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Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Di 11. Mai 2010, 20:45
von krachbumm425
akkon2002 hat geschrieben:Eben daß wollte ich ansprechen. :D Die AWO verbrennt wenn alles ok ist, kein Öl.
ich glaube das wissen 99% der hier registrierten user.
außerdem steht zweifelsfrei fest, dass die awo von "ottodeutscher" nicht in ordnung ist. oder mit deinen worten
akkon2002 hat geschrieben:Ansonsten ist was faul im System. :D
im system was faul ist.

solche 360° diskussionen helfen niemandem :evil:
wenn du ein problem mit meinen beiträgen hast, dann per pn!

soviel offtopic von einem mod :?
nun besser wieder zurück zum thema.

gruß uwe

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Mi 12. Mai 2010, 10:57
von _JR_
Hallo Leute,

so mach ich das immer...Voraussetztung ist der Motor ist i.O., die Zündung stimmt (Magnet, Stecker, Kontakt,Kabel, Kerze)
Luftfilter ist sauber und eingeölt ( und angebaut natürlich auch ) ;)
Zum Vergaser: der Schwimmerstand sollte stimmen ( siehe Betriebsanleitung ) aber dazu gehen hier die Meinungen auseinander...
Die Dichtung am Düsenstock sollte möglichst dünn sein ( Erfahrungswert, ich nehme keine bei mir ist der Sitz OK )
Der Vergaser kann fast überall Nebenluft ziehen, deshalb sollten auch die Überwurfmutter und der Vergaserdeckel und auch die Gewinde für Bowdenzugaufnahme und Stellschraube in gutem Zustand sein
An der Schieberanschlagschraube des Flachschiebervergasers zwischen Vergasergehäuse und Kontermutter setze ich zusätzlich einen Dichtring.
Flanschdichtung und Krümmerdichtung setze ich voraus.
Das der Motor nicht richtig hochdreht mus nicht sein. ( so schlecht sind die Originalvergaser nicht ) Allerdings wenn man Ihn innerhalb einer 10tel Sekunde aufreißt mus man sich nicht wundern wenn er sich verschluckt.
Wie Wroebe schon sagt, wenn durch drehen der Leerlaufluftschraube nichts mehr passiert ist der Schieber hinüber.
Und wie Du sagst das er bei fetterer Nadeleinstellung gut hochdreht sagt doch schon das er zu wenig Sprit oder zu viel Luft bekommt.
Wenn Du Standgas an der Luftschraube einstellst und den Punkt der höchsten Drehzahl gefunden hast, Stellung merken.
Probiere jetzt mal den Gashahn schlagartig aufzureißen. Er wird sich verschlucken!
Durch verdrehen der Leerlaufluftschraube wird sich die Gasannahme verändern in Deinem Fall nehme ich an in Richtung "Fett".
Ich rede hier von maximal einer halben Umdrehung der Schraube in Richtung Fett oder Mager.
Wenn es darüber hinaus geht probiere eine andere Leerlaufdüse.
Dann ist probieren angesagt. ( ich habe eine 40 iger )

Ach so, der Motor sollte zum Vergaser einstellen warm sein nicht, nur so ein wenig rumgetukkert sondern Betriebswarm gefahren werden.

Trotzdem denke ich das Du noch irgend ein anderes Problem hast, denn mit der Veränderung der Nadelstellung um nur eine Kerbe ist so ein Sprung zwischen zu mager und zu fett nicht normal.
Ich hoffe auf Verbesserungsvorschläge meiner Einstellungsmethode ;)

Gruß Jan.

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Mi 12. Mai 2010, 15:43
von ottodeutscher
Echt super wie ihr euch hier reinhängt. Immerhin sind solche Informationen die ihr hier preis gibt absolut Gold wert. ;,;


Am Montag führe ich ein Vollgutachten an dem Motorrad durch. Direkt danach probiere dann erstmal die Tips von Jan aus.

Ich berichte dann am Dienstag ! :D

Danke :?

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Mi 12. Mai 2010, 18:40
von ingolf425
Wenn der ottodeutscher auch mal was näheres zu seinem Wohnort schreiben würde,könnte vielleicht jemand aus der Nähe helfen.Aber diese Angst vor den AWO-Vertretern,die einem dann das Haus einrennen ist ja anscheinend weit verbreitet.Viele Dinge sind mit Ferndiagnose eben nicht zu klären! gruss Ingolf

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Fr 21. Mai 2010, 13:22
von ottodeutscher
Hallo alle Zusammen,

also ich benötige weiterhin eure Hilfe. :(

Zur Erinnerung: Meine Kerze war immer total verrust, so sehr das die Awo sogar ausging nach ca 5-10 km.
Ich verstellte die Nadel eine Stufe in Richtung mager. Jetzt hatte ich das Problem das ich beim schlagartigen Gas geben keine Verbrennung hatte wegen zu mageren Gemisch. Wenn ich normal Gas gebe ist alles i.O.

Am Montag hatte ich nun erstmal ein Vollgutachten machen lassen und sie zugelassen. Jetzt konnte ich auch mal richtig weit und schnell fahren ohne eine grüne Angst im Rücken :|

Ich musste leider feststellen das die NGK Kerze immer noch verrust. Diesmal riss die Kerze nach 40-60 km den A.... hoch ! Hinzufügen muss ich das die letzte Kerze, vor Nadelverstellung auf mager, eine 225 Isolator war.

Zu 80 % bin ich mir sicher das ich beim Ölwechsel bis auf max. aufgefüllt hatte. Jetzt nach ca insgesamt 80-100 km fahrt liegt der Ölstand fast 1cm darunter. Normal ??? (Castrol Classic)

Außerdem springt die Awo kalt immernoch schlecht an. Ich muss wirklich 10 mal tupfen das sie anspringt. Wenn ich nur 3,4 mal tupfe und nach 10 mal kicken dier Kerze rausdrehe ist die total trocken. komisch !

Ich habe jetzt schon alle Kerzen ausprobiert 175 220 240 NGK alle verrusen. Ob ihr es glaubt oder nicht aber ein einziges Mal hatte ich nach 10 km Fahrt mit der 225 Isolator Kerze ein rehbraunes Abbild. Aber nur einmal. Verhexte Karre !

Zu der Leistung:
Ich habe ja keine Ahnung wie stark 12 Ps 4Takt aus den 50er Jahren sind. Aber es gibt kein Auto was nicht besser beschleunigt. In den letzten Gang brauche ich nicht schalten weil Sie dann wieder langsamer wird, das Drehmoment reicht einfach nicht mehr. Wie schnell ich fahre kann ich auch nicht sagen, weil mein Tacho nicht richtig anzeigt. Bei gefühlten 70-80 kmh zeigt der Tacho 45 kmh an. :roll:

fast vergessen ! Ich habe im Standgas an der Standgasschraube gedreht und eine halbe Umdrehung verdreht wie Jens schrieb. Die Drehzahl hat sich verändert. Ist der Vergaser also Dicht?

Ich glaube ich muss wahrscheinlich eher ne Werkstatt aufsuchen... das ist wohl ein bisschen umfangreich oder? :)

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Fr 21. Mai 2010, 14:29
von Sport-Lu
Hallo!

Mensch Berliner,du lebst doch fast am Nabel der AWO-Welt.Schon mal was vom Niederbarnimer-AWO-Stammtisch gehört?Dort kann dir sicher jemand helfen.
Nochmal zum Thema:Wie gehts eigentlich deiner Zündung??Unterbrecherabstand und -zustand,Kondensator mal neu gemacht,Zündkabel,Kerzenstecker neu??Vergaserprobleme sind oft Zündungsprobleme.Und Umgekehrt.
Die NGK B6HS (oder Vergleichstyp)gehört in deine Touren.Besorge die mehrere neue Kerzen und probiere den Kaltstart nochmal.Wenns mit der neuen Kerze funktioniert bist du schon einen Schritt weiter.Kerzen verschleissen und gehen kaputt,manche wenn sie nur einmal verrusst waren.
Du hast geschrieben,daß die Kompression gut sei.Woher weisst du das???Hast du das gemessen??Um die 8bar sollten da bei warmen Motor schon da sein.Wenn Kolben und Zylinder fertig sind säuft die Karre Öl und die Kerze ist rußig.Kommt dir das bekannt vor?Du solltest die Hinweise auch ernst nehmen bzw.abarbeiten und hier Meldung machen.Ansonsten ist das für alle Helfer wie ein Blick in die Glaskugel.
Super Beschleunigung wirst du mit der AWO nicht erleben,aber ab 50 im 4.Gang sollte sie schon beschleunigen.Ist aber eigentlich zu untertourig.
Das der Motor auf das Drehen der Leerlaufluftschraube reagiert hat ist schonmal ein gutes Zeichen.
Und nun frisch ans Werk.Und weiter fragen.


Gruss Jörn! :mrgreen:

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Fr 21. Mai 2010, 16:23
von ottodeutscher
Ok...

ich werde zur Sicherheit erstmal die Kompression und Zündung überprüfen.

Allerdings hatte ich den Motor ja überholt und eingestellt in chemnitz gekauft. Die Werkstatt beschäftigt sich seit 25 J. mit nichts anderem.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ;;;;;;;;;

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Fr 21. Mai 2010, 17:39
von rockabilly17
Hi,

und nochmal was zum Vergaser, die Möglichkeit einer guten Eintellung ist in Abhängigkeit vom Verschleiß der beweglichen Teile und Düsen mitunter nicht immer gegeben. Wenn das ne alte Gurke ist, würds sowiso nüscht. Da würd ich die 80 Euro in die Hand nehmen und einen beim Heyne machen lassen. Dann kann man auch besser Ursachenforschung machen.

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Fr 21. Mai 2010, 19:41
von _JR_
Hi,

also der Motor wurde gemacht, Dein Ölverbrauch würde mich aber stutzig machen, das behalt mal im Auge.
Wurde auch der Vergaser gemacht? Wenn ja was ? Wenn dort was verändert wurde gibt`s Rätselraten.
Vielleicht ist nur ne falsche Nadel drin?
Ist der Schieber richtig rum?
Lässt Dein Benzinhahn genug Sprit durch?

"fast vergessen ! Ich habe im Standgas an der Standgasschraube gedreht und eine halbe Umdrehung verdreht wie Jens schrieb. Die Drehzahl hat sich verändert. Ist der Vergaser also Dicht?"
Wenn das die Leerlaufluftschraube war, sieht das gut aus.

Kerzen verrußen auch wenn der Magnet nicht richtig funktioniert.


Mein Tip wäre, schließe Dich mal mit dem AWO-Stammtisch kurz, vielleicht findet sich dort jemand, oder jemand dort kennt jemanden,
der Dir mal zu Probezwecken einen funktionierenden Vergaser und auch mal einen funktionierenden Magneten ausborgt und sich Deine AWO mal ansieht.
Wenn`s der Vergaser ist, ab damit zu Heyne.

In Berlin is doch nich wi uff`n Dorf, da jibts doch noch mehr AWO-Fahrer.
;-)

Gruß Jan.

Re: Optimale Vergasereinstellung

Verfasst: Di 25. Mai 2010, 15:51
von ottodeutscher
Und da bin ich wieder!!! ;;;;;

ich benutze die Zündkerze NGK B6HS wie mir oben auch schon vorgeschlagen wurde. Natürlich Nagelneu!
Trotzdem war die wieder tot( sporadisch ohne Onkel Funke).
Der Kondensator, das Zündkabel+Stecker sind Nagelneu. Das ist bei mir übrigens ein zusammenhängendes Teil.
Die Kompression habe ich gemessen und ist ebenfalls in Ordnung. 8-)

sehr interessiert mich was Jan erwähnt hat. Das der Magnet nicht richtig funktionieren könnte.
Dazu bräuchte ich allerdings einen Computer der mir die Zündzeitpunktverschiebung nach spät anzeigt oder? :!:

Dann denke ich, ist vielleicht was mit den Ventilen nicht i.O. ?? Könnt doch auch sein oder?
Gibt es sowas wie eine Ventilschaftdichtung? Also ich meine sozusagen das der Ventilsitz i.O. ist (kompression war ja super) aber der Schaft Öl durchlässt.

Wie prüf ich das? :idea:

Mein Flachschiebervergaser habe ich nicht machen lassen. Den hatte ich von einen netten Herrn der mehrere Awo´s besitzt bei ebay ersteigert. Er hatte den wohl aus einer bestens funktionierenden Awo ausgebaut, nochmals gereinigt und mir übergeben. Tja.... naja, trotzdem könnt er mich verarscht haben... hmm :evil:


Muss man den machen lassen vom Fachmann oder kann ich den auch mit so ein Verschleissteilreparatursatz erneuern? :geek:


Achso... Jan, der Schieber ist 100% richtig montiert.