Kardan mit viel Patina

Erfahrungsberichte leidgeprüfter AWO Fahrer.
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quincy
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von quincy »

Nabend

Radlager machen Drehzahlen , ist ja auch das wofür sie gebaut worden sind . Dieses Brum Brum ist nicht selten auf mangelde Wartung zurück zu führen .
Nochmal ne Frage zum Schadensbild vom Kreuzgelenk , kannst es jetzt vielleicht nicht mehr nachvollziehen aber wie stand der Mitnehmer zum Gelenk ?
Das mit dem Buchsen ist wirklich ein interessanter Ansatz .

gruss

quincy
Zuletzt geändert von quincy am Di 27. Okt 2015, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
Die Preisfindung durch Angebot und Nachfrage hat nichts mit Gerechtigkeit oder Fairness zu tun .
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essifreak
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von essifreak »

quincy hat geschrieben:Nabend
Nochmal ne Frage zum Schadensbild vom Kreuzgelenk , kannst es jetzt vielleicht nicht mehr nachvollziehen aber wie stand der Mitnehmer zum Gelenk ?

gruss

quincy
Das müsste ich nochmal nachschauen, denke das bekomme ich noch mal raus, weil eine Lagerschale noch in der Kardanwelle steckt...
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von knallkraftmaschine »

Edeltuning hat geschrieben:bleibt die Frage nach Buchsenverwendung bei dieser Bauart offen ?
Hallo Edel,
Gleitlager sind (zumindest der Theorie nach) bei (hauptsächlich) einseitiger Krafteinwirkung und ohne Druckschmierung nur sehr bedingt für oszillierende Bewegungen geeignet, da der Schmierfilm, welcher die Gleitpartner hydrodynamisch trennen soll, nicht ausreichend aufrecht erhalten werden kann.
Beim Kreuzgelenk kommt noch dazu, dass es generell schwierig werden würde ausreichend Schmiermittel für die Gleitlager bereitzustellen, welches nicht ausgeschleudert wird...

Und bevor die offensichtlichsten Einwände "Kolbenbolzen-Pleuellager" und "umgebaute Kipphebel" dagegen kommen:

Kolbenbolzen-Pleuellager = Richtung der Krafteinwirkung ist nicht einseitig
umgebaute Kipphebel = Druckschmierung

Gruß Martin
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Edeltuning
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von Edeltuning »

Ohne zu testen funktioniert keine Theorie. :idea:
Bei der Schwingenlagerung ist man auch von Nadeln zu Buchsen gewechselt, da gibt es auch keine Öldruckumlaufschmierung. Wer es genau wissen will, kann ja beim Service im Gelenkwellenwerk anfragen. ;-)
Mir erschien die Verwendung von Nadeln in so einer sich kaum bewegenden Konstruktion als komisch. :shock:
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
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***Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.***
Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!
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PdmAJ

Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von PdmAJ »

Moin,
die Berliner mit der richtig schnellen AWO fahren schon seit Jahren Bronzebuchsen. Aber wie gesagt nur für relativ kurze Strecken. Grundsätzlich sollte man ausprobieren, ob das auf die Dauer - sagen wir mal für eine Season- ohne nachschmieren funktioniert. Wo soll dass Fett denn hingeschleudert werden?
Für einige Kardanwellen und Mitnehmer, in denen sich die Lagerschalen schon drehen, gäbe es eh keine andere preiswerte Reparatur mehr . . außer halt Buchsen auf Maß zu drehen.
Was für ein Material wäre - rein theoretisch - empfehlenswert?
Grüße, Alex.
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Andy
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von Andy »

Andy hat geschrieben:Hallo,
solche Kreuzgelenke habe ich schon öfter gesehen. Das Gelenk bewegt sich ja kaum und so drücken die Nadeln immer auf die gleiche Stelle. Die Nadelgelagerten Schwingbolzen sehen ähnlich aus.
Es hält eben nicht ewig.
Andy
Guten Morgen,
als ich das schrieb dachte ich auch daran die Nadeln im Kreuzgelenk durch Buchsen zu ersetzen. Aber wie schon geschrieben werden hier andere Kräfte übertragen und ich kenne auch keine Gelenkwelle bei der die Nadeln durch Buchsen ersetzt wurden sind. Vielleicht ist das Kreuzgelenk auch zu klein dimensioniert, das von der BK ist schon etwas größer. Ich weis aber nicht ob es dort ähnlichen Verschleiß gibt.
Andy
Zuletzt geändert von Andy am Mi 28. Okt 2015, 08:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Roadrunner
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von Roadrunner »

SEHR Viele Kreuzgelenke von Awo´s haben diese Schadensbilder , weil einfach vergessen wurde abzuschmieren ( die Glocke muß ja dazu runter ) und das Gelenk etwas unterdimensioniert ist. Im Gehäuse selbst scheint Wasser mit im Spiel gewesen zu sein . Neue Kreuzgelenke gibt es , Bronzebuchsen würde ich , so ich nicht nur " rund um die Kirche " fahren will , vermeiden. Den Kardan selbst kann man sicher wieder brauchbar machen ,ein guter wird es aber nicht. Lieber besseres Material besorgen .

Ralf
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von knallkraftmaschine »

Edeltuning hat geschrieben:Ohne zu testen funktioniert keine Theorie. :idea:
...
Bei der Schwingenlagerung ist man auch von Nadeln zu Buchsen gewechselt
Hallo Edel,

ob man nun die auftretenden Belastungen der Schwingenlagerung mit denen am Kreuzgelenk vergleichen sollte, da würde ich mal viele große Fragezeichen setzen wollen...

Aber ich gebe dir völlig Recht, dass man es mal testen müsste, wie die Lebenserwartung einer Buchsen-Konstruktion tatsächlich ausschaut am Kreuzgelenk. Aber auch bei der Buchsen-Lösung sollte das Lagerkreuz gute Laufflächen besitzen, ergo müsste man die Einlaufspuren der Nadeln überschleifen, oder man müsste sich ein neues Lagerkreuz besorgen.
Und da habe ich persönlich ehrlich gesagt ein besseres Gefühl, mir gleich ein komplettes neues Kreuzgelenk zu besorgen mit Nadeln und dass zu verbauen (zum Glück gibt es ja dafür Ersatz zu kaufen).
Wenn natürlich die Lagerschalen in den Augen wackeln, dann schaut´s schon etwas anders aus...

Gruß
Martin
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von schraubaudi »

Ralf hat recht, keiner denkt daran da mal was nachzudrücken. Mit Buchsen in dem Bereich mag gehen, aber wie lange die standhalten ? Problem ist, hast du erst mal eine Rattermarke auf dem Zapfen ist der Rest nur ne Frage der Zeit. Ich denke aber das Gelenk ist groß genug, sonst würde keiner GS damit fahren. Außerdem fahren ja auch Leute mit fast 600 ccm unterm Tank damit rum.
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Re: Kardan mit viel Patina

Beitrag von Edeltuning »

PdmAJ hat geschrieben:Moin,

Was für ein Material wäre - rein theoretisch - empfehlenswert?
Grüße, Alex.
Überall wo bei "unserem Motorenbau" Gleitwerkstoff gebraucht wird, ist Phosphorbronze CuSn8P am besten geeignet. :idea:
http://www.caro-prometa.de/internet/de/ ... haften.jsp
http://kollmann-metalle.at/index.php?l= ... stoffdaten
http://www.wilmsmetall.de/?page=bin/pro ... b1cd033d95
Zuletzt geändert von Edeltuning am Mi 28. Okt 2015, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
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