Beule auszinnen
Verfasst: Mi 21. Sep 2016, 08:09
Moin Jungs,
nachdem der andere Thread leider nicht weitergegangen ist, möchte ich euch kurz das Ergebnis meiner ersten Zinnversuche zeigen. Ich muss zwar nochmal ran, kann aber jetzt schon sagen, dass mir Zinn mehr liegt als Spachtelmasse. Ohne Anspruch auf Richtigkeit, hier mal die Arbeitsschritte die ich gemacht habe.
1. Beule entlacken. Damit der Zinn überall haftet muss natürlich er alte Lack und ggf. Rost runter. Ich habe das mit einem kleinen Schleifaufsatz und einem Dremel gemacht. Ruhig auch großzügig um die Beule herum entlacken, da die Ausstrahlung der Beulen oft weiter in die Flächen reichen als man denkt.
2. Lötwasser auftragen und mit einer Lötlampe kurz erwärmen bis die Fläche matt wird. Das Zeug ätzt die letzten Verunreinigungen aus den Poren und sorgt dafür, dass der Zinn auf dem Blech haftet.
3. Fittinglötpaste auftragen. Diese Paste ist ein Gemisch aus haftungsgebenden Flussmittel und gemahlenem Lötzinn. Jetzt wird das Ganze solange mit einer Lötlampe vorsichtig erwärmt, bis aus der mattgrauen Paste eine silbrig glänzende Fläche wird. Dabei entstehen auch kleine schwarze Flecken, aber keine Sorge, dass ist nur das überschüssige Flußmittel.
4. Stangenlot. Bis hier hin war alles nur damit das Material auch auf der Fläche hält. Jetzt wird das Zinn aufgetragen. Legt die Beule so hin, dass das Material nicht weglaufen kann. Die Fläche wird leicht angewärmt und mit der Flamme das Lot an der Stange abgeschmolzen. Nicht zu viel Hitze sonst läuft alles weg. Das Zinn muss „pastöß“ bleiben. Tragt ruhig mehr auf als notwendig und auch großzügig was die Fläche angeht.
5. Modellieren. Nachdem alles wieder kalt ist wird das Zinn in Form gefeilt und geschliffen. Nehmt dazu eine Karosseriefeile oder eine ganz große Schruppfeile. Als letzten Schritt habe ich die Fläche nocmal über geschliffen.
Bei mir sieht man, dass noch Zinn fehlt. Ich werde also nochmal Materialauftragen und wieder feilen und schleifen. Ein alter Haase hat mir gesagt, dass man das Zinn vor del Lackieren ein paar Tage liegen lassen soll, damit es altert. Dann soll der Lackaufbau besser halten.
So, ich hoffe, ich habe das Thema einigermaßen rübergebracht. Viel Spass beim Ausbeulen.
nachdem der andere Thread leider nicht weitergegangen ist, möchte ich euch kurz das Ergebnis meiner ersten Zinnversuche zeigen. Ich muss zwar nochmal ran, kann aber jetzt schon sagen, dass mir Zinn mehr liegt als Spachtelmasse. Ohne Anspruch auf Richtigkeit, hier mal die Arbeitsschritte die ich gemacht habe.
1. Beule entlacken. Damit der Zinn überall haftet muss natürlich er alte Lack und ggf. Rost runter. Ich habe das mit einem kleinen Schleifaufsatz und einem Dremel gemacht. Ruhig auch großzügig um die Beule herum entlacken, da die Ausstrahlung der Beulen oft weiter in die Flächen reichen als man denkt.
2. Lötwasser auftragen und mit einer Lötlampe kurz erwärmen bis die Fläche matt wird. Das Zeug ätzt die letzten Verunreinigungen aus den Poren und sorgt dafür, dass der Zinn auf dem Blech haftet.
3. Fittinglötpaste auftragen. Diese Paste ist ein Gemisch aus haftungsgebenden Flussmittel und gemahlenem Lötzinn. Jetzt wird das Ganze solange mit einer Lötlampe vorsichtig erwärmt, bis aus der mattgrauen Paste eine silbrig glänzende Fläche wird. Dabei entstehen auch kleine schwarze Flecken, aber keine Sorge, dass ist nur das überschüssige Flußmittel.
4. Stangenlot. Bis hier hin war alles nur damit das Material auch auf der Fläche hält. Jetzt wird das Zinn aufgetragen. Legt die Beule so hin, dass das Material nicht weglaufen kann. Die Fläche wird leicht angewärmt und mit der Flamme das Lot an der Stange abgeschmolzen. Nicht zu viel Hitze sonst läuft alles weg. Das Zinn muss „pastöß“ bleiben. Tragt ruhig mehr auf als notwendig und auch großzügig was die Fläche angeht.
5. Modellieren. Nachdem alles wieder kalt ist wird das Zinn in Form gefeilt und geschliffen. Nehmt dazu eine Karosseriefeile oder eine ganz große Schruppfeile. Als letzten Schritt habe ich die Fläche nocmal über geschliffen.
Bei mir sieht man, dass noch Zinn fehlt. Ich werde also nochmal Materialauftragen und wieder feilen und schleifen. Ein alter Haase hat mir gesagt, dass man das Zinn vor del Lackieren ein paar Tage liegen lassen soll, damit es altert. Dann soll der Lackaufbau besser halten.
So, ich hoffe, ich habe das Thema einigermaßen rübergebracht. Viel Spass beim Ausbeulen.