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Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 11:25
von strahler
das in Summe maximal empfohlene Spiel zwischen den Zahnrädern steht in den späteren Reparaturhandbüchern und wird dann über die Dicke der Anlaufscheiben eingestellt.
Thomas

Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 11:37
von Schorsch
Ja, habe ich gehört. Maximal 0,1. aber um das zu testen muss man ja das Getriebe zuschrauben. Macht es da Sinn die alten Lager etwas aufzureiben, um sich das Spielchen etwas zu erleichtern?

Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 11:52
von strahler
wenn das Getriebe zu ist, kann man schlecht messen. Besser ein Lineal oder etwas anderes gerades auf die Dichtflächen legen und dann mit einer Fühllehre messen. Es ist glaube ich ein Bereich angegeben und es kommt auch nicht aufs Hundertstel an.

Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 22:46
von Tekkx
strahler hat geschrieben: Fr 26. Jun 2026, 11:25 das in Summe maximal empfohlene Spiel zwischen den Zahnrädern steht in den späteren Reparaturhandbüchern und wird dann über die Dicke der Anlaufscheiben eingestellt.
Thomas
Scheint aber trotzdem ein Geheimnis zu sein. Oder weißt Du es nicht?

Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Sa 27. Jun 2026, 00:00
von Schorsch
Ich versuche da mal für mich am einfachsten vorzugehen. Erstmal die Wellen zwischen den Lagern mit einem minimalen spiel positionieren. Das wird wohl am einfachsten sein. Was dann zwischen den Rädern für ein Spiel ist, kann ich vermutlich wenig beeinflussen. Fakt ist das meine Breite Schaltklaue an der linken Nase ein 10tel abgearbeitet ist.

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Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Sa 27. Jun 2026, 00:44
von Edeltuning
Schorsch hat geschrieben: Sa 27. Jun 2026, 00:00 Ich versuche da mal für mich am einfachsten vorzugehen. Erstmal die Wellen zwischen den Lagern mit einem minimalen spiel positionieren. Das wird wohl am einfachsten sein. Was dann zwischen den Rädern für ein Spiel ist, kann ich vermutlich wenig beeinflussen. Fakt ist das meine Breite Schaltklaue an der linken Nase ein 10tel abgearbeitet ist.

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Für an dieser Stelle starken - mechanischen Belastung ist die Ölqualität unzureichend gewesen. :idea:

Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Mo 29. Jun 2026, 20:16
von Schorsch
Nachdem ich mir meine alten Lager etwas ab und ausgeschliffen habe, konnte ich mir ziemlich gut die fehlende Dicke der Scheiben ermessen. Antriebswelle zu Kardan brauche ich eine Scheibe 17x28x1,0 und Schaltwelle 17x28x0,5 und 20x28x0,75
Sicherlich gibt es noch viele Kombination, 20er Scheiben habe ich in mehreren Stärken und auch einzeln gefunden. 17er aber nicht.
Kann da jemand behilflich sein?
Über die Reihenfolge beim Zusammenbau habe ich aber noch keinen Plan.
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Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Mo 29. Jun 2026, 20:29
von LarsDD
Das liegt daran das 17x28 kein DIN Maß für Ausgleichsscheiben ist. Da gibt es nur 17x24. Aber am Kupplungskorb der Simson S51 gibt es ebenfalls Anlaufscheiben mit 17x28. Die sind bei so ziemlich jedem Simson Teilehändler zu bekommen. Jedoch als kleinstes nur mit 1,0 Stärke. Entweder gehen die 17x24 oder man müsste eine 17x28x1 auf die gewünschten 0,5 Dicke schleifen. Die Anlaufscheiben für die Simson sind nicht aus Edelstahl. Somit könnte man die mit einem Magnettisch auf einer Schleifmaschine auf Maß bringen.


Aber es stellt sich natürlich die grundsätzliche Frage. Ist es nur eine Ausgleichs- oder Anlaufscheibe. Letztere sollte ja gehärtet sein, damit sie auch möglichst lang der mechanischen Beanspruchung standhalten kann und auf Maß bleibt. Dann wäre ein erneutes Härten nach dem schleifen von Nöten.

Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Mo 29. Jun 2026, 22:54
von Schorsch
Danke. Aber dann wird es wohl mit 20er Scheiben auch gehen müssen.
Kenne zwar nicht den Herstellungsprozess von DIN Scheiben, aber ob die nach dem Stanzen nochmal gehärtet werden? denke aber das ein nachschleifen die Güte nicht verändert.

Re: Getriebe öffnen

Verfasst: Di 30. Jun 2026, 01:27
von LarsDD
Ausgleichsscheiben oder häufig auch einfach als Passscheiben nach DIN 988, sind meist ungehärtete Stahl- oder Edelstahlscheiben welche für einen statischen Ausgleich gedacht sind. Also zum Beispiel das axiale Spiel einer Welle über die Außenringe der entsprechenden Lager, welche sich dann während des Betriebes überhaupt nicht oder wenn dann nur sehr langsam drehen und dabei kaum axiale Kräfte aufnehmen müssen auszugleichen. Edelstahl neigt dann beim Verlust der Schmierung auch noch zum Fressen (Kaltverschweißen). Ich hatte derweil vorhin mal in den Ersatzteilkatalog der Sporti geschaut. Auf der Getriebeausgangswelle sind nach meinem Verständnis mehrere Anlaufscheiben die großen Drehzahlunterschieden an den Losrädern unterliegen. Hier wären für eine Langlebigkeit meines Erachtens gehärtet Anlaufscheiben notwendig. Ich gebe aber ganz offen zu, ich selbst habe bisher kein AWO Getriebe selbst revidiert und möchte das erste auch genau als solchen Gründen machen lassen. Es bedarf dann doch genaues Verständnis wie das Getriebe im Detail funktioniert um es haltbar und gut funktionierend hin zu bekommen, obwohl die Räder zum Teil schon erheblichen Verschleiß aufweisen. Das braucht Zeit und ist unter umständen mit Misserfolgen verbunden.