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Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Di 20. Mai 2014, 23:07
von zweiradsteffen
Hallo !
Hast du bei der Regenerierung des Motors auch einen neuen Drehschieber verbaut?
Lief dieser spielfrei in der Buchse?
Hast du darauf geachtet, das der Drehschieber richtig eingebaut wurde?
Dieser sollte sich öffnen, wenn der Kolben eine Abwärtsbewegung macht.
Manche Steuerräder haben nur ein Loch für die Aufnahme der Drehschiebers.
Deshalb muss man eine Nase des Drehschiebers abschneiden.
Zu viel Öl im Motorgehäuse oder zu dünnes Öl verwendet?
Es gibt viele Gründe die man nacheinander ausschließen muss.
Gruß der Zweiradsteffen!

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Mo 26. Mai 2014, 19:58
von Steppenwolf
Hallo,

also bis jetzt hatte ich das Problem nicht wieder. Ich habe den Motor nicht selbst überholt. Demnächst wird es mir aber beigebracht. Ich hoffe dann gehen ein paar mehr Lichter auf. Jetzt ist erstmal Kardan und Getriebe dran.
Vor kurzen habe ich Ölwechsel gemacht aber eigentlich bin ich mir sicher, dass ich nicht zu viel eingefüllt habe (Addinol M50). Demnächst wollte ich mir mal ein Manometer zulegen um die Kompression zu messen kann ich den Drehschieber auch so überprüfen?

Gruß

Sven

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Di 27. Mai 2014, 20:32
von zweiradsteffen
Hallo!
Den Drehschieber kannst du nicht mit einem Manometer prüfen.
Am einfachsten ist es wenn der Motor läuft und du einfach mal deinen Handrücken unter das Entlüfterloch bzw. Entlüfterröhrchen hältst, dann solltest du ein rhythmisches pusten merken.
Wenn das so ist, dann sollte dein Drehschieber funktionieren.
Um es aber genau zu kontrollieren, musst du den Magnetzünder heraus nehmen.
Wenn nun der Kolben eine Abwärtsbewegung macht, sollte der Drehschieber sein Fenster öffnen.
Soll heißen - das die Aussparung im Drehschieber das Loch zur Entlüftung sichtbar macht.
Der Motor ist in Fahrtrichtung gesehen ein Linksläufer.
Nachteil dieser Aktion ist, dass die Zündung neu eingestellt werden muss.
Anleitung beachten!
Ein Viertakter hat zwei OT´s aber nur einer ist der richtige zum Zündung einstellen.
Gruß der Zweiradsteffen!

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Mi 28. Mai 2014, 20:15
von yvonnchen
Wieviel Öl kommt denn raus?

Über ein-zwei kleine Tropfen oder ein Film auf der Ölwanne würde ich mir keine Gedanken machen. Wie zuvor beschrieben wird das Motorgehäuse entlüftet, in dem sich bedingt durch die heißen Temperaturen und Umdrehungen Ölnebel befindet der mit dem Röhrchen nach außen geht.
Deshalb werden bei jüngeren Motoren diese Gase direkt wieder in den Ansaugkanal des Motors geleitet um da zu verschwinden :)

Grüße,
Christian

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Mi 28. Mai 2014, 21:50
von Kulbel
Aha!
Also hat die EMW R35 einen "jungen" Motor?
MfG Alf :lol:

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Mi 4. Jun 2014, 21:15
von Steppenwolf
Hallo,

@ Zweiradsteffen Danke für deinen Beitrag, TOP erklärt!
Ich behalte das Problem im Auge Christian. In letzter Zeit hatte ich keine Probleme mehr damit.
Es war auch nicht viel und jetzt scheint alles Dicht zu sein.
Wir werden sehen. Falls das Problem nochmal auftritt werde ich den Drehschieber überprüfen.

Gruß

Sven

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Do 5. Jun 2014, 12:30
von inge
Andreas1 hat geschrieben:Hallo, also das Entlüfterröhrchen heißt tatsächlich so, weil darüber nur entlüftet wird, nicht etwa Luft in den Motor gezogen wird. Das ist nicht möglich, weil der Entlüftungskanal durch den Entlüfter nur geöffnet wird, wenn sich der Kolben nach unten bewegt. Sonst ist der Kanal immer geschlossen, kann also keine Luft ziehen. Diese Erklärung eines befreundeten AWO-Experten klingt für mich so logisch, dass ich demnächst den Luftschieber wechseln werde. Der muß sich ziemlich stramm in der Luftschieberbuchse drehen. Macht nur ein "bischen viel" Arbeit, weil man den Motor ausbauen muß, um das Elektrikgehäuse abziehen zu können.
Grüße von Andreas1
Na ja bei mir ist das anders, mein Drehschieber öffnet erst wenn der Kolben schon längst in der Abwärtsbewegung ist und schließt weit nach UT. Das bedeutet das der Motor dadurch "atmen" kann, aus-ein usw. Ob dadurch ein Unterdruck entsteht weiß ich nicht aber wenn man den Ölmeßstab zieht ist es ja logisch das der Motor über diese Öffnung "atmet". Und stramm sollte der Drehschieber sicher auch nicht laufen, wenn man neue kauft bekommt man u.U. welche die nicht mal in eine originale Laufbuchse passen. :!: Wie Rene sagt, ein bischen Spiel darf schon sein.

Gruß Inge

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Do 5. Jun 2014, 13:08
von Ralfe
Genau dann stellt sich mir die Frage , muß ich den Drehschieber auch in heißem Öl vorbehandeln ,wie die Telegabelbuchsen??? :?: :?:

Re: Woher kommt der Überdruck im Motor ?

Verfasst: Do 5. Jun 2014, 21:15
von scania2008
Ralfe hat geschrieben:Genau dann stellt sich mir die Frage , muß ich den Drehschieber auch in heißem Öl vorbehandeln ,wie die Telegabelbuchsen??? :?: :?:
Schaden kann es nicht.Wird ja eh beim ersten mal fahren heiß,also lieber vorher machen.
Gruß Jens