Ausfahrt mit Hindernissen
Verfasst: Mo 14. Sep 2015, 11:14
Moin,
wir hatten eine Ausfahrt übers Wochenende nach Peenemünde geplant und uns auf das Wochenende 11.09. bis 13.09.2015 geeinigt. Aus den 5 Leuten wurden letztendlich 4...eine Sport und zwei Touren sowie eine ETZ 301.
Freitag 14 Uhr war Abfahrt...das Wetter nach den letzten Prognosen nicht mehr so berauschend. Von Oranienburg ging es in Richtung B 109. Erster Stop war der Mc Donalds in Prenzlau, wo wir uns mit einem Kaffee aufgewärmt haben. Hinter Prenzlau fing der Regen an...anfangs nicht so schlimm, dass man die Pelle überwerfen musste, aber in Rollwitz sind wir dann doch rechts raus. Da guckten wir nicht schlecht, weil der Motor meiner Touren völlig verölt war...es drückte am vorderen rechten Stehbolzen raus. Naja...was tun...langsamer und teilweise im Windschatten ging es weiter. Nächster Stop die Tankstelle in Ferdinandshof...Ölverlust hielt sich in Grenzen...trotzdem vorsichtshalber ne Pulle geholt.
7 Kilometer weiter der nächste Schock...die Sport von Bert stirbt nach "unschönem" Motorgeräusch ab...Wiederbelebung zwecklos...keine Kompression mehr. Das mitten auf der Landstraße...die Autos fuhren trotz der erlaubten 70 weit mehr...inklusive Lastzügen! Wir haben dann das Motorrad rund 200 Meter weiter in einen Abzweig nach Neuendorf geschoben...zwei Leute haben geschoben und zwei mit Warnwesten nach hinten gesichert. Ein Anruf bei einem Kumpel und der hat sich mit seinem Bus auf die Reise gemacht, um Bert einzusammeln...wir drei fuhren schweren Herzens weiter. Die restlichen 80 Kilometer haben wir am Stück abgespult und waren gegen 19:10 am Ziel.
Samstag nach dem Frühstück ging es dann ans Zerlegen meines Motors...drei Stehbolzen wollten sich nur mit Mühe lösen...der rechte vordere leistete wenig Widerstand. Am Ende zeigte sich, dass er einen halben Zentimeter aus dem Gehäuse gezogen war. Tja...das sah nach dem Ende für mich aus. Zum ersten Mal seit Jahren durfte ich wieder auf dem Sozius Platz nehmen und die Füße an der Kreuzung oben lassen.
Bert hatte für alle Fälle auf dem Rückweg am Freitag bei mir noch eine Kopf- und Fußdichtung abgeholt. Außerdem hatte er aus seinen Beständen noch einen Stehbolzen eingepackt und kam mit der Kawa wieder zurück nach Usedom. Wir trafen uns dann in Karlshagen, wo wir zum Mittag eine Gaststätte in exponierter Lage...heißt direkt an der Straße am Bahnübergang ausgesucht hatten. Nachdem er eingetroffen und was gegessen hatte ging es zurück nach Peenemünde. Die bei mir verbauten Stehbolzen haben ein 8-Millimeter-Feingewinde...der von Bert mitgebrachte ein normales Gewinde M 10. Das war unsere Chance! Wir mussten nur noch das entsprechende Material besorgen. Glücklicherweise erhielten wir den Tipp, dass auf dem Flughafen Peenemünde der Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein auf der Strecke ist und dass die Jungs mit Werkzeug ausgestattet sind. Also ich als Sozius dorthin und den Jungens mein Problem geschildert. Keine halbe Minute später hatte ich einen Gewindeschneidkasten, Bremsenreiniger und Schraubenkleber in der Hand...danke an die Jungs vom PMV!
Mit einem Lächeln im Gesicht zurück zur Unterkunft...Marko und Bert hatte schon alles vorbereitet. Flugs das Gewinde geschnitten und dabei aufgepasst, dass keine Späne ins Kurbelgehäuse fallen und dann den Stehbolzen eingeklebt. Werkzeug und Kleber wieder zurückgebracht und alles wieder zusammengesetzt.
Dank des Einsatzes meiner Begleiter konnten wir dann zum Abendbrot nach Zinnowitz fahren und ich musste doch wieder die Füße an der Ampel runternehmen.
Sonntag ging es gegen halb zwölf wieder in Richtung Heimat...Geschwindigkeit zwischen 70 und 75 und bei Gegenwind oder Steigungen hab ich mich im Windschatten von Marko versteckt und bin gut wieder zu Hause angekommen. Anfangs hatte sich das zwischen den Kühlrippen hängende Öl noch über den Motor verteilt, am Ende war er weitestgehend trocken.
Danke an meine Jungs...Bert, Marko und Florian...und die Tour wird wiederholt...beim nächsten Mal mit Lumpensammler.
Gruß Jens
wir hatten eine Ausfahrt übers Wochenende nach Peenemünde geplant und uns auf das Wochenende 11.09. bis 13.09.2015 geeinigt. Aus den 5 Leuten wurden letztendlich 4...eine Sport und zwei Touren sowie eine ETZ 301.
Freitag 14 Uhr war Abfahrt...das Wetter nach den letzten Prognosen nicht mehr so berauschend. Von Oranienburg ging es in Richtung B 109. Erster Stop war der Mc Donalds in Prenzlau, wo wir uns mit einem Kaffee aufgewärmt haben. Hinter Prenzlau fing der Regen an...anfangs nicht so schlimm, dass man die Pelle überwerfen musste, aber in Rollwitz sind wir dann doch rechts raus. Da guckten wir nicht schlecht, weil der Motor meiner Touren völlig verölt war...es drückte am vorderen rechten Stehbolzen raus. Naja...was tun...langsamer und teilweise im Windschatten ging es weiter. Nächster Stop die Tankstelle in Ferdinandshof...Ölverlust hielt sich in Grenzen...trotzdem vorsichtshalber ne Pulle geholt.
7 Kilometer weiter der nächste Schock...die Sport von Bert stirbt nach "unschönem" Motorgeräusch ab...Wiederbelebung zwecklos...keine Kompression mehr. Das mitten auf der Landstraße...die Autos fuhren trotz der erlaubten 70 weit mehr...inklusive Lastzügen! Wir haben dann das Motorrad rund 200 Meter weiter in einen Abzweig nach Neuendorf geschoben...zwei Leute haben geschoben und zwei mit Warnwesten nach hinten gesichert. Ein Anruf bei einem Kumpel und der hat sich mit seinem Bus auf die Reise gemacht, um Bert einzusammeln...wir drei fuhren schweren Herzens weiter. Die restlichen 80 Kilometer haben wir am Stück abgespult und waren gegen 19:10 am Ziel.
Samstag nach dem Frühstück ging es dann ans Zerlegen meines Motors...drei Stehbolzen wollten sich nur mit Mühe lösen...der rechte vordere leistete wenig Widerstand. Am Ende zeigte sich, dass er einen halben Zentimeter aus dem Gehäuse gezogen war. Tja...das sah nach dem Ende für mich aus. Zum ersten Mal seit Jahren durfte ich wieder auf dem Sozius Platz nehmen und die Füße an der Kreuzung oben lassen.
Bert hatte für alle Fälle auf dem Rückweg am Freitag bei mir noch eine Kopf- und Fußdichtung abgeholt. Außerdem hatte er aus seinen Beständen noch einen Stehbolzen eingepackt und kam mit der Kawa wieder zurück nach Usedom. Wir trafen uns dann in Karlshagen, wo wir zum Mittag eine Gaststätte in exponierter Lage...heißt direkt an der Straße am Bahnübergang ausgesucht hatten. Nachdem er eingetroffen und was gegessen hatte ging es zurück nach Peenemünde. Die bei mir verbauten Stehbolzen haben ein 8-Millimeter-Feingewinde...der von Bert mitgebrachte ein normales Gewinde M 10. Das war unsere Chance! Wir mussten nur noch das entsprechende Material besorgen. Glücklicherweise erhielten wir den Tipp, dass auf dem Flughafen Peenemünde der Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein auf der Strecke ist und dass die Jungs mit Werkzeug ausgestattet sind. Also ich als Sozius dorthin und den Jungens mein Problem geschildert. Keine halbe Minute später hatte ich einen Gewindeschneidkasten, Bremsenreiniger und Schraubenkleber in der Hand...danke an die Jungs vom PMV!
Mit einem Lächeln im Gesicht zurück zur Unterkunft...Marko und Bert hatte schon alles vorbereitet. Flugs das Gewinde geschnitten und dabei aufgepasst, dass keine Späne ins Kurbelgehäuse fallen und dann den Stehbolzen eingeklebt. Werkzeug und Kleber wieder zurückgebracht und alles wieder zusammengesetzt.
Dank des Einsatzes meiner Begleiter konnten wir dann zum Abendbrot nach Zinnowitz fahren und ich musste doch wieder die Füße an der Ampel runternehmen.
Sonntag ging es gegen halb zwölf wieder in Richtung Heimat...Geschwindigkeit zwischen 70 und 75 und bei Gegenwind oder Steigungen hab ich mich im Windschatten von Marko versteckt und bin gut wieder zu Hause angekommen. Anfangs hatte sich das zwischen den Kühlrippen hängende Öl noch über den Motor verteilt, am Ende war er weitestgehend trocken.
Danke an meine Jungs...Bert, Marko und Florian...und die Tour wird wiederholt...beim nächsten Mal mit Lumpensammler.
Gruß Jens