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Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Mo 22. Apr 2019, 00:06
von Edelherb
Hi!
Ich sage mal, aus meiner Erfahrung,
du kanst zwar den Abstand grösser machen,
das leistet die Zündspule. Besonders wenn es so eine fette Hochleistungszündspule vom Trabi ist.
Das wird nicht schaden, und vielleicht dem Motor unter ungünstigen Umständen besser anspringen lassen.
Aber zwingend machen musst Du es nicht.
Und was mir noch dazu einfällt:
Pass bei solchen Prüfstandsläufen auf die Gleichstrom-Lima auf:
Bei mir selbst ist vermutlich schon dadurch die Lima abgeraucht, und bei einem Freund hab ich auch schon gesehen, wie der Regelwiderstand abgeraucht ist. Obwohl alle Kabel ab waren.
Mach lieber die Kohlen raus.
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Mo 22. Apr 2019, 08:03
von Kulbel
Naja !
Ziehe mal den Kerzenstecker bei laufenden Motor .
Zuerst mit Zündmagnet dann mit Zündspule .
Danach ist klar was mit mehr Bums gemeint ist .
Gruß Alf

Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Di 23. Apr 2019, 10:47
von Roadrunner
Mehr Bums heißt eine höhere Zündenergie . Bei der Elektrik gibt es halt noch mehr Größen als die Spannung , welche in Volt angegeben wird. Damit ist HIER nur die Betriebsspannung gemeint und diese gibt im allgemeinen keine Auskunft über die Zündenergie. Die Zündenergie ergibt sich aus der Zündspannung und dem Zündstrom. Dabei ist die Wichtigste Kenngröße die Zündspannung welche in KV angegeben wird und welche desto grösser ist umso mehr Windungen die Hochspannungsspule hat und wie groß das , von der Primärwicklung erzeugte, Magnetfeld ist. Letzteres ist wieder abhängig von der Windungszahl und dem Querschnitt der Primärwicklung. Da im Magnetzünder nur begrenzter Raum für die Zündspule ist , wird diese klein und mit recht geringer Leistung gefertigt werden müssen. Eine externe Spule kann größer und damit Leistungsmäßig besser gefertigt werden.
Auch bei externen Spulen gibt es daher Unterschiede .
https://www.google.de/search?q=z%C3%BCn ... 24&bih=639
sacaso hat geschrieben: So 21. Apr 2019, 14:50
Aber warum muss der Abstand größer sein, damit würde sie nur langsam laufen fast vorm absterben...
WOHER hast Du denn diese Weisheit
Der Motor würde Dir höchstens ausgehen , wenn die Drehzahl zu gering ist einen Zündfunken zu generieren . Das passiert NUR bei Zündmagneten , deren Zündenergie bei niedriger Drehzahl schwach ist und deshalb auch ein kleiner Elektrodenabstand an der Kerze benötigt wird , damit der Funke überhaupt erzeugt werden kann. Ein kleiner Elektrodenabstand bedeutet aber auch größere Gefahr von Brückenbildung und schlechteres Freibrennen der Elektrode.
Daher nimmt man größere Elektrodenabstände bei externen Zündspulen . Umso größer , desto Leistungsfähiger die Zündanlagen sind.
Daher gilt : Magnetzünder 0,4-0,5 mm
Batteriezündanlagen : 0,6-0,7 mm
Hochleistungszündanlagen : 0,8-0,9 mm
Ralf
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Di 23. Apr 2019, 11:41
von thomas
Wo würdest Du eine Powerdynamo Anlage einordnen abstandsmäßig?
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Di 23. Apr 2019, 12:31
von psilie
Hallo Thomas.
Für Fragen zu Powerdynamo und Kerzen hat der ehemalige Betreiber extra eine Hilfeseite erstellt. Ist das nicht toll!! :-)
https://www.powerdynamo.de/deu/kb/plugs.htm
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Di 23. Apr 2019, 13:42
von thomas
Ja das ist toll......aber man kann ja auch mal eine andere Meinung hören.
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Di 23. Apr 2019, 22:57
von sacaso
Roadrunner hat geschrieben: Di 23. Apr 2019, 10:47
Mehr Bums heißt eine höhere Zündenergie . Bei der Elektrik gibt es halt noch mehr Größen als die Spannung , welche in Volt angegeben wird. Damit ist HIER nur die Betriebsspannung gemeint und diese gibt im allgemeinen keine Auskunft über die Zündenergie. Die Zündenergie ergibt sich aus der Zündspannung und dem Zündstrom. Dabei ist die Wichtigste Kenngröße die Zündspannung welche in KV angegeben wird und welche desto grösser ist umso mehr Windungen die Hochspannungsspule hat und wie groß das , von der Primärwicklung erzeugte, Magnetfeld ist. Letzteres ist wieder abhängig von der Windungszahl und dem Querschnitt der Primärwicklung. Da im Magnetzünder nur begrenzter Raum für die Zündspule ist , wird diese klein und mit recht geringer Leistung gefertigt werden müssen. Eine externe Spule kann größer und damit Leistungsmäßig besser gefertigt werden.
Auch bei externen Spulen gibt es daher Unterschiede .
https://www.google.de/search?q=z%C3%BCn ... 24&bih=639
sacaso hat geschrieben: So 21. Apr 2019, 14:50
Aber warum muss der Abstand größer sein, damit würde sie nur langsam laufen fast vorm absterben...
WOHER hast Du denn diese Weisheit
Der Motor würde Dir höchstens ausgehen , wenn die Drehzahl zu gering ist einen Zündfunken zu generieren . Das passiert NUR bei Zündmagneten , deren Zündenergie bei niedriger Drehzahl schwach ist und deshalb auch ein kleiner Elektrodenabstand an der Kerze benötigt wird , damit der Funke überhaupt erzeugt werden kann. Ein kleiner Elektrodenabstand bedeutet aber auch größere Gefahr von Brückenbildung und schlechteres Freibrennen der Elektrode.
Daher nimmt man größere Elektrodenabstände bei externen Zündspulen . Umso größer , desto Leistungsfähiger die Zündanlagen sind.
Daher gilt : Magnetzünder 0,4-0,5 mm
Batteriezündanlagen : 0,6-0,7 mm
Hochleistungszündanlagen : 0,8-0,9 mm
Ralf
Hallo Ralf,
Besten Dank für die Ausführung....
VG
Sascha
Re: Frage zur Batteriezündung
Verfasst: Mi 24. Apr 2019, 09:09
von Roadrunner
thomas hat geschrieben: Di 23. Apr 2019, 11:41
Wo würdest Du eine Powerdynamo Anlage einordnen abstandsmäßig?
Schau Dir einfach mal die Größe der Zündspule an , dann beantwortet sich die Frage eigentlich selbst.
Vorteil bei der Powerdynamo, eine eigene Versorgungsspule im Schwungmagnetsystem und kein mech. Zündkontakt.
Ist ähnlich wie bei vielen Mopeds mit aussenliegender Zündspule. Bleibt aber ein Magnetzünder.
Ralf