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Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Sa 18. Dez 2021, 17:08
von Tekkx
Ich bin heute mal 'ne Runde um den Kirchturm gefahren...
Definitiv zu laut und zu "rockig". Klingt mehr so nach englischem Vorkriegsmodell.

Nun habe ich dort aber soviel (auch Geld) investiert, dass ich das Projekt nicht so einfach aufgeben möchte.
Ich warte mal auf Carstens Maße und vergleiche das mit meiner Konstruktion.

Peter: Ich hoffe, es ist Dir recht, wenn die "Besprechung" hier weitergeführt wird. Du hast das schließlich angezettelt. ;-)

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Sa 18. Dez 2021, 20:39
von krocki
hier mal ein Bild:
Bild
Die rechte Seite kommt in Richtung Endstück, die linke zum Konus des Auspuffs.
Das Siebrohr ist so lang wie das zylindrische Mittelteil des Auspuffs.
Das Ziel sollte sein, daß das Volumen vor und nach dem Siebrohr etwa gleich ist, das sind etwa je 0.6 l.
Deshalb ist das linke Prallblech ein Stück nach rechts geschoben, sonst ist das Volumen im Konus zu klein.
Das Maß hab ich jetzt nicht gefunden, lässt sich aber ausrechnen.
Das Siebrohr soll am rechten Prallblech nicht bis zum Auspuffende gehen, der Raum im Endstück muss wirken können.
Als Dämmmaterial um das Rohr hab ich Edelstahl-Putzschwämme genommen.

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: So 19. Dez 2021, 11:53
von krocki
noch was: die Gewindestange liegt mittig im Abgasstrom und dehnt sich aus, dadurch kann es zu Spalten zwischen den Teilen der Hülle kommen, das hört man dann deutlich. Ich habe unter die M8 Abschlussmuttern eine kurze steife Druckfeder gesetzt, die auf Block angezogen wird. So bleibt die Spannung erhalten, funktioniert bisher gut.

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: So 19. Dez 2021, 18:32
von Bastelpeter
Tekkx hat geschrieben: Sa 18. Dez 2021, 17:08 Ich bin heute mal 'ne Runde um den Kirchturm gefahren...
Definitiv zu laut und zu "rockig". Klingt mehr so nach englischem Vorkriegsmodell.

Nun habe ich dort aber soviel (auch Geld) investiert, dass ich das Projekt nicht so einfach aufgeben möchte.
Ich warte mal auf Carstens Maße und vergleiche das mit meiner Konstruktion.

Peter: Ich hoffe, es ist Dir recht, wenn die "Besprechung" hier weitergeführt wird. Du hast das schließlich angezettelt. ;-)
Na huch, das ist ja ein alter Fred! Natürlich ist mir das Recht, kein Problem. Ich habe meine Auspuff noch immer so wie ich ihn gebaut hab im Einsatz. Allerdings knallt da inzwischen ein 350er vom Uwe vorne in den Krümmer. Das macht das Gesamtpaket etwas lauter. Ich bin aber noch nicht einmal angehalten worden.

Bitte nicht die Abgase durch die Wolle leiten! Das verursacht u.U viel zu viel Gegendruck und lässt den Motor überhitzen. M.E. gehen 2 Dinge um die den Dämpfer leiser zu machen.
1. Ein dünneres Lochrohr. 42mm ist viel. Mein Lochrohr hat innen 36mm meine ich. Es gibt das Rohr auch noch dünner.
2. Bau dir einen DB-Eater, den du ggf. Vor der Endkappe auf die Gewindestange schraubst. Konstruktionen dafür findest du zu Hauf bei GOOGLE.

LG
Peter

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 10:54
von Bausoldat
Moin,
nun mal "mein Senf" hierzu. Mir persöhnlich gefallen dumpfe tiefe Töne besser als hohe schrille.
Ich möchte das meine AWO "bullert" und nicht "kreischt". Die Idee mit dem Absorbtionsdämpfern ist schon ganz gut dazu, die hohen Töne zu eliminieren. Die "richtigen Originaldämpfer" hatten ursprünglich eine Reihung von runden Blechen, die an einer Seite abgeschnitten waren und dann versetzt auf einer Stange angepunktet sind. Ich hoffe ihr versteht, was ich meine. Ich finde, die hatten den besten Klang (zumindest sagen das meine Kindheitserinnerungen) Ich habe an meiner Ratte einen leicht modifizierten Absobtionsdämpfer mit dessen Klang ich ganz zufrieden bin.
https://www.ebay.de/itm/363388999254?_t ... 101224.m-1
In der Mitte des Rohres ist eine gelochte Scheibe die ich mit einer großen Unterlegscheibe verschlossen habe, so dass die Gase nicht ungehindert durch strömen können.Dadurch wurde der Klang etwas leiser und dumpfer.
Als Dämmmaterial benutze ich gerne Edelstahltopfkratzer. Die haben den Vorteil, dass sie nicht verbrennen und sich auch nicht in Krümeln stückweise aus dem Auspuff verabschieden. Die handelsübliche Dämmwolle hält nach meinen Erfahrungen nicht so lange......


"DB-Eater" :roll: :lol: Wer isst denn die Deutsche Bahn? :::::n :::::cb

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 14:28
von Edeltuning
Bausoldat hat geschrieben: Mo 20. Dez 2021, 10:54
"DB-Eater" :roll: :lol: Wer isst denn die Deutsche Bahn? :::::n :::::cb
Herr Mitropa :?: Bild

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 19:49
von Fischbeck-elbe
ich nehme edelstahldrehspäne zum stopfen.halten ewig

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Mo 20. Dez 2021, 22:30
von clairenc

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Di 21. Dez 2021, 09:05
von speedvogt
Hallo,

Genau so.

Gruß Micha

Re: Auf dem Weg zum guten Ton

Verfasst: Di 21. Dez 2021, 10:30
von Tekkx
Hallo Leute.
Ich hatte nicht mit dieser Resonanz gerechnet. Nun bin ich echt froh, dieses alte Thema nochmal aufgewärmt zu haben. Vielen Dank für die Anteilnahme.

Zum Stopfen der Watte (fest oder locker) hat sich jedoch niemand geäußert. Ich werde also auch diesbezüglich experimentieren. Das ergibt dann - grob geschätzt - 2398 verschiedene Möglichkeiten: Querschnittverringerung mittels diverser Scheiben, Nachschalldämpfer (dB-Eater), Bohrungen am Eingang verschließen und verschiedene Dämmmaterialien.

Nun, da ich Dank Euch etliche Optionen zur Auswahl und auch zum Kombinieren habe, zeigt das Thermometer draußen blöderweise -4°C. Na gut. Das war zu erwarten. :)

Das ist mir zu kalt um draußen was zu bauen. Und meine Mühle steht nunmal draußen. Das gibt mir Zeit, in Ruhe abzuwägen. Ich werde meine Ergebnisse dann hier veröffentlichen.

Clarenc: Deine Maschine klingt exakt wie meine - soweit sich das auf diesem Wege vergleichen lässt. Man braucht kalibrierte Aufnahme- und Wiedergabetechnik für eine exakte Einschätzung.
Ich glaube dieses Video vor Monaten mal gesehen zu haben. Zusammen mit Peter bist Du also mitverantwortlich für meine Experimente ;)