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Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Mo 27. Okt 2025, 21:23
von steppe
Wenn ich hier immer lese, wie auf den Hauptdüsen rumgeritten wird, und dann mal geschaut werden soll, wie es dann läuft ...
Macht ihr eure Testfahrten nur bei/für Vollgas? Stellt ihr dann weiter ein, oder hörts dann auf? Bei diesen Vergaserthemen lese ich nie was zur Ermittlung der Nadelstellung, Nadeldüse, etc. Die Hautpdüse kommt doch kaum in Betrieb. Zumindest, wenn man Autobahn meidet und nur mit 70 auf der Landstraße rumbummelt.
Im Buch von Hertweck ist die Vergasergeschichte wunderbar beschrieben. Wer dann immer noch nur Hauptdüsen tauscht, weil der Rest zu komplex ist, hat leider nichts verstanden und doktort da nur sinnlos rum. Egal, Hauptsache, das Hobby macht Spass
Gruß Steppe
Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Mo 27. Okt 2025, 21:35
von linuxfrank
Da muss ich mal etwas unbedarft dazwischenfragen. Wen die HD deutlich zu klein ist, kann sie dann den Zwischengasbereich trotzdem limitieren?
Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Mo 27. Okt 2025, 22:10
von steppe
Theoretsich ja, aber wieviel zu klein sollte sie denn sein? Wenn man sich halbwegs an die Vorgaben hält, sollte das doch nicht passieren. Wer eine 70er HD verbaut, der sollte grundsätzlich aufhören, die Hand an sowas zu legen. Mein Fingerzeig sollte auch eher weg von der HD hin zu den anderen Einstellungen der übrigen Elemente sein, weil die HD eben den geringsten Teil ausmacht im Betrieb. Nur von diesen Einstellungen schreibt nur nie jemand was, so das schlimmes zu befürchten ist. Und wieviel haben sich den Motor fest gefahren wegen zu mageren Gemisch, welches schon im Teillastbereich zugange war. Mein Eindruck ist(ich mag mich täuschen), daß viele garnicht das Gefühl für anständige Einstellarbeiten mitbringen. Das soll nicht abwertend sein, aber diese Kenntnisse über die Funktion eines Vergasers bekommt man schwerlich nur auf dem Hinterhof oder bei enem Bier in der Garage vermittelt. Und Hertweck lesen und umsetzen ist auch Übungssache, und eben nicht in 5 Minuten gemacht.
Gruß Steppe
Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Mo 27. Okt 2025, 22:14
von steppe
Richtig ist, bei Einstellarbeiten am Vergaser mit der Einstellung der HD anzufangen und sich dann über den Teillastbereich bis zum Standgas durchzuarbeiten. Also nicht bei dir HD aufhören. Und wer kein Prüfstand hat, der sollte Einstellfahrten machen. Wer Angst vor Vollgas mit seiner Maschine hat, ...

Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Di 28. Okt 2025, 01:12
von Edeltuning
linuxfrank hat geschrieben: Mo 27. Okt 2025, 21:35
Da muss ich mal etwas unbedarft dazwischenfragen. Wen die HD
deutlich zu klein ist, kann sie dann den Zwischengasbereich trotzdem limitieren?
Um das genau selbst zu erfahren, einfach mal die HD rausschrauben und ohne dieser losfahren, dann spürt man ganz genau den Gasstellungspunkt, an welcher Stelle der Arbeitsbereich der HD anfängt oder aufhört.

Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Di 28. Okt 2025, 11:51
von Anke
Fukama hat geschrieben: So 26. Okt 2025, 17:10
Bin mal gespannt wer neue Düsen, welche unbenutzt mal 1-2 Jahre in unserem super Biokraftstoff lagen von 2 Jahre alten gebrauchten visuell unterscheiden kann.
Eine Düsenlehre könnte hilfreich sein. Was draufsteht, muss nicht drin sein ;)
Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 08:38
von Fukama
Moin,
also mit der 110HD läuft sie erstmal im Leerlauf und nimmt auch direkt Gas an. Ventilspiel war deutlich zu groß (0,25-0,3), beim Einstellen habe ich auch radiales und axiales Spiel an der Brücke Auslassseite festgestellt.
Werde dann mal den Kopf runter nehmen und mir auch gleich Kolben und Co anschauen.
Da gibt es wohl noch mehr zu tun..
Danke & Gruß in die Runde
Mario
Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 10:53
von linuxfrank
Genau das meinte ich als ich schrieb bei einem Motor den mal ein angeblicher Profi irgendwann gemacht hat sollte man wenigstens die Grundeinstellungen vor dem ersten Start prüfen. Kannst ja das Ergebnis mit deinem ersten Post abgleichen wenn du dann irgendwann durch bist.....
Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 11:55
von Fukama
Servus Linuxfrank,
da hast Du schon recht, angebliche Profis.
Weil mir das natürlich keine Ruhe lässt habe ich gerade mal den Zylinder gezogen.
Überraschung....
Ich habe direkt am Kopf Spuren entdeckt (siehe Foto), dann am Kolben kreisförmige Spuren, FCK

sieht wohl so aus als würde der Kolben am Kopf mal Guten Tag sagen.
Der Kolben und die Ringe wurden wohl getauscht und der Zylinder für gut befunden (was ich nie machen würde, so ein Kram einzeln zu frickeln, immer schleifen und neu, fertig, passt, geht). Zylinder selbst hat 2 minimale Riefen, normale Laufspuren, da würde ich kein massives Problem erwarten.
Ich habe auch mal die Altteile vom Vorbesitzer durchgeschaut, scheinbar ist auch eine neue Nockenwelle reingekommen. Das hatte er damals auch behauptet, aber wer weiß kann auch sonstwoher stammen. Aber immerhin stimmten seine Aussagen hinsichtlich Zündmagnet, etc. Daher klang das schon glaubwürdig, oder ich bin ein zu gutgläubiger Mensch.
Naja nun stellt sich mir die Frage, wie kommt es dazu? Die Kurbelwelle sieht aus wie getauscht und ich konnte auch kein Spiel feststellen. Ob die was abbekommen hat, weiß ich noch nicht. Hoffe mal nicht....
Gibt es unterschiedliche Kurbelwellen ( pleuellänge etc.), Kolbenlängen, oder wie bei den Zweitaktern Zylinderfussdichtungen in verschiedener Stärke um den Kolbenüberstand anzupassen?
Gruß
Mario

Re: Problematischer Motortstart nach Restaurierung
Verfasst: Sa 1. Nov 2025, 15:37
von linuxfrank
Die Frage ist was für Dichtungen (Kopf und Fuß) waren denn überhaupt verbaut? Das Spaltmaß im Kopf hättest du bei zusammengebauten Motor mittels einem Stück Lötzinn oder Wachsschnur prüfen können. Vielleicht hat jemand den Zylinder geplant und es zu gut gemeint? Oder du hast nen Kopf für Flachkolben mit Rundkolben kombiniert. Keine Ahnung ob das überhaupt gehen würde. Die Quetschkante sieht mir aber recht breit aus. Vergleiche hier:
https://www.awoforum.de/viewtopic.php?p=38958#p38958