bin allein mit meinen Meisen. Es ist oftmals so eine Art von „nach Hause kommen“ auf diversen Treffen. Optisch ist für einige Frau Козловская jetzt nicht soooo umwerfend schön. Aber ich tausch sie nicht mehr ein, ist jetzt mein Haufen und muss wohl so aussehen. Mir gefällt sie mittlerweile so wie sie ist. Und sie darf so bleiben, wir passen ganz gut zusammen
Wie schon in meiner Vorstellung geschrieben, hatte Steppe mächtig mit meinem AWO-Ziegenbock zu kämpfen. An Land gezogen zu einem mehr als fairen Preis im Dezember 2015, in der Hoffnung, vielleicht das ein oder andere doch verwenden zu können und wir nicht alle Innereien wechseln müssen. Die Hoffnung wurde uns schnell genommen. Wo genau mein Exportmodell zwischen 1961 und 2015 rumdümpelte, lässt sich nicht herausfinden, der, von dem wir es haben, hatte es wohl auch von jemandem, der jemanden kannte. Die Teile, die verbaut waren, trugen manchmal kyrillische Buchstaben. Die Maschine wurde, woauchimmer, auf Biegen und Brechen am Laufen gehalten. Papiere gabs keine. Jedenfalls fingen wir an, sie ab Januar 2016 Wochenende für Wochenende auseinanderzufetzen und Stück für Stück neu zusammen zu bauen. So langsam kannte ich mich mit den Abziehern aus, wenn mal irgendwas nicht richtig saß beim erneuten Verbauen von Kugellagern und Nadellagern. Einiges hat Steppe ohne mich machen müssen/dürfen, da bei uns die Zeit knapp wurde, ich endlich drauf musste, um die ersten großen Runden (Danewitz und Rügen) zu drehen, bevor es dann in den Urlaub geht. Natürlich mit Frau Козловская. Also hat Steppe auch noch unter der Woche Schichten in der Werkstatt eingelegt. Kabelbaum, Tachowelle, damit auch die Elektrik. Mitte Mai war es soweit. Die Zulassung war da und ein hübsches Kennzeichen. In meiner Naivität glaubte ich, jetzt geht’s los mit den Fahrten. Aber jetzt gingen die Probleme erst richtig los. (Vergaser…Zündmagnet) Auf keiner der ersten Fahrten lief es stressfrei. Die Kinderkrankheiten raubten mir den Nerv. Ich wollte doch einfach nur fahren. (Achso, den Motorrad-Schein hatte ich auch erst frisch erstanden, Ende April 2016 war praktische Prüfung.) Natürlich habe nicht ich persönlich die Kinderkrankheiten ausgemerzt, sondern mein allwissender Spezialist. Soviel Geduld hatte und habe ich nicht. Ich war drauf und dran, den „Haufen“ aufzugeben und mir stattdessen etwas Neumodisches zuzulegen. So eine Virago hätte ich nicht schlecht gefunden. Aber als ich meine Gedanken Steppe mitteilte, musste ich mir anhören, dass ER schon zu weit wäre und dieses Projekt nicht aufgeben will. Ich glaube, er war in dem Moment sehr enttäuscht von mir... Na gut, gedanklich habe ich dem Projekt noch eine Gnadenfrist eingeräumt. Diese Zeit hatte wohl aber ausgereicht, um mich mit Валентина anzufreunden. Ich weiß ja, dass sie will, sie muss nur entsprechend instand gesetzt sein. Zündmagnet und Vergaser machten noch Schwierigkeiten, den Rest haben wir gut aufeinander abgestimmt. Schiebegas, Drehgas. Und einen Choke hatse auch, da der Vergaser es hergibt und wir nicht so unbedingt auf Original stehen. Ich krieg gar nicht mehr alles zusammen, was alles gemacht wurde und es wird ja ständig was dran gemacht. Das musste auch erstmal in mein Hirn rein gehen, dass es NIEMALS fertig sein wird, dass immerwieder was ausfällt, erneuert oder improvisiert werden muss. Laufen muss es. Auch wenn es kalt ist. Mit dem neuen Vergaser klappt die Spritversorgung auch und wenn die ersten großen Fahrten im neuen Jahr hinter uns sind, kann ich sagen, wie der Neodym-Magnet arbeitet. Unseren AWO-Urlaub 2016 hatten wir teilweise mit geborgten Zündmagneten abgesichert (Danke an Lutz und Bernde). Das ist schon ein richtig tolles Gefühl, wenn man endlich auf geschmeidiges Fahren umsteigen kann und das Vertrauen wächst und wächst, du irgendwann nicht mehr mit einer Sammlung von Zündkerzen losfährst, sondern weißt, die Einstellungen stimmen, es rollt auch wieder nach Hause. Ich bin weit weg von 20 Jahren Erfahrung, ich fange gerade erst an, aber wenn mich was packt, lässt es mich so schnell auch nicht mehr los. Ich werde sicher auch kein Schrauber-Meister werden, aber mein Anspruch ist, ohne Netz und doppelten Boden auch allein Touren zu machen und dazu muss ich mir selbst helfen können. Ich möchte nicht als Beiwerk gelten, sondern als eigenständiges Individuum. Wie soll ich sagen, das Ganze ist für mich mehr als nur als Hobby, schon fast als Lebenseinstellung. So dufte und knorke Menschen, die ich kennlernen durfte…. Diejenigen, mit denen ich auf manchen Treffen ein Wort gewechselt habe, gaben mir das Gefühl, ohne Wenn und Aber angenommen zu werden. Ich dachte schon, ich bin allein mit meinen Meisen. Es ist oftmals so eine Art von „nach Hause kommen“ auf diversen Treffen. Optisch ist für einige Frau Козловская jetzt nicht soooo umwerfend schön. Aber ich tausch sie nicht mehr ein, ist jetzt mein Haufen und muss wohl so aussehen. Mir gefällt sie mittlerweile so wie sie ist. Und sie darf so bleiben, wir passen ganz gut zusammen