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Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 15:39
von clairenc
Sicher haben schon einige von meinem "Salto vorwärts"

auf der Rückfahrt von Danewitz gelesen.
Gestern kam die Awo per ADAC nach hause und ich forschte nach der Ursache der Schlauchplatzers.
Es war eine gebrochene Speiche, die durch das Felgenband in der Schlauch geschossen ist.
Die Speiche befand sich noch im Schlauch. Sie ist an der Kröpfung weggerissen.
Jetzt werde ich sämtliche Speichen rausnehmen und durch Edelstahlspeichen ersetzen.
Ich nehme an , diese Speichen sind zäher als die Verchromten.
Beim Drehen ist zumindest so.
Jemand sagte mal zu mir , durch das verchromen wird das Material spröde???
Ich weiß es nicht .....
Gruß clairenc

Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 16:27
von Bausoldat
Dann ist dir ja genau das passiert worüber ich mit Zweiradsteffen in Danewitz gesprochen habe. Steffen hatte mir erzählt, dass die Drehrichtung für solche Schäden entscheidend ist. Vielleicht führt er das hier noch mal näher aus.
Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 17:09
von speedvogt
Hi Clairenc ,
ich leide mit Dir , deinen Aufbaubericht habe ich noch bildlich vor mir ,hoffentlich bekommst du alles wieder so
schön hin wie Sie vor dem Abflug war . Das mit dem spröde werden der Speichen hat mit dem verchromen nichts
zu tun, da dabei das Gefüge der Speiche nicht verändert wird ,sondern nur eine Öberflächenveredlung stattfindet.
Das Problem ist die Qualität des verwendeten Stahldrahtes, und die Art wie die Abwinkelung (Kröpfung) des
Kopfes erfolgt .
Servus Micha
Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 17:23
von 425/T
Da wird wie schon geschrieben die Speiche in der falschen Richtung eingespeicht gewesen sein. Die Speiche die an der Kardanseite in Fahrtrichtung nach vorne zeigt, muß innen sitzen. Also der Kopf der Speiche soll außen sein.
Sonst setzt die gebrochene Speiche auf den Kardan auf und der Nippel bohrt sich in den Schlauch was zu einem schnellen Luftverlust führt.
Aber ob Edelstahlspeichen besser halten
Gruß 425/T
Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 17:24
von knallkraftmaschine
Hallo und hoffentlich ist dir nichts passiert bei deinem Abflug!
Zum Thema Chrom und Rissbildung heißt das Stichwort "Wasserstoffversprödung" und kann durchaus mit eine Schuld haben!
Es gibt dieses Problem ja schließlich auch z.B. an manchen regenerierten (aufgechromten) KW-Stümpfen, die bei unwuchtigen Lima-Anker brechen. Oder auch die beliebten gebrochenen Auspuffhalterungen.
Viele Grüße
Martin
Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 17:45
von Andreas1
425/T hat geschrieben:Da wird wie schon geschrieben die Speiche in der falschen Richtung eingespeicht gewesen sein. Die Speiche die an der Kardanseite in Fahrtrichtung nach vorne zeigt, muß innen sitzen. Also der Kopf der Speiche soll außen sein
Ich möchte nicht wissen, wie viele AWO-Fahrer jetzt in den Keller, den Schuppen oder die Garage flitzen, um festzustellen, dass die Räder falsch eingespeicht sind. Bei mir ist das vorn und hinten der Fall, obwohl ich mich beim Einspeichen nach den erkennbaren Abdrücken auf der Radnabe gerichtet habe. Vielleicht haben die früher von diesem "Geheimnis" noch gar nichts gewußt

.
Grüße von Andreas
Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 18:42
von feuereisen
Bei originalen Rädern und auch auf der Abb. im Ersatzteilkatalog sitzt die Radnabenseitig nach vorn zeigende Speiche wirklich innen - dh. der Kopf ist außen. Wäre / ist dies anders herum wandert die Speiche im Falle eines Bruches an der Kröpfung von der Radnabe seitlich weg, setzt auf dem Kardanhals auf und wird durch die Felge gedrückt - pffffft.
Ich kenne kein original belassenes Rad wo dies anders ist. So weit haben die Ingenieure auch damals schon gedacht....
schließlich haben die ja noch praktisch arbeiten und lernen müssen und nicht nur schöne Entwürfe und Versuche am Rechner gezeichnet so wie unsere gebachelorten Theoretiker heute....
Rad.jpg
Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 19:12
von Deleted User 141
@425/T & @ Feuereisen
DANKE! mal was Lehrreiches, anstatt Buchtgejammer

Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 19:40
von clairenc
425/T hat geschrieben:Da wird wie schon geschrieben die Speiche in der falschen Richtung eingespeicht gewesen sein. Die Speiche die an der Kardanseite in Fahrtrichtung nach vorne zeigt, muß innen sitzen. Also der Kopf der Speiche soll außen sein.
Sonst setzt die gebrochene Speiche auf den Kardan auf und der Nippel bohrt sich in den Schlauch was zu einem schnellen Luftverlust führt.
Aber ob Edelstahlspeichen besser halten
Gruß 425/T
Jawoll!! So war es, Bin gleich nach draussen geflitzt und hab Kontrolle gemacht.
Speichen sind verkehrt rum drin .
Auf dem Kardanrand war noch eine kleine Aufschlagstelle zu fühlen.
Kontrolliert eure Räder auf richtige Einspeichung!!!!
Nicht immer geht es so glimpflich ab wie bei mir!!
Ich hab mal ein altes Rad fotografiert , was ich noch zu stehen habe.
Dort sind die Speichen richtig drin.
Gruß clairenc

Re: Unfreiwilliger Abstieg
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 20:02
von wgg1960
Ihr könnt einen richtig unruhig machen. Aber als Anfänger Glück gehabt! Wieder etwas gelernt. Schön, dass Deine Bekanntschaft mit dem Straßengraben relativ glimpflich ausgegangen ist. Wäre doch schade um Deine schöne Sport, noch mehr um Deine Knochen!
Gruß Gert