Verölte Bremsbacken Hinten

Tipps und Tricks von und für jedermann / Nachbauaktionen
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krachbumm425
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Re: Verölte Bremsbacken Hinten

Beitrag von krachbumm425 »

willi425S hat geschrieben:Ich denke, es kommt sicher auf die Öl/Fettmenge an die dort eingerieben wurde, wenn die Bremse mal länger benutzt wurde (auf einer Bergstrecke in dem Nachbarland mit Ö.... o.Ä.) fängt das Öl/Fett immer an zu auszuschwitzen.
Neue Beläge für wenig Geld, passend zur Trommel, Anbieter haben wir schon öfters hier gehabt, dann klappt es auch mit einer Notbremsung ;)
genau das ist auch meine meinung.
das reinigen der oberfläche ist eine grenzwertige sache und funktioniert im hiesigen flachland ganz gut.
aber wehe ich brauche die bremse mal richtig und dauerhaft.
evtl. funktioniert das mit dem auskochen, hab ich noch nicht probiert.
also wenn es darauf ankommt, dann NEU.

gruß uwe
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Friedel

Re: Verölte Bremsbacken Hinten

Beitrag von Friedel »

Hatte das gleiche Problem, konnte es aber folgendermaßen beheben:

1. Die sichtbare Ablauföffnung reinigen, danach den Dichtring B55*70, DIN 6503 rausnehmen und die zweite Ablauföffnung hinter dem Dichtring auch reinigen. Neuen Dichtring einsetzen.

2. Aus dem Kardan die alten verharzten Ölreste rausspülen. Ich weiß, dass es hier im Forum kritische Meinungen dazu gibt. Anfangs war ich auch der Ansicht, dass ich den Kardan besser auseinander bauen sollte um ihn gründlich zu reinigen. Hab meinen Kardan deswegen Peter von Peters Oldtimergarage in Berlin vorgelegt. Der riet mir von der Demontage ab. Kardan wäre so gut, da steht das Risiko, nur zum Zwecke der Reinigung diese Prozedur durchzuführen und den Kardan damit evtl. zu beschädigen, nicht im Verhältnis zum erwarteten Nutzen. Deswegen nach etwas Standzeit bei kaltem Kardan, so dass sich das Öl gesetzt hat, in Einbauposition zunächst bei geöffneter Ölablaßschraube Benzin durch die Einfüllöffnung laufen lassen um das flüssige Öl restlos auszuspülen. Danach Schraube unten rein und weniger als 0,1 l Benzin einfüllen und mindestens 2 Stunden stehen lassen. Danach ausspülen und so oft wiederholen, bis das herauslaufende Benzin keinen Dreck mehr mit rausspült. Wenn das nicht funktioniert, kann man den Kardan immer noch auseinander bauen. Einen Versuch ist es allemal wert!

3. Die Bremsbeläge reinigen. Auch wenn hier Experten anderer Meinung sind, es funktioniert logischerweise. Auch wenn das Öl in die tiefsten Ecken der porösen Struktur vorgedrungen ist, so kriecht das Lösungssmittel mindestens noch ein Stück tiefer. In Aceton bzw Benzin kochen ist ideal, die anderen Vorschläge mit Waschmittel und anderen Fettlösern funktionieren bestimmt auch, da sie demselben Prinzip folgen. Hauptsache man nimmt irgendwas mit entfettender Wirkung und kocht die Beläge paar Stunden aus. Dabei zwischendurch mehrfach die Flüssigkeit wechseln und die Dinger sind wie neu. Man sollte nur daran denken, dass bei Waschmitteln in aller Regel Zusätze enthalten sind, die eventuell nachteilig wirken können (Weichspüler, Duftstoffe, Zaubermittel um Farben intensiver zu machen usw.) Wer das anders sieht, kann natürlich auch neue Bremsbeläge kaufen.

4. Einbauen, den Bremsnocken mit original DDR-Ceritol fetten, in den Kardan Öl+Mathy einfüllen und dann ab die Post!

Gruß Friedel
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