Servus zusammen,
es mag sein, dass es an manchen Gehäusen geht mit dem Laserschweißen.
Ich habe es jedoch bei zwei (wirklich ansonsten sehr fähigen) Firmen versuchen lassen und beide mussten passen mit exakt dem gleichen Resultat.
Beide sagten, dass wohl der Bleigehalt zu hoch sei und dieses beim Aufschmelzen Kügelchen bildet.
Also habe ich nun doch einen Versuch gewagt am echten Gehäuse mit dem Reibelot!
So sah der Riss aus.
Habe diesen dann relativ großzügig ausgeschliffen und gebürstet.
Und dann ebenso großzügig wieder mit dem TMP 260 Lot aufgefüllt!
Und bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Ergebniss.
Zur Vorgehensweise sei folgendes gesagt:
- unbedingt alles
gründlichst entfetten und direkt vor Beginn
alles frisch anschleifen! Auch den Lötdraht mit Schleifleinen abziehen und reinigen!
- auch wenn dem Set ein Fläschchen Flussmittel beiliegt; geht es
ohne deutlich besser, dass eine Bindung entsteht.
- Nicht wie man es sonst beim Löten gewohnt ist, den Draht am Werkstück abschmelzen lassen, sondern direkt nach einer gewissen Vorwärmezeit ein kleines Stück Draht in die Kerbe legen und das Grundmaterial nun GAAANZ vorsichtig und gleichmäßig weiter erwärmen und während dessen immer wieder mit einer ebenfalls erwärmten, scharfen Klinge in der Kerbe rumkrazen, bis überall eine Bindung entsteht.
- dann, wenn alles noch flüssig ist das ganze Lot abwischen, da es nun ziemlich sicher teils verbrannt und verdreckt sein wird
- soweit abkühlen lassen, dass man wieder leicht drüberbürsten und überschleifen kann um alles wieder sauber zu machen
- dann alles wieder GAAANZ langsam heiß machen und nun kann man den Draht direkt am Werkstück abschmelzen lassen und es kommt direkt zu einer Bindung und man kann ordentlich Material aufbauen und mit etwas Geschick die Temperatur genau so halten, dass man das Lot gut "modellieren" kann.
Ich möchte allerdings nicht verschweigen, dass auf der Planseite des Flansches wohl ein paar mal ganz kurz die Flamme zu lange stand und das Grundmaterial dort ganz kleine Blasen geworfen hat.
Und auch etwas Verzug ist in den Flansch gekommen, so dass ca. 0,25mm überdreht werden musste!
Also ganz ungefährlich ist die Sache nicht... An dünnerem Material, wie z.B. der Schieberbohrung oder der Überwurfmutter würde ich das keinesfalls versuchen!
Nun bleibt also noch abzuwarten, ob es auch wirklich (lange) hält...
Viele Grüße
Martin