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Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 08:45
von inge
Roy hat geschrieben:[Bin zwar kein Experte, nur ein (Privat) Schrauber, aber

Der Spruch könnte von mir sein, weil es bei mir definitiv so ist.
Fahre die Welle nun schon seit einiger Zeit (2 oder 3 Jahre... :o )
Und: ich Fahre auch, d.h. die Awo steht nicht nur in der Garage.....
War dieses Jahr:
in Tambach - Dietharz
in Werben(Spreewald)
an der Ostsee(Boltenhagen)
dann Wismar/Insel Poel
dann Anklam
dann Danewitz
dann wieder heim(Thüringen)
Dann nochmal Hamburg und zurück
und das waren nur die längeren Touren.... 8-)

(kurz vor Danewitz hat sich ein Kugellager (6207) verabschiedet, vielmehr der Lagerkäfig
Nach einbau neuer Lager , die Welle läuft.)

Das sind meine Erfahrungen damit. ;;;;;;;

Grüße
Roy
Hallo Roy,
kannst du das evtl. in gefahrenen Kilometern umrechnen? Bzw. weist du noch in etwa bei welchem Kilometerstand die Kurbelwelle eingebaut wurde? Also ich fahre im Jahr max. 1000 km (wenns hoch kommt), hält die Welle 10tkm ab wären das 10 Jahre. ;;;;;;;

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 09:50
von Roadrunner
Ich hatte vor 2 Tagen genau dies Thema . Chinawellen haben einen ganz schlechten Ruf ........ bisher aber unbegründet , denn Niemand hat wirkliche Erfahrungen damit . So lange sind die auch noch nicht auf dem Markt und ehrlich , wer hat sich die bisher eingebaut ? Die , welche langlebige gute Wellen haben wollten , sicher nicht , da eine Referenz fehlt. Knauserer , Leute mit Mut zum Risiko und oder schmalem Geldbeutel haben vielleicht zugegriffen . Wenn dabei ein Vielfahrer wäre , der 10 Tkm pro Jahr abspult und hier postet ;-)
Ich glaube für sachliche Resultate werden wir noch etwas warten müssen.
Mir stellt sich nur die Frage , was soll darann schlechter sein als eine überholte Originalwelle , die mit den selben Verschleißteilen gemacht wurde ? ;-)

Ralf

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 10:54
von BastiL
Ich denke auch das solche Exemplare ne Chance verdienen. Welche Qualität das deutsche Handwerk manchmal liefert ist sein Geld auch nicht immer wert. Ich sage nur Zylinderköpfe aus Dessau! Aus meiner Zeit als Fernfahrer kann ich nur sagen, das unsere großen Automobilhersteller genau diese Motorenteile, aus Fernost beziehen. Ich habe sie oft genug im Überseecontainer nach Kassel direkt ins Werk gebracht. Und die Motoren halten auch 300 000 Km und mehr.

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 12:32
von inge
Ich denke ein Vielfahrer wird sich auf so eine Welle nicht einlassen, weil der will ja fahren und wer wirklich 10tkm im Jahr runter spult ist das sicher nicht nur in Deutschland unterwegs.
Aber Roy dürfte ja mit seiner Auflistung sicher auch einige Kilometer geschaft haben, deshalb mal die Frage an ihn, kannst du ca. pie mal Daumen sagen wie viel Kilometer es bis jetzt waren mit der Welle?
Diese Nachbauwelle ist ja nun nicht so arg teuer, alternativ kann man da ganz andere Exemplare erhalten z.B.

http://www.ebay.de/itm/Simson-AWO-Toure ... 35db4ca5e9

Artikelstandort: Made in GDR.

Also da kann jeder selbst entscheiden wieviel Geld er für welchen Nutzen ausgeben möchte. Bei meinen 1000km im Jahr denke ich dürfte das jedem klar sein wohin die Tendenz geht.

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 12:53
von Roy
inge hat geschrieben:... Bei meinen 1000km im Jahr denke ich dürfte das jedem klar sein wohin die Tendenz geht.
Äh ...... :? ....nein.......
inge hat geschrieben: Aber Roy dürfte ja mit seiner Auflistung sicher auch einige Kilometer geschaft haben, deshalb mal die Frage an ihn, kannst du ca. pie mal Daumen sagen wie viel Kilometer es bis jetzt waren mit der Welle?
Mein Tacho / km Zähler ist Made in GDR ...Ihr wisst ja.......
aber grob geschätzt so 8 bis 10 Tausend.
(Das macht Bernde oder Steppe auf einer Arschbacke..... :lol: )

Aber mal im Ernst, Ihr würdet Euch wundern, welche"Vielfahrer" hier aus dem Forum auch damit unterwegs sind.

So, ich bin jetzt hier raus.
Es Gibt Vorurteile, dann gibt es noch Gerüchte, und dann gibt es Fakten.
Von letzteren hab ich hier ausser meinem Beitrag nix gesesen.

Grüße ;;;;;;;
Roy

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 14:00
von 425/T
Ja Roy, aber warum ist das Lager nach für mich kurzer Zeit kaputt gegangen? Hast Du am falschen Ende gespart. War die Welle mal auf den Spitzen und wurde kontrolliert. So etwas kann den Gerüchten auch wieder Nahrung geben.
Gruß 425/T

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 17:41
von Deleted User 141
Hab zwar keine Ahnung von der Materie, aber ein gutes Erinnerungsvermögen...

MAL EHRLICH ICH VERSTEH´S NICHT:
Zu Ostzeiten wurde (aus Erfahrung) doch zumeist die DDR Ware als schlecht bzw. mangelhaft bewertet. Gerade was Qualität am Material, Paßgenauigkeit, Fertigungstoleranzen etc angeht. Wer´s erlebt hat, kennt/weis das. Was wirklich gut war, wurde exportiert.
Daher hätte jeder von Euch seinerzeit eine "unbekannte bzw. zweifelhafte Import-KWaus China" dem Zonenschotter vorgezogen!!! Er hätte sich brav angestellt , ggf sogar mit dem letzten Westgeld..., oder Bettelbriefe nach dem Westen..., Intershop ::: ::: ::: .
Anschließens dann vollmundig in den höchsten Tönen gelobt - ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt.

Nu werden die alten DDR-KW (auch zig mal regeneriert) plötzlich zum heiligen Gral erhoben???
Wie schnell sich doch Meinungen ändern können :lol:

So, nu noch ne Frage eines Ungebildeten: Wie hoch ist denn die durchschnittliche Lebensdauer einer DDR Kurbelwelle anzusetzen???

Matthes

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 18:27
von steckkruemmer
Roy,

Du hast Hohnstein, Weißenfels und Nebra vergessen! Schon die drei Treffen waren locker 1000 km - wenn wir jetzt schon "Erbsen zählen" wollen.
Stehe zwar auch nicht unbedingt auf die Nachbauwellen, bin auch der Meinung, die sollten sich erst mal ne gewisse Zeit bewähren (irgendwann werden die dann sicherlich auch teuerer) Mach Dir nichts draus Roy - Du bist bisher gut damit gefahren - nur das zählt!

Grüße Tobias

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 19:07
von clairenc


So, nu noch ne Frage eines Ungebildeten: Wie hoch ist denn die durchschnittliche Lebensdauer einer DDR Kurbelwelle anzusetzen???

Matthes
Ich habe zu DDR Zeiten 5 Kurbelwellen geschrottet. Da war sogar eine nagelneue dabei.
Mal 5000km , mal 10.000km, so genau weiß ich es nicht mehr. :?:
Es war einfach grauenhaft ;;;;
Gruß clairenc

Re: neue Kurbelwellen

Verfasst: Mi 3. Sep 2014, 21:16
von knallkraftmaschine
Roy hat geschrieben: Es Gibt Vorurteile, dann gibt es noch Gerüchte, und dann gibt es Fakten.
Von letzteren hab ich hier ausser meinem Beitrag nix gesesen.
Roy
Hallo zusammen,

dann möchte ich mal noch ein paar Fakten beisteuern:

Da ich mir derzeit einen "neuen" Motor aufbaue stand ich auch vor dem großen Kurbelwellenthema...
Aufgrund von den Infos die ich so zusammengelesen hatte (auch ältere Beiträge hier im Forum) war für mich klar, daß ich meine alte Welle regeneriert bekommen will. Aber dann steht man ja vor dem Problem "bei wem denn nu"?!?
Negative Erfahrungen gibt es von nahezu allen einschlägigen Adressen zu lesen, da wird man also schonmal nicht schlau... Trotzdem durch Recherche und viele Leute Fragen ein paar Adressen rausgesucht und Kontakt mit den betreffenden aufgenommen um Ablauf, Art und Umfang der Instandsetzung durchzusprechen.

- Doch einmal bin ich barsch und unfreundlich am Telefon abgewimmelt worden, da man mir nicht erklären wollte, was alles Bestandteil der Regenerierung bei dieser Firma ist (man wisse schon was man tut und wenn mir daß nicht passt und ich der Meinung bin ihm Vorgaben machen zu müssen, dann soll ich doch woanders hin)
- das andere Mal waren auf unbestimmte Zeit keinerlei Kapazitäten frei
- oder man habe zwar noch nie eine AWO-Welle gemacht, dass klappt aber schon und bewegt sich so ca. bei 400€

Soweit zur Vorgeschicht:
Nach einem Telefonat mit einem (gewerbetreibenden) Forums-mitglied zu einem anderen Thema kamen wir auch auf die neuen KW zu sprechen. Er klang dann eigentlich ganz positiv und berichtete, er hätte schon einige verbaut und die würden (mittlerweile) ganz gut laufen (war wohl anfänglich nicht so, aber der Hersteller hat nachgebessert was den Rundlauf angeht).
Ich könne diese Welle gerne über ihn beziehen.

Daraufhin habe ich mir dann auch eine solche Welle besorgt, allerdings bei einem anderen Händler, da ich dort eh noch einige andere Posten brauchte.

Optisch sah die Welle sehr gut und sauber gefertigt aus.
Hatte sowieso gerade ein Paket fertig gemacht zum Verschicken meiner Schwung- und Kupplungsscheiben zum Auswuchten. Ach komm: legste die Welle mal mit dazu, um die Wuchtung prüfen zu lassen.

Ergebniss: mit orginal Gewicht vom Kolben (vollständig) von 320g kommen nur ca. 54%-55% Wuchtverhältniss raus.
Werksvorgabe waren 59% bei der Touren. Um auf diesen Wert zu kommen müssten allerdings die Gegengewichte schwerer gemacht werden (war mir aber zu teuer).

als die Welle wieder da war kam ich dann auch mal dazu diese zwischen Spitzen aufzunehmen und den Rundlauf zu kontrollieren.
Ergebniss: in der Achse quer zum Hubzapfen 0,03mm (hätte man noch richten können)
in der Achse längs zum Hubzapfen allerdings ganze 0,09mm Unterschied von links zu rechts :shock: (da stimmt die Lage der Bohrungen für den Hubzapfen nicht, da lässt sich auch nichts richten!!!) Also der totale Schrott !!! :a:::

Die Welle wurde natürlich reklamiert und zurückgegeben (und auch anstandslos zurückgenommen)

Daraufhin wieder telefoniert mit besagtem Forumsmitglied. Dieser versicherte mir er würde die Wellen selbst auf Rundlauf prüfen, bevor die rausgehen und auch die Pleuelbuchse würde er gegen verdrehen sichern, dass ist nämlich bei den neuen Wellen leider nicht der Fall (gibts hier im Forum auch ein Thema dazu).

Also eine Welle bei ihm geordert.

Als erstes fiel dabei auf, dass das Pleuel im Bereich des großen Auges auf der Aussenseite mit einem Absatz schmäler gearbeitet worden ist und somit auf dieser Seite leichter geworden ist. Stichwort Wuchtverhältniss?! Erneut prüfen lassen habe ich das allerdings nicht.
Welle also wieder zwischen die Spitzen genommen.

Ergebniss: Quer zum Hubzapfen gerade mal eben, wenn überhaubt, 0,005mm.
längs zum Hubzapfen 0,03mm von links zu rechts
Nungut, ist zwar an der Obergrenze, aber vertretbar ist das denke ich schon.
Achsial- und radial-Spiel am KW-Hauplager: 0,25mm bzw. ca. 0,005
Pleuelbuchse gemessen: 20,015mm (War aber leider entgegen der Zusage nicht gegen verdrehen gesichert :a::: )
Lagersitze alle durchgemessen: Alle soweit Maßhaltig und i.O.
Kegelstümpfe mit Tuschierblau eingepinselt und Limarotor und Schwungscheibe dagegengedrückt und leicht gedreht: trägt alles auf ganzer Fläche.

Soviel also zu meinen Fakten, die ich bisher beisteuern kann. Gefahren bin ich diese Welle bisher noch nicht, da ich den Motor erst in den nächsten Wochen fertig zusammenbauen werde, aber bis hierher sieht diese Welle finde ich ganz passabel aus! Allemal besser als ihr Ruf.
Allerdings scheinen da auch ganz andere Kaliber auf dem Markt unterwegs zu sein, evtl. aus früheren Chargen?!

Ich kann also nur dringend dazu raten diese neuen Wellen geau zu prüfen, bevor man die einbaut! Ansonsten gebe ich für meinen Teil dieser Welle auf jeden Fall einmal eine Chance und hoffe, daß ich das nicht bereuen werde!

In diesem Sinne

MfG Martin

P.S.: Achso, noch vergessen. Das Pleuel habe ich auch auf Winkel kontrolliert mit Parallelunterlagen.
Der KoBo liegt sauber beidseitig auf wenn einfach alles von selber durch Schwerkraft da liegt. Wenn man das Pleuel nun nach links drückt bekommt man rechts ca. 0,05mm Fühlerlehre drunten, wenn man nach rechts drückt sind es links ca. 0,03mm