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Re: Ölkreislauf

Verfasst: Di 1. Mär 2022, 02:00
von Edeltuning
Der Herr Maschinenbauingenör hatte sich gedacht, nimmst einfach mal höheres Lagerspiel C3, weil mein Motor über 25.000 U/min dreht und zwischen Innen- und Außenring größere Temperaturdifferenzen liegen. Weitwurfpassung ist immer besser, als mit unlegierten Einbereichsöl Festgehen. Bild >>> guggst du <<< :idea:

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Di 20. Sep 2022, 22:56
von Tekkx
mathiast2 hat geschrieben: Sa 26. Feb 2022, 19:57 (...)Und noch keine Idee wie ich die Nockenwelle heraus bekomme. Die Lager müssen getauscht werden.

Grüße Mathias
Ich wärme das mal auf, weil ich exakt an dieser Stelle fest hänge.
Das geht bestimmt irgendwie auch ohne diese Vorrichtungsglocke.
Vielen Dank schonmal.

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Di 20. Sep 2022, 23:29
von Edeltuning
Was fest hängt, wird auch ohne Glocke angewärmt oder geht was :?: :shock: :o :::::mm

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Mi 21. Sep 2022, 08:18
von AWO Scheune
Manchmal, funktioniert es, wenn das Gehäuse heiß genug ist, und Mann das sonst leere Gehäuse auf die Werkbank aufstaucht, das sie rausrutscht.
Oder vorsichtig mit einem vorn zusammengedrücktem Kupferrohr sie von oben durch den Zylinderdurchgang austreiben, natürlich auch vorher das Gehäuse gut anwärmen.
Bitte nicht das Gehäuse aus Richtung Kupplung anbohren, von diesen Dingern habe ich hier auch schon einige rumliegen.
Evtl. Giebt es aber auch jemand bei dir in der Nähe, der einen NW-Auszieher hat, und der sie dir ziehen würde.

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Mi 21. Sep 2022, 10:59
von Tekkx
AWO Scheune hat geschrieben: Mi 21. Sep 2022, 08:18 Manchmal, funktioniert es, wenn das Gehäuse heiß genug ist, und man das sonst leere Gehäuse auf die Werkbank aufstaucht, dass sie rausrutscht.
(...)
Danke. Das versuche ich, sobald ich die KW raus habe. Im Getriebe fällt einem das Lager der Zwischenwelle auch fast von selbst entgegen.

Im Moment leistet jedoch die Schwungscheibe noch Widerstand. Lösung im Anmarsch!

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Mi 21. Sep 2022, 11:31
von AWO Scheune
Bei der Schwungscheibe, hat es auch schon Funktioniert, vorrausgesetzt, ich wollte Welle und Lager nicht weiterverwenden.
2 Lange Gewindestangen 2 bis 3 Umdrehungen in die Gewindebohrungen der Scheibe eindrehen, oben 2 Vierkantrohre übers Gehäuse legen und mittels Muttern etwas die Scheibe auf Zug bringen.
Dan die Schwungscheibe um den Konus schnell und stark erhitzen, (nein das funktioniert nicht mit einer Heißluftpistole) und dann mit einem Großen Kupferstück und einem entsprechend Großen Hammer einen Prellschlag drauf geben.

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Mi 21. Sep 2022, 13:33
von Tekkx
Danke. Genau so mache ich das, sobald sich mein Bruder meldet. Der ist, was schweres Werkzeug betrifft, besser ausgestattet als ich ;-)

Wir schwoffen aber ab - das Thema hier lautet "Ölkreislauf".
Wie zwischen den Zeilen weiter oben schon durchschien: Ich habe einen kapitalen Motorschaden, dessen Ursache mit jedem Teil, das ich abschraube, unklarer wird. (Was/wem nützt es, wenn ich die Maschine wieder zusammennagele und das Problem bleibt?)

Ich glaube, das passt ganz gut hierher.

An einem heißen Tag mitten im August (und ziemlich in der Mitte von MV) lief mein Motor fest.
Öl war OK, sowie Qualität (M50) als auch Quantität.
Beim Öffnen der Maschine fanden sich im gesamten Motor feine bis feinste Messing- bzw. Bronzespäne. Auch oben auf der Kipphebelbrücke. Dort war auch alles schön ölig.
Ölpumpe lief also noch.
Die Kurbelwelle und die Steuerräder sehen jedoch so aus, als wären sie eine Weile trocken gelaufen. Der Ölfilterkäfig ist SAUBER. Kurioserweise klemmen keine Späne im Gitter.
Ölpumpe lief wohl nicht mehr.
In der Ölwanne hat sich etwa ein gehäufter Esslöffel Späne gesammelt. Alles feine Chips bis auf zwei "größere" Stücke, die an herausgefallene (Gold)Zahnplomben erinnern.

Das obere Pleuellager ist noch OK. Das untere hat sich wahrscheinlich aufgelöst, denn es hat nun etwa 1 bis 2 mm Höhenspiel auf dem Zapfen. Das wundert mich, denn im "Werner" steht, dass dies ein Nadellager sein soll. Den Spänen nach muss hier aber eine Bronzebuchse drin (gewesen) sein. Allein so ließe sich die Menge an Spänen erklären.

Die Späne oben im Zylinderkopf sagen mir, dass die Pumpe weiter gefördert hat, als sich das Lager bereits in Auflösung befand.
Wieso sind KW und Steuerräder trocken? Ich habe mehr als einen Liter M50 abgelassen.
Wie ist das Ritzel auf der Antriebswelle der Ölpumpe befestigt? Kann das "durchrutschen"?
Wieso ist der Ölfilter sauber?

Das kommt mir alles sehr merkwürdig vor. Vielleicht stehe ich auch bloß auf dem Schlauch.
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Re: Ölkreislauf

Verfasst: Mi 21. Sep 2022, 13:44
von flar
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Oder einfach einen Abzieher verwenden.

ralf

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Mi 21. Sep 2022, 14:20
von Jens425S
Da hast Du Dir aber ein seltsames Problem eingefangen!

Zum Ölkreislauf, bzw. mangelndem Öldruck habe ich meine Erfahrungen gemacht.
Das Problem hatte ich 2x.
Beim ersten Mal, war eine wirklich geringe Menge Dichtmasse in den Kanal zum Kopf geraten.
Beim 2. Mal war der Ölfilter nicht 100% dicht und ich habe Druck verloren (habe eine Ölfilteranlage).
- In beiden Fällen, hat sich das aber ganz schnell auf den Ventiltrieb ausgewirkt. Im ersten Fall war der Auslass-Kipphebel schwergängig und im zweiten, ist mir das Auslassventil fest gegangen.
- D.h. wenn die Pumpe nicht mehr, oder zu wenig fördert, oder der Druck nicht ausreicht, geht Dir ganz schnell etwas im Kopf fest. Kipphebel, oder Ventile, beide brauchen dringend kontinuierlich Öl, der mit ausreichend Druck auch oben ankommt.

Wieso Deine Steuerräder und/oder die Kurbelwelle trocken sind, lässt sich aus der Ferne nicht erklären. Vielleicht täuschst Du Dich aber auch nur, weil das heiße Öl, in dem Bereich schneller abläuft.

Metallische Späne, auch Alu, oder Messing Späne, sinken aber in der Ölwanne so schnell ab, dass es durchaus sein kann, das die Pumpe nur die aller kleinsten angesaugt hat. Die größeren aber zu Boden gesunken sind und Du darum nichts im Sieb finden konntest.
Das wäre zumindest meine Erklärung, denn das hatte ich auch schon. Nichts im Sieb, aber eine Menge Späne auf dem Boden, der Ölwanne.

Ich kann mir also durchaus vorstellen, dass sich bei Dir tatsächlich nur das untere Pleuellager "aufgelöst" hat.

Du hast zwar geschrieben, dass Dein Motor fest gelaufen ist. Aber was ist denn fest?
Das ober Pleuellager bewegt sich ja noch, hast Du geschrieben. Das untere hat sich aufgelöst.

Was klemmt denn?

Bei der AWO hatte ich das noch nicht, aber bei anderen Motoren (zu DDR Zeiten).
Ein fest gehendes Pleuellager kündigt sich anders an, als ein Kolben. Der Motor wird regelrecht faul, bevor das Lager fest geht. Und Du kannst (fast) nichts dagegen tun.
Da hilft auch nicht mehr Gas und weniger Last.

Wie hat sich das Problem angekündigt?

Re: Ölkreislauf

Verfasst: Mi 21. Sep 2022, 15:15
von Tekkx
Jens425S hat geschrieben: Mi 21. Sep 2022, 14:20 (...)
Ein fest gehendes Pleuellager kündigt sich anders an als ein Kolben. Der Motor wird regelrecht faul, bevor das Lager fest geht. Und Du kannst (fast) nichts dagegen tun.
Da hilft auch nicht mehr Gas und weniger Last.

Wie hat sich das Problem angekündigt?
Deine Beschreibung trifft es fast genau.
Ich fuhr so schön mit 85 Sachen gerade hin, als der Motor "immer schwerer ging". Ein paar Zehntel Sekunden lang dachte ich, es wäre ein Zündaussetzer. (hitzebedingt, dachte ich)
Sofort Kupplung gezogen und in einen Waldweg eingerollt. (Der Wald roch, als würde er beim kleinsten Pfurz in Flammen aufgehen.)
Auf einer schön sandigen Stelle abgestellt (ja keine Funken oder sowas hier machen!!!) und abkühlen lassen. Nach 20 Minuten vorsichtig mit "Kerze raus" probiert: Motor dreht sich!
Ölstand überprüft: Perfekt!
Kopf-Deckel abgeschraubt und Motor angelassen: Deutlich sichtbarer Ölaustritt an den Kipphebeln. Genau, wie es soll!
War wohl bloß zu heiß. (Es war wirklich richtig heiß an dem Tag)

Also noch ein Brötchen gegessen und die Mühle, inklusive Gepäck, wieder zusammengebaut.

Nach 50 Kilometern - diesmal aber zur Schonung der Maschine nur mit ca 70 Sachen - geht der Motor wieder schwer (genau wie Du, Jens, schreibst) und bevor ich die Kupplung ziehen kann (oder zeitgleich) klingelt es im Motor als würden zwei 12er Schrauben hart aneinander klappern und er steht.
Ich rolle zum Straßenrand auf den Radweg in Sicherheit.
Nun geht nix mehr. Das Ding ist rammelfest. Ich probier's, aus Angst irgendwas unwiderruflich zu zerstören, auch nicht weiter, sondern rufe den Pannendienst (Schutzbrief Sei Dank!)

Nach der Demontage (vier Wochen später zu Hause - das ist eine Geschichte für's Lagerfeuer) stellt sich heraus, dass das untere Pleuellager fest ist. Nach ein bisschen hin und her - Kolben und Zylinder sind schon ab - rappelt es sich los und der ganze Klapperatismus bewegt sich wieder, diesmal mit ordentlich Spiel in alle Richtungen.

Ich hatte noch nie eine Kurbelwelle auseinander (werde ich wohl auch nie machen): Kann es sein, dass die Nadeln käfiggeführt sind und sich der Käfig aufgelöst hat?
(Das aber nur nebenbei, denn es dient wohl kaum der Ursachenfindung.)