Vorwort
Eins der größten Abenteuer meines bisherigen Lebens liegt nun nicht allzufern hinter mir und ich möchte mich bemühen, alles erlebte zeitnah festzuhalten.
Am wichtigsten ist, wieder zu Hause angekommen zu sein.
Ich habe oft in Gesprächen über mein Ziel berichtigen müßen; mein Ziel ist, zu Hause anzukommen, Wendepunkt ist das Nordkap. Damit ich die Strecke bewältigen und dieses Ziel erreichen konnte, mußten so einige technische, menschliche und organisatorische Hürden gemeistert werden. Darum möchte ich als erstes den Menschen danken, die mich unterstützt haben.
Meine liebe Anja für dein „Ja!“, das Wissen um dein Vertrauen und ALLES andere.
Lukas, Lina, Leni für eure Schutzengel und euer Durchhalten
Mutti, Vati für euren Zuspruch, das kritische Hinterfragen und die Untertützung von Anja während ich weg war
Margrit, Torsten für euren Zuspruch und die Übernahme der Feldarbeiten
Tine, Rüdiger für euren Zuspruch, der mir sehr wichtig war, wenn auch von fern
Daniel, Claudia für mehr als 13 maligen

technischen Support , die tolle Unterstützung bei Details der Reiseplanung und eine gute Freundschaft
Andre´ (Wroebe) fürs aktivieren des AWO – Virus

und eine gute Freundschaft
Rene´ (Mopedprinz) für herausragenden technischen Support, die Bereitstellung absolut standfester Antriebstechnik und viele dankend an- und aufgenommene Lektionen zu AWO - technischen Belangen, die wesentlich zum besseren Verständnis der Materie sowie zum Beginn einer neuen Freundschaft beigetragen haben
Romy, Nick für erneute und wiederholte ganz liebenswerte Aufnahme in eurem Haus, tiefenentspannende Stunden am Deich und dafür, ein paar der letzten Kilometer so toll zusammen fahren zu können
Ludvig Lindemann für eine kostenlose Übernachtung am mit Abstand schönsten Fleckchen Erde im Hallingdal und die so nette und selbstlose Bewirtung
Andreas, Conny für eine ganz tolle Bekanntschaft , einen Unterschlupf für die Nacht, lecker Essen und Trecker ( Fordson Dexta ) fahren
Reidar für eine kostenlose Übernachtung im Barbeque-Häuschen und nette Gespräche über die Landwirtschaft
Anny, Oddmund für die überaus nette Aufnahme (mit kostenloser Übernachtung) in ihrem Haus mit Gesprächen bis in die Nacht und die delikate Bewirtung,
Roland, Assar für die schnelle Hilfe und die fachgerechte Schweißarbeit am Beiwagen mit anschließender Verpflegung und den sehr netten Kontakt
nicht zuletzt den 2011er Deutschland - Tourern für die Inspiration und den Leuten vom Niederbarnimer AWO- Stammtisch für einen ganz besonderen Höhenpunkt der Reise noch kurz vor dem Ziel.
Auch alle anderen, die mich bestärkt und gute Worte für das Vorhaben gefunden haben sollen nicht vergessen sein!
Der Plan
Eine Reise zum Nordkap und natürlich zurück mit dem Motorrad zu unternehmen. Recht schnell wurde im Kopf „Eine Reise zum Nordkap mit der AWO“.
Erster Gadanke
Nach der gespannten Verfolgung der Deutschlandtour einiger AWO - Forumsmitglieder mit weit über 2000 km setzte sich der Gedanke, selbst einmal so eine lange Reise zu bewältigen fest und ließ mich nicht mehr los.
Nach dem 15. AWO - Treffen in Danewitz und dem Motorschaden bei der Heimreise stand einerseits sowieso eine komplette Motorregeneration an, andererseits hatten die Erzählungen der Langstreckenfahrer meine Gedanken noch mehr untermauert.
Es folgten längere Gespräche mit Anja, die dann Mitleid mit mir hatte und schließlich zustimmte, ( das werde ich dir nie vergessen ) sowie mit den Eltern ( evtl, „wiedermal“ ein Schock ) und Margrit und Torsten.
Beginn der Vorbereitungen
Erste, von mir etwas unbeholfene

Telefonate mit Rene´ „Mopedprinz“ Nawrath vom Trekker aus. Es geht um technische Machbarkeit allein, mit AWO und Beiwagen + Ersatzteile an Board.
Ergebnis : machbar !
Voraussetztung : Motor, Getriebe und Kardan instandgesetzt., Rest der Maschine in gutem technischen Zustand
Die Instandsetzung erfolgte durch Rene´.
Im September 2011 holten Anja und ich den Motor wieder ab.
Bei erster Probefahrt klemmte das Auslassventil . Nach Telefonat mit Rene´ lud ich die komplette AWO in den Espace und fuhr nach Reinsdorf. Er nahm sich fast einen ganzen Tag Zeit für mich und das ( sowie andere kleine ) Problemchem wurden behoben. Auf der Heimfahrt bei 170 ein Blitzer aber es kam zum Glück keine Strafe.
Es folgten 500 km Einfahrphase solo. Danach wurde der Seitenwagen angebaut.
Die letzte große Proberunde am 13.11.2011 führte mich erneut nach Reinsdorf. Die Beladung glich der im fertigen Reisezustand schon sehr ( Ersatzmotor, Werkzeug, warmer Tee usw. )
Start war 7:30 bei -2°C. Die von Anja „verschriebenen“ Klamotten bewährten sich bei -2 bis -5°C. Die Eiskruste am Brillenrand und Beiwagenreling blieb bis zur Ankunft zu Hause dran :-) . Schwachstelle: Füße ! Gefahren bin ich ca. 500 km mit Abstecher zum Wroebe. Das ganze bei ca. 4-5 l/100km Verbrauch und 70 bis 80 km/h Reisegeschwindigkeit ohne größere Anstrengungen und Sitzprobleme. So stelle ich mir reisen vor.
Der Ersatzmotor wurde nach und nach bei Daniel aufgebaut.
Zur Routenplanung entschloß ich mich nach Karte zu fahren. Per Hand wurden die Seiten ausgesucht, eingescannt, ausgedruckt und der Weg eingezeichnet und anschließend wasserdicht einlaminiert.
Das ganze war etwas mühsam aber ich fand es toll, sich in Gedanken schon mit der Strecke vertraut zu machen. Außerdem „ Navi? No way!
Ein weiteres Problem war, meine eigene Vorfreude im Zaum zu halten und nicht ständig nur davon zu erzählen. Also versuchte ich mich zurückzuhalten, um die anderen, besonders Anja und meiner Mutter nicht zu sehr zu nerven bzw. ängstigen. Das gelang manchmal glaube ich nicht so gut :-\
Mittlerweile ist auch das Zelt und die Isomatte, sowie einiges andere an Utensilien gekauft.
Bei den Arbeiten am Gespann stellten wir fest , daß einiges an den Rädern zu tun ist.: Beiwagen felge Schrott, Lack schlecht, Speichen problematisch. Daniel half ( wie so oft ) mit eine Felge aus. Die Lackierung übernahmen Friedrichs und es wurde sehr gut !
25.02.2012 Der Reservemotor gab die ersten Töne von sich.
26.02.2012 Ich habe das alte Reisetagebuch von unserer 2000er Norwegenfahrt mit dem Clio gefunden. Da kamen Erinnerungen hoch ! Zum Beispiel eine gewisse Bootsfahrt auf dem Eikefjord mit Heraitsantrag an Anja. Sie hat auch damals schon „Ja“ gesagt.
Jaja es wurde Zeit, für eine Wetterbesserung, damit ich mich durch Arbeit ablenken konnte und die Zeit schneller verging.
März 2012
Der Reservemotor hat sicher verschraubt im Beiwagen Platz genommen und zwar so, daß ich noch die Spitze des Boots mit Sachen füllen kann.
April 2012
07.04.2012 Ostersamstag mit Schneefällen.
14.04.2012 Endlich kamen die frisch eingespeichten Felge von Torsten Dietel an.
18.04.2012 Einau des Ersatzmotors. Dieser sprang sofort an, lief ruhig und fuhr gut. Bei abgebautem Beiwagen dauerte der Motorwechsel 1h45min. Seit die Räder neu und die Schrottfelge weg war, lief das Gespann sehr ruhig und ohne Vibrationen.
Nach 250 km stellten sich Probleme beim Reservemotor ein, die trotz mehrerer Versuche nicht beseitigt werden konnten.
Mai 2012
18.05.2012 Der „Retter“ naht. . Rene´ kam zu Besuch und wir stellten gemeinsam Zündung und Vergaser ein. Der Vergaser wurde komplett überholt. Probefahrt: läuft ! (na klar was sonst

)
Abends veranstalteten wir noch ein kleines Beschleunigungsrennen: Bernde´s Savage Cafe´ Racer gegen Rene´s ultimative Cross AWO . > Knapper Sieg für Bernde. Danach noch bis in die Nacht gesessen und gequatscht. Schön daß er sich die Zeit nahm.
19.05.2102 Schraubertag in Kamenz. Mit AWO fuhr ich hin und14:00 wieder zurück.
21.05.2012 Die Getriebeeingangswelle war leicht undicht geworden und so tauschte ich noch den WeDi-Ring als ich das Getriebe sowieso wegen dem Rücktausch der Motoren draußen hatte. Öle wurden auch gleich komplett gewechselt
25.05.2012 Es wurde langsam spannend. Ich packte alles zusammen...
Und los geht’s...
dirty old men need love too. - burt munro 1899-1978 -
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