Lochfraß im Kardangehäuse

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Jens425S
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von Jens425S »

Ich würde da ein verlängertes Vorgelege empfehlen. Dadurch wird der Kardan weniger belastet.
Mußt dann in den Bergen eventuell wieder auf BW-Kardan umstellen, aber das Material wird weniger belastet.
[/quote]

Ja, das Thema haben Renè und ich, schon letztes Jahr erörtert.
Er hatte ein (11%) längeres Vorgelege angeboten. Man dreht sich da aber im Kreis, es gibt einfach keine umfassend optimale Lösung, außer ein 5-Gang Getriebe. Aber das gibt es derzeit nicht.
Es stimmt natürlich, der Kardan ist am Limit. Gespann, deutlich mehr Drehmoment und dann die Berge hier mit einigen Serpentinen.
... da wird der Kardan zum Haupt-Verschleißteil.
Viele Grüße
Jens

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akkon
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von akkon »

Jens425S hat geschrieben: Di 1. Nov 2022, 16:12
Ja, das Thema haben Renè und ich, schon letztes Jahr erörtert.
Er hatte ein (11%) längeres Vorgelege angeboten. Man dreht sich da aber im Kreis, es gibt einfach keine umfassend optimale Lösung, außer ein 5-Gang Getriebe. Aber das gibt es derzeit nicht.
Das 5 Gang Getriebe gab es und gibt es wieder. Findet man nicht ( die alten ), bzw bekommt man nicht und kann sie sich auch nicht leisten. Wer tauscht schon eine gute AWO gegen ein Getriebe.

Für die schweizer Berge würde ich dir trotzdem das geänderte Vorgelege und BW-Kardan empfehlen. Teste es einfach mal.
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Edeltuning
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von Edeltuning »

Jezze verstehe ich den Zusammenhang nicht :?: Wenn die Übersetzung geändert wird, um den Kardan zu entlasten, wird weniger Leistung übertragen, entweder fährt die Fuhre jetzt bergab schneller oder kommt den Berg nicht mehr hoch - muß man runter schalten und hat wieder mehr Belastung auf dem Kardan :!: :?:
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Tekkx
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von Tekkx »

Mit "längerem" Vorgelege und BW-Kardan ändert sich die Gesamtübersetzung im Vergleich zum "normalen" Getriebe und Solo-Kardan nur wenig (oder garnicht?). Die Welle zum Kardan dreht sich jedoch schneller, was ein geringeres Drehmoment und somit weniger Belastung für die Zähne im Kardan bedeutet.
Nachvollziehbar.
Die Belastung der Nieten bleibt jedoch gleich.

Zwischenfrage: Wie ist der Weg zum Beschaffen eines solchen längeren Vorgeleges? Da interessiere ich mich schon lange für. (Kann aber sein, dass ich zu klein dafür bin.)
quaxbruchblau
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von quaxbruchblau »

Die erforderliche Kraft, besser das erforderliche Drehmoment was benötigt wird um z.B. ein Motorrad einen Berg hinauf zu bekommen oder in der Ebene zu bewegen hängt von der Steigung, der Masse des Motorrades und den Widerständen z.B.Rollwiderstand, Luft- und Reibungswiderstände im Getriebe usw. ab.
Dieses erforderliche Drehmoment liegt bis zur ersten Übersetzung (Ritzel und Tellerrad) an.
Die verschiedenen Übersetzungen in Getriebe und Kardan oder deren Kombination dienen nur dazu, um den Motor in einem Drehzahlbereich um das höchste Drehmoment bis hin zur effektiv höchsten Leistung, bei möglichst geringen Spritverbrauch zu betrieben!
Die höchste Leistung wird nur bei Höchstdrehzahl abgegeben und das versuchen wir nach Möglichkeit bei den Motoren gering zu halten.
Als Beispiel: Ein Gespann kann bei flachen Geländeprofiel auch mit der Soloübersetzung bewegt werden. Bei einem Anstieg muss ich runter schalten. Fahre ich dieses Gespann aber in bergigen Profil, kann ich den 4 Gang vielleicht garnicht mehr nutzen und muss den Motor mit 3. Gang hoch jodeln. Ergebnis, sehr hohen Spritverbrauch udn hoher Verschleiß.
Mit der Beiwagenübersetzung kann ich mehr im 4. fahren und mein Spritverbrauch geht runter. Allerdings ist nun die Endgeschwindigkeit auf Grund der höheren Übersetzung geringer.
Ich bringe aber damit ein höheres Drehmoment auf das Hinterrad.
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psilie
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von psilie »

Tekkx hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 08:29 Zwischenfrage: Wie ist der Weg zum Beschaffen eines solchen längeren Vorgeleges? Da interessiere ich mich schon lange für. (Kann aber sein, dass ich zu klein dafür bin.)
Na Tekkx, wenn du schon groß genug bist ne AWO zu fahren, dann schaffst du auch sicher bei Kleinanzeigen ne Bestellung aufzugeben.
Da habe ich mein längeres Vorgelege her. Hat zwar ne Weile gedauert, weil der Anbieter das Vorgelege erst anfertigt, wurde aber alles im Vorfeld abgesprochen.
Nur einbauen musst dann halt selbst.
Gruß psilie.

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Jens425S
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von Jens425S »

Es ist eine Überlegung wert, für ein Gespann, ein langes Vorgelege und BW-Kardan Übersetzung.
Aber, und es gibt eben immer ein ABER, BW-Kardane sind seltener.

Solo, ist die lange Vorgelege-Übersetzung sicher grundsätzlich zu empfehlen.
Auf jeden Fall, bei jedem Motor, der etwas optimiert ist.

Dem hohen Verschleiß, im Kardangetriebe, habe ich mit 2 Mitteln versucht zu begegnen.
1. Ich fahre seit einiger Zeit (rund 1 Jahr) hochwertiges Differentialöl (Hypoid-Getriebeöl - aber nicht das für Sperrdifferentiale!).
2. Einen Öl-Zusatz, der den Verschleiß weiter reduzieren hilft.
3. Und ich habe einem Magneten, in die Öl-Ablassschraube eingebaut, um vorhandenen eisenhaltigen Abrieb aufzufangen.

Schon die erste Maßnahme zeigt messbaren Erfolg.
Die Temperatur des Winkelgetriebes ist deutlich gefallen. Es wird auch bei höchster Belastung nicht mehr heiß, sondern nur noch warm.
Seit die Lager verstärkt sind, hält der Kardan auch. Ich habe leider die Lagerbezeichnungen vergessen. Aber es sind die, die heute genommen werden, um die Winkelgetriebe, für die GS haltbar zu machen.
Nach der Öl-Umstellung, habe ich einige Male das Öl gewechselt und tatsächlich viel (viel!) weniger Verschleiß im abgelassenen Öl gefunden.

Im Dezember soll mein neuer Kardan überholt sein.
Der bekommt diese Maßnahmen dann, von Anfang an. "Normale" Kardane überleben die Belastungen hier nur wenige Monate. Zumal ich auch oft mit ordentlich Beladung, im Seitenwagen unterwegs bin.

Der 330cm³ Motor schafft das locker. Das Getriebe auch. Im Gegenteil, ich fahre sogar sehr viel im 4. Gang. Auf freier Strecke schafft die Fuhre auch bergauf die 80 km/h. Es muss schon recht steil werden, dass der Motor nachlässt und ich in den 3. Gang schalten muss.
Es ist grundsätzlich eine gute Gespann-Kombination, 330cm³ mit original 25,5er Vergaser und Ansaugkanal, normalem Getriebe und Solo Kardan. Die Füllung, ist bis in mittlere Drehzahlen sehr gut. Oben herum, fehlt ihm aber die Luft. Darum zieht der Motor unheimlich gut durch, schafft locker auch Berge im 4. Gang, aber schneller als 90km/h sind unrealistisch.

Der aktuell verbaute Kardan, geht dann zu Renè, zur "Durchsicht".
Mal sehen was er meint. Dieses Winkelgetriebe, ist dann rund 10.000 Kilometer gelaufen. Es ist spannend zu sehen, wie es tatsächlich innen aussieht.
Ich will es aber nicht einfach in meiner dunklen Tiefgarage öffnen, weil mir der Vergleich fehlt. Es bleibt interessant zu sehen, wie es sich im Vergleich zu anderen Getrieben "entwickelt" hat. Spiel hat es, aber es hält bisher.

Mir ist klar, dass das Winkelgetriebe extrem belastet ist, wenn der Motor deutlich mehr Drehmoment hat, und damit die Fuhre, mit hohem Gewicht, hier die Berge hinauf und teils um ordentliche Serpentinen herum gequält wird.
... man(n) merkt es ja auch an den enormen Lenkkräften...

Darum will ich mich auch nicht beschweren. 10.000 Kilometer Laufleistung, sind bei der Belastung nicht schlecht!
Viele Grüße
Jens

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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von Tekkx »

psilie hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 12:26
Tekkx hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 08:29 Zwischenfrage: Wie ist der Weg zum Beschaffen eines solchen längeren Vorgeleges? Da interessiere ich mich schon lange für. (Kann aber sein, dass ich zu klein dafür bin.)
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(...)
Danke :)
Ich habe nachgesehen, was gefunden und festgestellt, dass ich tatsächlich zu klein bin. Ich leide (von der "Größe" her) immer noch unter der ungeplanten neuen Kurbelwelle diesen Sommer.

Vielleicht kann ich den Heizkostenzuschuss dafür auf den Kopf hauen...
Eingebaut ist es dann schnell. :lol:
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braendel
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von braendel »

Nun mal meinen Senf dazu,ich fahr seit zig Jahren T-Gespann,350ccn und
Solokardan.Die Maschine wird nicht geschont.Wird bei fast jedem Wetter
gefahren(nicht zu verwechseln mit --> Bewegen !!) Im BW ist immer ein
Grundgewicht drin.Wenn es weiter weg geht,wird der BW vollgerammelt was reinpasst.
Vorgelege war auch mal ein Thema für mich.Hab ich aber wieder verkauft.Es geht
auch ohne.Man muß nur die Fahrweise anpassen.Reisegeschwindigkeit liegt
bei mir zw. 80-90 km/h.Und da ist noch genug Spiel nach oben.
Ölwechsel wie ich schon mal erwähnt hab,aller 1Tkm
Grüße
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psilie
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Re: Lochfraß im Kardangehäuse

Beitrag von psilie »

Tekkx hat geschrieben: Mi 2. Nov 2022, 15:16 Vielleicht kann ich den Heizkostenzuschuss dafür auf den Kopf hauen...
Eingebaut ist es dann schnell. :lol:
Genau, da ist das Geld ja nichtmal zweckentfremdet.
Ein langes Vorgelege um richtig Heizen zu können. :::::cb
Gruß psilie.

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