Hallo Leute,
ich freue mich über Euch, daß Ihr mit mir über den Sachverhalt tüftelt.
(euphemistische Umschreibung der invalidierenden Umgebung durch schonungslosen Sachbezug ohne Rücksicht auf meine steigende Depression resultierend aus dem Haufen Schrott)
Etwas
Vorgeschichte hatte ich vor Wochen bereits geschrieben (ich bin mit meiner Awo nicht der Schnellste):
Man sieht, daß Öl ausgetreten war und dem unklug begegnet wurde.
Die Betriebsanleitung schreibt vor:
"Um den Eintritt von Schmieröl in die Hinterradbremse sicher zu vermeiden, ist außerdem noch zusätzlich ein Ölschleuderring auf der Hinterradnabe angebracht, der das Lecköl in einen
Fangraum leitet, von wo aus es durch eine
kleine Bohrung ins Freie geführt wird, so daß auf keinen Fall eine Beeinträchtigung der Bremswirkung erfolgen kann."
Leider waren die dafür vorgesehenen Kanäle zu, der Simmerring nicht dicht, der Fangraum zerstört.
Weiter schreiben sie: "Ritzel und Tellerrad sind sehr hoch beanspruchte Bauteile des Motorrades. Sie verlangen bei der Fertigung größte Genauigkeit und setzen in der Montage ebenfalls Sorgfalt und genaue Kenntnis der Wirkungsweise voraus.
Von größter Wichtigkeit ist dabei die richtige Einstellung des Tragbildes. Diese erfolgt unter Verwendung von entsprechenden Prüf- und Einstellvorrichtungen. Die AWO-Vertragswerkstätten erhalten vom Herstellerwerk zur einwandfreien Ausführung von Reparaturen, Auswechseln von Ritzeln und Tellerrädern usw. die erforderlichen Anweisungen.
Es wird deshalb unbedingt empfohlen, Arbeiten am Hinterradantrieb nur vom Werk oder von einer anerkannten Vertragswerkstatt ausführen zu lassen."
Das Material hätte länger gehalten, wenn die Ratschläge eingehalten worden wären. Aber selbst ist man nicht frei von Fehlern.
Eine plausible Erklärung (vom bewanderten Bekannten) bezüglich der Karies möchte ich kundtun:
Man hat sicher versucht, mit Fett dem Ölnebel ein Schnippchen zu schlagen. Das würde die Ölkohle, welche minderwertige Schmierstoffe mit sich bringen, erklären. Fett hält die Drücke und Temperaturen nicht stand. Bei Hypoidantrieben

entsteht als Folge der Achsversetzung auch eine für Zahnräder unerwünschte Gleitbewegung zusätzlich zur Abwälzbewegung der Zähne. Dies stellt erhöhte Anforderungen an die Materialqualität und erfordert in der Regel Getriebeöl mit speziellen Additiven (
Hypoidöle) zur Schmierung. So wählt man
Getriebeöl der Leistungsklasse GL-5 der API-Klassifikation.
Wenn jedoch der gewünschte Schmierstoff fehlt, dann steigt die Reibung und in Folge die Temperaturen, weshalb es zum Verkohlen des minderwertigen Stoffs und zu Ausbrüchen im Stahl kommen kann.
Mal sehen, was sich noch ergibt. Gelegentlich meint es das Schicksal mal gut.