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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 00:40
von Bin Dabei
Hi Tobi, kannst Dein Buch starten! Vielleicht noch schicke Bilder dazu und ab dafür. Fände ich geil. Gibbet noch nicht und auf alle Fälle besser als "Veganes kochen zur Selbstfindung"

Grüßle

Achso, meine Geschichte im Zeitraffer

- geboren 01/66
- Awo im Stoye als Begleitfahrer 05/66 bis ca 06/73 (dann gabs nen Trabi)
- Stoye umgebaut als Lastenboot, ständig mit Bauabfällen vollschaufeln müssen und auf die Buddel transportiert bis 08/85
- Pause, weil NVA bis 03/87
- 04/87, ich wollte die AWO zum Chopper umbauen, Vaddi meint nur "Nööö"
- Nach mehrfachen Versuchen die AWO in meine Fänge zu bekommen hab ichs aufgegeben und nen P50 gekauft
- Die Wende

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 01:22
von Bin Dabei
(Die Aufmerksamkeit geht mit langen Texten flöten,deshalb geht das hier weiter)

- Meine erste eigene AWO 2001, ne Sport und dann später mit Velorex Beiwagen (habe ich Beides noch)
- 2006 stehen knapp 30 AWOs bei mir. Ich wollts meinem "Alten" wahrscheinlich zeigen
- 2019, es sind weniger geworden

Mein Vaddi hat seine (unsere) AWO auch noch. Und ich bin froh diese damals nicht zum Chopper Umbau bekommen zu haben.

Grüßle

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 17:26
von OBS
Auch ein sehr schönes und interessantes Thema, zu dem ich auch gern meinen Senf dazu geben möchte.

Vorweg: Das Kürzel "OBS" steht für Ostbock-Sympathisant. Weil gelernter Ossi.

Als die Grenze 1990 aufging habe ich einige Dinge aus meinem Elternhaus in Sachsen holen dürfen. Mit gehörigem Muffensausen, denn die Leute an den "Grenzübergängen" waren immer noch dieselbigen und trugen auch noch die gleichen Uniformen.
Unter diesen Dingen befand sich ein SR2 aus 1957, welcher meinem Großvater gehört hatte. Dieser hatte nie einen Führerschein gemacht und so war ich der erste der das jungfräuliche Fahrzeug als Kind und Jugendlicher damals schon bewegt hat.
Nun war er also in den gebrauchten Bundesländern angekommen. Was macht man damit? Richtig, aufarbeiten und wieder uff de Gass bringe.
Die Lunte war gelegt und ich infiziert von dem alten Geraffel.
Mein Vater fuhr als ich Kind war eine RT 125 und einen Berliner Roller. Also mussten diese Fahrzeuge wieder her.
Einen Schrotthaufen geholt und daraus wieder eine MZ RT 125/3 gemacht. Leider nicht aus 1957, sondern aus 1960.
1957 deshalb um Baujahrkonform zu bleiben, da mein Baujahr ebenfalls 1957 ist.
Berliner Roller sind mehrere durch meine Werkstatt gerollert. Habe mich aber immer wieder davon getrennt, weil das Baujahr nie stimmte. Geblieben ist ein SR56 Wiesel aus 1957.
Nun sollte natürlich noch ein 4-Takter aus DDR-Produktion her. Also eine EMW. Niemals eine AWO, weil mir der fragile Stahlrohrrahmen, der den riesigen Motorblock nebst Getriebe hält, nicht geheuer war. Das sieht bei der EMW/BMW schon etwas stimmiger aus. Nach jahrelanger Suche mit null Erfolg, weil die Schrotthaufen immer teurer wurden, habe ich aufgegeben.
2016 war ich dann in der Lausitz 2 Berliner abholen. Schrott und Kisten mit Teilen. Eine Übernachtung bei Tantchen in Leipzig war geplant. Im Internetz tauchte eine AWO 425 T in Teilen auf. Ganz in der Nähe. Auf dem Anhänger war noch Platz für paar Kisten, Kohle war auch noch etwas da, also bin ich hingefahren. Der Preis stimmte. Das Baujahr fast (1958). Also aufgeladen und mitgenommen.
Mittlerweile habe ich sie lieben gelernt, auch wenn sie mich sehr viel Nerven gekostet hat. Ich bin froh sie zu meinem Fuhrpark zählen zu können.
Zur Familie gehören noch ein Velosolex 1957, eine NSU Quickly 1957 und ein Skoda Felicia Cabrio 1960.
Ich besitze auch noch ein modernes Mopped. Eine Güllepumpe von 1979. Net lache.

Ich hoffe Ihr hattet Spass beim lesen.

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 18:13
von Anke
OBS hat geschrieben: Di 8. Jan 2019, 17:26 Vorweg: Das Kürzel "OBS" steht für Ostbock-Sympathisant. Weil gelernter Ossi.
Das haste jetzt aber selbst verbockt :roll: Ich wäre ja eher für Maibock...

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Di 8. Jan 2019, 22:13
von Roy
Bin Dabei hat geschrieben: Di 8. Jan 2019, 01:22 (Die Aufmerksamkeit geht mit langen Texten flöten,deshalb geht das hier weiter)

- Meine erste eigene AWO 2001, ne Sport und dann später mit Velorex Beiwagen (habe ich Beides noch)
- 2006 stehen knapp 30 AWOs bei mir. Ich wollts meinem "Alten" wahrscheinlich zeigen
- 2019, es sind weniger geworden

Mein Vaddi hat seine (unsere) AWO auch noch. Und ich bin froh diese damals nicht zum Chopper Umbau bekommen zu haben.

Grüßle
Den Beitrag habe ich gelesen.
Romane scrolle ich weiter.
Gruß an F...
Sch. Bin dabei... :!: ;-)

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Mi 9. Jan 2019, 03:30
von rocker
Hallo liebe AWO Gemeinde, allen noch ein gesundes neues Jahr!
Und hier ist meine Geschichte:

ich bin Bj. 62 und habe schon als Kind Awogeruch bei meinen Vater eingeatmet. Der hatte ein Sportgespann. In meinem Avatar sitze ich auf diesem.
Ein paar Jahre später, 1979 - ich war 17, holte ich mit meinem Vater meine erste eigene Sport AWO für 350 Ostmark, dazu zwei Ersatzreifen in Neusalza-Spremberg ab. Übern darauffolgenden Winter hatte ich Zeit, sie so herzurichten, wie es damals üblich war: ZT Scheinwerfer, Ikarus Rücklicht, gestutzte Kotflügel usw.
Im Mai 1980, zum 18. Geburtstag durfte ich dann endlich auch offiziell damit fahren.
Mitte der 80iger Jahre nun kommt die - Vielen aus diesem Forum - bekannte Geschichte: Familie und Kinder wurden wichtiger, dazu eine Stadtwohnung und keine Garage. Also habe ich schweren Herzens meine geliebte AWO 1985 verkauft.
Und – Eisbär hats‘s schon erwähnt- „… die AWO, einmal in einer Familie erschienen, tiefe Spuren und Geschehnisse hinterlässt… “ kam es dann auch 2009 bei mir wieder zurück.
Die Kinder waren aus dem (inzw. eigenem) Haus und ich fuhr nach einigen Überlegungen zum ehem. Klassenkameraden meines Vaters. Der hatte zu Ostzeiten eine AWO-Reparatur Werkstatt in Wehrsdorf, war schon längst im Ruhestand und lebte noch. Er erkannte mich wieder und ich äußerte meinen Wunsch, wieder mal eine eigene AWO besitzen zu wollen. Er will sich mal „umhorchen“, sagte er.
Ein halbes Jahr später hab ich ihn wieder beehrt. Da machte er mir den Vorschlag, eine (seid 1979) abgemeldete und in seiner Scheune stehende Sport wieder herzurichten, wenn ich möchte. Die sollte ursprünglich mal für ihn selber sein, aber wozu brauche er jetzt, mit fast 80 Jahren noch eine 2. AWO?
Ich willigte sofort ein und Pfingstsonntag 2010 habe ich sie zu mir nach Hause geholt. Sie ist Bj. 1961 und weitestgehend im Originalzustand. Ich fahre berufsbedingt nicht oft mit ihr (ca. 700km/Jahr) , aber wenn, dann immer mit einem breitem Grinsen im Gesicht.
So, das war mein Beitrag dazu.

Liebe Grüße Peter

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Mi 9. Jan 2019, 16:10
von steckkruemmer
[quote="Bin Dabei" post_id=160457 time=1546904457 user_id=6215]
Hi Tobi, kannst Dein Buch starten! Vielleicht noch schicke Bilder dazu und ab dafür. Fände ich geil. Gibbet noch nicht und auf alle Fälle besser als "Veganes kochen zur Selbstfindung"

Grüßle

Danke. Wird aber zu aufwendig, man braucht unter anderem die Einverständnisse aller Geschichtenschreiber.
Grüße Tobias

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Mi 9. Jan 2019, 16:18
von steckkruemmer
[/quote]
Den Beitrag habe ich gelesen.
Romane scrolle ich weiter.
Gruß an F...
Sch. Bin dabei... :!: ;-)
[/quote]

Roy.....???... :roll:

Es sind nur Kurzgeschichten und keine Romane, man muß sich halt nur die Zeit dafür nehmen.
Ein Roman steht für mich in` nem Buch, was wenigstens 60 mm stark ist und 2000 Seiten hat.
Dazu kommt, das Thema scheint ja doch viele Forumer zu interessieren. Schade dann immer, wenn solche Themen zerschrieben (zerredet) werden.

Grüße Tobias

PS.: Danke hiemit nochmals allen fleißigen Geschichtenschreibern!

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Mi 9. Jan 2019, 17:53
von boerdy61
Ich lese solche Kurzgeschichten immer sehr gern, oft mit nem Schmunzeln oder einem "Aha, das kenne ich." Dank an alle Schreiber und weiter so.

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Verfasst: Mi 9. Jan 2019, 18:17
von Meki
Moin,
ich finde die Geschichten sehr interessant und teilweise zum schmunzeln geschrieben.
In vielen Gegebenheiten wird man sich wieder finden.
Weiter schreiben. Es ist ein schönes Kurzweil.