Re: Tomasz, Bernde, AWO!… ein Ausflug an den Südrand von Po
Verfasst: Do 26. Jun 2014, 16:06
Zu dritt genießen wir von den Resten des Wohnturms aus die schöne Aussicht, den frischen Wind um die Nase und ich im Inneren das gute Gefühl, mit Freunden hier ein paar tolle Kilometer AWO fahren zu dürfen.
Nebenbei zeigen sie mir die Richtung in die wir uns nun weiter bewegen wollen. Das ist aber auch die Richtung in die eine mächtige Regenfront zieht. …
Egal, das naß werden lohnt sich aber, denn durch Wolken, Nebel und Sonne um die Berge ergeben sich Bilder und Farbspiele, die das Potenzial haben die ganze Reise mit nochmehr Wert zu füllen! ( Ok, vielleicht bin ich da bissl crisscross … fand ich doch die Mageroya-Nordkapinsel auch schon so faszinierend, wo andere nur meinten, es wäre nur ein flechtenbewachsener Felsen im Nordmeer!)
Auf die Plätze! Fertig! Los!
Tomasz fährt schonmal voraus um unten im Dorf nochmal nach seinem Freund zu forschen. Wir rollen ohne die Maschinen zu starten den steilen Berg wieder runter, um niemanden zu stören, sammeln Tomasz, der nun fündig geworden und glücklich ist, wieder auf und weiter gehts auf der Straße 385.
Wieder hat uns eine Regenwolke erwischt und Piotrs Isch geht plötzlich aus. Kein Benzin infolge eines vom Tankentlüftungsloch angesaugten Tankrucksacks. Das ist schnell behoben, aber der Regen wird immer bindfadenartiger. In Zabkowice Slaskie ( Schlonskie gesprochen weil das a unten ein Häkchen hat. Ja, ich versuche wirklich, alles richtig auszusprechen und übe mit Tomasz`s Hilfe, denn es wird überall mit einem lächeln belohnt, wenn ein deutscher sich bemüht! Wir sind ja diesbezüglich etwas faul!) halten wir an einer Tankstelle, um die Regenhaut wieder überzustülpen. Tomasz`s Licht ist ausgefallen, ein Wackelkontakt am Abblendlichtschalter. Der wird kurzehand gebrückt. In Polen muß sowieso jeder und immer das Licht an haben. Hier trennen sich leider auch Piotr´s und unsere Wege. Er hat noch ne ganze Ecke vor sich. Die Verabschiedung fällt sehr herzlich aus und wir versprechen, daß wir uns nicht das letzte mal getroffen haben!
Endpunkt unserer Reise soll die Stadt Zloty Stok sein. Eigentlich hätten wir uns eine Goldmine anschauen wollen, aber die letze Führung ist gerade vorbei und die Besucher strömen bereits wieder heraus. So nutzen wir die Zeit für ein Schwätzchen mit dem Kartenverkäufer und kaufen noch schnell eine schön detailierte Straßenkarte von der Wojewodschaft Dolny Slask (Niederschlesien).
Da wir für abends noch Brot und Vodka na Myszach ( Wodka mit Maus, so nennt man Whisky in Polen: Wodka in den eine Maus gefallen ist :-) ) brauchen, halten wir an einem Sklep Monopolowe. Normalerweise gibts in Monopolowe nur Alkohol und Knabbersachen erklärt Tomasz. Wir haben ganz offensichtlich Glück und die zwei jungen Mädels haben auch noch ein! Brot für uns. Wir nehmen noch Brandy und Cola mit, damit ich auch nicht auf dem trocknen sitzen muß. Auch kaufen wir diese großen Erdnussflipartigen... Flips in toller bunter Tüte, dafür ohne Geschmack (hat sich meine Tochter gewünscht). Nach einer Bleibe für die Nacht gefragt, wissen sie auch bescheid und kommen mit hinaus um es zu zeigen. Der unvermeidliche Stadtspritti gesellt sich auch dazu und quatscht dauernd rein, bis Tomasz ihm freundlich klar macht, daß er mit der Dame redet und sie nicht dauernd unterbrechen soll.
Wir landen in einem „Sportkomplex”, eine Art Jugendherberge mit angeschlossener Turnhalle. Von außen sieht das Gebäude auf der einen Seite erst halb fertig aus. Würde man nie drauf kommen, dort nach Schlafmöglichkeiten zu schauen. Der Verwalter nimmt uns auch gleich mit hinauf, und zeigt uns die Räumlichkeiten. Alles neu, inkl. TV (den keiner von uns beiden will/ braucht) und WC / Dusche im Zimmer. Die als erstes geäußerten 80 Zloty handelt Tomasz auf 70 inklusive abschließbarer Garage runter. Das sind nicht mal 20 Euronen für uns beide zusammen. Sehr fair!
Schnell ist das Gepäck hinauf geholt. Wir schnappen uns Bier und Brandy-Cola und schieben die alten Damen in die Garage. Ein wenig ölige Finger muß schon sein, also schrauben wir noch bissl rum. Ich muß die Kupplung nachstellen, gucke nach dem Ventilspiel und binde die nervig klappernde Hupe fest. Da mein Gefährt im Teillastbetrieb leicht „zweitaktet” (zu fett), trotzdem die Kerze überhaupt nicht rußig ist, setze ich die Nadel eine Kerbe tiefer. Tomek füllt ein paar ml 85W90 auf den Kardan, dessen Ölablassschraube leicht inkontinent ist.
Ready? Tak (ja) ! Dinnertime!
Die Garage wird abgeschlossen und wir gehen hoch, Abendbrot essen. Es gibt Tee, frisches Brot, Kabanossi, Schnaps mit Cola und Bier. Dazu lassen wir den Tag Revue passieren und zeichnen in die Karte unsere Wege ein. Gelächter gibts nochmal bei unserer illegalen Grenzübertrittsaktion :-)
Uns geht wirklich nie der Gesprächsstoff aus. Von Benzingesprächen über Family und Co. bis hin zu Politik ist alles dabei und die Stunden verfliegen. Nach halb zwölf werfen wir noch einen Blick durchs Dachfenster in den Nachthimmel, wo man Sterne sehen kann und stellen Prognosen auf, wie morgen die Fahrt wird. Poitr hat gemeldet, daß er gut angekommen ist und den Wetterbericht durchgegeben. Kühler aber trockener. Wir werden sehen.
Noch mal kurz die Ohrhörer rein und paar Takte Massive Attack gehört, von denen wir beide begeistert sind, uns aber einig sind, daß der Name für „Chillout-Mukke” recht „agressive” ist.
Gute Nacht!
Egal, das naß werden lohnt sich aber, denn durch Wolken, Nebel und Sonne um die Berge ergeben sich Bilder und Farbspiele, die das Potenzial haben die ganze Reise mit nochmehr Wert zu füllen! ( Ok, vielleicht bin ich da bissl crisscross … fand ich doch die Mageroya-Nordkapinsel auch schon so faszinierend, wo andere nur meinten, es wäre nur ein flechtenbewachsener Felsen im Nordmeer!)
Auf die Plätze! Fertig! Los!
Tomasz fährt schonmal voraus um unten im Dorf nochmal nach seinem Freund zu forschen. Wir rollen ohne die Maschinen zu starten den steilen Berg wieder runter, um niemanden zu stören, sammeln Tomasz, der nun fündig geworden und glücklich ist, wieder auf und weiter gehts auf der Straße 385.
Wieder hat uns eine Regenwolke erwischt und Piotrs Isch geht plötzlich aus. Kein Benzin infolge eines vom Tankentlüftungsloch angesaugten Tankrucksacks. Das ist schnell behoben, aber der Regen wird immer bindfadenartiger. In Zabkowice Slaskie ( Schlonskie gesprochen weil das a unten ein Häkchen hat. Ja, ich versuche wirklich, alles richtig auszusprechen und übe mit Tomasz`s Hilfe, denn es wird überall mit einem lächeln belohnt, wenn ein deutscher sich bemüht! Wir sind ja diesbezüglich etwas faul!) halten wir an einer Tankstelle, um die Regenhaut wieder überzustülpen. Tomasz`s Licht ist ausgefallen, ein Wackelkontakt am Abblendlichtschalter. Der wird kurzehand gebrückt. In Polen muß sowieso jeder und immer das Licht an haben. Hier trennen sich leider auch Piotr´s und unsere Wege. Er hat noch ne ganze Ecke vor sich. Die Verabschiedung fällt sehr herzlich aus und wir versprechen, daß wir uns nicht das letzte mal getroffen haben!
Endpunkt unserer Reise soll die Stadt Zloty Stok sein. Eigentlich hätten wir uns eine Goldmine anschauen wollen, aber die letze Führung ist gerade vorbei und die Besucher strömen bereits wieder heraus. So nutzen wir die Zeit für ein Schwätzchen mit dem Kartenverkäufer und kaufen noch schnell eine schön detailierte Straßenkarte von der Wojewodschaft Dolny Slask (Niederschlesien).
Da wir für abends noch Brot und Vodka na Myszach ( Wodka mit Maus, so nennt man Whisky in Polen: Wodka in den eine Maus gefallen ist :-) ) brauchen, halten wir an einem Sklep Monopolowe. Normalerweise gibts in Monopolowe nur Alkohol und Knabbersachen erklärt Tomasz. Wir haben ganz offensichtlich Glück und die zwei jungen Mädels haben auch noch ein! Brot für uns. Wir nehmen noch Brandy und Cola mit, damit ich auch nicht auf dem trocknen sitzen muß. Auch kaufen wir diese großen Erdnussflipartigen... Flips in toller bunter Tüte, dafür ohne Geschmack (hat sich meine Tochter gewünscht). Nach einer Bleibe für die Nacht gefragt, wissen sie auch bescheid und kommen mit hinaus um es zu zeigen. Der unvermeidliche Stadtspritti gesellt sich auch dazu und quatscht dauernd rein, bis Tomasz ihm freundlich klar macht, daß er mit der Dame redet und sie nicht dauernd unterbrechen soll.
Wir landen in einem „Sportkomplex”, eine Art Jugendherberge mit angeschlossener Turnhalle. Von außen sieht das Gebäude auf der einen Seite erst halb fertig aus. Würde man nie drauf kommen, dort nach Schlafmöglichkeiten zu schauen. Der Verwalter nimmt uns auch gleich mit hinauf, und zeigt uns die Räumlichkeiten. Alles neu, inkl. TV (den keiner von uns beiden will/ braucht) und WC / Dusche im Zimmer. Die als erstes geäußerten 80 Zloty handelt Tomasz auf 70 inklusive abschließbarer Garage runter. Das sind nicht mal 20 Euronen für uns beide zusammen. Sehr fair!
Schnell ist das Gepäck hinauf geholt. Wir schnappen uns Bier und Brandy-Cola und schieben die alten Damen in die Garage. Ein wenig ölige Finger muß schon sein, also schrauben wir noch bissl rum. Ich muß die Kupplung nachstellen, gucke nach dem Ventilspiel und binde die nervig klappernde Hupe fest. Da mein Gefährt im Teillastbetrieb leicht „zweitaktet” (zu fett), trotzdem die Kerze überhaupt nicht rußig ist, setze ich die Nadel eine Kerbe tiefer. Tomek füllt ein paar ml 85W90 auf den Kardan, dessen Ölablassschraube leicht inkontinent ist.
Ready? Tak (ja) ! Dinnertime!
Die Garage wird abgeschlossen und wir gehen hoch, Abendbrot essen. Es gibt Tee, frisches Brot, Kabanossi, Schnaps mit Cola und Bier. Dazu lassen wir den Tag Revue passieren und zeichnen in die Karte unsere Wege ein. Gelächter gibts nochmal bei unserer illegalen Grenzübertrittsaktion :-)
Uns geht wirklich nie der Gesprächsstoff aus. Von Benzingesprächen über Family und Co. bis hin zu Politik ist alles dabei und die Stunden verfliegen. Nach halb zwölf werfen wir noch einen Blick durchs Dachfenster in den Nachthimmel, wo man Sterne sehen kann und stellen Prognosen auf, wie morgen die Fahrt wird. Poitr hat gemeldet, daß er gut angekommen ist und den Wetterbericht durchgegeben. Kühler aber trockener. Wir werden sehen.
Noch mal kurz die Ohrhörer rein und paar Takte Massive Attack gehört, von denen wir beide begeistert sind, uns aber einig sind, daß der Name für „Chillout-Mukke” recht „agressive” ist.
Gute Nacht!