Awo 425 Sport - Awo 425 Touren Reparaturanleitungen, Tipps und Tricks zum Simson AWO Motorrad. Auch zum Thema AWO 425 Gespann, Farbcodes, Vergaser Probleme, Zündkerzen, Motor und Getriebe bei der AWO Touren und Sport.
Ich möchte neue Beläge aufkleben lassen, soweit so gut
jetzt liegen vor mir ein ganzer Berg an Bremsbacken die in Details unterschiedlich sind
Mit Blech, Ohne Blech oder auch ohne den Pilzartigen Ende
Die mit Blech sollen ja die älteren Varianten sein. So gefühlt würde ich aber genau diese bevorzugen.
War das wieder nur Einsparung oder tun es die ohne Blech auch?
Neu machen wollte ich die in Coswig beim Herrn Hanstein.
Awo Sport Bobber, Rollerzündung, Dellorto26, Indian, Victory und noch ne Menge anderer Projekte...
Mhm .
Du siehst ja selbst die unterschiedlichen Abnutzungszustände der Auflageflächen der Backen am Nocken .
Ich würde die besten Teile raussuchen und aufarbeiten lassen .
Gruß Alf
P.S. Es schadet bestimmt nicht die Teile paarweise zu ordnen .
Hallo SachsenAwo,
die gehen ALLE noch aufzuarbeiten. Auch die stärker verschlissenen.
Die Beilagbleche gibt es als Nachfertigung, in verschiedenen Stärken. Die Unterschiede in der Blechstärke sollen die Unterschiedlich stark verschlissenen Bremsringe ausgleichen, damit sich der Nocken auf keinen Fall quer stellen und das Rad blockieren kann.
Die Beilagbleche kannst Du am besten nachträglich, wenn die Beläge schon neu sind anbringen, damit Du die optimale Dicke feststellen kannst.
Das habe ich letztes Jahr gemacht, geht ohne Probleme, ich weiß nur nicht mehr, wo ich die Bleche her hatte.
Viele Grüße
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
Jens425S hat geschrieben: Sa 17. Okt 2020, 15:34
Die Beilagbleche kannst Du am besten nachträglich, wenn die Beläge schon neu sind anbringen, damit Du die optimale Dicke feststellen kannst.
Nö.
Wenn neue Beläge auf den Backen aufgebracht sind und anschließend auf die entsprechende Trommel angepasst wurden, dann brauchst du keine Bleche mehr.
Wenn, dann vor dem Belegen anbringen, um das Alu vor Abnutzung zu schonen oder ein weiteres Einarbeiten zu vermindern.
Ich habe, am Gespann, nach und nach alle Bremsen überholt.
Meine Erfahrung ist, bei der Hinterrad-und der Seitenwagenbremse reicht das Ausgleichen, des Verschleißes durch die Bleche, weil die Wirkung der hinteren Bremsen auch mit NICHT Optimal eingeschliffenen Belägen schon gut genug ist. Beide Räder sind ohne großen Kraftaufwand immer gleich zum Stehen zu bringen.
Voraussetzung ist hier nur das die Bremsringe/Naben 100% rund sind und keine Riefen haben.
Vorn ist es eine komplett andere Geschichte.
Die Beläge müssen optimal anliegen. Und mehr noch, wenn die Bremswirkung wirklich verbessert werden soll, braucht man weiche Beläge.
Ich habe zwischenzeitlich auch verschiedene Vorgehensweisen, von verschiedenen Firmen, bei der Optimierung kennen gelernt.
Das Materialschonendste gerade erst vor 2/3 Wochen, bei einer Firma die u.a. auf die Überholung und Optimierung von Oldtimer - Rennbremsen spezialisiert ist.
Das hast Du Recht, mit Backen, neuen Belägen, Ankerplatte, Backenlagerbolzen und Nocken werden in der Paarung, in der sie eingebaut werden, also natürlich auch mit, oder ohne Blechen aufeinander angepasst. D.h. die neuen Beläge werden auf den Bremsring eingeschliffen, bis sie von Anfang an 100% tragen.
Wenn das mit weichen Belägen gemacht wird, spürt man eine deutliche Verbesserung der Bremswirkung, vom ersten Kilometer an.
Wie gesagt, meiner Erfahrung nach ist das vorn, gerade beim Gespann, sehr empfehlenswert, diesen Aufwand zu treiben.
Hinten hingegen nicht.
Man kann den Aufwand an jeder Bremse treiben. Ob das erforderlich ist, das muss aber jeder für sich entscheiden. Ja , und ein gutes Stück weit, auch seine eigenen Erfahrungen sammeln.
Viele Grüße
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
Hallo Leute.
Das ist ja cool: Hier gibt es wiedermal ein Thema, welches ich kapern kann.
Meine Bremsbacken haben viele Jahre in Kisten mit anderen - öligen - Teilen zugebracht. Nun möchte ich sie neu belegen lassen.
Während man "früher" froh sein konnte, überhaupt jemand oder etwas zu finden, der einem das macht, gibt es heutzutage andere Probleme:
Die Stärke des Belags! 3 bis 8 mm in 0,5 mm Schritten. Super! Was nehme ich nun?
Ich könnte die originalen Beläge messen (haben noch so 3 bis 4 mm), habe aber keine Ahnung, wie weit die damals schon runtergebremst wurden.
Frage: Gibt es eine probate(!) Methode, die erforderliche Belagstärke zu ermitteln? Leider geht mein Messschieber nur bis ca 140.
Die Trommeln sehen, von leichtem Flugrost abgesehen, noch sehr gut aus.
Merci.
PS: Ich kann auch, falls gewünscht, ein neues Thema eröffnen.
Hallo Tekkx
Die Belagstärke ist 4mm im Original ,
habe meine aber 5mm aufkleben lassen dann die Beläge auf die
Ankerplatte gebaut und in auf der Drehbank auf Mass gedreht
Warlock hat geschrieben: Fr 6. Nov 2020, 13:29
Hallo Tekkx
Die Belagstärke ist 4mm im Original,
habe meine aber 5mm aufkleben lassen dann die Beläge auf die
Ankerplatte gebaut und in auf der Drehbank auf Mass gedreht
Andreas
OK.
Dieses Vorgehen kann ich mir für vorn sehr gut vorstellen.
Aber hinten ist die "Ankerplatte" mehr oder weniger fest mit dem Kardan-Getriebe verbunden... Das sieht in der Drehmaschine etwas merkwürdig aus.
Und wenn ich das Prinzip richtig verstehe, ist es keine gute Idee, erstmal an einer Position eingeschliffene (oder auch eingedrehte) Bremsbacken zu vertauschen. Von auflaufend und ablaufend mal ganz abgesehen, gibt es doch bestimmt auch Unterschiede (wenn auch geringe) zwischen vorn und hinten.
Soll heißen, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie Bremsbacken für hinten abgedreht werden können. Kann auch sein, dass es mir lediglich an Phantasie mangelt.
Wir haben Letztens an einer Dnepr versucht, die Hinterradbremse (mit neuen Belägen) einzustellen... Was für ein Gefrickel! Und dann ging das Ding trotzdem nur unbefriedigend.
Ich werde mich wohl eher auf die Angabe "Original 4mm" stützen, (Danke, Andreas.) da die Trommeln tatsächlich kaum Verschleißspuren zeigen. Und dann halt mit der Feile und Geduld - falls nötig - die Anpassung vornehmen.