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Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Di 2. Nov 2010, 09:01
von CERVEZAwo
fatboyfahrer hat geschrieben:moin moin,
wozu ist am inneren kardandeckel eigentlich die lustige bohrung die ins innerer führt und außen einfach unter dem deckel endet? hat die einen sinn? ich will die dichtungen eventuell selbst fertigen und würde diesen teil dann weglassen wollen.
grzuss ff
Ich denke mal, du meinst die Ölbohrung, die soll verhindern, das das, aus welchen Gründen auch immer, mittig am Kardan austretende Öl, innerhalb der Bremse denselben verlässt, und so einfach auf die Straße, bzw. Felge fliecht.
Frank
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Di 2. Nov 2010, 09:43
von ponti
Moin Awo54,
Kardan Reparatur ist einer der schwierigsten Angelegenheit an der AWO es sind da viele Kleinigkeiten zu beachten und ohne speziellen Werkzeugen kommt man nicht herum das gilt auch für den Zusammenbau.
Meine Empfehlung suche bei Dir in der Nähe jemanden der damit Erfahrung hat und das Spezialwerkzeug auch hat sonst gib das Kardan lieber in Reparatur bei einen Fachmann.
Brutales auseinander reißen geht sowieso in die Hose

denn bei richtiger Handhabung mit Speziellen Werkzeugen bekommt man ein Kardan immer gut auseinander.
Grüße aus den Norden
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Di 2. Nov 2010, 15:34
von krachbumm425
hallo ff,
das wird so nix.
der kardan ist sicher nicht nur undicht weil die simmeringe alt und hart sind.
es kann auch an den lagern liegen.
wenn du keine ahnung hast wie sowas zerlegt wird, dann lass es besser.
bei der montage eines kardan kommt es auf präzision an.
der motor oder das schaltgetriebe sind da toleranter.
beherzige den tip von meinem vorredner und suche dir jemanden in deiner nähe der ahnung hat.
wenn es nicht von heute auf morgen sein soll, kann ich dir auch gerne weiterhelfen.
gruß uwe
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Mi 3. Nov 2010, 07:53
von fatboyfahrer
moin männers,
nu mal butter bei die fische! was ist da so schwer am zerlegen des kardans?
ich hatte probleme beim ziehen des treiblings , weil da ne riefe drin war. die kann ich aber wegpolieren und muß beim montieren halt aufpassen. das lager des tellerrades muß raus, dazu brauch ich einen abzieher den ich mir noch baue oder leihe oder kaufe.
und dann muß alles wieder zusammen. und das bedarf sicher sauberen arbeitens, aber bis jetzt hab ich nur gelesen, das ich mir jemanden suchen soll, der ahnung hat und das es viele gibt, die das nur von sich behaupten. und nu?
worauf ist denn nun speziell zu achten und warum soll das bei ordentlicher montage so kompliziert sein?
nicht das ihr mich falsch versteht, mir geht es um input! das soll bitte nicht überheblich klingen, aber ich wüßte gern mehr zur thematik, da ich soviel wie möglich selbst machen möchte.in meinem anderen betätigungsfeld hieß es auch immer, das ein umbau auf 250er breitreifen nur durch eine fachwerkstatt geht, und letztlich hab ich das incl. getriebezerlegen auch bei mir fertig bekommen! und 5500,-€ gespart.
also:
das tellerrad kommt wieder aufs lager, und beides dann ins gehäuse, dann kommt der distanzring der drin war in den ritzelschacht und das ritzel wird vollständig montiert wieder eingesetzt. was kann man da falsch machen?
wenn ihr eure geheimnisse nicht veröffentlichen wollt /Könnt, dann würde ich mich über eine PM freuen.
wenn ich dann für mich einschätze, das mir das zu kompliziert ist, dann nehm ich gern hilfe in anspruch.
herzlichen usw.
gruss und dank ff
@ uwe:
das wäre die innere bohrung die in diesem falz endet.da versteh ich, das eventuell öl zurückläuft. und dann hab ich
eine im selben durchmesser, die ght nach außen auf den inneren deckel und endet in einer dichtung am gehäuse. quasi eine blindbohrung. und die ist mir unklar, weil sie technisch garkeinen sinn macht. jedenfalls nicht für mich.
gruss ff
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Mi 3. Nov 2010, 08:33
von pittiplatsch
Warum alles verkomplizieren auch ein Kardan ist kein Hexenwerk(Von Menschen gebaut)
im Wernerbuch S.105-108 ist doch alles sehr Gut beschrieben. Klemmt der hals im Gehäuse Hilft ein Kleiner Schlagabzieher Und vordichtig Rausdöppern .Danach Sitz nacharbeiten (Grat entfernen.Glätten .Vermessen)
Tellerrad ausbaun macht sich natürlich mit Abzieher gut.geht aber auch ohne.Beim Zusammenbau ist Das zanflankenspiel Zu überprüfen und ggf einzustellen .Meistens Haut das mit den Vorhandenen Ausgleichscheiben aber hin.
Gruß Pitti
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Mi 3. Nov 2010, 10:59
von heiwen
ff, ich dachte auch es wäre für mich unmöglich, war es dann doch nicht, nachdem ich hier im Forum ein Studium über Erfahrungen und Tipps und Tricks absolviert habe.
Abzieher habe ich soweit es ging selbst gebastelt und für das Tellerradlager einen 3-armigen geholt.
Kardanhals nach unten ausgerichtet, stange durchs Gelenk und 10 Kg Gewicht rangehängt. Hab sogar die Wasserwaage angelegt, dass er auch gerade nach unten zieht. langsam erwärmt und es flutschte mit einem kleinen ruck dann raus. Beim Zusammenbau habe ich die Welle eine Nacht vorher im Gefrierfach gehant, Hals wieder erwärmt und mit der Hand reingleiten lassen.
Falls Du die Walzen vom Tellerrad wechseln mußt, hol sie Dir vom Eisenwarenhändler..da kosten die 1/10 von dem, was die Spezialhändler haben wollen.
Nur die Ruhe bewahren, keine Hektik und lieber bei nem Bier alles sacken lassen und überlegen, falls es mal klemmt.
Mein B3 hängt nun seit einer Saison drin und schnurrt ohne Probleme.
Heiko
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Mi 3. Nov 2010, 11:00
von ponti
Moin Awo54,
wenn sich einer soweit herantraut ein Kardan Richtig auseinander zuziehen und sauber zusammen zusetzen braucht gutes Werkzeug.
Natürlich muss man immer in Ruhe dabei gehen und die Ausgleichscheiben nachmessen im Notfall bei zu starker Abnutzung ersetzen, mit einer Richtigen Stärke und dem Richtigen Material. Beim Zusammenbau die kleine Kennzeichnung des Ritzels zum Tellerrad wenn vorhanden ist die gekennzeichnete Einbaustelle so ähnlich wie bei den Steuerrädern beim Motor. Die Hilfe des Erhard Werner Buch Ostdeutsche Motorradklassiker ist eine sehr wichtige Hilfe dabei da steht fast alles über die Zerlegung und den Zusammenbau drinnen.
Es ist nur von mir eine Empfehlung für Bastler die Neu mit der AWO mit der Zerlegung beginnen um nicht irgendwann mit dem Kardan stecken zu bleiben immer die Hilfe wenn Möglich von in der Nähe Wohnenden in Anspruch zu nehmen.
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Mi 3. Nov 2010, 11:01
von Roy
[quote="fatboyfahrer"] das lager des tellerrades muß raus, dazu brauch ich einen abzieher den ich mir noch baue oder leihe oder kaufe.
Hallo!
Wenn Du einen Abzieher brauchst, um das Tellerrad aus dem Kardangehäuse zu ziehen, hab´ich
Wenn Du das Kugellager aus dem Tellerrad rausziehen willst, hab ich auch einen Abzieher
bei Interesse bitte melden....

PN
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Do 9. Sep 2021, 10:53
von AWOFRED
Hallo, ich mache auch schon seit 30 jahren die Kardans nach der Methode wie ff sie beschrieben hat und bin in summe bestimmt damit schon einige tausende Kilometer so gefahren. Und wenn ihr euch dann auch noch an das Werner-Buch haltet sollte es kein großes Thema mehr sein. Wellendichtringe der mit zweiter Dichtlippe verwenden alle Lager erneuern, Vernietung Tellerrad prüfen und alles andere auf Verschleiß. Beim Kegelradspiel einstellen eignen sich auch ganz gut alte abgeschliffe Lager, damit kann man dann gut das Getriebespiel über die Ausgleichscheiben einstellen. Wenn das erfolgt ist natürlich altlager zu neulager vermessen...sollte sich aber keine Unterschiede ergeben und dann mit den Neuteilen alles wieder zusammen bauen! Und dann das Flankenspiel(Flankenkontakt) mit einem eingefäbten Fett oder öl testen. ....Deckel drauf und fertig!
Grüße Fred
Re: Kardan zerlegen (für mich unmöglich?)
Verfasst: Do 9. Sep 2021, 13:28
von flar
AWOFRED hat geschrieben: Do 9. Sep 2021, 10:53
... Vernietung Tellerrad prüfen...
Wie?
ralf