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Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Fr 24. Okt 2014, 16:31
von tomcatfisch
Die die Stellung der Steuerräder stimmt, hab jedenfalls beim Zusammenbau garauf geachtet dass die Markierungen übereinstimmen.
Ich hab noch mal die Takte überprüft
Takt1: Kolben geht runter und saugt an, Einlassventil ist offen.
Takt2: Einlass hat bei UT geschlossen, Kolben geht hoch und verdichtet, Unterbrecher öffnet kurz vor OT bei ZP
Takt3: Einlass und Auslassventil sind zu, Kolben geht runter
Takt4: Auslassventil Öffnet, Kolben deht hoch, leichte Ventilüberschneidung nahes des OT (ca 2mm vor und nach OT
ist das Auslassventil gerade noch offen und das Einlassventil am öffnen beginnend)

Kompression konnte ich wegen bekanntem Problem nur im kalten Zustand messen und komme auf knapp 7bar.
Den Vergaser hab ich nun noch mal überprüft und eingestellt. Das Schwimmerventil schließt.
Aber: Versuche mit Leerlaufschraube von 1,5-3 Umdrehungen raus, Teillastnadel in Kerbe 1-3 von oben, mit und ohne tupfen und mir Gasschieber ganz zu bis ganz auf, Benzinhahn auf und zu brachten keinen Erfolg.
Die Kerze ist nach ca.5 mal treten schon nass und beim Zylinder ausblasen treibt es den Sprit in flüssiger Form aus dem Kerzenloch.
Die Nadeldüse ist 65, die Leerlaufdüse ist 35.
Auch den Elektrodenabstand der Kerze auf 0,75 zu erhöhen um eine größere Funkenoberfläche zu erziehlen war nutzlos. Ums nochmal zu sagen, der Funke ist hellblau und sehr gut zu sehen und gut hörbar.

Hat eventuell jemand einen als funktionierend bekannten Vergaser den er mir leihweise zur Verfügung stellen könnte?

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Fr 24. Okt 2014, 17:31
von Killerniete
Hallo
Auch wenn das alles Kaffeesatzleserei ist, hier mal paar Tip´s.
-auch neue Zündkerzen können defekt sein
- ein Zündfunke draussen muss nicht im Brennraum funken
-wenn der Motor sooo abgesoffen ist solltest du erst mal den Brennraum leerblasen oder durch mehrmaliges Durchtreten trocknen
- dann Benzinhahn offnen bis Vergaser voll -nicht tupfen Benzinhahn schließen und dann mit Vollgas antreten
-bei der ständigen Absauferei solltest du bedenken das Benzin den Ölfilm von der Zylinderwand abwäscht und am Kolben vorbei in´s Öl kommt und dieses verdünnt, mit bekannten Folgen.

frei nach Edel.
Mit mathi wär das nich passiert auch wenn´s nich zu minol gehört.
;;;; ;;;; ;;;; ;;;; ;;;; ;;;;

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Fr 24. Okt 2014, 19:04
von tomcatfisch
Nagut, ich werde nächsten Monat nochmal einen Satz neue Kerzen kaufen (diesen Monat ist das Geld alle :roll: )
und einen neuen Versuch unternehmen, leider kann man den Funken im Brennraum nicht sehen.
Und ich probier mal n Vergaser vonner RT, ist auch n 22er, vieleicht lässt sie sich überzeugen ;;;;;;;;; .

danke erstmal
melde mich definitiv wieder, so oder so ;-)

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Fr 24. Okt 2014, 21:30
von inge
tomcatfisch hat geschrieben: Die Kerze ist nach ca.5 mal treten schon nass und beim Zylinder ausblasen treibt es den Sprit in flüssiger Form aus dem Kerzenloch.
Die Nadeldüse ist 65, die Leerlaufdüse ist 35.
?

Du hast geschrieben Vergaser sei überholt und dann wieder er ist noch mal ultraschllgereinigt. Wer hat den denn überholt? Meine spontane Frage ist hier wieder: wenn du von hinten in den Vergaser rein schaust siehst du dann den bogenförmigen Schieberauschnitt?
Rt Vergaser ausprobieren kannst vergessen, das ist vergeudete Zeit.

Gruß

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Sa 25. Okt 2014, 00:26
von essifreak
Also nach dem was du schreibst, überfettet der Vergaser, d.h. einfach mal nen anderen, am besten einen von Dieter Heyne überholten probieren ;-) Dann sollte sie auch anspringen ;;;;;;;

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Sa 25. Okt 2014, 06:54
von quincy
Morgen

Wie wirkt sich eigentlich ein zu hoher Schwimmerstand aus ?

Vielleicht noch ne Falsche Stecker/Kerzen Kombination dann noch etwas zu Fett ( Luftfilter sauber?)und der Funken der draussen noch wunderbar aussieht reicht drinnen nicht mehr zum vernünftigen zünden .
Ich würd es wirklich mal mit schieben versuchen , nachdem was du geschrieben hast muss es da doch wenigstens ne Fehlzündung geben .

gruss

quincy

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Sa 25. Okt 2014, 08:26
von BastiL
Da du ja aus BRB Altstadt kommst, fahre doch mal nach Vieritz und lasse deinen Magneten machen. Hast du deinen Motor selbst gemacht? Ist der Übergang Zylinder-Krümmer 100% Dicht? Hast du dein Kopf machen lassen/gemacht? Bei mir hat der Motor ganz leicht Nebenluft über die Krümmermutter gezogen. Der "Überholte" Kopf aus der Bucht ließ ein einstellen des Motor nicht zu.

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Sa 25. Okt 2014, 17:33
von tomcatfisch
Der überholte Vergaser war ein SUM-Vergaser mit querliegendem Schieber, wie er an den allerersten Awos dran war.
Wer den überholt hat weis ich nicht, aber auch mit verschiedener Bedüsung wollte sie nicht anspringen.
Der jetzige ist ein BVF Flachschieber, den ich nochmals ultraschallgereinigt habe, ohne Erfolg.
Ja, man kann den bogenförmigen Schieberausschnitt von hinten sehen (Schieber ist richtig rum eingebaut ;-) )
Der Luftfilter ist sauber. Kerzen hab ich nur Isolator mit den entsprechenden Wärmewerten.
Fehlzündungen sind leider Fehlanzeige, dann wüsst ich ja wenigstens dass wie irgendwie will.

Jetzt wird der eine oder andere schreien oder sagen "das kann ja nix werden" aber
das einzige was ich nicht selbst gemacht habe war den Rahmen pulverbeschichten.
Alles andere habe ich allein gemacht:
Sandstahlen, ausbeulen, schweißen, lackieren, Zylinder ausmessen und hohnen, Kolbenringe neu , Kopf planen, Ventile einschleifen, Motor Getriebe Kardan Radnaben neu lagern, Tacho überholen, Elektrik verlegen, Räder einspeichen und zentrieren, ...
weil ich´s gelernt habe, das Werkzeug und die Maschinen dafür habe und mich seit 21 Jahren mit Zweirädern und PKW´s beschäftige.
Es ist meine erste AWO, daher fehlt mir hier die Erfahrung im speziellen.
Mechanisch ist alles i.O. und die Elekrtik ist auch gut, der Magnet ist neu und die Spule hat ordentlich Isolationswiederstand.
Vor der Restauration lief die Maschine mit dem Magneten, allerdings mit einem MZ-Vergaser, ich glaube 24N-2 mit Choke (war ein hässlicher Chopperumbau). Leider hab ich diesen Vergaser nicht mehr und kann somit keine provisorische Probe damit durchführen.

Ich gehe (nach mehrmaliger Prüfung aller anderen Fehlerursachen) auch davon aus dass das Gemisch viel zu fett ist und werde meine Anstrengungen dem Flachschieber widmen bzw widmen lassen.

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: Sa 25. Okt 2014, 23:33
von renato
Hallo Tomcatfisch,
wenn der Motor immer nur absäuft (mal als Ursache angenommen) dann würde ich einfach mal den Benzinhan zudrehen und mit etwas Gas weiter Antreten. Dann sollte es nach einigen paar Kicks wenigstens ein zwei Zündungen geben.

Wenns nur zu mageres Gemisch für den Kaltstart ist, kann man ja ein zwei mal ohne Zündung kicken und dann Zündung an und die Maschine sollte Laufen.

Ansonsten wie schon gesagt wurde, anschieben probieren. Ich habe das früher immer alleine gemacht. Im 2.Gang, Zündung ein, mit gezogener Kupplung losschieben bis man etwas Fahrt macht und dann kurz mit dem Hintern auf die Sitzbank oder den Sitz und gleichzeitig Kupplung loslassen damit das Hinterrad nicht blockiert. Und mit drehenden Motor weiterschieben bis es mal zu Zündungen kommt. dabei mit dem Gas ein biserl spielen.

Grüße

Renato

Re: Zündprobleme Startschwierigkeiten

Verfasst: So 26. Okt 2014, 01:01
von Edeltuning
tomcatfisch hat geschrieben:
Jetzt wird der eine oder andere schreien oder sagen "das kann ja nix werden" aber

das einzige was ich nicht selbst gemacht habe war den Rahmen pulverbeschichten.
Alles andere habe ich allein gemacht:
Sandstahlen, ausbeulen, schweißen, lackieren, Zylinder ausmessen und hohnen, Kolbenringe neu , Kopf planen, Ventile einschleifen, Motor Getriebe Kardan Radnaben neu lagern, Tacho überholen, Elektrik verlegen, Räder einspeichen und zentrieren, ...
weil ich´s gelernt habe, das Werkzeug und die Maschinen dafür habe und mich seit 21 Jahren mit Zweirädern und PKW´s beschäftige.

...Und nach 21 Jahren noch keinen Vergaser einstellen können und sich das Anschieben erklären lassen müssen :?:
Das ist hier ja wie Vorsagen in der 3. Klasse. :lol:
Ein Geheimtipp von mir: Wenn ich mal nicht weiter wußte, nahm ich ein Buch zur Hand :!: ;;;;;;;;;