Wie jeder zur AWO kam...?

Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst ja doch nicht lebend raus.
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Habicht64
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Habicht64 »

Ich bin Jahrgang 64 und stamme aus Dresden. Mitter der 80er war ich mal auf einem kleinen AWO Treffen, damals auf einem Prakplatz, Nähe der ehemaligen Pädagogischen HS DD. Dort präsentierten sich die wildesten Eigenumbauten sowie Originale AWO's. Am besten fand ich damals schon den Sound. Ich hatte aber keinen Motorradführerschein und das Geld reichte nur für eine gebrauchten Star Bj. 79 an dem ich mehr schraube, als dass er fuhr.
Dann kam Famile, Ausreise aus der DDR Februar 89 und Moped war etwas hinten angestellt.
1998 kam dann eine Suzi GN 125 ==> 2001 eine KAWA ZR750S.
2008 war ich mit der Familie in Meiningen im Urlaub und mit Frau und Kindern in Suhl im Fahrzeugmuseeum.
Dort zeigte ich meiner Frau erstmals ne AWO -mein Jugendtraum!
Sie sagte.. die sieht gut aus! Kannste kaufen ! Un so habe ich dann von meiner Frau sogar noch die Kohle für meine 425 Touren Bj.56 2009 zum Geburtstag bekommen.

Nach vielen Reparaturen und restaurierung läuft meine AWO seit 5 Jahren super!
Unseren Sohne habe ich beim 60jährigen Treffen (damals 13J.) auch noch mit dem AWO Virus infiziert!
Seit 4 Jahren hat er eine Sport Bj.59

Viele Grüße aus dem Schwabenland!

Henry
AWO fahren macht süchtig......
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steckkruemmer
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von steckkruemmer »

Bergmaus hat geschrieben: So 2. Feb 2020, 12:46 Schöner interessanter Thread...

Ich glaube, bei mir war die Schule Schuld, dass ich ein Faible für alte Motorräder habe. Die meisten hier mussten bestimmt auch das Buch „Käuzchenkuhle“ lesen. Darin kam diese alte Zündapp vor. Irgendwie haben mich die Stellen mit dem Motorrad total fasziniert. Meine Eltern hatten eine Trophy auf der ich als kleines Mädchen immer mitfahren durfte und als die Wende kam, stand ich oben am Torfhaus im Harz (großer Bikertreffpunkt) und hab mir sehnsüchtig die Motorräder angesehen. Die Jungs aus meinem Dorf schraubten immer an ihren Mopeds und erzählten nur noch von Choppern. Den Motorradführerschein zu machen, haben mir meine Eltern als einziges Kind, das sie hatten, verboten. Ich hab ihn dann heimlich gemacht und mir später eine Yamaha XV gekauft. Aber die Oldtimer haben mich nie losgelassen. Als Haus-und Hofstatiker für die Stiftung Kornhaus mit ihrem PS Speicher in Einbeck (kennen mit Sicherheit viele hier) hab ich auch immer mal wieder Zugang zu den Depots. Ein Traum was dort unter anderem an alten Motorrädern steht. Als sich dann ein Freund seine Touren AWO gekauft hatte und ich damit fahren durfte, hatten sie mich endgültig. Und dann lief mir kurz darauf meine Sport AWO bei Kleinanzeigen über den Weg. Ich hab sie angesehen, gehört, gefahren, verliebt 😍.
Und nach ein paar Zickereien der alten Diva sind wir jetzt echt ein Top Team.
Meine Geschichte dazu. 😊
Anke.

Das Buch sagt mir auch noch was...

Grüße Tobias
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steckkruemmer
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von steckkruemmer »

Wirklich schöne Geschichten kommen hier zu Tage. Danke, tut man immer wieder gern lesen.

Grüße Tobias
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frankbarby
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Kindersitz im Beiwagen

Beitrag von frankbarby »

frankbarby hat geschrieben: Fr 4. Jan 2019, 11:12 Na, dann ich jetzt auch mal:

Seit meinem Baujahr 1964 bin mit dem Berliner Roller meines Vaters aufgewachsen, gleich ganz früh im Kindersitz und später auf dem Soziussitz. Ein Auto hatten meine Eltern nie, so das alle Wege mit dem Roller erledigt wurden. So mit 13 oder 14 dann zum ersten Mal selbst gefahren, ohne dass Vater es wusste... Bis eines Tages der ABV vor der Tür stand und sagte: "Gerhard, Dein Sohn ist schon wieder schwarz gefahren, da musst Du mal was tun!". Gab aber keinen großen Ärger, nur den Hinweis etwas vorsichtiger zu sein. Mit 15 bin ich dann erstmals mit der AWO von einem Kumpel gefahren und das war schon toll. Leider für das offizielle Fahren mit 18 Jahren noch zu weit weg... So hat dann mein Vater mit mir eine alte 150er ES aus der LPG aufgebaut und mit 16 Jahren ging es dann los. Mit 18 dann zur ETZ 250 gewechselt und die mit 24 Jahren dann (welche Schmach..) gegen eine Schwalbe getauscht, damit meine Frau (ohne Motorradführerschein) auch mobil war.

Dann Wende - Auto - Pause. Als meine Tochter dann 2006 den Motorradführerschein machen wollte, war das Feuer wieder entfacht. Ich erinnerte mich an die AWO meines Kumpels und schlug 2008 wieder zu. Eine gut laufenden Touren mit Baujahr 1960 und dann dazu ein Stoye SML. So nahm das Unheil seinen Lauf ... Heute steht noch eine Sport mit Superelastik im Stall, meine Tochter fährt natürlich auch AWO und meine Frau wieder S50. Da Schwiegersohn auch Motorrad fährt kann der Familienausflug somit mit zwei AWO-Gespannen stattfinden.
Jetzt fehlen mir nur noch Enkel ...

Gruß Frank ;;;;;;;
AWO - Nov. 1979.jpg
So, aktuelle Wasserstandsmeldung von mir: :D

Enkel wird diesen August zwei Jahre, da muss Opa vorsorgen. Hat schon jemand mal einen Kindersitz im Beiwagen (Stoye SML und Superelastik) verbaut und ein paar Tips oder Fotos? :?:

Gruß Frank ;;;;;;;
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Ich möchte friedlich im Schlaf sterben so wie mein Opa, nicht schreiend und heulend wie sein Beifahrer.
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Matthias-Aw »

steckkruemmer hat geschrieben: So 2. Feb 2020, 18:57
Bergmaus hat geschrieben: So 2. Feb 2020, 12:46 Schöner interessanter Thread...

.... das Buch „Käuzchenkuhle“ lesen. Darin kam diese alte Zündapp vor.

Das Buch sagt mir auch noch was...

Grüße Tobias

Blödes Buch... erstens wollte da auch unbedingt eine Zündapp haben, doch es gab ja keine und zweitens wurde die dann nicht im See versenkt? Gruselig da konnte ich wochenlang nicht einschlafen...

Naja, kurze Zeit nachdem ich das Buch gelesen hatte gab es (1984) eine Seite in der IMS über die 425R und ein ganzseities Foto in der Jugend und Technik. Ab da musste es ein Awo werden. Was dann noch 2Jahre dauerte. In Nachbars Garage gab es auch einen Motorblock. Handschalthebel und die Nicht öffen Schraube fand ich auch schon immer wahnsinnig interessant. Mit 17 wurde das Moped verkauft (Schmerz) und eine Awo mit den Gummikarren 2km nach Hause gefahren. Das erste was ich gemacht habe war nachzusehen was sich hinter Nicht öffen verbirgt :-)
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steckkruemmer
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von steckkruemmer »

;;;;;;; Schön geschrieben.
Grüße Tobias
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steckkruemmer
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von steckkruemmer »

Und wieder eine schöne Geschichte.
Grüße Tobias
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mechanix
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von mechanix »

Das war die 57er Sport meines Vaters.auf der hab ich dann auch das Fahren gelernt und mit 18 durfte ich sie dann endlich auf der Staße bewegen.
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steckkruemmer
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von steckkruemmer »

;;;;;;;
Niedliches Bild!
Grüße Tobias
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Altmerker »

Moin in die Runde! Mein Interesse an AWO kam im Frühjahr 1990. Mein Kumpel Baui hatte eine Touren und Pit eine 350er Jawa. Da ich nur eine 150er ETZ besaß, wollte ich mich quasi vergrößern. Der Umstand, daß die DDR am Ende war, spielte mir in die Karten. Viele wollten ihren Ost-Kram damals loswerden. Wir saßen dann also und berieten, wie ich an eine AWO kommen könnte. Baui war da sehr unkompliziert. Er meinte, wir klingeln einfach bei den Leuten, von denen wir glaubten, sowas zu haben! Tatsächlich zeigten viele uns einen Vogel, aber einer der Befragten gab uns den Tip, das ein gewisser Herr M. früher mal ne AWO hatte. Wir bekamen die Adresse und fuhren sofort hin. Und was soll ich sagen, dieser Mensch hatte einen Bruder, der tatsächlich eine AWO in einem Schuppen untergestellt hatte vor Jahren. Und er Hatte noch den Brief dazu! Also nichts wie hin, gefragt, Preis ausgehandelt. Nächsten Tag zur Sparkasse gedüst und 1000 Mark vom Konto geholt und zurück zum Besitzer. Kaufvertrag, Handschlag und Abholtermin vereinbart. 3 Tage später bin ich mit meinem Bruder im alten Skoda MB1000 dann zum vereinbarten Ort gefahren und wollte die AWO abholen. Alter Finne, was soll ich sagen. Da stand keine AWO! Das war eine kleine Garage voll mit Schrott! Es waren 3 Rahmen, gefühlt 20 Räder und alles rostig und vergammelt. Der Motor stand übrigens vor der Garage, seit Jahren! Schock im ersten Moment, mein Bruder meinte, ich hätte ne Vollmeise, wenn ich den Müll mitnehme und Peter legte mir den Arm auf die Schulter und meinte nur : " Bleib locker, die Basis ist doch klasse, das bekommen wir wieder hin!"
Pfingsten 1990 ist sie als Chopper zurück auf der Straße gewesen!
Das ist meine Geschichte zum Thema! Beste Grüße an alle! Marko aus Salzwedel
Alles geht,so lang es nicht neu und original ist!
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