Neues von Валентина Козловская

Wieder mal eine geile Strecke gefunden oder gut untergekommen? Und du willst es nicht für dich behalten? Dann hier rein damit!
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Anke
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Neues von Валентина Козловская

Beitrag von Anke »

Mein Reisetagebuch:

29.05.2019

Nach unserem, Steppe und meinem, letzten gemeinsamen Urlaub 2018 bin ich auf die Idee gekommen, mir einen Urlaub mit mir allein zu wünschen. Mein Wunsch wurde mir erfüllt. Wobei ich mir bis Anfang April noch sehr unschlüssig war über das WIE und WOHIN. Und es ist ein großer Unterschied ob man allein urlauben möchte oder muss. Diejenigen, die von meinem Vorhaben erfahren haben durch mich, haben nicht versucht, es mir auszureden. Vielen Dank dafür.

Und jetzt kommt mit, mal sehen, wie weit wir kommen….

Jena – Borsdorf = 115 km
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30.05.2019
Der Plan für die ersten Tage ist, die Events auf meinem Weg mitzunehmen. So schließe ich mich dem AWO-Stammtisch Engelsdorf an, die eine Masuren-Tour geplant haben. Einen Tag und eine Nacht bin ich Teil der Gruppe, die aus 5 Gespannen, 3 Solomaschinen und einem VW-Transporter besteht. Es ist für mich sehr anstrengend, diesem langsamen Tross zu folgen. Meine Aufmerksamkeit lässt hier und da zu schnell nach, weshalb ich zweimal unkontrolliertes Bremsen einleiten muss, was bei mir schnell zu quietschenden Reifen führt, weil ich mit meinem Fuß aus Reflex zu stark bremse. Mit kontrolliertem Bremsen komme ich schneller und materialschonender zum Stehen, da ich die Vorderradbremse als wirkungsvollere Bremse besser dosieren kann. Aber spontan gelingt mir das immernoch nicht. Naja, ich bleibe drauf, auch ein Schlingern bringt mich nicht aus dem Sattel. Gut, dass ich Schlusslicht bin. Peinlich ist mir das schon ein wenig. Die Schäden des Tages sind: ein abgefallener Kickstarter, ein Getriebe das die Scheidung vom Motor eingereicht hatte, Lampenhalter die nicht mehr die Lampe halten wollten und zu guter Letzt ein Ventilabriss – also Motorschaden. Aber das alles nicht bei Walli. Im Gegenteil, ich kann mit passenden Schrauben das Getriebe von Klaus‘ Awo nochmal überreden, das sichert mir am Abend schonmal das Bier. Bevor wir das Tagesziel erreichen (Pekelne Dolny Motorradhöhle Tschechien) verabschiedet sich Falk noch wegen Luftlosigkeit. An der Höhle angekommen haben wir schon 3 Mitstreiter eingebüßt. Eigentlich 4, wenn man den Löwen mit Bus dazu zählt. In Novy Bor finden wir im Freibad einen Campingplatz, der alles hat, was wir brauchen.

Borsdorf – Novy Bor = 240 km
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31.05.2019
Der Tag in Novy Bor beginnt unaufgeregt, wir warten auf Marko, der sein Gespann gestern mit Ventilabriss bei Tharandt abstellen musste und mit Lutz und dem VW Transporter den Rückweg angetreten hatte. Er hat auf Solo Sport umgesattelt und ist auf dem Weg zu uns. Gegen 9.45 Uhr hat er es geschafft. Großes Hallo und Schulterklopfen, jetzt geht’s Richtung Prag, irgendwo tanken und frühstücken, dann will ich weiter nach Kamenz. Gegen 13 Uhr bin ich schon in Rumburk, Walli bekommt aus dem Supermarkt Klobasa, was wie Knackwurst aussieht und Brötchen. Die Gute. Endlich mal wieder im oberen Drehzahlbereich und das im vierten Gang. Gegen 15.30 Uhr sind wir beide in Kamenz und gönnen uns Eis. Fein gemacht, Walli! Die Zündkerze dankt es und zeigt uns heute ein etwas besseres Bild, von rußig/schwarz vom hinterher tuckern, werden die Rückstände nun ordentlich verbrannt und die Kerze wird ein klein wenig heller, man kann das Braun schon erahnen. Der Ölstand ist immernoch Unterkante Oberkante, also Null Verbrauch. Ein Träumchen. So trudel ich langsam bei Jan am Bushof ein und die Spiele können beginnen. Ekki wird schon mit Spannung erwartet. Ohne Barkas und Mopete… Weil ich mich darüber lustig mache, erzählt er als Retourkutsche geschätzte 157.367 Mal an diesem Tag den Ölwechsel vom letzten Schraubertag und ich beginne langsam Hassgefühle zu entwickeln. Wir sind traditionell eine kleine eingeschworene Gemeinschaft, die sich am Freitag trifft und die restlichen Vorbereitungen für das Schrauberwochenende erledigt. Wie immer sind dabei (außer meiner Wenigkeit und die Familie von Jan) Ekki ohne Barkas und Button ..., die beiden Schweriner, Ralf Roadrunner, Irena und Enrico. Wir haben einen lauschigen Abend im Hof. Bei den Benzingesprächen kann ich gut mithalten und der Kracher ist die Zündkerzenvergleichstabelle, die Steppe als Urlaubsvorbereitung erstellt hat und die ich laminiert dabei habe. Als diese Tabelle die Runde am Tisch macht, sind alle des Lobes voll (Danke an dich!!!) und sie wird auch reichlich geknipst… Danach muss ich von meinen Urlaubsplänen erzählen und Ines, die Frau von Jan, findet einen passenden Vergleich: „Das hört sich an wie Pilgern, nur das du dein Motorrad dabei hast.“ Der Vergleich gefällt mir sehr gut und trifft es rückblickend. Ich muss an dem Abend noch viele Fragen beantworten. Ausnahmslos alle am Tisch sind erstaunt, aber niemand will es mir ausreden, ich scheine überzeugend zu sein. Gegen elf kommt das Taxi und die Runde wird aufgelöst. Ich darf dableiben, habe ein ganzes Stockwerk, ein ganzes Haus für mich allein. Prinzessin eben.

Irgendwo bei Prag – Kamenz = 280 km
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01.06.2019
Der Tag ist ein Samstag und kurz nach 9 Uhr sind auch schon die ersten Gäste in der Werkstatt. Mein Job ist heute den Beitrag für das Schrauberwochenende (15 Euro) einsammeln, im Gegenzug gibt’s fachkundige Anleitungen, Bratwürste, Salat und Getränke. Am Abend sind wir alle fix und foxi, so lustig wie 2018 wird’s dieses Jahr nicht, wir sind alle relativ zeitig in der Penntüte verschwunden. Vorher frage ich Jan noch nach speziellen Schrauben, da mein Vorrat schon leicht angeknackst ist, durch die Masuren-Fahrer. Jan gibt mir ein komplettes Schrauben Kit für die AWO mit. Ich frage ihn, was er bekommt, er antwortet: „Komm erstmal zurück, wenn du nichts davon gebraucht hast, gibst du es mir einfach wieder.“ Das Kit beruhigt mich ungemein, es kommt mit in meinen Tankrucksack. Ich entscheide mich heute für Jans Büro als Schlafzimmer, schließlich muss ich doch mal testen, ob meine Ausrüstung taugt. Luftmatratze, Schlafsack und Ohrstöpsel funktionieren einwandfrei. Ich hätte auch meinen Schlafplatz von vorhergehender Nacht einnehmen können, wollte Walli aber in aller Herrgottsfrühe satteln und entspannt starten.

Kamenz – Kamenz = 50 km (Nachmittagsausflug mit Irena und Enrico)
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02.06.2019
Ich bin ziemlich aufgeregt und deshalb schon gegen 7 Uhr munter und beginne mich langsam auszupellen, mein Gelumbe in den 2 Packsäcken zu verstauen und Ekki zu stören. Walli ist gesattelt, Kaffee ist getrunken, ich warte auf die kleine Gemeinschaft um mich zu verabschieden, jetzt beginnt mein Urlaub. Also gleich. Einen Abstecher in Bautzen und dann weiter nach Biesenthal, wo meine Behausung für diese Nacht ist. 17 Uhr bin ich da, wie ich es Kathrin versprochen hatte.

Kamenz – Biesenthal = 280 km

03.06.2019
Früh um 6 Uhr möchte ich starten, halb sieben geht’s los. Es soll wieder ein heißer Tag werden und ich möchte die kühlen Morgenstunden nutzen. Als ich fertig bin mit Aufladen, bekomme ich Walli doch nicht vom Hauptständer, ich glaube sie hat zugenommen. Gepäck wieder runter, abbocken, Seitenständer ausklappen, Smartphone runter schmeißen, alles wieder drauf, mit ein paar Rissen im Display geht’s ab nach Kiel. In Schwerin mache ich eine große Pause, Gott ist das heiß heute, schnell wieder drauf und weiter. Ulf von den Schwerinern ist leider doch nicht zu Hause (lag auf der Strecke) also reite ich durch bis Kiel, ab Roggendorf sah der Himmel düster aus und es fing an, ein wenig zu stürmen. Aber ich bin dem Unwetter davongebraust. Kurz nach 15 Uhr bin ich am Check in in Kiel nun haben wir noch genug Zeit für Proviant für die Überfahrt und ein bisschen Seele baumeln lassen am Strand. Walli guckt ein bisschen traurig, aber in den Sand kann sie nun wirklich nicht mit. 17 Uhr soll ich am Gate 2 sein. Ein paar Holländer stehen schon da, ich geselle mich dazu. Das Übliche beginnt, wieso, weshalb, warum… und was ist das überhaupt? So vergeht die Wartezeit recht schnell, ich lasse alles geduldig über mich ergehen. Andere Passagiere gesellen sich dazu, ältere Männer, die von ihren Goldwings erzählen und für welche Zeitschriften sie arbeiten und Reiseberichte schreiben. Viel Blabla, glaub es oder nicht, ich habe meine Zweifel. Meistens werde ich nur angesprochen, damit eben diese Menschen ihren Salat loswerden. Würg… Meistens will ich das nicht hören, aber es interssiert diese Menschen nicht, die ihr Leben scheinbar schon gelebt haben. Auf meiner Reise habe ich nur wenige getroffen, auf die das nicht zutraf und ich bin dankbar für diese Reisebekanntschaften. Endlich kommt der Follow-me Wagen und wir dürfen drauf. Die Motorräder stehen alle an einem Platz und das angurten geht ziemlich fix, ich bekomme Hilfe von einem Fährarbeiter und habe ein gutes Gefühl als ich mich von Walli verabschiede. Ich hab ihr gesagt, dass sie keine Angst haben muss im dunklen Bauch der Fähre, es passiert ihr nichts… und das sie bitte keinen einzigen Tropfen unter sich machen soll…. Jetzt gibt es kein zurück mehr, next Stopp Litauen, ab dann bin ich auf mich allein gestellt und der Rückweg ist lang….

Biesenthal – Kiel = 400 km
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04.06.2019
Ich hatte mich auf der Fähre gleich verkrümelt. Der gebuchte „Schlafsessel“ befindet sich in einer Art Kinosaal ohne Leinwand. Ich blicke mich um und frage andere Passagiere, ob es egal ist, welchen Platz ich nehme. Ja, hier kontrolliert niemand, sagt mir einer, der wohl öfter fährt. Mein gebuchter Platz gefällt mir nicht, ich verkrümel mich mit meinem Schlafsack ganz hinten und habe drei Plätze für mich. So schlaf ich gepolstert. Bin auch ziemlich schnell „weg“ gewesen. Kurz nach Mitternacht wach ich auf, weil sich meine Blase meldet. In der Keramikabteilung stelle ich fest, dass es sogar Duschen gibt. Na Hossa, die Gelegenheit nutze ich doch, es schläft gerade alles, kein Betrieb… Dann wieder ab in den Schlafsack. Gegen 8 Uhr schlägt Montezuma zu. Seine Rache ist heftig. Gegen 14 Uhr wird’s etwas besser. Ich schiebe es auf die tschechischen Knackwürste, die ich gegessen habe, weil Walli sie nicht mehr wollte. Aber scheinbar sollte man sie nicht tagelang durch brütende Hitze transportieren. Außerdem habe ich noch voll hässliche Blasenbildung bekommen von der Hitze, zwischen Oberlippe und Nase. Na vielen Dank auch. Reiseapotheke oder Sonnencreme… wer braucht das schon…. Noch nicht mal ne verkackte Kopfschmerztablette dabei. Großartig, Anke. 16.30 Uhr laufen wir in Klaipeda ein, Walli wartet schon sehnsüchtig auf mich und ich auf sie. Aufsatteln und selbstbewusst abmarschieren. Wir finden den Ausgang vom Fährhafen relativ schnell, Walli und ich müssen am Tor noch nicht mal anhalten, werden durchgewunken. HALLO LITAUEN! Hier bin ich und auch gleich wieder weg. Mein Plan ist noch heute nach Lettland zu reisen, einen feinen Campingplatz am Meer finden und weiter Richtung Norden und dann die Sache rückwärts genauer betrachten. Soweit der Plan. Meine Apps hatten mir schon an Bord verraten, welche Ziele heute noch möglich sind. Ich entscheide mich für einen Platz bei Nica, knapp 80 Kilometer entfernt. Die Straßen sind ganz gut ausgebaut, wobei ich nur Hauptstraßen gefahren bin. Das Land ist flach und kaum bebaumt, Kurven gibt es auch keine. Kurz vor 20 Uhr bin ich da und Walli und ich sind die glücklichsten Reisenden. Der Platz ist sehr idyllisch, nah am Meer und was das beste ist, außer uns niemand da, aber Sanitär etc zugänglich. Das Paradies. Wir sind zufrieden und schlummern ein.

Klaipeda – Nica =80 km
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05.06.2019
Abends hatte ich noch mit den letzten Sonnenstrahlen die täglichen Wartungsarbeiten gemacht: Zündkerze und Ölstand prüfen und schauen, dass noch alles an seinem Platz ist, oder ob sich was lockern möchte. Den Limadeckel mach ich auch mal auf und sage dem Magneten und der Lima guten Tag. Sieht alles unauffällig aus. So sage ich auf Wiedersehen und schließe alles wieder. So kann es bleiben denke ich mir. Früh wird wieder gesattelt und ich genehmige mir noch eine kalte Dusche bevor es losgeht. Da niemand da ist, bedanke ich mich innerlich für die Gratisübernachtung und tucker los. Richtung Riga. Ich bin wohl etwas übermütig. Einem AWO-Forumsmitglied aus Riga hatte ich (auf der Fähre erst) geschrieben, aber bis zum Ende meiner Reise keine Antwort bekommen, erst als ich wieder zu Hause bin. Von nun an haben wir persönlichen Kontakt. Es dauert keine 100 km und der Ausfall des Tacho‘s zeigt mit Elektrikschwierigkeiten an. Es sind wieder über 30°C und der Asphalt ist brütend. Die Sicherungen gehen Walli durch und ich suche ein schattiges Plätzchen. Die ersten Versuche, mir selbst zu helfen, scheitern. Ich hatte erwartet, wenn ich die üblichen Kandidaten begutachte, präsentiert sich mir das Problem sehr deutlich. Dem ist aber nicht so. Zuerst hatte ich mein Rücklicht in Verdacht, aber keine schadhafte Stelle gefunden. Dann habe ich den verhassten Lampentopf aufgemacht und versucht, in dem Wirrwarr beschädigte Isolierungen zu finden. Auch nichts. Der Batteriekasten ist offen, ich drücke die Sicherungen wieder rein und kurzzeitig funktioniert alles wieder, aber nicht lange. Jetzt muss der Telefonjoker her und ich erwarte mir sofortige lösungsorientierte Ansätze. Aber das ist auch nicht so einfach aus der Ferne, das Problem zu lokalisieren. Schlussendlich wird der Randalierer im Lampentopf lokalisiert, aber nicht wirklich gefunden. Ein paar kleinere Scheuerstellen werden von mir verarztet und eine Weile geht’s wieder. Ich mache mich wieder auf die Piste und verspreche Walli, heute abend dafür zu sorgen, dass es ihr morgen besser geht. Den nächsten Übeltäter habe ich fast allein gefunden und verarztet, bis jetzt kein Ausfall mehr, aber Stunden bei der Hitze liegen gelassen. Da wollte ich wenigstens noch in die Nähe von Riga kommen, bin ich auch, aber viel zu lang nach dem passenden Campingplatz gesucht. Bei dem einen konnte man nicht mit Karte zahlen und der nächste war Schickimicki... Jetzt bin ich auf dem Nemo Campingplatz. Klingt schlimmer als es ist. Bevor ich bei Nemo rein fahre, stelle ich fest, dass mein Spiegel Glas irgendwo abhanden gekommen sein muss. Dann bin ich endlich auf dem Platz meiner Wahl, Klapp beim Absteigen den Seitenständer aus und beim Absteigen kippt Walli vor Erschöpfung um. Ein einzelnes Pärchen hat das mitbekommen und natürlich eilt die Frau mir zu Hilfe. Allein hätte ich Walli nicht hochbekommen. Der Seitenständer ist dabei abgebrochen. Nun recherchiere ich die ganze Zeit nach einem Alex Popov, von dem ein Forums-Mitglied in Riga spricht, kann aber keinen finden… Der Morgen ist klüger als der Abend und so verschwinde ich im Zelt, es wird schon alles irgendwie und irgendwo sein gutes Ende finden. So spreche ich mir Mut zu.

Nica – Jurmala = 220 km
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06.06.2019
Guten Morgen, Welt! Der korrekte Gedanke ist mir noch vorm Einschlafen gekommen. Ich lass mein komplettes Gepäck auf dem Campingplatz, verlängere also um eine Nacht, so kann ich Walli leichter händeln und auch mal auf dem Hauptständer abstellen bei der Suche nach einem Schweißer. Das sollte doch zwischen Kaliningrad und Sankt Petersburg kein Problem sein! Am Ausgang meines CP sehe ich zwei Gestalten/Einheimische, die werden mir als erstes zum Opfer fallen, vielleicht haben die ja schon goldene Hände. Haben sie nicht, aber sie vermitteln mir eine Werkstatt, von der sie denken, sie sei die richtige für mich. Ich fahre zu der angegebenen Adresse und muss feststellen, ich bin viiieel zu früh dran, die machen erst um 10 Uhr auf. Verflixt, was mach ich mit der Stunde? Um die Ecke ist ein Supermarkt, da hol ich mir erstmal was zum Frühstück und dann ruf ich die Werkstatt an, ob der wirklich erst um 10 Uhr öffnet, und ob es Sinn macht, mir einen benachbarten Klempner zu angeln, schweißen wird doch hier nicht so problematisch sein, oder? Er verspricht, eher zu kommen. Als es endlich soweit ist, beguckt er sich den Seitenständer, fragt mich was das für Material sei und das das nicht so einfach sei. Na logo, denke ich mir, bei mir kannst du kein teures Ersatzteil verkaufen, sondern musst deine Zeit investieren… Zur Materialfrage kann ich nichts beisteuern, ich dachte, ich sei beim Fachmann. Mann! Er sagt, das sei zu speziell, aber er wüsste jemand, der mir helfen könnte. Er tätigt ein paar Anrufe und schreibt mir eine Telefonnummer auf, er sagt, die Adresse würde er auch gleich bekommen, ich soll einen Moment warten. Der Moment dehnt sich aus und meine Walli guckt immer bedröppelter. In der Zeit führt der Meister einige Verkaufsgespräche, ich will nicht ungeduldig sein, aber nach fast 30 Minuten Wartens auf eine Adresse nehme ich das selbst in die Hand. Ich tippe die Nummer in mein Smartphone im Browserfenster und Google enttäuscht mich nicht, es kommt ein Standort. Ich frage den Meister, ob das der richtige Standort ist und nach der Bejahung und großen Augen bin ich verschwunden. Als ich am GoogleStandort der Telefonnummer eintreffe, ist mir klar, warum der Mensch auf eine Adressangabe wartete. Das ist unmöglich eine feste Firmenadresse, eher eine Hinterhofwerkstatt, die ich auch nur über unbefestigte Wege erreiche. Genau das Richtige! Da kommt schon jemand auf mich zu und sammelt mich ein. Herrlich, der Mensch weiß, was er tut, ihm ist klar, das es nicht zu Reichtum führt, aber es ist der Elan, die Freude, mit der er sich ans Werk macht. Er stützt den Motor, bevor er die untere Motorhalterung am Rahmen entfernt und führt zur Verankerung einen langen Bolzen ein. Jetzt kann er die Reste vom Seitenständer abnehmen und mir wird erstmal klar, was für eine Fitzelarbeit das wird. Er macht sich ans Werk, misst Immerwieder an der Stelle für die Halterung mit einem Messschieber nach, ob alles passen wird. Es sind noch einige andere Letten an der Stelle und mit Händen und Füßen, wo englisch nicht mehr reicht, verständigen wir uns. Der Meister wird Andreijs genannt und hat mein vollstes Vertrauen, nach 90 Minuten steht Walli wieder auf dem Seitenständer. Er blickt mich fragend an und zeigt auf meine rechte verbogene Fußraste. Na ok, darfste auch noch machen, bis jetzt hatte ich mich immer geweigert, meinen albanischen Sturz zu vertuschen und es fuhr sich auch nicht schlechter als sonst. Auspuff runter und gerade biegen, wie neu sag ich euch! Als das erledigt ist und ich zwischenzeitlich begeistert mit meinem Meister telefoniert hatte, fragte ich noch nach einem Spiegelglas. Steppe meinte am Tel. frag doch mal, wenn du einmal dabei bist. Hmmm, ok. Andreijs bringt eine ganze Kiste Seitenspiegel an und versucht bestimmt dreimal ein Spiegelglas in meine vorhandene Halterung zuzuschneiden und einzupassen. Schlussendlich suche ich mir einen Spiegel aus und der wird drangebaut. Sieht echt Scheiße aus, aber Steppe sagte, das muss sein. Am Ende drücke ich Andreijs etwas mehr, als er verlangte in die Hand und ziehe überglücklich von dannen. Ich musste den Tausendsassa zum Abschied drücken, das war mir ein Bedürfnis. So, der Nachmittag ist fast rum, ich sauße zum CP zurück (30 km) sacke mein Zeug zusammen und muss keinen Aufschlag zahlen. Glück gehabt. Wieder 30 km zurück nach Riga und in das Ibis Hotel, morgen will ich beizeiten nach Tallinn. Da hab ich irgendwie Bock drauf. In dem Hotel ist einer der Holländer von der Fähre, naja, man freut sich über ein bekanntes Gesicht. Ein bisschen Smalltalk – Zähne putzen – pullern – ab ins Bett.

Jurmala – Riga – Jurmala – Riga = 100 km
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07.06.2019
Nach dem Kaffee geht’s los. Zeitig, um acht. Meine Walli hatte neben einer BMW ohne Seele mit holländischem Kennzeichen nächtigen müssen. Sie sieht ein bisschen genervt aus. Ein Einheimischer beginnt ein Gespräch und der Holländer meint, alles über mich und Walli beantworten zu müssen. Als ich die ersten Spitzen auf englisch fallen lasse, ist dem Letten klar, wer die Hosen an hat und bittet um Fotos von mir, Walli und gibt mir nach mehreren Minuten noch seine Kontaktdaten. Wann immer ich, oder wir (Steppe und ich) da wären, wir hätten eine Unterkunft. Von dem Holländer will keiner was wissen und so starten wir. Ich habe das Navi in meiner Halterung und bin Guide für den Holländer. Wann immer wir zum Tanken stoppen, bin ich es, die im Mittelpunkt steht und meinem Begleiter wird mein Selbstbewusstsein wohl langsam zuviel. Er leidet unter Nichtbeachtung. Beim dritten und letzten Zwischenstopp treffen wir auf eine Gruppe Norweger, die mich vorher beim zweiten Stopp nur beobachten durften, beim Kupplung nachstellen. Die Aufkleber finden Beachtung und werden zum Thema. Ganz groß auf dem Seitenkasten mein Norwegen-Aufkleber. Tolles Land. Ich gebe Giel, dem Holländer, ein Zeichen, dass es jetzt los geht, Endspurt. Die letzten 50 km werden wir ein bisschen nass. Schade. Und mit den Tropfen auf dem Display versagt meine Navigation. Sygic hat auf einmal vergessen, dass wir schon alle wichtigen Offlinekarten haben, Google will mich sonstwohin schicken. Na dann geht’s eben ohne. Scheiß drauf. Die Ausschilderung ist gut und so kommen wir in der Innenstadt/Altstadt an. Wir trinken noch einen Kaffee gemeinsam und verabschieden uns. Ich knatter ein bisschen durch die Altstadt, mach noch zwei Fotos, kuller mal zum Hafen, mach eine Pause und schaue auf die Papierlandkarte, wo der nächste CP am Meer ist. Suurupi, aha. Na dann mal los, einchecken, Gepäck loswerden und Tallinn am Abend und in der Nacht entdecken! Soweit die Theorie. Die 30 km bis dahin sind auch nicht weiter tragisch, nur das Wetter sieht zum Fürchten aus, es zucken Blitze nicht mehr weit und der Himmel sieht schwarz aus. Das Nest hab ich durchforstet, kein Hinweis zum CP. Ich versuche, am Meer zu bleiben, der Weg führt in den Wald und meine Abenteuerlust schaltet die Vernunft aus. Sind das Bunkeranlagen? Oh, ich muss weiter forschen! Und was ist das überhaupt für ein mysteriöser Wald? Ein bisschen gruselig, er ist soooo dicht. Der Weg wird immer nasser, die Pfützen größer. Bald kann ich schon nicht mehr ausweichen, sondern muss mitten durch fahren. Immer in der Hoffnung, dass es sich dabei um kein 10 Meter tiefes Loch handelt und keine gemeinen Steine unter Wasser liegen. Das geht eine Weile gut und ich denke noch einen kurzen Moment, wenn dir hier was passiert, dich findet kein Schwein. Das Engelchen auf der linken Schulter mahnt mich. Auf der rechten Schulter tönt der Teufel aber, dass ich letztes Jahr in Albanien Offroad hatte und das ich unsterblich bin! Schlingerschlinger – rumms. Auf die linke Seite. Gut, dass mein Original-Spiegel schon ab war. Ich rappel mich drunter vor, wir sind beide bis zur Hälfte im Schlamm versunken. Ich vertikal, Walli horizontal. Ich stemme Walli unter mega Adrenalin mitsamt Gepäck nach oben, stelle sie auf den Seitenständer (echte Qualtätsarbeit!) und breche in Tränen aus. Was habe ich meiner Walli angetan! Was ich auf gar keinen Fall tun wollte, habe ich getan. Mich und Walli in Gefahr begeben. Der Lenker ist schief, die Lenkerhalter verbogen, der Lampenring hat einen ordentlichen Treffer und das Lampenglas ist im Eimer. Scheiße, wenn sie jetzt nicht mehr geradeaus fährt, ist der Urlaub erledigt, denke ich und der Rotz läuft. Meine arme Walli. Wie dumm kann man sein? Ich biege den Lenker gerade, kicke sie an, Licht geht auch noch und ich tucker langsam raus aus dem Zauberwald. Ich begegne zwei Leuten, erzähle von meinem Missgeschick und frage, wo eine Übernachtung für mich möglich sei. Die beiden begleiten mich zum nächsten Gehöft und dort unterhalten sich die Esten in Landessprache, wobei ich den Eindruck habe, dass sie mich und mein Problem ernst nehmen. Zu allem Übel fängt es jetzt richtig an zu gießen. Den Gehöftmensch frage ich selbst nochmal eindringlich, ob er mir helfen kann und mir steigt das Wasser in die Augen, auf einmal bin ich total geschafft vom Tag und habe null Energie mehr. Er guckt mich an und fängt an, an Wallis Vorderrad zu fummeln. Da werde ich sauer. Ich sagte, ich brauche einen Platz, mit meinem Motorrad ist alles in Ordnung! Da lacht der Vogel. Ab jetzt ignoriere ich die Personen um mich herum, knalle eine schöne blaue Toppits Folie über die Glasscherben, wickel ausreichend Tape darum und fahre mit Standlicht, damit es mir die Folie nicht zu schnell durchschmort. Irgendwie ist es mir gerade scheißegal wohin, nur weg. Von mir aus fahr ich auch die ganze Nacht durch. Ich bin jetzt trotzig in dem Schietwetter. Und wenn mans braucht, ist keine Unterkunft zu finden. Ich bewege mich Richtung Westen. Nach 30 Kilometern wird es am Horizont heller und sogar ein paar Sonnenstrahlen sind zu erkennen. Was für ein schwarzer Tag. Da zücke ich doch wieder das Smartphone und befrage eine App nach einem wilden CP. Bingo, nicht mehr weit. Ich lasse mich hin navigieren. Der Platz ist ein Traum. Kurz vor 20 Uhr habe ich es geschafft für diesen Tag. Steilküste. Leuchtturm. Millionen Mücken, aber zum Glück auch Wind. Ich baue das Zelt auf, dann ziehe ich mir die nassen Klamotten aus, die Wanderstiefel sind ordentlich durchtränkt. Gut, dass es nicht kalt ist. Um 21 Uhr mache ich noch ein paar schöne Fotos, ohne den offensichtlichen Schaden. Aber dann überwinde ich mich und mache auch Fotos von vorn. Es gehört ja dazu und leider ist bei mir nicht immer Sonnenschein. Ein seltsames Gefühl macht sich in mir breit, ich möchte lachen und heulen in einem. Ob das der Wahnsinn ist? Ich gestehe meinem Steppe den großen Blödsinn, den ich verzapft habe: „Wald, Matsch, Pfützen, bumm.“ noch ein Foto dazu. Die Reaktion kommt prompt: „Herrjeminee“ Und ich kann sein enttäuschtes Gesicht vor mir sehen. Nuja, ich wollte es so… Der Plan für morgen sieht so aus: zeitig aufstehen, richten, was zu richten geht und ab nach Riga zu Andreijs.

Riga – Tallinn – Matsch – Padilski = 380 km
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08.06.2019
Es ist wieder Samstag und ich setze meinen Plan um. Meine Werkstatt öffnet pünktlich um sieben. Als erstes entferne ich das abgrundtief hässliche Ding von Rückspiegel, ich schlachte es. Das Spiegelglas wird mit Tape auf dem originalen Spiegelgehäuse befestigt. So, fertig. Ich starte also mit einem Erfolgserlebnis. Als nächstes hänge ich die Lampe aus und versuche mit den gummierten Griffen der Zange vorsichtig die Lampenhalterung zu richten, hoffentlich bricht mir nichts, ich hatte noch Glück im Unglück. Die Halterungen sind furchtbar verbogen, aber nicht gerissen. Bis ich mich nicht mehr traue, biege und richte ich. Dann hole ich die Scherben aus dem Reflektor, stattdessen kommt eine farblose Folie drauf und damit mich niemand auf mein komisches Licht aufmerksam macht, bekommt der Strahler noch aus schwarzem Tape ein fettes X drauf. Zufrieden mit meiner Arbeit checke ich noch sonstiges an meinem allerschönsten und stärksten Motorrad. Huch?! Jetzt ist die linke Fußraste verbogen. Jetzt muss ich lachen. Als ich mit allem fertig bin, ziehe ich meine nassen Wanderstiefel wieder an und ab geht die Luzie. Da war ich gestern also nur zum Kaffee trinken in Tallinn. Auf halber Strecke mache ich halt um ins Meer zu hüpfen, es ist so heiß. Als die Hiobsbotschaft von Steppe kam, hatte ich gerade gestoppt, um auf meinem Weg nach Riga Abkühlung in der Ostsee zu finden. Das erste Mal in diesem Urlaub. Das hat gut getan, nach Stunden des Werkelns und durch die brütende Hitze fahren. Die nassen Badesachen habe ich dann drunter behalten, eine Wohltat. Bevor ich weiter düse prüfe ich nochmal schnell das Ventilspiel, alles ok. Wahrscheinlich höre ich schon Flöhe husten. Als ich in Riga in dem bekannten Hinterhof ankam, war der Besitzer nicht da, aber zwei andere, die mein Leiden sofort erkannten. Wie soll ich sagen.. mein Problem war gelöst, für sagenhafte 15 Euro hatte ich Glas und Lampenring und das wurde auch noch angepasst. Natürlich sieht es nicht so hübsch aus, wie mein altes, aber das tut es jetzt erstmal bis nach Hause und vielleicht ein bisschen länger. Dann habe ich mir in meiner Camping App einen neuen Platz ausgesucht und eingecheckt. Ein sehr schöner Platz, die ideale Position um morgen endlich durch die Stadt zu cruisen und ein paar hübsche Bilder von Walli, meiner tapferen Kämpferin, zu machen. Mein CP Nachbar heißt Patrice, kommt aus Frankreich und hat eine Kartoffelnase, die ich schön finde, weil sie irgendwie typisch französisch ist. Dann kam ein alter Mann angeschlichen zu meinem Motorrad und Zelt und erzählte ganz viele interessante Dinge und ich habe gespannt zugehört. Er heißt Rudi Schröder, kommt aus Oberhausen, ist 81 und macht immernoch Reisefotografie. (Ich muss mal googeln)... Dann habe ich mich noch mit anderen Nachbarn über Vorurteile unterhalten und so verstrich die Zeit... Gute Nacht, Welt meine letzten Gedanken gehen nach Norge zu meinem Steppe und seinem Motorschaden.

Padilski – Riga = 320 km
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09.06.2019
Heute ist Sonntag, da soll man ja ruhen. Machen wir auch. Nur ein bisschen Sightseeing, nach dem Kaffee auf dem CP. Das mache ich mit Walli allein. Nur wir beide. Wir lassen uns treiben ohne Ziel, beobachten Menschen und Menschen beobachten uns. Wir haben so unsere Freude mit dem Tag und dem Müßiggang. Irgendwann werde ich albern und tape das Smartphone an den Rückspiegel für ein paar Bewegtbilder. Für den nachfolgenden Verkehr muss das sehr lustig ausgesehen habe und ich bekringel mich bei der Vorstellung. Dann suche ich mir noch einen Supermarkt, zum Abendbrot gibt es heute Nudelsky mit Tomatsky Sozy und ein Sixpack in dem nur fünf Flaschen sind. Auf dem CP zurück leiste ich mir noch eine Waschmaschinenladung und recherchiere schonmal für den nächsten Tag, es soll weiter gehen, Kaunas in Litauen. Abends ist Patrice, mein lieber ruhiger CP Nachbar wieder da und wir lassen den Abend gemeinsam ausklingen. Ich habe mich in seiner Gesellschaft sehr wohl gefühlt, endlich jemand, der mich nicht mit sagenhaften Geschichten beeindrucken wollte. Die Neuankömmlinge bestaunen zwar meine Walli, bringen mich aber nicht mit ihr in Verbindung, da ich mit Patrice abhänge. Amüsant. Wir verabschieden uns beim Sonnenuntergang und ich verspreche, wir trinken morgen früh noch Kaffee zusammen.

Riga = 50 km
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10.06.2019
Die Nacht war sehr kalt, ich habe gefroren im Schlafsack, ich packe zusammen, trinke mit Patrice Kaffee, wir tauschen noch unsere Kontaktdaten aus, umarmen uns herzlich und fast tut es mir ein bisschen leid, mich zu verabschieden. Aber die Welt wartet. Mal sehen, was es heute gibt. Kaunas. Das soll mein Ziel sein. Nach Stunden in der glühenden Sonne bin ich dem Ziel schon sehr nah, ein Stopp an der Tanke und ein Harley-Fahrer an der Nachbarsäule sagt: „Oh, eine AWO.“ Ich bin beeindruckt. Ich sage ihm das auch, dass er einer der wenigen ist, die das sofort sehen. Er winkt mich nach dem Bezahlen zu seinem Tisch im Freien und eine ganze Truppe ist da und macht gerade Pause. Der Harley-Fahrer, ich und alle am Tisch scherzen und lachen viel, nebenbei werde ich von Jerzy fast gezwungen, vom Brot und der Wurst auf dem Tisch zu nehmen. Bevor die Truppe aufbricht (alles polnische Fahrer) werde ich aufgefordert, mich zu melden, wenn ich Breslau erreicht habe. Mir wird noch der Kontakt von Jerzy in die Hand gedrückt und weg sind sie. So, da stehe ich bei Kaunas. Ich begucke mir die Lage in meiner App und alle Straßen sind rot verzeichnet, verstopft. Kein Durchkommen. Verdammt. Es geht auf 15 Uhr zu. Wenn ich Gas gebe, schaffe ich es heute noch nach Polen. Also los. Neues Ziel eingeben, ab nach Polen. Die Fernverkehrsstraßen haben zunehmend mehr LKWs als PKWs. Mir brummt der Schädel. 19.30 Uhr trudel ich in Suwalki (Polen) ein. Die letzten Storchennester hatten schon Kälbchen drin, statt Störchen. Eindeutig. Es wird Zeit, abzusteigen. Der CP ist an einem Stadion, sehr saubere und neue Sanitäranlagen, aber zu wenige Zelte. Ich bin die Einzige zwischen 10 Campern mit ihren Sattelitenschüsseln. Egal, morgen will ich Warschau erreichen. Mir scheint,ich habe den Blick für das Einzigartige verloren, jetzt wäre es gut, nicht allein unterwegs zu sein, denn ich verfalle den Kilometern. Es ist keine Erholung mehr, sondern wird fast zu einem Leistungssport. Welches entfernte Ziel kann ich erreichen, wenn ich nur weit genug fahre?

Riga – Suwalki = 450 km
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11.06.2019
Tschüss, ihr 10 Camper! Ihr tut mir leid!
Ich bin heute bei den Komsomolzen in Warschau angekommen. Der Tag fing EIGENTLICH ganz gut an. Ich bin zeitig weg gekommen, sodass mir die Sonne heute vielleicht nicht so sehr die Fresse verbrennt, was sie dann aber doch getan hat. Wie ein Pavian Arsch, sag ich euch, ich leuchte im Dunkeln. Jedenfalls bin ich durch die schönsten Landschaften gefahren, so dass es auch nicht ganz so schlimm ist, wenn man sich verfährt und das Navi heute mal keine Lust hat.. Elektrikproblem war heute doch nicht gelöst, ich habe unterwegs mehrmals versucht, mit freundlicher polnischer Unterstützung (ohne deutsch oder englisch) das Problem in den Griff zu bekommen, mit Erfolg. Das Licht bleibt nun an, der Tacho nicht und die Steckdose hat sich heute auch gedacht: "Du kannst mich mal am Arsch lecken!". 130 Kilometer vor Warschau musste ich auf die Landkarte in Papierform schauen und feststellen, keine Ahnung, wo ich bin. Der Tankwart klärt mich auf, zum Glück hören sich die Städtenamen in jeder Sprache gleich an. Ich lass mir das vorsichtshalber doppelt sagen und kreise die Namen ein. "Easy!" Schreie ich ihn an und wir lachen. An der nächsten Tanke versuche ich es nochmal mit Elektrik. Nö, maschin kaputt.. Ein anderer Biker (junger Schwede) hält an, und will mir wenigstens ein Getränk aus der Tanke holen, da dachte ich an meinen Steppi, das würde er auch tun. Also für mich sowieso, aber auch für fremde offensichtlich Leidende. Als ich mein Gerümpel wieder zusammen habe und weiter will, habe ich schonwieder vergessen, aus welcher Richtung ich kam. Hab aber zufällig die richtige erwischt. Sagte ich schon, das mein Akku leer war? Boah, Ey... nächste Tanke angesteuert, Yeah, es gibt Steckdosen! So lange habe ich noch nie Kaffee in der Tanke getrunken. Ok, bei 27% breche ich auf und will den CP, der auf der Karte verzeichnet ist, ansteuern. Gibt's nicht, als ich die Koordinaten erreiche. Scheiße, wieviel %? Wo ist der nächste? 14 Kilometer... Oh, der Name: „Kaputy“. Na freilich, passt. Ich komme an, und es ist voll mondän. So was hätte ich hier nicht erwartet.... Auf Knopfdruck gehen die Torflügel auf, als ich mein Begehr an der Wechselsprechanlage kundtu. Einchecken, Zelt aufbauen,Steckdose finden und Wartungsarbeiten an Walli beginnen. Ein paar Kabel hab ich noch gefunden, die verarztet wurden (Das Licht bleibt jetzt zumindest an) dann verschlucke ich noch eine Büchse irgendwas, duschen und ab in die Warschau-City, wo ich mir ein Radler gönne und husch ab in den Schlafsack...

(Kleine Nebengeschichte: Ich hatte einen verpassten Anruf von Ekki auf dem Phone. Huch? Wird doch wohl alles ok sein? Irgendwann abends im Zelt, als es mir wieder einfällt, schreibe ich ein Whatsapp, was das Begehr wäre, ich bin gerade in Warschau, hab doch Urlaub… Er schreibt zurück: „Wollte fragen, wie es Steppe geht.“ Ich antworte: „Soweit ich weiß, ganz gut.“ Ekki: „Laut seiner Seite ist er gerade dabei seinen Motorzu reparieren in L.“ Darauf ich: „Trotzdem geht’s ihm gut. Da musst du wohl noch ein bisschen gespannt bleiben, wie es weiter geht.“

Danke lieber Ekki, mir geht’s auch gut!)

Suwalki – Kaputy = 400 km
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12.06.2019
Heute habe ich mir Breslau in den Kopf gesetzt. Ich weiß nicht, wie Walli darüber denkt, ihr sind ein paar Kabel durchgeschmort, die Sicherung durchgebrannt. Ich glaube fast, sie hat keinen rechten Bock mehr auf Welt. Willst du nach Hause? Sie guckt mich schief an. Nein, ich veralber dich nicht. Keine Extra-Touren mehr, nur noch Heim, ja? Ok, wir starten. Kaputy, Lodz, Breslau, da kontaktieren wir Jerzy, der ist vor Freude außer sich und lotst uns zu sich. Ach du Scheiße, das ist ja mehr als 50 km westlich von Breslau. Mir schwant in dem Moment schon, das aus der Stadtbesichtigung nichts wird. Jerzy nimmt uns in Empfang bei Legnica. Er versorgt mich erstmal wieder mit einer ordentlichen Portion Futter und ich bestehe darauf, das Bier einzukaufen. Da sagte er schon etwas leise, er kann nicht mehr so trinken wie damals, als er noch gesund war. Ich will das überhören, habe echt Durst/Appetit auf 100 Bier. Bei ihm angekommen, beschleicht mich doch ein mulmiges Gefühl, obwohl mir Jerzy selbst keine Angst macht, der ist ein herzensguter Mensch. Aber ich bin nicht mehr frei, sondern hinter einem Tor. Wir erzählen dennoch soviel wie möglich, er zeigt mir alles mögliche auf seinem Werkhof, Schmiede, Werkstatt, Hund, Büro, Küche… Alles nicht ganz sauber, ein wenig polnisch. Aber gut, ich bin froh, das Zelt heute nicht aufzubauen, es sieht dunkel über unseren Köpfen aus, es blitzt und donnert schon bedrohlich, der Wind nimmt zu. Drinnen ploppt das zweite Bier für mich auf und Jerzy beginnt sich zu verabschieden, er schläft zu Hause, ich kann mich hier frei bewegen, Küche, WC, Dusche, was ich brauche, soll ich nehmen. Ich bedanke mich herzlich, Jerzy schleicht sich, ich spiele im Hof noch ein bisschen mit dem Schäferhund Flora, richte das Lampenglas von Walli, schaue nach dem Öl… Noch ein paar Drähte im Lampentopf isolieren. Ja, Walli, morgen geht’s nach Hause, versprochen. Noch ein Küsschen auf den Lampentopf und ich verziehe mich in meine Penntüte und schlafe friedlich unter der schlesischen Landkarte von 1930 ein…

Kaputy – Snowidza = 500 km
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13.06.2019
Ich mache Walli flott, gegen 8.30 Uhr ist Jerzy auch da und ich verabschiede mich. Das Wetter macht heute eine Sonnenpause, das wäre ideal um sich beim Ritt gen Westen mal nicht die Fresse zu verbrennen. Außerdem ist‘s versprochen. Walli hat Heimweh. Breslau ist nicht sooo weit weg. Jerzy macht mir noch ein Brötchen, eins mit Käse, eins mit Marmelade (hat er da was aus dem Marmeldenglas gekratzt? Nicht nachdenken, Anke) hmmmm, lecker, also wirklich. Der Kaffee ist prima. Ich frage ihn, wie alt er eigentlich ist, ich kann es schlecht schätzen bei ihm. WOAS? 72 Lenze?!? Er zeigt mir sogar seinen Ausweis. Na so möchte ich mit 72 Jahren auch noch drauf sein. Grundgütiger. Ich soll irgendwann mit meinem Freund kommen, mich rechtzeitig anmelden und er besorgt uns in Breslau eine Unterkunft. Es tat ihm etwas leid, mir nichts besseres angeboten haben zu können, es war zu kurzfristig. Mensch, Jerzy, alles gut!!! Ich fand es sehr gut, dein Gast gewesen zu sein. Ich möchte mal wissen, wieviel Deutsche so spontan wären. Du? Ich? Also los jetzt, Tschüssi, Jerzy, ich wünsche mir, wir sehen uns wieder! Görlitz erreichen wir um die Mittagszeit, von den letzten Zlotys bekommt Walli einen halben Hahn. Das Ortseingangsschild von Borsdorf erreiche ich 16.45 Uhr. Noch 20 km davor hatte ich einen Anruf von Jerzy, ob ich gut angekommen bin. Ich besuche erstmal Lutz, der bekommt große Augen, wie – was- häh? Ich dachte, du hast noch länger? Ja, aber die Elektrik… Mein Blick fällt auf das grüne Monster hinter Lutz. Oh, das sieht nach Lunzenau aus. Fährst du morgen? Ich komm mit!

Snowidza – Borsdorf = 350 km
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14.06.2019
Ich könnte nur noch schlafen. Aber gegen 17 Uhr treffen wir uns bei Lutz an der Werkstatt. Ilona ist da und die Ösis auch. Also kanns los gehen. In Otterwisch ist die Werkstatt eröffnet, Lutz gurkt nochmal zurück um einen Zündmagneten zu holen, Ilonas Unterbrecher tut es nicht mehr richtig… 19 Uhr kommen wir an, der Stammtisch Leipzig begrüßt uns herzlich, ebenso Kamenz, und dann ist schon die Beiwagenkiste von Lutz offen und ich schaffe es tatsächlich, zwei Gesöffe zu ergattern. Es wird ein lauschiger Abend. Ich halte mich weder bei den Leipzigern auf und auch nur kurz in der Kamenzer Ecke. Gibts irgendwo neue Gesichter? Ich hätte gern eins.

Borsdorf – Lunzenau = 60 km
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15.06.2019
Neuer Tag, neue Hitzrekorde! Schon beim Frühstück gegen 8 Uhr trieft und schwitzt alles. Der Pool!!! Vier Freiberger hocken schon drin. Ich melde Bedarf an, und hocke 5 Minuten später auch drin. Plopp, die Ausfahrt ist gestrichen. Herrlich. Der Pool-Aufenthalt wird nur durch Gänge zur Bar, WC und einen Kurztripp zur Fischtreppe mit Jan, Ekki, Ilona, Fussel, Rocco etc… unterbrochen. So ein feiner Tag. Aber 17/18 Uhr steht der Pool (endlich) im Schatten und es wird kalt, wir sind alle verbrannt. Ich melde mich für ein Nickerchen ab. Gegen 20 Uhr werde ich wieder wach, und versuche in der Kamenz-Abteilung Anschluss zu finden. Da holt Ekki aus und will zum 768.658 Mal die Geschichte vom Schraubertag 2018 erzählen, die Ösis kennen sie ja eventuell noch nicht. Da platzt mir der Kragen. Ich bin unterhopft. Noch ein Wort und ich muss ihn töten. Vor versammelter Manschaft mache ich Ekki rund, dass ich es nicht mehr hören kann. Ich fands gut, dass er den ganzen Tag letztes Jahr in Kamenz bei mir geblieben ist, aber …... Ich danke nach wie vor dem Wroebe! Und die Ölablassschraube war am Anfang des Tages sicherlich nicht so rund, aber ich hatte Crischan gebeten, mir zu helfen, er hatte sicherlich auch einen Teil zur runden Schraube beigetragen. Ich werfe es niemandem vor, aber wenn Ekki noch ein einziges Mal Schraubertag 2018/Ölwechsel/runde Schraube sagt, muss ich ihn ::;; . Danach ist mir kotzübel. Sonnenstich. Da kommt Bernde. Ich freue mich wirklich, ihn zu sehen, kann noch nichtmal einen Begrüßungsschluck anbieten, aus gegebenem Anlass…. Außerdem fühle ich mich grottig. Noch vor der Preisverleihung bin ich wieder im Zelt. Ich verpasse Ilonas Pokal. Schade.

(Und heute tut es mir wahnsinnig leid – entschuldige Ekki!)

Lunzenau – Lunzenau = NULL


16.06.2019
Noch vor dem Frühstück bin ich weg. Ich verabschiede mich von denen, die wach sind. Ein Blick auf die WetterApp hat mir verraten, dass man zeitig los muss, wenn man trocken nach Hause will. Ich schaff das. Chillout in Borsdorf

Lunzenau – Borsdorf = 60 km

17.06.2019
Ich mag gar nicht aufstehen, so schön ist es im Bett. Aber irgendwann dann doch… Steppe hat mich um ein paar Vorräte gebeten, damit er nicht gleich einkaufen muss. Check. Außerdem ist die Butze hergerichtet, denn ich finde es total angenehm, wenn man vom Tripp nach Hause kommt und Platz hat um sich zu sortieren. Na mal schauen, wann mein Messias einfliegt, oder einreitet… Dann bekommt er noch ein paar Minuten zum Luftholen und dann möchte ich alles wissen…. Tschüssi Borsdorf, bis bald!

Nach 20 Tagen wieder in Jena ankommen, ist ein wenig seltsam, ich fühlte mich im ersten Moment in meiner eigenen Wohnung fremd... bis ich meinen leeren Kühlschrank erblickte. Ja, richtig, hier wohne ich... Die letzte Etappe heute habe ich mit ganz großem Elan gemeistert, heute kam das Tier in mir zum Vorschein, das Steppentier. Einen Teil des Heimwegs von Borsdorf nach Jena hatte ich auf der Autobahn absolviert, die Abfahrt Droyßig hab ich genommen, um gemütlich nach Hause zu schlenkern, über sämtliche Dörfer. Bei einem Kacknest kaum das Ortsausgangsschild passiert, schnippelt mich ein roter Kombi und hätte mich beinah mitgenommen. Nach kurzer Schockbewältigung (sowas ist mir im gesamten Baltikum nicht vorgekommen!) kam das Tier in mir raus... "Das geht so nicht, das musst du dem Fahrer mitteilen..." Das war eine schmale Nebenstraße ohne Fahrbahnmarkierung… Gashahn auf und die Verfolgungsjagd beginnt. Zeitweise habe ich das rote Gefahrgut auch aus den Augen verloren, aber 10 Kilometer weiter kam mein großer Moment und ich hatte zwischenzeitlich richtig Wut im Bauch, je länger die Jagd dauerte. Ich habe den Mercedes ausgebremst und mit einer strengen Handbewegung zu verstehen gegeben, dass hier gestoppt wird. Ich stelle Walli ab, gehe nach hinten und gebe der Person zu verstehen, dass ich ein Gespräch wünsche, ohne Glas. Die schätzungsweise 29jährige öffnet das Sprechglas und ich kann meinen Frust loswerden. Was das wohl gewesen sei, vor 10 Kilometern im Wald? frage ich. "Wieso? Ich habe ganz normal überholt." entgegenet sie. Da platzt mir der Kragen und ich eröffne ihr, das die Spanne zwischen meinem Daumen und Zeigefinger keinen Meter Fünfzig sind. Und als sie immer noch wie ein Eichhörnchen guckt, ranze ich sie richtig an, dass sie mich fast von der Karre geholt hat und die Glotzn off machen soll. Dann hab ich sie stehen gelassen und bin mit Walli irgendwie befreiter weiter. Das tat mir gut. Kommt tatsächlich alle 10 Jahre mal vor. Oh weh… Ich bin wieder in D und benehme mich, wie alle ordentlichen Deutschen – rege mich anständig über alles auf...hmpf…

Borsdorf – Jena = 115 km
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(4.450 km von Jena nach Jena)

Zuallererst danke ich meinem Steppe, der für den technischen Support zuständig ist und mich in meinem Vorhaben bestärkt hat. Und gleich danach unserem Lutz für seine Geduld und das wir in seine Werkstatt dürfen.

Während meiner Reise habe ich intensiv im Hier und Jetzt gelebt, ich habe gegessen, wenn ich hungrig war, mein Zelt aufgeschlagen, wenn ich müde war, ich konnte mir von einem Moment auf den anderen überlegen, meine Route zu ändern. Eine wunderbare Erfahrung. Walli und ich haben nach unseren Möglichkeiten das nächste Ziel festgelegt oder verworfen. Aufregende Zeit, vielleicht wiederhole ich das irgendwann! Zu keiner Zeit hatte ich Angst vor Litauern, Letten oder Esten. Auch nicht vor Polen. Außer den selbst verursachten Problemen, hatte ich keine nennenswerten Schwierigkeiten. Ich habe versucht, so minimalistisch wie möglich auf Reisen zu gehen, da mir der Fahrkomfort wichtig ist. Und meistens schleppt man eh zuviel mit sich rum. Endlich mal alles richtig gemacht.

Insgesamt habe ich vielleicht 100ml Motoröl nachgekippt auf der Reise. Mehr war nicht nötig. Und geputzt wird Walli nicht, der Staub der Länder bleibt dran :)

Achso und Walli hat nun einen zweiten Vornamen: Максимовна

Wer noch nicht genug hat, hier sind noch mehr Bilder: https://c.gmx.net/@325624489574405171/Z ... COnwmDW7fg
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akkon
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von akkon »

Moin Anke

ein sehr schöner Reisebericht.
Und nur damit ich mal irgendwann die Million knacke :"Schraubertag 2018/Ölwechsel/runde Schraube" ;)

Gruß Ekki
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von Jens425S »

Danke Anke,
ein sehr schöner Beitrag!

Mich treibt es schon lange um, auch eine Tour in die Gegend zu machen. Seit ich oft im Litauen gearbeitet habe, um so mehr.
Ich mag die Landschaften und die Menschen.

Mich muss meine "Elsa", aber noch etwas mehr von ihrer Standfestigkeit überzeugen.
Es gibt noch einiges zu tun, bis es soweit ist. Aber es wird immer besser!
Viele Grüße
Jens

"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von Ruppert-Tuning »

Hallo Anke

Toller Reisebericht!
Wir waren vor 2 Wochen auch in Norwegen unterwegs. Es gibt nichts besseres als tagelang auf der AWO zu sitzen und einfach nur zu fahren. Mehr Kopffrei gibt es nicht!!

Viele Grüße,
Matthias
Ja- man kann ohne AWO leben- aber es lohnt nicht...;-)
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von Sport-Lu »

Schöner Bericht von einer schönen Reise.Gut, daß du auch unversehrt zurückgekommen bist.
Ich hoffe wir sehen uns wieder bei einem Winterstammtisch.
Gruss Jörn! :mrgreen:
AWO-Sympathisant
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OBS
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von OBS »

Mir fällt auch nix Neues mehr ein.
Cooler Bericht.
Danke Anke.

Wir sind im Frühjahr mit zwei RT´s nach Valencia und retour geknattert. Ohne Besenwagen. War auch sehr cool. Die Moppeds haben gehalten. No Problem. Solche Langstreckenfahrten sind immer eine Herausforderung. Das Wichtigste ist das Losfahren.
Ich finde es immer klasse, wenn sich einer, oder mehrere aufrafft um so eine Aktion durchzuziehen.
Grüße aus Hessen
Thomas

Der Schmied braucht Hammer und Computer
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steckkruemmer
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von steckkruemmer »

Cooler Reisebericht! Danke, Anke!

Grüße Tobi
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wgg1960
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von wgg1960 »

Ich habe auf einen ruhigen Moment gewartet, um Deinen sehr anschaulichen Bericht zu lesen. Es hat sich gelohnt! 2012/13 war unsere Tochter Anna für ein Jahr in Estland und hat dort die estnische Sprache erlernt. Antje und ich haben sie dort besucht. Es war ein Höllenritt. Polnische Fernverkehrsstraßen sind schlimmer als deutsche Autobahnen! Egal, die baltischen Staaten sind einfach nur toll! Genau um noch einmal dorthin zu fahren, baue ich gerade mein Gespann auf. Nur mit leichtem Gepäck kann ich nicht los. Wir hatten in Estland sozusagen Familienanschluss. Annas Gastfamilie war sehr herzlich. Der Saaremaa Wodka ist hervorragend! Wenn Du von deinem Vorhaben etwas erzählt hättest, wäre ein gutes Quartier in Tallinn möglich gewesen. Aber egal, das hast Du richtig gut gemacht! Valentinas Elektrik solltest Du aber mal in Ordnung bringen, sie hat es verdient!
Bis bald!
Gert
And if you don't like Hank Williams, honey, you can kiss my ass...

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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von 01139DRS »

... ein wunderbarer Reisebericht und vorzügliche Reklame für meine Wahlheimat. Alle 3 Länder sind ideal zum entspannten Reisen, so man die 3 oder 4 zentralen Trassen zwischen den Hauptstädten meiden kann. Warschau- Litauen muss man einfach überstehen ...
Die Strände sind weit und dünn besetzt, auch im Hochsommer. Die Wälder sind tief und dunkel, zwischen den Ortschaften ist manchmal sehr viel Land. In Riga ist ein Motorradmuseum im Aufbau. Ein gutes Reiseziel also.
Wann, wenn nicht jetzt?
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marocco
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Re: Neues von Валентина Козловская

Beitrag von marocco »

Hallo Anke
Sehr schöner Tourbericht von dir und deiner Gutsten.
Vieleicht sieht man sich beim nächsten Stammtisch .

Gruß Marco
AWO - DAS GESICHT IN DER MENGE - !!!
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