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Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 20:59
von AWO-Schüssel
Kleine Ursache, große Wirkung
Interessant.
Aber das mit dem Edelstahl ist genau andersrum. Das Spannungs-Dehnungs-Diagramm der zwei Materialien zeigt ungefähr das.
Bei V2A tritt in der Zugbelastung die Dehnung später ein aber gleich danch ist auch die Bruchgrenze angeordnet.
Bei einer Stahlspeiche setzt die Dehnung ein wenig eher ein, das heist die Speiche wird erst mal gestreckt, aber Sie bricht viel später als bei VA. In der Praxis wundert man sich nur warum man lockere Speichen hatt.
Natürlich hatt auch Wärme Einfüsse auf die Veränderung der Zugfestigkeit des Materials wie das beim verchrommen ist, kann ich nicht sagen.
Ich hatte mal im Netz geschaut, hatte aber kein Spannungs-Dehnungs-Diagramm im Vergleich der beiden Materialien gefunden
Auf jeden Fall ist die VA-Speiche die sprödere von beiden, und bricht eher.
Brechen können, aber alle beide.
Da ist wohl der andere Hinweis zum Eispeichen der wichtigere !!!

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 21:45
von Andreas1
Mensch, Super :D , da habe ich doch fast falsch verstanden. Nach den bildlichen Darstellung von Feuereisen und Clairenc sind bei mir die Räder doch richtig "verspeicht". Hätte mich auch gewundert, weil ich mich an den Abdrücken der Speichen auf der Radnabe orientiert habe.
Andreas

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 22:27
von zweiradsteffen
Bausoldat hat geschrieben:Dann ist dir ja genau das passiert worüber ich mit Zweiradsteffen in Danewitz gesprochen habe. Steffen hatte mir erzählt, dass die Drehrichtung für solche Schäden entscheidend ist. Vielleicht führt er das hier noch mal näher aus.
Alles wichtige ist schon gesagt - ich habe dem nichts hinzuzufügen. ;;;;;;;

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Do 3. Jul 2014, 00:35
von GreenMilk
AWO-Schüssel hat geschrieben:Aber das mit dem Edelstahl ist genau andersrum...
Ich schließe mich AWO-Schüssel an. Das war auch schonmal Thema im DDR-Moped-Forum, ich finde nur leider den Beitrag nicht, sonst hätte ich mal verlinkt... :?

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Do 3. Jul 2014, 11:12
von Bert
Bei originalen Rädern und auch auf der Abb. im Ersatzteilkatalog sitzt die Radnabenseitig nach vorn zeigende Speiche wirklich innen - dh. der Kopf ist außen. Wäre / ist dies anders herum wandert die Speiche im Falle eines Bruches an der Kröpfung von der Radnabe seitlich weg, setzt auf dem Kardanhals auf und wird durch die Felge gedrückt - pffffft.
Ich hatte das Problem auch, das beide Räder vor dem Neuspeichen unterschiedlich gespeicht waren und wusste nicht, wie es richtig ist. Irgendein schlauer Kopf hat mir dann gesagt, als Faustregel: ...Innenspeichen auf Zug, Aussenspeichen auf Druck.....Wenn man sich vorstellt, das beide Räder angetrieben wären, kann man sich das damit gut merken ( ich jedenfalls ). Und es fahren viele falsch gespeichte Räder herum, haben wir in unserer Truppe gehabt und auch oft gesehen.
Gruß Bert

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Do 3. Jul 2014, 13:43
von Awo-Opa
Für die falsche Variante gibt es auch einen Grund .Zu DDR-Zeiten habe ich mal einen Beitrag gelesen ,da ging es um das Abreissen der Speichen .Bei richtig gespeichten Rädern hat man ja Schwierigkeiten mit dem Erneuern der Speichen,die von außen eingesteckt werden .Hier wurde Die Empfehlung gegeben die Speichen auf Zug von Innen einzustecken ,weil sich das Einfädeln bei Verlust einer Speiche dann einfacher macht .Das habe ich dann auch so gemacht und mein Hinterrad neu eingespeicht .So sind die falsch gespeichten Räder in Umlauf gekommen .Damals wurde auch schon scharf gefahren und das Problem mit den Speichen kannte jeder .Die fehlten in keinem Werkzeugwickel .Um dieses Problem endgültig zu beseitigen helfen nur Dickendspeichen , oder ein angemessener Fahrstil .
Hier sind die ersten 3cm stärker .Da reißt nichts mehr .Auch in Niro zu haben .Habe die mal auf Umwegen
aus dem englischen Rennsport .Sind mit Zollgewinde ,aber die Nippel gab es ja dazu .

Norbert

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Do 3. Jul 2014, 20:42
von clairenc
Beim Vorderrad gilt das gleiche. Die nach vorn zeigende Speiche immer nach innen. (zumindest auf der Bremsenseite)
Auch wenn kein Kardanhals dort ist.
Der schmale Rand der Bremsankerplatte reicht schon aus, um die Speiche in den Schlauch zu schießen!!
Beim Schlauchplatzer vorn, hast man null Chancen heil zu landen!!!
Bei mir ist die Speiche auch nicht auf den Kardanhals geschlagen, sondern auf den schmalen Rand des Kardans.
Durch den Abriss der Kröpfung ist die Speiche dort sehr scharfkantig und hakt sofort ein!
Gruß clairenc

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Fr 4. Jul 2014, 10:41
von oldtimerawo
echt krass,

ich habe meine beiden Räder vor kurzem zum Einspeichen einer Firma geschickt und hab gestern gleich nachgeschaut.

uuuuuund! ??? natürlich falsch eingespeicht ............ ;;;; ;;;; ;;;;

irgendwie bin ich schon angep.......,

echt krass

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 18:29
von tourist2
Hallo clairenc !
Deine älterer Beitrag.
Hatte auch häufige Speichenbrüche bei der Touren kurze Seite mit aufsetzen auf dem Kardan.
Die neuen sind aber dicker, seit dem hats gehalten, vom Profi zentriert.
Aber auf Deinem Bild sind die in Fahrtrichtung (im Uhrzeigersinn, wenn dein Kardan rechts ist)zeigenden Speichen außen, mit Kopf innen, also falsch, oder habe ich einen Denkfehler?
Gruß Detlef
P.S. Edelstahl ist weniger belastbar.

Re: Unfreiwilliger Abstieg

Verfasst: Mi 11. Jul 2018, 18:36
von tourist2
Hallo clairenc !
Ich nehme zurück doch die richtige Einspeichung(Wohl die Falsche Brille gehabt)
Gruß Detlef