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Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 17:29
von wroebe
beim fischer stimmt sowieso schon ne weile nichts mehr richtig. die alten kolben von vor 5 bis 10 jahren laufen heute noch aber alles andere was jünger ist kannste vergessen.
3 kaufen, 2 gehen kaputt und der dritte ist lotto

Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 18:43
von PdmAJ
Hallo
So ganz schwimmend hört sich für mich auch nicht gut an, aber wenns ein Fachmann meint. Ich reibe zu enge Passungen im Kolben immer etwas nach, so daß der Bolzen durchzudrücken geht, wenn der kolben etwas mehr als handwarm ist. Bei zu enger Passung verformt sich nämlich der Kolben und das führt zu den klassischen Klemmspuren neben den Bolzenbohrungen.
Ansonsten solltest du sehr genau sein was das Pleulauge anbelangt. Der Bolzen muss, wie wroebe sagt, wirklich durch sein Eigengewicht durch das Pleulauge durchsinken. Ist das nicht der Fall musst du nachreiben! Denn das mit dem durchgeschliffenen Sicherungsringen ist kein Märchen, hab ich auch schon gehabt! Klemmt der Bolzen auch nur leicht im Pleul geht die Schleiferei los.
Gruß Alex.
PS: "Ganz feine Schrauber" bauen den Zylinder nach dem einfahren nochmal runter und kontrollieren dann nochmal, ob der Kobo auch nicht ein bischen klemmt.
Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 20:51
von Bally
Werde das Ganze mal im Auge behalten,es ist für mich auch logisch das der Bolzen fest im Kolben schlummern soll,aber derjenige der den Zylinder gemacht hat,muß es ja wissen.Die Kollegen machen nicht nur einen am Tag.
Erst mal Danke für Euere Meinungen,mal sehen ob ich noch Imformationen darüber bekomme.Der Zylinder ist erst mal verbaut ;)
Grüße Bally
Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 21:41
von mopedprinz
Hier noch mein Senf.... Schwimmender Bolzen geht völlig in Ordnung, wenn die Bohrungen für die Schmierung vorhanden ist. Du wirst im heutigen Automobil und Motorradbau so gut wie keinen K-Bolzen mehr finden, welcher nicht schwimmend gelagert ist. Und wandernde Kolbenbolzen mit durchgeschliffen Sicherungsringen haben damit rein garnichts zu tun. Wenn das passiert, war das Pleul nicht ordentlich ausgewinkelt. Da ist aber eine andere Geschichte....
Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 22:07
von Aurel
Hallo,
der schwamm auch ganz ordentlich.....
Aber die Paarung lief ca. 8000 Km wie eine Eins
Gruß Markus
Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 22:43
von Bally
Hab dazu was gefunden.
Zitat:
Das sich die Kolbenbolzen in einigen Fällen bis zu einem gewissen Grad in die Montageschlaufe der Sicherungsringe leicht einarbeiten ist normal und kein Fehler. Ist die Abnutzung am Sicherungsring jedoch sehr stark, deutet das auf einen mit Kraft wandernden Kolbenbolzen hin. Dies hat andere, zum Teil schwerwiegende Ursachen (schiefes Pleuel/Kurbelwelle, defekte Lager uvm.), welche abgestellt werden sollten. Je nach Bauart weist der Kolbenbolzen einen Klemmsitz im Kolben und eine Lagerung im Pleuelauge oder umgedreht auf.
Modernere Motoren
besitzen auch einen schwimmenden Kolbenbolzen. Gerne wird diese Bauart verwendet, wenn sich der Motor schnell aufheizt - z.Bsp. bei luftgekühlten Motoren. Bei schneller Aufheizung und Kolbenbolzen mit Klemmsitz im Pleuel besteht die Gefahr, dass sich der Kolbenbolzen aufgrund von Schmierungsmangel durch noch zu geringes Laufspiel in den Kolben einfrisst. Bei Klemmsitz im Kolben ist diese Gefahr aufgrund der anderen Materialien geringer, dennoch bewegt sich auch hier der Kolbenbolzen geringfügig bei betriebswarmem Motor (ohne Schmierfilm).
Schwimmende Kolbenbolzen können sich bei warmem Motor in Pleuelauge und Kolben frei drehen und gewährleisten so zu jeder Zeit einen freigängig gelagerten Kolben. Grund sind die verschiedenen Dehnungseigenschaften der Materialien, welche sich in der Übergangszeit von kalt nach warm in ihrer Lagerfunktion abwechseln. Hier ist um so mehr ersichtlich, wie wichtig die Funktion des richtigen Sicherungsringes ist. Schwimmend gelagerte Kolbenbolzen bedürfen jedoch passendes, dafür vorgesehenes Kolbenmaterial.
Hört sich gut an,wenns in die Hose geht sag ich Bescheid ;)
Grüße Bally
Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Mi 27. Mai 2009, 09:43
von PdmAJ
Hallo
Ich fänd es gut, dass man immer auch angibt von wem man zitiert, wenn man zitiert.
Danke, Alex
Re: Kolbenbolzenspiel-Kolben
Verfasst: Mi 27. Mai 2009, 11:20
von Roadrunner
Bally hat geschrieben:Hallo Roadrunner,
die Bohrungen sind vorhanden. ;)
Habe eben noch meine vorhandenen Kolben gewogen,
Der neue "schwimmende" Flachkolben-334g
Orginaler DDR Buckelkolben-325g(fehlt der unterste Abstreifring)
Nachbau Buckel-360g.
alle mit Kolbenbolzen gewogen.
Kolbenbolzen DDR-61g
Nachbaubolzen -81g
Nachbaubolzen für "schwimmenden" Kolben-95g
Gruß Bally
Eigentlich ist schon alles gesagt bzw. geschrieben worden und Bally hat durch eigene Nachforschung auch passende Infos gefunden. In Bezug auf die unterschiedlichen Gewichte von Kolben und Kolbenbolzen im Original oder als Nachfertigung habe ich mich schon mal hier geäußert . Siehe
http://www.awoforum.de/viewtopic.php?f= ... 4490#p4490
Man sollte auf jeden Fall versuchen annähernd die Gewichte der Originalkolben/Kolbenbolzen zu erreichen wenn man eine Original Welle fährt. Bei größerem Kolbengewicht müsste sonst die Welle angepasst werden damit das Wuchtverhältnis wieder stimmt.
Gruß Ralf