Awo 425 Sport - Awo 425 Touren Reparaturanleitungen, Tipps und Tricks zum Simson AWO Motorrad. Auch zum Thema AWO 425 Gespann, Farbcodes, Vergaser Probleme, Zündkerzen, Motor und Getriebe bei der AWO Touren und Sport.
Mich erinnert die Sache aber an eine Begebenheit aus den 70iger Jahren, wo allen Ernstes von einem speziellen Mitbürger vorgeschlagen wurde, unter Nutzung eines amerikanischen Patentes, beim Lo 3000 (Robur mit Bezinmotor) gezielt Wasser mit einzuspritzen, um auf diese Weise Kraftstoff zu sparen und mehr Leistung zu generieren. Molekülaustausch nannte sich das glaube ich. Angeblich hätte der Mann das damals auch ausprobiert und "nachgewiese".
Der tatsächliche Nachweis wurde dann durch entsprechend angesetzte Testreihen erbracht. Das Ergebnis war ernüchternd.
Der Motor brauchte mehr Kraftstoff, weil er Energie für die Verdampfung des Wassers brauchte. Damit ging natürlich auch die Leistung runter.
Schon damals dachte ich: Wie müssen einige sein?
Wassereinspritzung ist aktuell wieder im kommen!! Bosch hat zusammen mit BMW ein System entwickelt was gerade bei Hochleistungsmotoren noch ein paar Pferde extra aktiviert! Hier wird es aber hauptsächlich zum kühlen des Bremmraums genutzt. Gab es auch schon im Krieg bei Flugmotoren- nannte sich damals MW50- Wasser Methanol Gemisch. Da wurden im Luftkampf bei Vollast innerhalb von weniger Minuten 50l mit durch die Zylinder gepumpt ansonsten hätte der Motor das nicht überstanden. Hubraumtechnisch ist das aber eine andere Liga- 36+
Grüße
Ja- man kann ohne AWO leben- aber es lohnt nicht...
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das Konzept mit der Wassereinspritzung ist gar nicht mal so neu. Hab ein Vergaserbuch in dem schon diese Methode beschrieben wird. Ist aus den 60er Jahren.
Gruß Ekki
Awo T Gespann BJ 60, AWO T mit MT16 Motor BJ55, Shikra BJ 98
Awofahrerrinnen und Awofahrer sind immer willkommen bei mir in Schönbrunn
Edelherb hat geschrieben: Do 28. Mär 2019, 19:32
Was ich aber machen werde:
Mein Vater ist KFZ-Meister, trotz seines Alters völlig klar im Kopf, der hat sich seinerzeit eine werksneue AWO gekauft, und ist 3 Jahre und 20000km damit gefahren. Völlig zuverlässig und problemlos, wie er sagte.
Den werde ich morgen mal fragen, wie das damals mit dem Öl beim Einfahren gehandhabt wurde. Und was er so zu berichten hat.
Das werde ich euch noch wissen lassen, wenn es Sinn macht, ansonsten ist ja alles geschrieben.
Hallo!
Ich habe meinen Vater gerade mal dazu befragt:
Der hat also 1953 in Zwickau bei Audi gelernt, und bis zur Rente als KFZ-Schlosser und Meister gearbeitet. Hat sehr viel Erfahrung, er hat die ersten Jahre überwiegend im LKW-Bereich gearbeitet.
Also vom "Obenöl" und der Obenschmierung hat der noch nie etwas gehört, und es bei seiner Awo logischerweise auch nicht benutzt. Er hat das schon verstanden, als ich ihm das erklärt habe, kannte das aber eben nicht.
Sagte noch, die AWO war absolut zuverlässig, in den 20 000 km war nichts kaputt. Er hat alle 5000 km das Öl gewechselt, und musste auch zwischendurch nichts nachfüllen.
Wenn historischen Vätern allgemeines Kulturgut aus jener Zeit nicht bekannt ist, zeigt nur, daß eben selbst KFZ Meister nicht alles wissen und Forenuser bedeutend schlauer sind.
Ja, genau so;-) Ich habe auf das Bild mit der Flasche Obenschmieröl gewartet:-) Warst schneller als ich-sonst hätte ich heute ein Foto aus meinem Schrank eingestellt; -)
Grüße an alle und nutzt das angekündigte schöne Wetter heute- Gute Fahrt
Edeltuning hat geschrieben: Sa 30. Mär 2019, 03:44
Wenn historischen Vätern allgemeines Kulturgut aus jener Zeit nicht bekannt ist, zeigt nur, daß eben selbst KFZ Meister nicht alles wissen und Forenuser bedeutend schlauer sind.
Ja dieses Zeug ist mir auch noch geläufig ... ohje - bin ich wirklich schon so alt?
Naja, alles was ich darüber weiß, dass zu keinem Zeitpunkt ein positiver Effekt nachweisbar war - jedenfalls ist mir nie was zu Ohren gekommen bei all den Diskussionen darüber. Vielmehr wurde die verstärkte Ablagerung von Ölkohle kritisiert. Und auch eine Leistungssteigerung gab es auch nicht ... ist ja klar - das Zeug musste ja mit verbrandt werden und hochoktaniges Öl kenne ich nicht.
Der springende Pkt war immer und hauptsächlich die Schmierung der Ventilschäfte. Allein mit einer Schleuderschmierung durch die Kurbelwelle war das nicht gut zu erreichen. Erst mit der Kombination aus Schleuder- und Druck-Umlauf-Schmierung waren die Ventielschäfte hinreichend schmierbar.
Naja, das Vorhandensein solcher Flaschen mit den alten Ölen löst jedenfalls bei mir ein breites Grinsen aus.
Beste Grüße
Norbert
Die Obenschmierung hatte vermutlich einen Sinn. Ob die aber half, ist fraglich. Mein Vater (geb. 1895) empfahl mir, nach jedem Tanken für 10 Pfennig 10 ml rotes Obenschmieröl in den Tank kippen zu lassen (Anfang der Sechziger Jahre, jawoll). Der Sinn ist wohl der, dass die Auslassführung durch das unverbrannte Öl vom Anfang des Krümmers her durch den Gasdruck sozusagen von unten geschmiert wird. Ansonsten erfährt der Auslass kaum eine Schmierung (daher der häufige Wechsel der Führungen und der geriefte Ventilschaft), denn der Auspuffgasdruck drückt von unten her gegen das Öl, dass von der Ventilkammer in die Führung gelangen will. Ist die Führung erst mal ausgeschlagen, gelingt mit den Gasen neben CO2 natürlich auch Wasserdampf in die Ventilkammer und lässt die Federn rosten, wenn man nicht aufpasst. Erstes Zeichen sind Wassertropfen im Deckel. (Woher kommt denn bloß das Wasser??). Später rosten die Kurbelwellenlager, der Kobenbolzen (!!) die Steuerräder usw. Alles gehabt, weil im Laufe der Jahrzehnte auch Stillstandszeiten dabei waren. Dann zieht sich der Ölfilm zurück, und das Wasser kann arbeiten.
Peter.
Das kommt auf deinen Motor und seine Bedürfnisse an, kurz um je niedriger er verdichtet ist, um so minderwertigere Klingelbrühe köntest du drin verfeuern.