Um einige Bemerkungen hier zu kommentieren, möchte ich ein wenig in der Zeit zurück zu meiner allerersten Panne gehen. Ich habe seit Frühjahr 1980 meinen Motorradführerschein. Mein erstes Motorrad war eine MZ RT 125/3. Mit der bin ich damals im Sommer mit der Liebsten, einem Freund mit MZ TS 250/1 und seiner Liebsten hinten drauf, zum Campen an den Plauer See gefahren. Das war meine erste "große" Tour. (156 Km) nach ca 15 Kilometern gab es die erste Panne. (Loch im Reifen hinten) Was tun? Schutzbrief?

Mädels vor Ort gelassen mit Kumpel Reifen von zu Hause geholt und vor Ort montiert und weiter ging es. Hätte ich damals aus Angst vor möglichen Ausfällen jegliche Fahrten vermieden hätte ich nicht diesen Erfahrungsschatz.
Deshalb Danke, Bernde

MACHEN!
Ich könnte hier noch jede Menge Beispiele nenne, habe aber keine Geduld das hier so viel zu tippen. Sein ich 1981 Sportawo fahre, ist meine Pannenerfahrung gewachsen. Es war von abgebranntem Regler, festgefahrenem Motor (Innenvergoldung!) nach Ölwechsel, Rahmenbruch und einigen "fast" Unfällen war fast alles dabei. Habe meine AWO auch schon mal 6 Kilometer nach Hause geschoben.
Auch bei unseren Schwedentouren haben wir bei Totalausfällen irgendwie unsere Motorräder (ein Honda-Dominator Gespann 2x ein paar Wochen zeitversetzt) immer wieder nach Hause bekommen. Vorteil eines Gespanns? Kann und darf mit Seil abgeschleppt werden. Irgendwelche Ersatzteile im Gepäck zu haben hilft nur der Psyche. Wenn was kaputt geht, ist es meist das, was man gerade nicht dabei hat! Einer meiner systemischen Lieblingssprüche ist: "Nicht das Problem ist das Problem, sondern die Meinung die wir vom Problem haben!"
Wer die AWO-Reiseberichte von Bernde und Steppe gelesen hat, oder die Berichte von AWO und EMW Fahrern, welche die Ostsee umrundet haben, gehört hat, weiß, dass unsere Schwedentouren eigentlich "Pillepalle" sind.
Also liebe "Sonntagsfahrer" habt den Mut mal nicht nur am Sonntag eine Spazierfahrt um das Dorf zu machen oder eure "vollumfänglich restaurierte" AWO auf dem Anhänger zum nächsten Oldtimertreffen zu transportieren um sie dann "auszustellen".
Mal einfach Fahren, Fahren, Fahren und Erfahrungen sammeln und lernen "sich zu helfen wissen"