Seite 6 von 6
Re: Kupplungsscheibe
Verfasst: Do 13. Apr 2017, 01:06
von feuereisen
Fränky hat geschrieben:
Die Beläge sind auf ein gewelltes Mitnehmer-Federblech genietet
Genau das könnte ein Problem darstellen - so geben die Beläge beim auskuppeln ja erst einmal nach.
Wie dick ist die Scheibe im ausgebauten/entspannten und komprimierten Zustand (Differenz) und um wieviel mm hebt sich die Druckplatte beim betätigen der Kupplung...
Re: Kupplungsscheibe
Verfasst: Do 13. Apr 2017, 07:08
von Jens
Hallo,
ich hab die mal probiert. Hat aber nicht so richtig funktioniert. Hatte das Gefühl sie ist zu dick. Sie hat nicht richtig getrennt und beim Hebelziehen gab es immer ein schabendes Geräusch.
Gruß Jens
Re: Kupplungsscheibe
Verfasst: Do 13. Apr 2017, 10:08
von PdmAJ
Hallo,
ich habe ähnliche Kupplungen im Einsatz. In meiner Straßenmaschine funktioniert die Kupplung einwandfrei. In meinem Renner trennt die Kupplung, wenn der Motor warm wird, etwas schlechter (ist nur lästig beim Leerlauf einlegen, sonst funktionierts). In meinem Dirttracker funktioniert die Kupplung ebenfalls einwandfrei.
Dazu muss ich sagen, dass an den drei Maschinen jeweils verschiedene Armaturen verbaut sind, die zu unterschiedlichen Wegen am Ausrückhebel führen. Wie dem auch sei, der Hersteller der Kupplungen meinte selber, dass dieses federnde Element zwischen den Belägen zu Problemen führen kann, da der Ausrückweg an der AWO sehr gering ist. Ach so, die Armatur an der Straßenmaschine ist die spätere AWO-Armatur bzw. MZ-Armatur. An meinem Dirttracker habe ich die alten geschellten Originalarmaturen. Am Renner sind Armaturen von Yamaha (XT500) verbaut.
Wie gesagt die Kupplungen, die ich benutze, sehen etwas anders aus als die von franky abgebildete, gleichen sich aber vom Prinzip.
Grundsätzlich bin ich mit den Kupplungen sehr zufrieden.
Und noch was wichtiges! Wenn solche Kupplungsscheiben verbaut werden, müssen die Druckplatten zwingend gerichtet und plan geschliffen werden! Die originalen Platten sind immer krumm bzw. gewölbt (legt mal eine Feile oder Haarlineal über die Platten)! Wenn nun eine solche neue Kupplung mit absolut ebenen/parallelen Belägen mit solchen krummen Platten verbaut wird, trägt anfangs nur der äußere Rand der Platte. Evtl. legt sich der Rest der Platte durch den Federdruck auch noch an bzw. verwindet sich in diese Richtung (hypothetisch!). Auf jeden Fall wird dadurch der nötige Ausrückweg noch länger und die Wahrscheinlichkeit, dass die Kupplung nicht trennt oder nicht richtig schließt erhöht sich weiter!
Fazit: so ohne weiteres sind solche Kupplungen nicht zu verbauen. Man muss ein paar Sachen beachten bzw. vorbereiten. Und man muss offenbar auch das Glück haben, die richtige Kupplung zu erwischen.
Schöne Grüße, Alex.
Re: Kupplungsscheibe
Verfasst: Do 13. Apr 2017, 10:30
von Tuftufek
Hallo
In Polen, seit zwei Jahren sind sie genau diese Kupplungsscheiben getestet. Ich ging auf der Disc mehr als 20.000 Kilometer.
Grüße
Re: Kupplungsscheibe
Verfasst: Sa 15. Apr 2017, 23:46
von Fränky
Vielen Dank für Euren bishereigen Antworten !
Die Kupplungsscheibe ist unbelastet 8,2mm dick.
Wenn man sie unter Spannung setzt ist sie nur noch 7,7mm dick.
Das sind also schon mindestens 0,5mm Differenz !
Ja, das ist die Frage : Wie weit ist eigendlich der Arbeitsweg der Kupplung !
Ich habe dazu vorbei am Getriebe-Kupplungshebel den Weg des Kupplungs-Druckstück gemessen.
Da ich die alte originale T Hebel-Ausführung mit den Schellen verbaut habe, ergibt sich bei meiner ein Kupplungs-Arbeitsweg von unglaublichen 1 bis 1,2mm !
Habt Ihr andere Ergebnisse ?
Wenn die Ferderkraft der Kupplungsdruckfedern nur minimal unterschiedlich sind und die Kupplungs-Gleitflächen nicht absolut plan sind, brauchen wir uns auch nicht wundern, dass die Kupplung nicht trennt !!!