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Kugellager in Übermaß?
Verfasst: So 1. Sep 2013, 19:22
von awouwe
Gibt es Kugellager mit Übermaß zum Beispiel das Lager 6206 im Hundertstellbereich? Uwe
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: So 1. Sep 2013, 19:36
von 425/T
Da die Lager genormt sind wird das nichts werden mit Übermaß. Da hilft nur die Welle wieder auf Maß bringen.
http://www.kugellager-direkt.de/informa ... pages_id=6
Gruß 425/T
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: So 1. Sep 2013, 20:21
von ullne
Hier eine Krücke, die wunderbar funktioniert:
Loctite "Fügen von Welle-Nabe-Verbindungen"
Such dir auf der Website von Loctite den passenden Kleber und werde ohne großen Aufwand glücklich!
Gruß, Uli
Pikt123_40.jpg
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: So 1. Sep 2013, 20:56
von awouwe
Mir geht es mehr um den Lagersitz im Gehäuse, also das Außenmaß! Uwe
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: So 1. Sep 2013, 21:20
von Roy
So ein Gehäuse hatte ich auch mal......
Da gibt es im Werkzeugbau so 0,01 / 0,015 /0,02 mm ....usw.... sogenannte Präzisionsfolien, also ganz dünne Bleche auf Rolle.
Einen Streifen abschneiden und um das Kugellager legen, sollte bloß nicht überlappen
Dann das Lager wie gewohnt einziehen und das Ding Sitzt.
http://www.hoffmann-tools.com/Messtechn ... iOxs3-ZmQA
Grüße
Roy
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: Mo 2. Sep 2013, 08:33
von Kuppengeist
Hallo Roy,
in meinem defekten Getriebe hat sich bei der Demontage gezeigt, dass sich ein Lager im Gehäuse dreht.
Fa. Ruck hat das dann den AussenØ aufkupfern lassen und das Lager wieder verwendet.
Soll ich fragen wie das zu bewerkstelligen ist ?? Aber sicher weiß das jede Galvanik auch.
Grüße Bernd
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: Mo 2. Sep 2013, 09:26
von Deleted User 141
Du kannst den Außenring auch "aufbrändeln"

. Passt dann wieder. Zwar sowjetisch, aber effektiv!
Frag ihn mal

!
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: Mo 2. Sep 2013, 10:06
von Roadrunner
Der hier schon erwähnte "Buchsen und Lagerkleber"
http://www.loctitesolutions.com/index.p ... ERID=30217 ist für dieses Problem wohl die optimalste Variante. Sitzt damit wieder bombenfest. Ist allerdings nur für lose , nicht für total ausgeschlagene Lagersitze verwendbar.
Zu DDR Zeiten hat man Lager am Außenring auch mit einer dünnen Schicht Weichlot überzogen um diese wieder zu festem Sitz zu bewegen.
Übermaßlager lassen sich auch herstellen ,sind aber dann immens teuer ,da diese extra angefertigt werden müssen.
Dabei werden Lager mit anderen Dimensionen am Außenring oder/und Innenring auf das passende Maß abgedreht.
Peters Bearing
http://www.peters-bearing.de/ bietet solche Lösungen an.
Ralf
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: Mo 2. Sep 2013, 10:07
von awouwe
Ja, der Willi hat mal zum Schraubertag meine KW aufgebrändelt! Allerdings muss ich sagen das ich die Lager für ein Motorrad anderer Marke benötige und an diesem Stück garantiert nichts sowjetisches gemacht wird! Bei der AWO wäre der Weg ein Tausch des Gehäuses. Das ist hier aus dem Grund des Nichtvorhandenseins eines solchen nicht möglich! Von daher muss eine ordentliche handwerkliche Lösung her! Uwe
Re: Kugellager in Übermaß?
Verfasst: Mo 2. Sep 2013, 21:24
von ullne
Die Loctite-Lösung scheint mir ideal für dein Problem.
Mir wurde diese Methode von einem erfahrenen Profi aus diesem Forum empfohlen. Ich habe meine Kurbelwellenlager so eingeklebt und fahre damit schon ein paar Jahre.
Man legt dazu das micht mehr stramm sitzende Lager in seinen Sitz und gibt einen Tropfen Loctite der 600er Reihe "Fügen von Welle-Nabe" (je nach Anwendungzweck, Spaltmaß) in die Spielpassung. Der Kleber zieht sich in den Spalt und das Lager sitzt. Man muß also nix mechanisch/russisch zerdengeln ...
Mit Hitze läßt sich die ganze Geschichte auch wieder demontieren.
Gruß, Uli