Öltest

Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst ja doch nicht lebend raus.
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Awojuenger
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Re: Öltest

Beitrag von Awojuenger »

Hallo,
weil wir hier alle gerade so friedlich über Öl reden wäre es vielleicht sinnvoll, einige wenige, hoffentlich unstrittige und möglichst konkrete Infos und Empfehlungen zusammenzustellen (so ein Extrakt gewissermaßen). Das erspart den neuen Suchenden sich durch Berge von oft nur polemischen Einträgen durchzuackern (obwohl ich es recht amüsant fand :::::cb )
Ich fang mal an (wenn reicht, dann reicht, wenn falsch dann ändern, wenn zu wenig, dann ergänzen - und alles gaaaanz friedlich bitte):

Legierte Öle enhalten Additive (bis 20%), welche u.a. reinigend und partikelbindend wirken. D.h. jedweder Schmutz, der sich im Kurbelraum (und im Schleuderblech) befand wird durch legierte Öl abgelöst und kann (wird) sich in größeren Stücken in die Wälzlager setzen und wird in kleinen Stücken dauerhaft durch den Ölkreislauf gepumpt. Das kann trotz der besseren Grundschmiereigenschaften zu sofortigem Motortod oder zu verstärktem Verschleiß führen.
Fazit: In einen Motor mit Ablagerungen gehört kein legiertes (addtiviertes) Öl (es sei denn jemand weiß, dass die die enthaltenen Additive nicht reinigend oder bindend sind)
Ein ablagerungsfreier (neuer oder restaurierter) Motor kann bedenkenlos mit legiertem Öl gefahren werden. Allerdings ist das Ganze für den Betrieb mit (Fein-)Ölfilter gedacht, den die AWO nicht serienmäßig hat. Daher sollte entweder der Wechselintervall (besonders beim Einfahren) verkürzt werden oder ein Ölfilter nachgrüstet werden.
In Grenzbereichen (zB asymmetrisches Pleuellger durch schlechtes Pleuelrichten, heißer Kolben durch schlechten Zündzeitpunkt, leistungsgesteigerter Motor usw.) können legierte Öle ihre besseren Reibungs- und Ölfilmstabilitätseigenschaften ausspielen und mögliche Motorschäden verhindern)

Die AWO ist für den Betrieb mit unlegiertem Öl gebaut und kann damit uneingeschränkt gefahren werden. Es werden sich ein Ölschlamm und dunkelbraune Ablagerungen im Kurbelgehäuse bilden. Bestehen irgendwelche Probleme für den Motor (s.o.) beschert dieses Öl dem Motor nur geringe Notlaufeigenschaften.
Fazit: Wenn der Motor völlig intakt, warum nicht.

Bei ausgeschlagenem Lüftungsdrehschieber, der verstärkt Staub reinzieht, hält ein legiertes Öl den Schmirgel im Ölstrom vermindert jedoch die schädlichen Auswirkungen. Unlegiertes Öl lagert das Zeug im Schlamm ab.

Gruß
Heiner

PS: Den Profis ist das natürlich klar, aber denkt an die geschädigten Leser der Ölfreds
Wer weiß, dass er nichts weiß, weiß mehr als der, der nicht weiß, dass er nichts weiß.
Slowrider
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Re: Öltest

Beitrag von Slowrider »

Ich würde gerne ein besseres Öl fahren nur leider gibt es die Ölfilter zum nachrüsten nicht mehr. Wenn jemand eine Bezugsquelle hat , wäre sicher nicht nur ich erfreut.
In der Suchfunktion war ein Anbieter zu finden. Diesen habe ich angeschrieben und er hat mir geantwortet , daß er keine mehr herstellt. Desweiteren wäre es auch hilfreich , wenn sich mal diejenigen melden , die das System verbaut haben und hier ihre Erfahrungen damit preisgeben.
Da mir dieses System fehlt bleibe ich beim Addinol M 50. Habe damit in diesem Jahr schon mehrere tausend Kilometer gemacht ( natürlich mit Wechsel ) und kann bisher eigentlich nichts Schlechtes darüber sagen.
Wenn man rechts dreht wird die Landschaft schneller :D
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Edeltuning
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Re: Öltest

Beitrag von Edeltuning »

Roadrunner hat geschrieben:Ja das Filmchen ist interessant , aber wie immer führen hier Diskussionen zu nichts , denn
es gibt eben immer bestimmte Voraussetzungen die ein Motor erfüllen muß , dass Öl X oder Y verwendet werden kann.- richtig.

Edel du meinst :
Oberflächlich gesehen könnte ein reinigendes Öl zwar Verkrustungen lösen, ob aber ein unlegiertes Öl in Verbindung mit einem vollen Schleuderblech, welches dann auch keinerlei Ölfilterung besitzt, überhaupt noch eine Art Schmierung ausüben kann
A : "reinigendes" Öl , löst definitiv Verunreinigungen , dazu sind die Additive ja da . Denn der Dreck soll ja im Ölfilter hängen bleiben .- oder im Schleuderblech.
B : Warum soll ein unlegiertes Öl , keine Schmierwirkung haben nur weil das Schleuderblech voll ist ?- weil die Kaltverschweißung eines unlegiertes Öls im Film gezeigt wurde.
Es gibt auch Tausende Vorkriegsmotoren ohne Schleuderblech UND OHNE ÖLFILTER . - diese Motoren unterliegen auch höheren Verschleiß und erreichen keine hohe Laufleistung, bei den geringsten falschen Toleranzen entsteht so eine "Kaltverschweißung".

C. Was passiert in einem Motor mit vollem Schleuderblech und Ablagerungen im Motor , wenn ich legiertes Motoröl auffülle - bei einem so verdreckten Motor wurde eine vorherige Instandsetzung schon von dir vorausgesetzt.

Das hatten wir aber schon gefühlte 1000 Mal breitgeredet . -ja, und immer falsch. :::::cb

Aber wie gesagt Filmchen ist interessant !

Ralf
Zu Weihnachten einen schön polierten Eisenring für die Gutsde tut es auch, der ist als Ring gesehen sogar schön rund - warum sollte der aus Gold sein :?: Wart mal die Reaktion der Gutsden ab. :lol: Der AWOmotor kann evolutionär seine Meinung leider noch nicht sagen...manchmal hört man aber schon so eine Art Quiegen...kurz vor der Kaltverschweißung.
Naja, andere nehmen Leinöl und löschen das irreführende Gelaber, nach eigenen Regeln, nicht mal. :::::ccc
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
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НУ ЗАЯЦ ПОГОДИ!
***Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.***
Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!
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Roadrunner
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Re: Öltest

Beitrag von Roadrunner »

A . Das Schleuderblech , als alleiniger , nicht (ohne größeren Aufwand) auswechselbarer Ölfilter ist nicht effektiv . Die Gefahr besteht , dass größere Teile der dort abgelagerten Partikel durch die Reinigungsadditive wieder ausgewaschen / ausbrechen und in den Ölkreislauf gelangen. Es ist eben keine geschlossene Ölzentrifuge .
Deine erste obige Aussage stellt aber das REINIGEN in Frage .

B.Vorkriegsmotoren ohne Filter und mit unlegiertem Öl laufen trotz Deiner Prognose nachweislich viele 1000 km ohne Probleme und ohne Kaltverschweißung .
Auch Awomotoren laufen mit unlegiertem Öl problemlos .

C. Die Frage richtig lesen und richtig beantworten ! Dass ein sauberer Motor mit legiertem Öl Fahrbar ist , schon lange bekannt !


Ums Kurz zu machen :

alter , innen dreckiger Motor + legiertes ÖL = Grosser Mist
alter , innen dreckiger Motor + unlegiertes ÖL = OK
innen sauberer Motor + legiertes ÖL = OK (kurze Ölwechselinterwalle aber bessere Notlaufeigenschaften)
innen sauberer Motor + unlegiertes Öl = OK

Ralf
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flar
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Re: Öltest

Beitrag von flar »

innen sauberer Motor + legiertes ÖL + Ölfitersystem = ;;;;;;;

Ralf
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seppi62

Re: Öltest

Beitrag von seppi62 »

Zum einen testet der Kollege, wie bereits oben erwaehnt, ein Grundoel, welches so niemand verwendet, gegen ein Hochleistungsoel und zum zweiten haette er wenigstens mal die Flaechenpressung angeben koenne, dann haette man das mit den Werten aus einem Motor vergleichen koennen. so sagt der Test nicht viel aus ( wie das Geschwafel von dem Moderator.... ) ausser dass man das Oel von der Firma kaufen soll.
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bonsai
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Re: Öltest

Beitrag von bonsai »

guten abend,

jetzt bietet der hersteller ,der im video besucht wird, auch ein unlegiertes mehbereichsöl ( 20W50 ) an .
ich zitiere : ....auf basis ausgesuchter mineralischer grundöle .... ende .
Wohlgemerkt ...ohne additive ....
gezeigt wird, das grundöle nicht das wahre sind, also nix .
nix + nix = nix besser .....
was denn nun ?



gruß jens
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Roadrunner
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Re: Öltest

Beitrag von Roadrunner »

Das selbst die "Grundöle" qualitativ unterschiedlich sind , wird im Video erwähnt.
Jedes Öl ist ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen , die in Ihren Schmiereigenschaften unterschiedlich sind. Ist ein Öl aus "besseren" Bestandteilen zusammengesetzt , ist dies auch ein besseres Öl.

Das unlegierte Öle trotz Unkenrufen eine ausreichende Schmierwirkung haben ist bewiesen , sonst würde ja jeder mit unlegiertem Öl betriebene Motor in Kürze krepieren. Also NiX mit NiX ;-)

Ralf
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ondanova

Re: Öltest

Beitrag von ondanova »

Also, nehmts ruhig für bare Münze- unlegierte Öle sind quasi Basisöle, so hab ichs jedenfalls bei meinen Recherchen verstanden,
alles andere ist zumeist "Zauberei" (beste Ernte , nur ausgesuchte Moleküle oder wie? Aus biologischem Anbau von Mutta Erde, ohne Kinderarbeit...oder mischen die Carnuba-Hartwachs dazu... ;;;;;;; ;;;;;;; )
DIe dickflüssigeren (Ich Laie) Einbereichsöle sind dann natürlich besser tragfähig und das reicht der Awo bei der produktionshistorischen Lebenserwartung von 30 TKM oder so. Da war dann ein Motor von heute ggf. noch nicht ´mal bei der ersten Inspektion...
Die Additive tragen nicht nur den Schmutz, gleichen Viskosität an usw, sie verbessern die Haftung an Metallen, Filmbildung, Scherfestigkeit usw..
Das unlegierte Öl reicht, aber nicht umsonst wird in den Kolbenfreds dann Einbautoleranzen von 0,07 und mehr fachmännisch verlangt, d.h. moderne Motoren mit Gleitlagern und engsten Materialtoleranzen brauchen das legierte und verbrauchen dazu fast kein Öl mehr.

Auto Motor Sport schreibt: Zitat aus: http://www.auto-motor-und-sport.de/news ... 31088.html

"Motoröl
Welches Öl für meinen Klassiker?", "....Nach einer Revision lassen sich in aller Regel legierte Öle, auch solche mit Reinigungszusätzen, verwenden, selbst wenn der Motor keinen Hauptstromfilter besitzt. Die Partikel, die das Öl löst und in der Schwebe hält, sind, wenn der Motor zuvor sauber war, normalerweise zu klein und fein, um Schaden anrichten zu können."

Zum altbekannten "Wundermitttel" MoS2, noch das: (mit unlegiertem Einbereichsöl hätten wir ja dann die Tragwirkung aussen vor:

http://berni.fmode.de/www/mz/awo/awotips.html

aber ist die Verstopfungsgefahr wirklich hoch... HAT JEMAND ERFAHRUNGEN MIT SCHÄDEN???

@Roadrunner: Deine Zusammenfassung reicht, damit ist alles gesagt,
@admins: vielleicht sollten- mit Verlaub- die früheren Freds alle gelöscht werden, der Übersicht halber- oder wenigstens auf 3 (aller guten Dinge...) reduzieren

Meinen dürft Ihr auch löschen....
ich brauch jetzt für meinen ollen Motor, der geschätzt 20 Jahre Stand hat, ein HOCHGRADIGUNLEGIERTES Öl zum Testfahrtzweckwiedererwecken ::: ::: ::: ;;;;;;
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Roadrunner
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Re: Öltest

Beitrag von Roadrunner »

Hast recht , man müsste das mal ordnen aber ob dass wirklich das nächste Ölthema verhindert ;-)

Aber hinsichtlich der Ölqualitäten ( die der Hersteller natürlich nicht aufdeckt sondern nur beteuert werden, dass Beste zu verwenden ) gibt es schon gewaltige Unterschiede.

Nimmt man nur mal ein anderes Raffinerieproduckt , das Benzin . Die Meisten denken ,dass die Qualität des Benzins mit der Oktanzahl steht und fällt. Das ist aber FALSCH . Die Oktanzahl wird nämlich mit Zusätzen , sogenannten Oktanzahlverbesserern angehoben . Früher war das u.a. Benzol . Kommt also ein Benzin aus der Raffenerie wird die Oktanzahl ermittelt und angepasst. Dabei haben langkettige Kohlenwasserstoffe einen höheren Energiegehalt als kurzkettige. Das Gemisch aus lang und kurzkettigen ist unser Benzin. Überwiegt der Anteil der langkettigen ist auch die Oktanzahl hoch und muß nicht zusätzlich angehoben sondern vielleicht durch Mischen mit Benzin niedriegere Oktanzahl noch abgesenkt werden. Dieser Kraftstoff ist dann Energiereicher und der Kraftstoffverbrauch sinkt . Erwischt man eine Charge die vorwiegend aus kurzkettigen Kohlenwasserstoffen besteht und dessen Oktanzahl durch Zusätze angehoben wurde , kommt man bei selbem Tankinhalt nicht so weit .

Können wir aber weder sehen noch schmecken ;-) nur damit leben und uns freuen wenn wir mal was von der GUTEN Brühe tanken und 50 km weiter kommen.

Mit dem Öl ist´s auch nicht anders !

Ralf
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