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Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: So 5. Apr 2026, 19:53
von krachbumm425
Wer sich so eine NC-Batterie herrichten möchte, braucht dafür nicht unbedingt 21%ige Kalilauge. Man kann ersatzweise auch Natronlauge nehmen.
Was die Spannung angeht, sollte der Regler etwas höher eingestellt werden, da die NC-Zelle erst bei 1,6V Ladeschluss hat. Also 8V schaden hier nicht, für Blei wäre das zu viel!

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: So 5. Apr 2026, 21:59
von schmerztablette
Moin ,
würde heißen NiCd Batterien haben keinen Zellverschleiß?
Soweit richtig: KOH (Kaliumhydroxid) und NaOH (Natriumhydroxid) haben chemisch den fast gleichen Wirkungsgrad. Ersetzt man K durch Na hat man welchen Effekt?
Und wie misst man dann die Kapazität und Ladevorgänge incl. der Standfestigkeit der Batterie?
Wenn dem allen so wäre, bräuchten wir doch heute kein Gedöns um unsere gepriesenen E- Fahrzeuge und waren der Zeit in den 50 / 60er'n um Welten voraus.
Gruß Andre

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: So 5. Apr 2026, 22:09
von Uwe2001
schmerztablette hat geschrieben: So 5. Apr 2026, 21:59 .... und waren der Zeit in den 50 / 60er'n um Welten voraus.
sowieso , nur das sich darauf zb. die deutschen Autohersteller solange ausgeruht haben bis sie gemerkt haben das keiner mehr die überteuerten Autos kaufen will und China und Japan im technischen Bereich um Jahre voraus sind. Hatte mal bei Mercedes nach die 15 Jahresgarantie gefragt die ich momentan bei Toyota habe, die haben sich vor schreck gleich verschluckt :mrgreen:

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: Mo 6. Apr 2026, 08:57
von krachbumm425
schmerztablette hat geschrieben: So 5. Apr 2026, 21:59 würde heißen NiCd Batterien haben keinen Zellverschleiß?
Ersetzt man K durch Na hat man welchen Effekt?
Und wie misst man dann die Kapazität und Ladevorgänge incl. der Standfestigkeit der Batterie?
Man unterscheidet bei Akkus hinsichtlich der Alterung. Zum einen wird die zyklische Alterung (Lade-/Entladevorgänge) betrachtet und die kalendarische Alterung. Letztere ist bei NC fast nicht vorhanden. Daher kann man die auch zwischendurch unbenutzt einlagern und irgendwann wieder in Betrieb nehmen. Bei Blei unmöglich. Da tickt die Uhr der kalendarischen Alterung gnadenlos.
Mit Natronlauge hat man einen etwas schlechteren Wirkungsgrad (Verhältnis eingeladene Strommenge zu nutzbarer Strommenge). Das spielt aber in einem Kfz. eine untergeordnete Rolle.
Die Kapazität wird gemessen, in dem ein voll geladener Akku bis zur Entladeschlusspannung mit konstantem Strom entladen wird und daraus die entnommene Menge berechnet wird. So auch bei NC. Aber wozu der Aufwand?

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: Mo 6. Apr 2026, 20:19
von schmerztablette
Moin,
schöne und interessante Ausführungen. Meine Anmerkung wäre nur: Wenn sich einmal Sulfate gebildet haben kannste alles knicken bei der NiCd.
Denn die lassen sich nur sehr schwer lösen.
Warum weiß ich das? Wir waren in der Batterieindustrie der einzige Hersteller der Glanznickel und Strukturnickel auf 100-8µ Folien aufbringen konnte. Bäder und Elektroden sauber halten, war ne Riesen Sauerei.
VARTA und LG haben alle Projektversuche ins Nirvana laufen lassen. Ich sage heut noch ...----> Gott sei Dank.
Aber ich bin schon bei Dir. Zu was der Aufwand?
Gruß Andre

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: Mo 6. Apr 2026, 22:05
von krachbumm425
schmerztablette hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 20:19 Wenn sich einmal Sulfate gebildet haben kannste alles knicken bei der NiCd.
Das ist wohl eher ein Problem im Herstellungsprozess von gewickelten Zellen.
Wir reden hier ausschließlich von Taschenelektroden. Der NC wird ja ein Memory-Effekt angedichtet, welche aber eher bei den Sinter- und Wickelzellen eine Rolle spielt.
Um mal was schlechtes zu schreiben, NC-Zellen enthalten wirklich giftige Substanzen. Cadmium ist kein Spielzeug. Da diese Batterien nun aber bereits produziert sind, sollte man sie so lange wie möglich nutzen.

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: Di 7. Apr 2026, 10:06
von Schrauberdaddy
schmerztablette hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 20:19 Moin,
schöne und interessante Ausführungen. Meine Anmerkung wäre nur: Wenn sich einmal Sulfate gebildet haben kannste alles knicken bei der NiCd.
Denn die lassen sich nur sehr schwer lösen.
Warum weiß ich das? Wir waren in der Batterieindustrie der einzige Hersteller der Glanznickel und Strukturnickel auf 100-8µ Folien aufbringen konnte. Bäder und Elektroden sauber halten, war ne Riesen Sauerei.
VARTA und LG haben alle Projektversuche ins Nirvana laufen lassen. Ich sage heut noch ...----> Gott sei Dank.
Aber ich bin schon bei Dir. Zu was der Aufwand?
Gruß Andre
Nur zum besseren Verständnis: Wieso bilden sich bei NiCd Sulfate :?: Aber hier geht es ja tatsächlich um die alten NC-Sammler. Wurden "früher" aufgrund ihrer Robustheit in Grubenlampen eingesetzt. Die Handhabung war oder ist nat. eine Sauerei. Oberstes Gebot war die strikte Trennung aller entweder mit Bleiakkus oder NC-Akkus in Berührung kommenden "Gerätschaften" :!: Die NC-Akkus haben ein anderes Lade-/Entladeverhalten als Bleiakkus und einen höheren Innenwiderstand, u. a. auch 2V oder 1,2V Nennspannung pro Zelle. Auf Grund des Ri im Mobed auch nur mit Magnetzündung. Allerdings hatten die NC-Akkus einen erheblich höheren Pflegeaufwand. Da brauchte man nicht nur Aqua. dest. nachfüllen sondern die Kalilauge mußte "regelmäßig" gewechselt werden. Was auch die Sauerei beflügelt hat. Für die Grünen ist das heute nat. ein No-Go :shock:
Aber: Wenn man das penibel einhält ist der NC-Akku bei normaler Nutzung unkaputtbar. Und auch die als Ventil wirkenden Verschlussstopfen müssen absolut intakt sein. Gaaanz wichtig. Weil, es darf rückwärts keine Luft in die Zellen eindringen weil die Kalilauge mit dem Kohlendioxid der Luft regiert und das führt zum Verbrauch der Lauge => Wechsel.
Jetzt aber :::::nn

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: Di 7. Apr 2026, 19:14
von schmerztablette
Moin,
na nu ja. Bevor sich die Geister über CO², O², NI, Cd H², Na, K und Entstehung von Sulfaten streiten, lehne ich mich mal zurück. Leg die Bücher ins Regal und widme mich wieder meinem Beruf.
Chemiker, Periodensystem und all der Kladderradatsch sind eh Wissenschaften für sich. Genauso wie Physik.
Grüße Andre

Re: Oldtimerbatterie

Verfasst: Di 7. Apr 2026, 22:44
von Schrauberdaddy
schmerztablette hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 19:14 Moin,
na nu ja. Bevor sich die Geister über CO², O², NI, Cd H², Na, K und Entstehung von Sulfaten streiten, lehne ich mich mal zurück. Leg die Bücher ins Regal und widme mich wieder meinem Beruf.
Chemiker, Periodensystem und all der Kladderradatsch sind eh Wissenschaften für sich. Genauso wie Physik.
Grüße Andre
Wahrscheinlich alles Leerbücher :::::cb