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Re: AWO restaurieren
Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 22:03
von akkon
Resu hat geschrieben:Vielen Dank, es geht ja schon los

Die ersten sichtbaren Alterserscheinungen: Auspuff total verrostet, Zylinderkopfdichtung leckt, Dichtring von der Kardanwelle offenbar auch, Rost praktisch überall am Rahmen, Elektrik mit Defekten ... Zulassung 19.03.1958, immer im Erstbesitz, alle Teile original bis auf den Soziussitz.
Moin Moin
Bloß nicht die Schöne Patina zerstören, die manche fälschlicherweise als Rost sehen. Man geht ja auch mit der neuen Freundin nicht gleich zum Chirurgen oder setzt das Bügeleisen an ;)
Technik überholen und fertig. Haste viel mehr Freude dran ;)
Gruß Ekki
Re: AWO restaurieren
Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 22:18
von fuchskuet
Ekki,
wenn meine Freundin um die 60 wäre, würde ich schon mit ihr zum Chirurgen gehen. Es sei denn sie hätte viel Kohle, dann wäre die Liebe groß genug.
Re: AWO restaurieren
Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 22:42
von akkon
fuchskuet hat geschrieben:Ekki,
wenn meine Freundin um die 60 wäre, würde ich schon mit ihr zum Chirurgen gehen. Es sei denn sie hätte viel Kohle, dann wäre die Liebe groß genug.
Da kannst du dir gleich eine Jungsche 25jährige holen
Ist jedem sein Ding aber überrestaurierte Bikes sieht man an jeder Ecke
Gruß Ekki
Re: AWO restaurieren
Verfasst: Mo 10. Nov 2014, 22:51
von Bausoldat
Resu hat geschrieben:....Auspuff total verrostet, Zylinderkopfdichtung leckt, Dichtring von der Kardanwelle offenbar auch, Rost praktisch überall am Rahmen, Elektrik mit Defekten ... Zulassung 19.03.1958, immer im Erstbesitz, alle Teile original bis auf den Soziussitz.
Technisch überarbeiten heißt: Motor/Getriebe/Kardan komplett zerlegen (lassen), reinigen und schauen was gewechselt werden muss. Auf jeden Fall die Lager und die Simmerringe! Zylinder ggf. schleifen lassen und mal schauen was die Ventile machen. Falls die Kurbelwelle noch brauchbar ist, unbedingt das Ölschleuderblech wechseln. Elektrik neu verlegen und den Rest so lassen, mit Ovatrol behandeln und dann erst mal fahren und Spaß haben. Alles Weitere wird sich finden und kann dann so nach und nach erfolgen!
akkon hat geschrieben: Ist jedem sein Ding aber überrestaurierte Bikes sieht man an jeder Ecke Gruß Ekki
Restauriert fährt sie auch nicht anders oder besser!

Re: AWO restaurieren
Verfasst: Di 11. Nov 2014, 01:10
von Edeltuning
Und immer gutes Öl 10W-60 verwenden, nicht daß der restaurierte Motor gleich
wieder mit minderwertigem Öl kaputt geht.

Re: AWO restaurieren
Verfasst: Di 11. Nov 2014, 06:53
von inge
Resu hat geschrieben:Kameraden und -innen, es ist soweit. Nachdem ich mich vor einem Monat vorgestellt habe, habe ich gestern just zum Tage des Mauerfalls meine AWO 425T aus Bräunsdorf im Erzgebirge abgeholt. Nun habe ich den WInter Zeit, sie zu restaurieren. Weil ich, offen gestanden

keinen blassen Schimmer von einer AWO habe, eröffne ich hiermit ein neues Thema. Ich bin über eure Ratschläge sehr dankbar und werde mich nicht scheuen, dieses Forum mit mehr oder weniger dummen

aber sicher sehr vielen Fragen zu füllen. Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe

. Kameradschaftliche Grüsse vom herbstlichen Bielersee. Resu

Hallo Resu,
also in deiner Vorstellung hast du geschrieben das du die Maschine restaurieren möchtest. Bitte, bitte tu tas nicht. Es gibt genügend restaurierte und überrestaurierte AWOs, in diesem ZUstand ist sie was besonderes und nicht eine der vielen restaurierten. Ich schließe mich hier dem Bausoldaten an, Technik überholen, fahren und auffallen
Gruß Inge
Re: AWO restaurieren
Verfasst: Di 11. Nov 2014, 07:24
von braendel
Bausoldat hat geschrieben:Technisch überarbeiten heißt: Motor/Getriebe/Kardan komplett zerlegen (lassen), reinigen und schauen was gewechselt werden muss. Auf jeden Fall die Lager und die Simmerringe! Zylinder ggf. schleifen lassen und mal schauen was die Ventile machen. Falls die Kurbelwelle noch brauchbar ist, unbedingt das Ölschleuderblech wechseln. Elektrik neu verlegen und den Rest so lassen, mit Ovatrol behandeln und dann erst mal fahren und Spaß haben. Alles Weitere wird sich finden und kann dann so nach und nach erfolgen!
Genau so !
Gruß - Willi
Re: AWO restaurieren
Verfasst: Di 11. Nov 2014, 08:13
von Roadrunner
Was er mit SEINER Maschine macht , sollte Ihm selbst überlassen werden . Natürlich ist es schade um jede originale erhaltenswerte Substanz , wie in diesem Fall , aber nicht jedem liegt "Patina" . Nicht jeder fühlt sich mit Rost , Beulen und Kratzern wohl.
Seit etwa 10 Jahren ist das erhalten von Originallack und Spuren der Zeit gesellschaftsfähig geworden. Vorher galt man als zu faul oder zu geizig um "richtig" zu restaurieren. Mittlerweile hat das Wort Patina seltsame Blüten hervorgebracht und jedes rostige Stück Altmetall wird damit bezeichnet. Es ist natürlich auch wesentlich günstiger , eine Maschine im vorgefundenen optischen Zustand zu belassen , als diese zu sanieren.
Ich denke , Beides hat seine Berechtigung ! Wenn jeder sein Fzg . unrestauriert ließe , würden bald nur noch solche Fzg zu sehen sein und es hieße nicht "Es gibt genügend restaurierte und überrestaurierte AWOs,....." sondern "es gibt genügend unrestaurierte AWOs,..." Also lasst Ihn machen wie er es möchte , es ist Seine Maschine und Sein Geschmack.
Ralf
PS.Wenn es meine Maschine wäre würde ich sie auch so erhalten , aber es ist nicht MEINE
Re: AWO restaurieren
Verfasst: Di 11. Nov 2014, 08:20
von AWOT52
Echt mal, den Lack unbedingt so lassen, nur den Rahmen machen, wenn der zu vergammelt ist.Dann ist und bleibt die Dame immer Original im Aussehen,und hat ihren besonderen Wert. Davon gibts leider nicht mehr viele...
Viel Spass damit
Re: AWO restaurieren
Verfasst: Di 11. Nov 2014, 09:01
von Bert
Moin,
mir blutet das Herz, wenn Du da mit neuem Lack dran willst.
Das gute Stück hat schon viele Jahre gelebt und sich offensichtlich gut gehalten, ich würde das auch erhalten.
Technik machen, Owatrol und Spaß haben...ist da mein Tipp, wie meine Vorredner...
Gruß Bert