kleiner Reisebericht in den Harz
- Schraubär
- AWO 425 Member
- Beiträge: 259
- Registriert: Mi 25. Jun 2008, 21:36
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: 14558/Nuthetal
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 6 Mal
kleiner Reisebericht in den Harz
Hallo, hier mal ein kleiner Reisebericht von mir. Geplant war ein paar Tage, mit meinem AWO T-Gespann, den Harz zu erkunden.
Am 8.8. ging es gegen 8:30 los. Das Tagesziel hieß Thale. Geplant waren ca. 200km für die erste Etappe. Eigentlich wollte ich über Beelitz, Belzig und Wiesenburg fahren, aber durch einen LKW Unfall war schon in Beelitz alles dicht. Deshalb bin ich gleich umgedreht und über Wittenberg gefahren. In Wittenberg musste ich die Route auf meinem Papier Navi erst mal aktualisieren. (ein Post it Zelle auf dem Tank) Da ich Fernstraßen und Autobahnen möglichst vermeiden wollte, bin ich hauptsächlich Nebenstraßen gefahren. Es ging also weiter über Dessau, Zerbst und dann in Barby mit der Fähre über die Elbe. Nachdem ich mit der Fähre übergesetzt bin, fingen die ersten Probleme an.
Nach kurzer Fahrt fängt der Motor an zu Stottern und ging aus. Also an den Rand gerollt und ein wenig am Vergaser getupft und es ging ein Stückchen weiter. Aber nicht allzu weit und das gleiche Spiel wieder. Also habe ich den Wassersack am Benzinhahn abgeschraubt um zu gucken ob genug Sprit kommt. Der Sprit lief und es ging weiter. Aber nicht besonders weit, das gleich Problem wieder.
Nun hat das Gewinde vom Wassersack durch das ständige an und abschrauben den Geist aufgegeben. Da ich nun befürchtete den Wassersack bei der Fahrt zu verlieren, dachte ich mir ich sichere ihn mit etwas Draht. Den Bindedraht konnte ich aber leider nicht finden, also habe ich Kabelbinder genommen. Das Problem mit dem Spritmangel war damit aber noch immer nicht behoben. Da ich die Kappe ja nun nicht mehr abschrauben konnte, habe ich mal den Benzinschlauch am Benzinhahn abgemacht, und siehe da, es kam kein Sprit. Dann habe ich den Tankdeckel geöffnet und sieh da, der Sprit läuft. Also Problem erkannt: Belüftung im Tankdeckel war die Ursache.
Mein Tankdeckel hat kein Loch zu Entlüftung, sondern von innen mehrere Bleche und Papierdichtungen mit kleinen Löchern zu Entlüftung. Also blieb mir erst einmal nichts anderes übrig als hin und wieder mal den Tankdeckel zu öffnen.
Es ging dann also weiter nach Calbe/Saale. Die Ortsdurchfahrt war leider gesperrt und ich musste umdrehen und über Schönebeck fahren. Nach 7 Stunden und 250 km bin ich dann in Thale angekommen. Den ruhigen Parkplatz hinter der Pension fand ich dann doch etwas zu ruhig und so durfte ich, nach verhandeln mit der Vermieterin, auf der Terrasse parken. Die war wenigstens umzäunt und abgeschlossen.
Am 8.8. ging es gegen 8:30 los. Das Tagesziel hieß Thale. Geplant waren ca. 200km für die erste Etappe. Eigentlich wollte ich über Beelitz, Belzig und Wiesenburg fahren, aber durch einen LKW Unfall war schon in Beelitz alles dicht. Deshalb bin ich gleich umgedreht und über Wittenberg gefahren. In Wittenberg musste ich die Route auf meinem Papier Navi erst mal aktualisieren. (ein Post it Zelle auf dem Tank) Da ich Fernstraßen und Autobahnen möglichst vermeiden wollte, bin ich hauptsächlich Nebenstraßen gefahren. Es ging also weiter über Dessau, Zerbst und dann in Barby mit der Fähre über die Elbe. Nachdem ich mit der Fähre übergesetzt bin, fingen die ersten Probleme an.
Nach kurzer Fahrt fängt der Motor an zu Stottern und ging aus. Also an den Rand gerollt und ein wenig am Vergaser getupft und es ging ein Stückchen weiter. Aber nicht allzu weit und das gleiche Spiel wieder. Also habe ich den Wassersack am Benzinhahn abgeschraubt um zu gucken ob genug Sprit kommt. Der Sprit lief und es ging weiter. Aber nicht besonders weit, das gleich Problem wieder.
Nun hat das Gewinde vom Wassersack durch das ständige an und abschrauben den Geist aufgegeben. Da ich nun befürchtete den Wassersack bei der Fahrt zu verlieren, dachte ich mir ich sichere ihn mit etwas Draht. Den Bindedraht konnte ich aber leider nicht finden, also habe ich Kabelbinder genommen. Das Problem mit dem Spritmangel war damit aber noch immer nicht behoben. Da ich die Kappe ja nun nicht mehr abschrauben konnte, habe ich mal den Benzinschlauch am Benzinhahn abgemacht, und siehe da, es kam kein Sprit. Dann habe ich den Tankdeckel geöffnet und sieh da, der Sprit läuft. Also Problem erkannt: Belüftung im Tankdeckel war die Ursache.
Mein Tankdeckel hat kein Loch zu Entlüftung, sondern von innen mehrere Bleche und Papierdichtungen mit kleinen Löchern zu Entlüftung. Also blieb mir erst einmal nichts anderes übrig als hin und wieder mal den Tankdeckel zu öffnen.
Es ging dann also weiter nach Calbe/Saale. Die Ortsdurchfahrt war leider gesperrt und ich musste umdrehen und über Schönebeck fahren. Nach 7 Stunden und 250 km bin ich dann in Thale angekommen. Den ruhigen Parkplatz hinter der Pension fand ich dann doch etwas zu ruhig und so durfte ich, nach verhandeln mit der Vermieterin, auf der Terrasse parken. Die war wenigstens umzäunt und abgeschlossen.
AWO T Bj.55 mit Stoye TM;
- Schraubär
- AWO 425 Member
- Beiträge: 259
- Registriert: Mi 25. Jun 2008, 21:36
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: 14558/Nuthetal
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 6 Mal
- St.Pauli
- AWO 425 Member
- Beiträge: 219
- Registriert: Do 30. Jul 2015, 17:43
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: Güstrow
Re: kleiner Reisebericht in den Harz
Schöner Bericht vom ersten Tag deiner Reise. Grüße aus Berlin. Frank
- hephäst
- Beiträge: 199
- Registriert: So 22. Mai 2016, 21:52
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: Bamberg
- Hat sich bedankt: 54 Mal
- Danksagung erhalten: 18 Mal
Re: kleiner Reisebericht in den Harz
. . . gefällt mir ( Button fehlt leider) !

Donner ist gut und eindrucksvoll, aber die Arbeit leistet der Blitz.
Mark Twain
"es sind Unglücksraben, die keine AWO haben"( auf einem Transparent in Gera 1982
)
Mark Twain
"es sind Unglücksraben, die keine AWO haben"( auf einem Transparent in Gera 1982
- Jens69
- AWO 425 Member
- Beiträge: 463
- Registriert: Mi 25. Nov 2009, 12:07
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: Oranienburg
- Hat sich bedankt: 8 Mal
- Danksagung erhalten: 3 Mal
Re: kleiner Reisebericht in den Harz
Moin,
wir waren eine Woche vorher zu viert dort...alles in allem 784 Kilometer mit diversen technischen Problemen...vom Zündmagneten über Hinterradspeichen bis zum Platten.
Hat aber trotzdem einen Heidenspaß gemacht.
Gruß Jens
wir waren eine Woche vorher zu viert dort...alles in allem 784 Kilometer mit diversen technischen Problemen...vom Zündmagneten über Hinterradspeichen bis zum Platten.
Hat aber trotzdem einen Heidenspaß gemacht.
Gruß Jens
AWO T Bj. 53, BMW R 1150 R
Alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen nachher.
Alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen nachher.
- Roy
- AWO 425 Member
- Beiträge: 1288
- Registriert: Do 18. Jun 2009, 13:17
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: 0761X Thüringen
- Hat sich bedankt: 19 Mal
- Danksagung erhalten: 31 Mal
Re: kleiner Reisebericht in den Harz
Sehr schön,
das gefällt mir immer wieder.
Könnt auch gleich wieder losfahren...
das gefällt mir immer wieder.
Könnt auch gleich wieder losfahren...
Es ist klug und weise, an allem zu zweifeln.
-
Der Kneiper
- Schraubär
- AWO 425 Member
- Beiträge: 259
- Registriert: Mi 25. Jun 2008, 21:36
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: 14558/Nuthetal
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 6 Mal
Re: kleiner Reisebericht in den Harz
2. Tag (9.8.)
Es ist herrliches Wetter, so wie gestern auch, deshalb geht es heute zum Kyffhäuser. So langsam merke ich, dass ich bin Gebirge bin. Die Maschine quält sich teilweise im 3. Gang die Berge hinauf, aber was solls ich habe ja Zeit.
Ich bin kurz vor dem Ziel, da warnt mich ein Schild, dass demnächst 36 gefährliche Kurven kommen sollen. Ich weiß ja nicht was ihr machen würdet, aber ich habe angefangen die Kurven mitzuzählen. Entweder hat, dass mit den 36 Kurven nicht gestimmt, oder ich habe mich einfach verzählt.
Nun musste auch mal der 2. Gang reichen. Mit ca. 35km/h quält sich die AWO jetzt bergauf. Erstaunlich fand ich, dass mich die ganze Zeit keiner überholt hat. (nein es ist auch keine hinter mir gefahren)
Unter der Woche scheint nicht so viel los zu sein. Oben angekommen gab es erst mal ne Bratwurst mit Getränk für sagenhafte 2,50€. Da kann man nicht meckern. Jetzt ging es erstmal zu Fuß zur Erkundung des Denkmals weiter. Ich muss sagen, ein sehr beeindruckendes Bauwerk.
Auf dem Rückweg bergab geht aus auch nicht viel schneller als bergauf, da ich die Bremsen nicht überfordern will. Es ist noch früh am Nachmittag, deshalb mache ich noch einen kleinen Abstecher, und sehe mir eine der größten Gipshöhlen an. Die Heimkehle. Im 2. Weltkrieg wurde in dieser Höhle eine Produktionsstätte eingerichtet und Fahrwerksteile für die Junkers produziert.
Das war der 2. Tag. Zurück in der Unterkunft war erst mal ein kleiner Service dran. Ölstände kontrollieren und etwas Motoröl nachfüllen. Der Kennzeichenhalter hatte sich etwas gelöst und wurde wieder fixiert.
Dann war ja noch das Problem mit der Tankdeckelentlüftung. Ich habe versucht das Innenleben mit Bremsenreiniger zu reinigen, aber gebracht hat es nicht besonders viel.


Es ist herrliches Wetter, so wie gestern auch, deshalb geht es heute zum Kyffhäuser. So langsam merke ich, dass ich bin Gebirge bin. Die Maschine quält sich teilweise im 3. Gang die Berge hinauf, aber was solls ich habe ja Zeit.
Ich bin kurz vor dem Ziel, da warnt mich ein Schild, dass demnächst 36 gefährliche Kurven kommen sollen. Ich weiß ja nicht was ihr machen würdet, aber ich habe angefangen die Kurven mitzuzählen. Entweder hat, dass mit den 36 Kurven nicht gestimmt, oder ich habe mich einfach verzählt.
Nun musste auch mal der 2. Gang reichen. Mit ca. 35km/h quält sich die AWO jetzt bergauf. Erstaunlich fand ich, dass mich die ganze Zeit keiner überholt hat. (nein es ist auch keine hinter mir gefahren)
Unter der Woche scheint nicht so viel los zu sein. Oben angekommen gab es erst mal ne Bratwurst mit Getränk für sagenhafte 2,50€. Da kann man nicht meckern. Jetzt ging es erstmal zu Fuß zur Erkundung des Denkmals weiter. Ich muss sagen, ein sehr beeindruckendes Bauwerk.
Auf dem Rückweg bergab geht aus auch nicht viel schneller als bergauf, da ich die Bremsen nicht überfordern will. Es ist noch früh am Nachmittag, deshalb mache ich noch einen kleinen Abstecher, und sehe mir eine der größten Gipshöhlen an. Die Heimkehle. Im 2. Weltkrieg wurde in dieser Höhle eine Produktionsstätte eingerichtet und Fahrwerksteile für die Junkers produziert.
Das war der 2. Tag. Zurück in der Unterkunft war erst mal ein kleiner Service dran. Ölstände kontrollieren und etwas Motoröl nachfüllen. Der Kennzeichenhalter hatte sich etwas gelöst und wurde wieder fixiert.
Dann war ja noch das Problem mit der Tankdeckelentlüftung. Ich habe versucht das Innenleben mit Bremsenreiniger zu reinigen, aber gebracht hat es nicht besonders viel.
AWO T Bj.55 mit Stoye TM;
- Schraubär
- AWO 425 Member
- Beiträge: 259
- Registriert: Mi 25. Jun 2008, 21:36
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: 14558/Nuthetal
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 6 Mal
Re: kleiner Reisebericht in den Harz
3. Tag (10.8.)
Das schöne Wetter ist vorbei. Es hat schon die ganze Nacht geregnet. Gegen 10Uhr hört es dann auf zu regnen und ich mache mich auf den Weg zu Rappbodetalsperre. Auf meinem Plan stand die Überquerung der Hängebrücke. Da die Straßen noch nass waren habe ich vorsorglich die Regenhose übergezogen. Die Reinigung des Tankdeckels hatte übrigens nicht gebracht.
An der Talsperre angekommen wurde das Motorrad auf dem Parkplatz abgestellt und es ging zu Fuß weiter. Ich habe mich noch gewundert, dass man für das Parken gar nichts bezahlen muss.
Um über die Hängebrücke gehen zu können muss man natürlich bezahlen. Die Bezahlmöglichkeit gibt es aber nur auf einer Seite der Brücke und die war nicht da wo ich gerade war. Also was solls, der Menge hinterher und auf die andere Seite der Talsperre laufen. Dort gab es noch einen 2. Parkplatz, bei dem man aber bezahlen musste. Kurz noch etwas die Aussicht genießen und dann ging es rauf auf die Schaukel, ähm Brücke meine ich. Man muss beim Überqueren der Brücke in der Tat vorsichtig laufen und hin und wieder auch mal festhalten.
So, die Brücke war überquert und konnte abgehakt werden. Der Tag war noch lange nicht vorbei und deshalb ging es gleich weiter nach Pullman City der Westernstadt.
Zurück in der Unterkunft, durfte ich mein Motorrad, unter der überdachten Hofeinfahrt der Vermieter abstellen. Das fand ich ja total klasse, zumal es ja wieder Regen geben sollte.


Das schöne Wetter ist vorbei. Es hat schon die ganze Nacht geregnet. Gegen 10Uhr hört es dann auf zu regnen und ich mache mich auf den Weg zu Rappbodetalsperre. Auf meinem Plan stand die Überquerung der Hängebrücke. Da die Straßen noch nass waren habe ich vorsorglich die Regenhose übergezogen. Die Reinigung des Tankdeckels hatte übrigens nicht gebracht.
An der Talsperre angekommen wurde das Motorrad auf dem Parkplatz abgestellt und es ging zu Fuß weiter. Ich habe mich noch gewundert, dass man für das Parken gar nichts bezahlen muss.
Um über die Hängebrücke gehen zu können muss man natürlich bezahlen. Die Bezahlmöglichkeit gibt es aber nur auf einer Seite der Brücke und die war nicht da wo ich gerade war. Also was solls, der Menge hinterher und auf die andere Seite der Talsperre laufen. Dort gab es noch einen 2. Parkplatz, bei dem man aber bezahlen musste. Kurz noch etwas die Aussicht genießen und dann ging es rauf auf die Schaukel, ähm Brücke meine ich. Man muss beim Überqueren der Brücke in der Tat vorsichtig laufen und hin und wieder auch mal festhalten.
So, die Brücke war überquert und konnte abgehakt werden. Der Tag war noch lange nicht vorbei und deshalb ging es gleich weiter nach Pullman City der Westernstadt.
Zurück in der Unterkunft, durfte ich mein Motorrad, unter der überdachten Hofeinfahrt der Vermieter abstellen. Das fand ich ja total klasse, zumal es ja wieder Regen geben sollte.
AWO T Bj.55 mit Stoye TM;



