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Re: Elektrische Zündung Alternative vorgestellt

Verfasst: So 26. Jan 2020, 02:29
von Edeltuning
Stefan NZ hat geschrieben: Sa 25. Jan 2020, 21:19 :o "Strom geht 300.000 km/s".

Wo ist das denn her? Das wäre Lichtgeschwindigkeit! Im Physik-Lehrbuch Klasse 8 steht, wie es wirklich ist!
Hast du mal ein Zitat aus deinem Klasse 8 Buch :!: :?: Ich hab nur den Abschluß der 7. Klasse und kann daher nicht nachschauen. ;;;;;;;;
Oder meinst du die Driftgeschwindigkeit der Elektronen von 0,5 mm/s, ähnlich dem Kugelstoßpendelprinzip :?: - Dieses ist hier aber gerade nicht gefragt, denn dann würde die Karre nicht mal im Standgas fahren. Bild

Re: Elektrische Zündung Alternative vorgestellt

Verfasst: So 26. Jan 2020, 02:48
von psilie
Vor Jahren bin ich mit meiner Touren-AWO und mein Cousin mit seiner Pannonia nach Ungarn/ Velencer See zum Pannonia-Treffen gefahren. Während eines Benzingespräches wurde mir von einem Panno-Fahrer diese programmierbare elektron. Zündung angepriesen, Leider hab ich sie nie verwirklichen können und wollen.
Ist vlt. auch eine Alternative zu Steppes 237€ teure Anlage.

https://imfsoft.com/de/kategorie-steuer ... t-ignition

Re: Elektrische Zündung Alternative vorgestellt

Verfasst: So 26. Jan 2020, 18:04
von Micha
Hi Steppe,das nenne ich mal einen guten Bericht! ;;;;;;;
Bei mir im Kopf jetzt noch offen: wozu die zweite Kennlinie, bringt die wirklich ggf. mehr Power? Aber warum nimmt man die dann nicht gleich? Wird der Motor dann so sehr mehr belastet?
Beste Grüße! Micha

PS an Edel: es geht tatsächlich nicht darum, wie schnell die Elektronen fließen (die sind erstaunlich langsam), wie schnell ne Info übertragbar ist (das geht fix), sondern wie schnell man Energie in eine Spule geladen bekommt. und das geht nicht mit Lichtgeschwindigkeit... schau mal bei google, soll ja helfen.
Aber das ist hier ja nicht relevant, wie Steppe geschrieben hat. ;-)

Re: Elektrische Zündung Alternative vorgestellt

Verfasst: So 26. Jan 2020, 18:50
von steppe
Die zweite Kennlinie ist eher Spielerei. Vielleicht fürs AWO-Rennen interessant, oder wenn man unterschiedliche Kennlinien für Tiefland oder Berge haben will, wo die Luft dünner wird. Keine Ahnung. Muß man nicht nutzen, kann man aber. Zu aktivieren über einen Schalter.
Ich hab überlegt, ob ich die zweite Kurve vielleicht nur auf 30° Frühzündung programmiere, weil der Sprit ja eine andere Qualität hat als vor 70 Jahren. Auf der anderen Seite fahren auch moderne Autos mit 38°. Bin da kein Experte auf dem Gebiet, und ich hab mir auch noch keinen Schalter nach außen gezogen, um das zu probieren.

Gruß Steppe

Re: Elektrische Zündung Alternative vorgestellt

Verfasst: So 26. Jan 2020, 21:02
von Djog
Hallo,
die von Psilie genannte Zündung, kann man mit den beiden Anderen nicht vergleichen, dass ist nur eine einfache
kontaktlose Zündung die man mit einer CDI nicht vergleichen kann. Bei der wird ein Kondensator von 1 oder 1,5µF mit einer Spannung von 150- 400 V ( je nach Schaltung ) geladen. Zum Zündzeitpunkt gelangt die geladene Spannung in die Zündspule, wo die Hochspannung erzeugt wird.
Ich hatte zum Anfang die Roller-CDI eingebaut, mit der ich beim Abtouren oft Fehlzündungen hatte. Nachdem ich die CDI vom CDI-Shop eingebaut habe, war das sofort weg.
Die Zündkurve würde ich nicht mit 30° fahren, die Verbrennungsgeschwindigkeit hat sich nicht verändert.
Sinnvoller ist die Kurve bei 5000 U/min wieder von 38° langsam auf 34° fallen lassen.
Gruß Jörg

Re: Elektrische Zündung Alternative vorgestellt

Verfasst: So 26. Jan 2020, 22:28
von steppe
Djog hat geschrieben: So 26. Jan 2020, 21:02 Sinnvoller ist die Kurve bei 5000 U/min wieder von 38° langsam auf 34° fallen lassen.
Von diesem Prinzip hab ich auch gelesen. Allerdings bei 2-Takter, und eher im Rennbetrieb. Und dann auch erst bei höheren Drehzahlen (ca. 8000?).

Re: Elektronische Zündung - Alternative vorgestellt

Verfasst: Mo 27. Jan 2020, 08:56
von kay
Hallo zusammen,

das ist ja mal interessant.
Ignitech bietet zu den Zündungen passende Zündspulen und Sensoren an.
Wie ist das bei denen aus dem cdi-shop? Welche Sensoren und Zündspulen verwendet ihr für die AWO? Wo sind die zu beziehen?

Danke und viele Grüße, Kay

Re: Elektrische Zündung Alternative vorgestellt

Verfasst: Mo 27. Jan 2020, 19:37
von Djog
steppe hat geschrieben: So 26. Jan 2020, 22:28
Djog hat geschrieben: So 26. Jan 2020, 21:02 Sinnvoller ist die Kurve bei 5000 U/min wieder von 38° langsam auf 34° fallen lassen.
Von diesem Prinzip hab ich auch gelesen. Allerdings bei 2-Takter, und eher im Rennbetrieb. Und dann auch erst bei höheren Drehzahlen (ca. 8000?).
Bei Zweitakter geht man viel weiter wieder Richtung Spät, zwischen 10 und 20°. Bei unseren Motoren wird es
sinnvoll sein bei 38° zu bleiben. Das in hohen Drehzahlen zurückgehen in Richtung Spät macht man bei höher
verdichteten Motoren, da die hohe Verdichtung die Verbrennung etwas beschleunigt.

Bei den CDI's aus dem CDI -Shop passen die Rollerzündspulen und Awojuenger hat auch den Pickup aus den
Rollerzündungen verbaut ( oder Heiner? ). Ich habe bei mir einen Hallsensor eingebaut, was eine kleine
Zusatzschaltung benötigt. Ich baue gerade eine für einen Bekannten ein, da werde ich auch nur den Rollerpickup verbauen. Ich denke da wird kein Unterschied bemerkbar sein.
Die CDI aus dem CDI Schop benötigt eine Batterie, da die Zündspannung nicht aus einer Spule der LM kommt, sondern intern in der CDI durch einen kleinen Trafo bereitgestellt wird.
Dadurch kann ich aber LM Statoren mit 12 Spulen für die Bordspannung nehmen.
Gruß Jörg

Re: Elektronische Zündung - Alternative vorgestellt

Verfasst: Mo 27. Jan 2020, 23:06
von STÜTZE
Hallo Steppe,

vielen Dank für deinen äußerst interessanten Bericht. So eine programmierbare CDI ist doch mal eine richtig nette Spielerei über die wir hier als Ergänzung zur Rollerzündung auch schon immer mal nachgedacht haben.
Ich versuche gerade dein Software-Setup nachzuvollziehen (Bild 4), doch bevor ich hier meine Gedankengänge niederlege eine Frage: Konntest du die ZZP-Verstellung um 28 Grad mit einem Stroboskop messen?

FG Konstantin

Re: Elektronische Zündung - Alternative vorgestellt

Verfasst: Di 28. Jan 2020, 01:20
von steppe
STÜTZE hat geschrieben: Mo 27. Jan 2020, 23:06 Ich versuche gerade dein Software-Setup nachzuvollziehen (Bild 4), doch bevor ich hier meine Gedankengänge niederlege eine Frage: Konntest du die ZZP-Verstellung um 28 Grad mit einem Stroboskop messen?
Oh, bitte nicht die Einstellungen aus dem Screenshot für Ernst nehmen. Das sollte nur ein Blick auf die Software sein und nicht meine Einstellungen repräsentieren.

Ansonsten ja, die Zündung habe ich mit Stroboskop gemessen. Und ich konnte damit auch einen schön glatten Verlauf (oder Verstellung) der Zündung kontrollieren. Bei den von mir erwähnten Zündungen, die über den Magnetzünder liefen, hatte ich mit Stroboskop immer das Gefühl, der Zündzeitpunkt springt so ungefähr um den Sollwert drumrum. Sprich, selbst bei den Markierungen auf der Schwungscheibe (bei mir 10, 15 und 38 Grad) bewegte sich der Zündzeitpunkt eher vage um den Sollwert herum. So richtig sauber ablesen konnte man das nicht. Ich hatte dann immer das Stroboskop im Verdacht. Aber mit Zündgeber auf dem Rotor und CDI springt da nichts mehr.

Gruß Steppe